Beiträge von Wolfzeit

    Also die Geschichte mit der genetischen Ähnlichkeit ist so eine Sache. 80% klingt ja echt nach viel, leider sagt das gar nichts aus! Der Mensch hat zu 55% die gleichen Gene wie eine Banane (kein Scherz!) und der Unterschied zu einem Schimpansen beträgt gerade mal 0,6%! Wenn man unter diesen Gesichtspunkten die 80% nochmal überdenkt, ähneln sich SARS und nCoV nur, weil beides Coronaviren sind, diese Einstufung bezieht sich aber auf ihr Aussehen und nicht auf die Genetik, diese ist mit nur 80% nicht wirklich ähnlich. Außerdem mutieren Coronaviren nicht so schnell/leicht wie Grippeviren, da muss man also unterscheiden.

    In China gibt es zusätzlich zu den derzeit 17.500 bestätigten Fällen noch mehr als 20.000 Verdachtsfälle. Darauf bezogen sich die vorigen Posts.

    Zur spanischen Grippe gibt es sehr gute aktuelle Dokumentationen, darin wird sehr gut gezeigt, wie sie sich von den USA ausgehend in Europa ausbreitete und nach Kriegsende wieder in die USA zurückkam. Das lag aber vor allem am Krieg und den damit verbundenen Gegebenheiten und der medizinischen Unterversorgung, ein Vergleich mit heute ist also nicht möglich.

    Bei uns dürfte ein Verdachtsfall recht genau definiert sein, erfüllt die drei Kriterien und wurde getestet, das Ergebnis ist aber noch ausständig. In China wurden viele Menschen mit Symptomen nach Hause geschickt, weil einfach keine oder nicht ausreichend Testkits oder Betten zur Verfügung standen. Diese Menschen dürften da hineinfallen (ist aber nur meine Vermutung, irgendwie müssen die Zahlen ja zustandegekommen sein), da sie zwar Symptome haben/hatten, aber kein Testergebnis vorliegt (aus welchem Grund auch immer) oder die Erkrankung nicht lebensbedrohlich genug ist (Triage).

    Mir kommt manchmal vor, die Erwartungshaltung der Gesellschaft ist, dass irgendwo alle Daten zusammenlaufen und jemand den Überblick hat. Das ist aber nicht mal in China der Fall, da weder Studien dazu laufen, noch die Infrastruktur für solche Fälle ausgerüstet ist. Das würde auch in Österreich das Gesundheitssystem nicht stemmen können. Mir fehlt auch das Vorstellungsvermögen, mir die momentane Lage in Wuhan vorzustellen, eine Stadt mit 8 Mio Einwohnern unter Quarantäne. Wer sollte denn da den Überblick haben, wer wo ist und wie es ihm/ihr geht? Die Anzahl der Krankenbetten ist ja begrenzt und jeder der nicht im Krankenhaus ist, ist nicht unter Beobachtung und somit ein U-Boot im System.

    Wenn also von 20.000 Verdachtsfällen in China die Rede ist, höre ich heraus, dass die Steigerung der nachgewiesenen Infektionen nur auf die Steigerung der Anzahl an Testkits bzw. die Erhöhung der Laborleistungen in der Auswertung dieser zurückzuführen ist und nicht zwangsweise ein Bild der tatsächlichen Infektionsrate darstellt. Aber genauso wie ich damit richtig liegen könnte, könnte es auch überhaupt nichts damit zu tun haben.

    Gerade das Rohdatenmaterial lässt im Moment keine verlässliche Aussage betreffend Mortalitätsrate zu.

    Das hat einen ganz einfachen Grund: In China stehen nicht genügend Testkits zur Verfügung.

    Im Rest der Welt wird jeder, der einen Schnupfen hat und in China war, oder mit jemandem zusammenlebt/arbeitet der in China war, auf den Virus getestet (da die Anzahl recht gering ist). In den Quarantäneregionen ist dies aber nicht bei allen der Fall, weil einfach nicht genügend Testkits zur Verfügung stehen um im Winter jeden mit Symptomen zu testen. Daher kann man sich auch nicht auf die Zahl der bestätigten Fälle in China verlassen, da sie wohl höher liegen dürfte, als die Zahlen suggerieren. Dadurch ergibt sich die Situation, dass man als Aussenstehender keine Aussage treffen kann! Dies wäre schon mit exaktem Datenmaterial schwer, mit uneinheitlichen Daten aber unmöglich.

