Über uns

Hinter Austrian Preppers stehen Menschen aus ganz Österreich die sich eingehender mit den Zivilschutzvorgaben des österreichischen Zivilschutzverbandes und der eigenverantwortlichen Krisenvorsorge im Allgemeinen beschäftigen.

Der Österreichische Zivilschutzverband informiert die Bürgerinnen und Bürger seit 1961 über alle möglichen Bedrohungsszenarien. Auch wenn wir uns heute im Herzen Europas wesentlich sicherer fühlen als früher, so gibt es dennoch zahlreiche Bedrohungsszenarien, die Vorbereitungs- und Vorbeugemaßnahmen durch Behörden, Einsatzorganisationen und allen voran auch der Zivilbevölkerung erfordern. Dabei steht der Österreichische Zivilschutzverband allen Bürgerinnen und Bürgern zur Seite. In enger Zusammenarbeit mit allen sicherheitsrelevanten Organisationen und über Landes- und Bundesgrenzen hinaus. NR Johann Rädler, Präsident des Österreichischen Zivilschutzverbandes
Preppen, was soll das sein?

Der Begriff “Prepper” stammt aus dem Englischen und leitet sich von der Phrase “be prepared” (dt. etwa “sei vorbereitet”) ab. Entstanden ist die Prepperbewegung während des kalten Krieges in den USA, als ein Atomkrieg allgegenwärtig war, und ist von dort aus nach Europa gekommen. Es gibt allerdings einen wesentlichen Unterschied zwischen Preppern in den USA und Preppern hierzulande. US-Prepper die von Medien gerne gezeigt werden (z.B. “Preppers – Bereit für den Weltuntergang” auf Netflix), haben einen hohen Unterhaltungswert mit ihren Waffenlagern und Bunkern, aber das Kernthema des Preppers, die Krisenvorsorge, wird damit leider ins Lächerliche gezogen.

Mit dieser Art von Preppern, auch bekannt als “Doomsday-Prepper“ oder “Endzeit-Prepper” haben ÖsterreicherInnen, die sich der eigenverantwortlichen Krisenvorsorge widmen nichts zu tun. Schon aufgrund der unterschiedlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen könnte in Österreich gar keine “extreme” Prepper-Bewegung entstehen wie es sie in den Vereinigten Staaten gibt.

Was also tun österreichische Prepper eigentlich und vor allem warum tun sie was sie tun?

Man möchte meinen, der Staat sorgt doch sicher für seine Bürger vor um im Falle des Falles alle Bürger sofort verpflegen/retten/unterstützen zu können. Das ist leider unrichtig, weil es logistisch auch gar nicht machbar wäre. Österreich hat etwa 8,7 Mio. Einwohner (Stand 2016). Es würde Unsummen kosten für alle Einwohner Vorräte, Medikamente und Treibstoff für Krisenzeiten vorzuhalten. Zugegeben, eine Krise die das gesamte Land gleichzeitig betrifft ist äußerst unwahrscheinlich, aber selbst der Zivilschutzverband (angesiedelt im Innenministerium) sagt folgendes:

Vor Unglücksfällen und Katastrophen ist niemand gefeit. Österreichs weltweit anerkannte Hilfs- und Einsatzorganisationen sind für diese Situation gerüstet, dennoch ist eigenes Handeln und Vorsorge sinnvoll und notwendig. Man braucht erst gar nicht an das Schlimmste zu denken, auch kleinere, regionale Notfälle können die öffentliche Versorgung der Bevölkerung mit Wasser, Lebensmitteln und Energie unterbrechen. Extreme Wettersituationen, aber auch eine Verstrahlung der Umgebung aufgrund eines KKW-Unfalles können Sie zum Verweilen in Ihrer Wohnung zwingen. Es ist zwar nicht anzunehmen, daß Unfälle in benachbarten Kernkraftwerken einen Zusammenbruch der Versorgung in Österreich zur Folge haben, dennoch sollten Sie einen ausreichenden Vorrat angelegt haben. Warum? 1. Sie können möglichst lange in Ihrer Wohnung bleiben. 2. Sie können später auftretende Versorgungsengpässe an nicht kontaminierter Nahrung besser ausgleichen.Zivilschutzverband Österreich

Wir Prepper nehmen diese Vorgaben also ernst und lagern entsprechend Vorräte ein, für den ominösen “Fall der Fälle”. Man kann es wie eine Haushaltsversicherung sehen. Niemand schließt sie ab weil er davon ausgeht, dass sein Haus mal abbrennt. Kommt es aber doch dazu ist man froh, dass man sie hatte. Genauso sehen wir es mit Dingen des alltäglichen Bedarfs.