    Ich würde von Youtube-Videos die Finger lassen, die in die Richtung Panikmache gehen, da sie meist nicht viel Wert auf Daten/Fakten legen, sondern Meinungen und Interpretationen liefern, die zwar plausibel klingen, aber dennoch nur Geschichten sind. Richtige Berichterstattung liefert Daten und lässt einen selbst entscheiden, wie man darauf reagiert.

    Zu den Verschwörungstheorien möchte ich nur einwerfen: Jetzt warnt die Wissenschaft/Medizin seit Jahrzehnten, dass sowas kommen wird, und wenn dann ein Virus (mal wieder, ist ja nicht der erste) auftaucht, kommen Verschwörungstheorien daher und werden geglaubt. Das ist leider wie bei Pizza-Gate, FlatEarth oder der Mondlandung. Viele Menschen wollen glauben, dass die Welt größer ist, und hinter allem eine unbekannte Macht steckt, sie wollen sich nicht vorstellen, dass jeder von uns nur der sprichwörtliche "chinesische Reissack" ist, unbedeutend, selbst wenn er umfällt.

    Wegen der Wirtschaft. China produziert für die Welt, aber China ist mittlerweile auch angewiesen auf die Exporte. Das System ist mittlerweile so fragil, dass China, wenn es die Geschichte nicht eindämmt nur noch mehr verlieren kann. Wäre in jedem anderen Land das gleiche. Vgl. BSE in Großbritannien, war auch ein wirtschaftlicher Faktor, da wurde rigoros jedes Rind getötet, rein auf Verdacht. Heute redet keiner mehr davon, also haben sie alles richtig gemacht. In China ist SARS noch im Gedächtnis, also darf sowas nicht nochmal passieren. Man stelle sich vor, ganz Österreich würde unter Quarantäne gestellt, bei uns unvorstellbar, in China wird das gerade gemacht. Das war sicher keine leichte Entscheidung, aber es verschafft dem Rest der Welt eine Chance, eigentlich sollten wir dankbar sein, dass dies so abläuft, bei Chernobyl hatten wir das nicht.

    Naja, die WHO ist eine Ebene über den nationalen Maßnahmen, eher abstrakt zu sehen. Sie setzen nichts um, oder greifen direkt ein, aber gibt grundsätzliche Vorgehensweisen vor. Natürlich sind in diesem Bereich eher lokal spezialisierte Institute besser aufgestellt, die sich generell mit solchen Themen beschäftigen. Die John Hopkins University hat da einfach bessere Möglichkeiten sich das speziell anzusehen, als die eher generell ausgerichtete WHO, die sich um alle gesundheitsgefährdenden Zustände weltweit kümmert.

    Aber man muss auch die Arbeit der JHU differenziert betrachten, da sie nur die für sie verfügbaren Daten zur Verfügung stellt, ohne auf die Aussage der Daten einen Einfluss zu nehmen (professioneller weise), und auch nicht den Anspruch erhebt, die einzige Wahrheit zu liefern.

    Im Moment sind sehr viele Informationen verfügbar, ich würde aber empfehlen sich an renommierte Medien zu wenden, YouTube oder vergleichbare Medien sollten nicht gerade als Quelle gesehen werden, vor allem, weil da keine Moderation/Qualitätskontrolle erfolgt und jeder behaupten kann was er will, ohne Fakten zu liefern und deshalb sind viele Falschmeldungen unterwegs.

    Informationen direkt aus China würde ich ebenso sehr kritisch sehen, weil wir, vor allem mit google Translator, keine Möglichkeit haben, die Glaubwürdigkeit solcher Informationen zu bewerten. In China gibt es eine rigorose MessageControl, alles was nicht offiziell verbreitet wird, kann ebenso auch erfunden sein. Leider ein Problem von extremer Zensur, weil man bei durchgesickerten Meldungen nicht zwischen echten und gefakten Meldungen unterscheiden kann.

    Die Liste wurde zuletzt vor ca. 9 Std. aktualisiert (Jan 29, 2020 9 pm EST) also am 30.1.2020 um 03:00 Uhr nach unserer Zeit. Sind 6Std. Zeitverschiebung zur Eastern Standard Time (EST). Die Liste wird sicher nicht stündlich aktualisiert, da auf globale Daten zurückgegriffen wird und diese auch nicht stündlich geliefert werden (eher täglich, je nach Zeitzone also immer wieder mal).

    An der JHU ist jetzt 06:00 Uhr in der früh, wird also bald wieder weiter gehen mit Daten.

    hmm interessant...ich beobachte regelmäßig die Virus-Statistik...eben sind es 6.165 bestätigte Fälle und 133 Tote....bis vor ca. 30 Minuten waren es noch 6.172 bestätigte Fälle und 132 Tote....dachte, dass die Statistik "ordentlich" geführt wird...offenbar nicht

    So eine Seite aufzustellen ist schon eine Leistung, da arbeiten unzählige Menschen dran, da kann es schon mal vorkommen, dass nicht immer das aktuell verfügbare Material einfließt und sich so Daten auch reduzieren können. Die Änderung ist global gesehen minimal und daher eigentlich vernachlässigbar.

    Was aber wichtig ist, ist die Daten auch richtig zu interpretieren.

    Derzeit 7.783 bestätigte Infektionen zu 170 Todesfälle heißt nicht, dass man die Letalität anhand dieser zwei Zahlen berechnen kann. Man muss sich die Zahl der bestätigten Infektionen zu dem Zeitpunkt ansehen, als die mittlerweile Verstorbenen diagnostiziert wurden und nicht die aktuellen Zahlen. Damit meine ich die Dauer zwischen Diagnose und Ausgang der Infektion, also ein paar Tage bis über eine Woche vor den Todesfällen. Das wird mit diesem Datenmaterial nicht exakt möglich sein, aber wenn man bedenkt, dass vor einer Woche nur 500-600 bestätigte Infektionen registriert wurden, dies schon zu Denken gibt. Laut aktuellen Informationen (in der Statistik) gibt es 170 Todesfälle und 133 Menschen die komplett genesen sind. Auch das ergibt ein anderes Bild, als nur das Verhältnis zwischen aktuell Erkrankten und Todesfällen zu betrachten.

    Hier in Europa braucht man sich derzeit sicher noch keine Sorgen machen, aber von einem Rückgang der erwarteten Neuinfektionen darauf zu schließen, dass es das bald war, wie es einige Medien tun, würde ich nicht.

    Auch wirtschaftlich hat sich momentan noch keine Auswirkung gezeigt, da während der Neujahrsfeiertage in China ohnehin alles eine Woche lang zu hat, interessant wird das in den nächsten Wochen, wenn einige Firmen nicht aufmachen, weniger Cargo-Flugzeuge unterwegs sind und Containerschiffe nicht mehr beladen werden, weil die Häfen geschlossen sind. War halt bisher in dieser Hinsicht ein "günstiger" Zeitpunkt, für die Verteilung des Virus aber eher fatal, weil es dennoch sehr viel Reisebewegung gab. Das die Quarantänemaßnahmen in China keine bzw. nur geringe Auswirkungen auf die Wirtschaft haben werden, ist nicht anzunehmen.

    Für solche Reaktionen ist es noch ein bisschen früh! Ich sehe das wie Don Pedro, die Grippe ist weit gefährlicher. Außerdem wird es nicht viel bringen, sich vor Fremden zu verstecken, Viren bekommst du auch von deinen Kindern, Freunden und Verwandten ab. Da bringt es mehr, grundlegende Hyghienemaßnahmen zu setzen.

    Ich finde die Geschichte halt sehr "amerikanisch", der erste Teil ist ja noch ganz ok, die zwei weiteren sind aber nicht mehr nachvollziehbar (Systementscheidungen die einfach keinen Sinn ergeben, wenn man die globale Lage betrachtet).

    Für mich mit Elsberg nicht in der gleichen Liga. Ich hab mich doch oft geärgert bei der Geschichte, da sind so viele kleine Fehler drin, die ein Prepper (meiner Meinung nach) einfach nicht in seine Geschichte geschrieben hätte. Also ganz nett, wenn man solche (Endzeit-)Geschichten mag, mehr Wert haben die Bücher aber auch nicht.

    Die Vorsicht der WHO ist schon berechtigt. Zu oft hat es schon geheißen, sie haben überzogen reagiert und verglichen mit anderen Krankheiten (Ebola, SARS, MERS,..) ist die Mortalität jetzt nicht überaus bedenklich.