Übrigens: Als Familienvater wird man wie ein Held gefeiert, wenn lt. Ehefrau keine Tampons mehr an einem Samstag Abend, im Winter, bei minus 10 Grad da sind, in der Vorratskammer aber noch genügend Ersatzpackungen vorhanden sind. 😉

Man muss auch mit einem gewissen Spaß an die Sache rangehen. Klar, es ist ein unheimlich beruhigendes Gefühl für Redundanz gesorgt zu haben und die wichtigsten Dinge immer zuhause vorrätig zu haben. Aber viele Prepper lieben es auch sich in Do-It-Yourself-Projekten zu betätigen z.b. Solar-Anlagen, Brunnen oder Vorratsräumen. Die Spanne reicht von “Preppen als Hobby” bis hin zu “Preppen als Lebenseinstellung”.

Oder man betrachtet es einfach rein wirtschaftlich: Großpackungen bzw  größere Mengen sind im Angebot meist günstiger. Da Toilettenpapier kein Ablaufdatum hat, wäre es doch vernünftig größere Mengen zu kaufen wenn es besonders günstig ist, oder?

Apropos Spaß: Der Zivilschutzverband versucht schon Kinder für Krisenvorsorge zu sensibiliseren mit der SAFETY-Tour. Sehr empfehlenswert für alle Familien.

Keine Spinner, nur verantwortungsvolle Bürger?

Wie kann man als Spinner gelten, wenn sogar die Behörden selbst wollen, dass man vorbereitet ist? Was man aber  keineswegs vergessen darf ist, dass jeder seine Vorbereitungen und Szenarien für sich selbst definiert. Natürlich wird es Menschen geben die zu oft “The Walking Dead” gesehen haben und unter dem Deckmantel des Preppens den US TV-Vorbildern nacheifern und das Ende der Welt kaum abwarten können. Aber das sind sehr wenige Einzelfälle und wir als Austrian Preppers distanzieren uns klar davon!

Man denke an die zahlreichen Hochwasser-Katastrophen denen sich viele Österreicher die letzten 20 Jahre ausgesetzt sahen. Da sind doch all die Einsatzkräfte dankbar wenn sie zu einigen Häusern nicht müssen um den Keller auszupumpen, weil die Bewohner eigenverantwortlich und vorausschauend Sandsäcke angeschafft und befüllt haben um ihr Heim zu schützen, oder? Ja, auch das kann man unter “Vorbereitung” oder “Preppen” verstehen.

Man müsste sich nur mit seinen Eltern oder Großeltern unterhalten. Waren gefüllte Speisekammern nicht absolut üblich für diese Generationen? Wieso haben wir damit aufgehört immer Lebensmittel auf Vorrat zuhause zu haben? Weil der Supermarkt jeden Tag bis spätabends geöffnet hat? Weil wir alle mobil sind und wann immer wir wollen einkaufen können?

Was aber wenn der Strom ausfällt und man an diesem Tag nicht einkaufen kann, weil der Supermarkt dadurch geschlossen hat? Auch Tankstellen funktionieren ohne Strom nicht. Wenn der Stromausfall auch den Mobilfunkmast betrifft, hat man auch keinen Handyempfang mehr um beim Lieferdienst eine Pizza zu bestellen. Was nun?

Man kann dieses Experiment zuhause mal gedanklich durchspielen um sich klar zu machen wie sehr unser tägliches Leben eigentlich von Strom abhängt. Herd, Backofen, Geschirrspüler, Mikrowelle, Kühlschrank, -truhe, Fernseher, Internet, Laptop, Smartphone, Licht, Warmwasser, uvm. benötigt Strom um zu funktionieren. Wahnsinn, nicht?

Ein Stromausfall ist wohl ein “Krisenszenario” welches jeder von uns schon mal erlebt hat und nachvollziehen kann. Meist dauert dieser Zustand nur eine relativ kurze Zeit an. Doch was wenn es 6 Stunden dauert, oder 12, oder 24 Stunden bis der Strom wieder da ist? Woher bekomme ich Infos warum der Strom ausgefallen ist und für wie lange? Wer hat noch ein Radio daheim das per Batterien oder Kurbel funktioniert?

Hier gilt es vorbereitet zu sein: Taschenlampen, Batterien, Kerzen (Achtung Brandgefahr!), Radio, Gaskocher (auf Belüftung achten!), sind nur einige Dinge die man dann griffbereit haben sollte. Evtl. sogar einen Notstromgenerator (gibts günstig im Baumarkt) um die wichtigsten Geräte am Laufen zu halten.

Neugierig geworden?

Das Team von Austrian Preppers wünscht viel Freude und spannende Stunden auf unserer Seite.