    Die Behörden in China sind im Laufe der Zeit aber auch vorsichtiger geworden. Mittlerweile sieben Millionenstädte abriegeln ist auch sicher kein leichtes Unterfangen, wird aber offensichtlich durchgezogen. Je eher man das Virus eindämmen kann um so geringer die Wahrscheinlichkeit, dass es mutiert und noch gefährlicher wird.

    Für uns in Mitteleuropa gibt es im Moment wohl wirklich keinen Grund sich unmittelbar Sorgen zu machen, vor allem hier, wo die Berichterstattung verfolgt wird und die Geschichte thematisiert wird. Bedenkt, für wie viele Menschen diese Nachrichten mit dem berühmten Reissack, der umfällt, vergleichbar ist. Die wievielte "Virusgeschichte" aus China ist diese denn in den letzten Jahrzehnten, die vierte? Und keine hat bisher große Auswirkungen gehabt. Die Mehrheit wird sich darüber keine großen Gedanken machen.

    Mehr Bodenfreiheit geht nur über die Reifengröße, obwohl das nur ein kleiner Punkt von vielen ist. Ein paar cm mehr Bodenfreiheit bei über 25cm bringt jetzt nicht die Welt (ich hab im Hilux ein Ironman Foamcell Fahrwerk und größere Reifen), wichtiger ist zu wissen, wofür man das haben will/braucht. Mir war wichtig voll beladen auch noch im Gelände unterwegs sein zu können und das ging mit den Originalfedern nicht so gut. Und wenn man schon ans Fahrwerk geht, macht man die Reifen gleich mit (BFG KO2). Ich bin beim Leerfahrzeug etwas über 2,3 t und das merkt man im Gelände, der größte Brocken sind aber die Reifen (und der Reifendruck). Am Landcruiser hatte ich MTs, jetzt mit den ATs merke ich schon einen ordentlichen Unterschied, aber auf der Straße sind die ATs angenehmer.

    Wenn die Bodenfreiheit nicht reicht, ist wahrscheinlich eine Winch die bessere Variante, als über die Reifengröße und damit Suspension-Liftkit, Diff-Drop (bei IFS) und eventuell einem Bodylift, was alles zusammen die Alltagstauglichkeit ordentlich einschränkt, etwas weiter kommen zu können (abgesehen von den Kosten). Wie oft wird man denn wegen ein paar cm mehr Bodenfreiheit wirklich viel weiter kommen?

    Für mich ist die Sache recht leicht zu definieren. Für einen "Doomer" ist der Zweck seiner Vorbereitungen, einen kompletten Zusammenbruch der Zivilisation zu überstehen (WROL). Für alle anderen reicht auch ein längerer Stromausfall, ein Hochwasser oder eine Wirtschaftskrise, jedenfalls ohne einen kompletten Zusammenbruch des Rechtssystems, um sich dafür vorzubereiten. Für mich also eine Frage der Einstellung des Preppers und nicht (zwangsweise) der nach außen hin sichtbaren Bevorratung.

    Also mich macht alleine die Größe des "6500W"-Gerätes stutzig. Meines mit 6KW scheint vier mal so groß zu sein (Handvergleich auf dem Bild).

    Wir hatten ja schon oft genug das Thema wer billig kauft, kauft teuer, aber deshalb sein Leben zu verlieren ist bitter.

    Eher nicht. Zumindest im industriellen Rahmen ist das ein ziemlicher Aufwand wegen der Hygieneauflagen, es gibt aber einen Hersteller in Deutschland.

    Vegane Ernährung ist eine Zivilisationserscheinung, abgesehen von manchen Gegenden auf der Welt (dort wird aber auch mit den Mangelerscheinungen gelebt). Alleine die Tatsache, dass der menschliche Körper auf Stoffe angewiesen ist, die auf rein vegane Weise nicht oder nur mangelhaft aufgenommen werden können, zeigt, dass zumindest eine zeitweilige fleischliche Nahrungsaufnahme erforderlich ist. Ein weiteres Indiz, dass dies aber nicht die Regel darstellen sollte, liefert uns die Tatsache, dass der Körper aufgenommenes B12 sehr lange speichern kann und daher fleischliche Nahrung nicht oft erforderlich ist. Uns unterscheidet körperlich halt nicht viel von einem Steinzeitmenschen.

    Grim

    Gefunden auf vitaminb12.de:

    "Pflanzliche Lebensmittel, die für die meisten anderen Vitamine unsere wichtigste Quelle sind, enthalten hingegen fast kein Vitamin B12 – weder Obst und Gemüse, noch Nüsse oder Saaten. Einzig fermentierte pflanzliche Lebensmittel, wie Sauerkraut und Bier, sowie die Alge Chlorella enthalten geringe Mengen an Vitamin B12."


    Chlorella gibts zu kaufen, vor allem in Esoterikläden, wo ihr fast schon heilende Fähigkeiten angedichtet werden. Jedenfalls ist der Vitamin B12-Anteil recht hoch, wenn es auch nicht ganz billig ist, zum Einlagern sollte es aber brauchbar sein.


    Gefunden auf netdoktor.at:

    "Der menschliche Körper ist in der Lage, einen Vorrat an Vitamin B12 anzulegen, der mehrere Jahre vorhält. Vor allem die Leber ist für die Speicherung des Vitamins zuständig."

    Wenn man sich also bewusst ernährt (also entweder immer wieder mal Fisch oder Fleisch, oder eben Algen oder Sauerkraut und Bier), sollte es eigentlich keine Probleme geben.

    Wir haben nur einen Körper, und mit dem falschen Sprit kann man halt wie beim Fahrzeug viel kaputt machen.

    Da bin ich bei dir, aber jeder soll für sich selbst eintscheiden, welcher Sprit für einen selbst der Richtige ist. Ernährung ist sehr individuell und sollte auf Selbstversuchen basieren. Ich wollte nie (außer als Tennager wegen dem Tierleid) auf Fleisch verzichten, alleine wegen dem Geschmack, mache es nun aber, weil ich mich so fitter fühle und meine Verdauung definitiv was davon hat.

    Gerade als Prepper finde ich, sollte man sich mit diesem Thema auseinandersetzen, welche Schlüsse man für sich selbst zieht, sollten aber von allen Anderen wertfrei gehalten werden. Es gibt hier kein allgemeingültiges Richtig oder Falsch.

    Ich ernähre mich auch schon eine Zeit lang weitgehend ohne Fleisch und auch ohne Milch (laktoseintolerant) und Eier, seit ich keine eigenen Hühner mehr habe. Fleisch esse ich nur, wenn ich wo eingeladen bin und es nichts anderes gibt bzw. wenn ich es selbst beim Bauern (oder am Bauernmarkt) kaufe. Ich mach auch noch mein Jerky selber, esse also schon auch Fleisch, aber halt so ca. 1 Mal im Monat.

    In meinen Vorräten findet sich gar kein Fleisch, das war mir vor diesem Beitrag gar nicht bewusst!

    Klar polarisiert das Thema Ernährung, weil es ein zutiefst persönlicher Bereich ist. Ich halte es wie die meisten hier, jeder soll machen wie er will. Missionieren halte ich immer für problematisch, gerade bei einem so persönlichen Thema, aber es hält sich hier ja eh in Grenzen.

    Zum Thema Leistungsfähigkeit einer rein pflanzlichen Ernährung würde ich empfehlen, ein bisschen zu googlen (zB. nach Patrik Baboumian), ich war erstaunt, wie viel Einfluss die Ernährung auf die Leistungsfähigkeit hat und dass die Vermutung, eine fleischbasierte Ernährung würde die Leistung steigern, falsch ist (lt. Erfahrungen im Leistungssport). Es gibt ein paar Dokumentationen zu diesem Thema, die kann man sich ja anschauen, wenn man mehr wissen will. Was man mit den Informationen macht bleibt eh jedem selbst überlassen, prepperrelevant finde ich es alleine schon deshalb, weil man in Krisenzeiten eh nicht oft zu Fleisch kommen wird und ein "Entzug" sicher in einer Krise schwerwiegender ausfällt. Man kann es ja mal einen Monat ausprobieren und schauen, wie es sich anfühlt (mir geht's so besser).

    Das Thema ist natürlich ein Luxusthema, weil wir hier alle Möglichkeiten haben, also uns auf jede nur erdenkliche Weise zu ernähren, eigentlich ohne Einschränkungen. Mich nerven Menschen, die meinen besser zu sein als der Rest, weil sie auf Fleisch verzichten, weil sie das nur so lange machen werden, solange es Alternativen gibt. Jeder, auch der standhafteste Veganer wird in einer Not-/Krisensituation zu Fleisch und Tierprodukten greifen, wenn so das Überleben gewährleistet ist. Alles andere wäre gegen den Selbsterhaltungstrieb und meiner Meinung nach recht bescheuert.

    Ich persönlich finde die Sache mit einem Vorratslager auf einem Friedhof recht pietätlos. Versteht mich nicht falsch, ich bin Atheist, aber gerade in Krisenzeiten wird es viele ältere Menschen, die bereits ihren Partner, ihre Partnerin verloren haben auf den Friedhof ziehen und da will ich mir nicht vorstellen, was man diesen Menschen antut, wenn man nebenan ein Grab öffnet um an seine Vorräte zu kommen.

    Ich mag da vielleicht zu sentimental sein, aber ich finde, manche Dinge sollte man auch in einer Krise nicht machen. Ist ja nicht so, dass es nicht genügend andere Möglichkeiten gäbe. Wie gesagt, meine persönliche Meinung.

    Für mich ist das mit dem Kartenmaterial, ob digital oder real, so eine Sache. Ich bin in der ganzen Steiermark unterwegs und habe nicht für jeden Berg eine Karte. Aber ich informiere mich vorher über die Routen, lese Beschreibungen und mache mich mit der Gegend vertraut, aber das Wichtigste für mich, wenn es mal nicht passt, drehe ich um. Ich habe aber gutes Kartenmaterial für meine Wohngegend. Für mich ist die digitale Karte eher eine Notlösung, wenn sie denn funktioniert.

    Gerade in den Bergen muss man halt nachdenken, und aufmerksam sein. Gehe ich über ein Schneefeld, oder einen Geröllhang? Gibt es eine alternative Route? Ich hab schon so viele unbedachte Wanderer gesehen, dass man an deren Zurechnungsfähigkeit zweifeln kann. Es ist halt alles ein Wirtschaftszweig geworden. Wenn die Wirtschaft meint, man muss den Menschen Freiheit vorgaukeln, indem man sie mit Ausrüstung im Wert von mehreren hundert Euro in die Berge schickt, wird das auch gemacht. Mit Bildern von absoluter Ruhe und bombastischen Aussichten von den Gipfeln wird jeder Insagrammer zum Luis Trenker, solange er nur die richtige Ausrüstung hat. Solange das Wetetr gut ist und auch andere Menschen auf den Bergen unterwegs sind funktioniert das ja auch, problematisch wird es immer erst, wenn mal nicht Bilderbuchwetter herrscht und sie alleine sind.

    Aus Preppersicht haben Karten für mich nur bedingt eine brauchbare Funktion. Für mich reicht ein Europa-Auto-Atlas, um grob den Weg zu finden, für genauere Karten fehlt mir eine Ahnung in welche Richtung es gehen soll und warum. Auch wird die Situation vor Ort immer anders sein, als einem die Karten suggerieren und in einer Notsituation muss man erst mal alles an Kartenmaterial mitnehmen können. Für mich ist halt die Frage immer, wofür brauche ich die Karte. Mein Ziel ist nicht in einer Krisensituation Wandern zu gehen, daher sind auch Wanderrouten nicht in irgendeiner Planung (außer zur BOL, aber die würde ich auch in der Nacht bei Schneefall und Nebel finden). Zu groß ist die Gefahr sich zu verletzen oder die Wege unpassierbar vorzufinden. Auf Routen, die jetzt schon schwer zu bewältigen sind möchte ich nicht ausgehungert in Panik (sonst würde ich mich wohl nicht auf den Weg machen) mit zu viel Ausrüstung (nur zum Spaß werde ich es ja nicht machen) unterwegs sein. Da macht es mehr Sinn, auf breitere Wege zu setzen, die man eventuell auch noch mit Fahrzeugen oder zumindest einem kleinen Anhänger nutzen kann. Es ist auch immer die Frage, wo man hin will. Für mich gibt's da nicht viel, wo ich mir erwarte, dass es besser ist als hier, wo ich die Sprache, die Natur, die Gepflogenheiten usw. kenne. Wenn ich mal großräumig flüchten muss, werde ich nicht alleine sein und auch keinen nennenswerten Vorteil durch Karten erhalten, weil dann eh alles, was noch gehen kann unterwegs sein wird.