Beiträge von Wolfzeit

    Die leeren Regale wird's halt eher in den Städten geben. Dort ist halt alles auf just-in-time ausgelegt und die vorgehaltenen Mengen sind einfach nicht ausreichend, wenn mehrere Leute auf Vorrat kaufen. Außerdem kommt noch dazu, dass leere Regale eher dazu beitragen, dass alles zusammengekauft wird, da es Mangel signalisiert.

    Wenn ich an den mittlerweile fast schon berühmten Tiroler denke, der in den Medien herumgeistert, der versucht seine Hamsterkäufe am Moped abzutransportiern, ergibt das für mich schon ein Bild von den Menschen, die jetzt panikartig zu solchen Aktionen neigen. Am Land wird es die schon auch geben, aber da ist der Vorsorgegrad in der Bevölkerung einfach höher, weil man nicht jeden Tag einkaufen geht. Bei uns auf den Bergen wird einmal in der Woche eingekauft, sind immerhin 20km bis zum nächsten größeren Geschäft.

    Eben weil gerade in diesem Thread die Thematik Corona oft runter gemacht und von unnötiger Panikmache gesprochen wurde.

    Nun sieht man jedoch wie schnell man sich irren kann.

    Gerade als Prepper sollte man doch mehr als 14 Tage Vorräte zuhause haben um sich selbst zu versorgen. Viele hier haben mehr als ein halbes Jahr an Vorräten zuhause. Was sollte da denn nicht reichen? Genau für solche Fälle bereiten wir uns doch vor, wenn dann mal ein Fall eintritt, mache ich mir eben keine Sorgen, weil ich vorgesorgt habe. Ganz einfach!

    Beschädigt wird da nichts, es ist nur mühsamer es zu reinigen, wenn noch Papierreste irgendwo hängen bleiben. Das ist der einzige Grund für das "spezielle" Klopapier. Die Auslauföffnungen sind halt nicht übermäßig groß und da kann das dann schon rumsauen beim Ausleeren.

    Hygienischer ist es also mit dem speziellen Klopapier, vielleicht zu beachten, wenn man eine Infektion hat (zB. Magen-Darm-Grippe), dass man dann beim Ausleeren besonders gut aufpasst und sich dementsprechend schützt.

    Ich würde Klopapier niemals tauschen, wenn das weg ist gibts nur mühsamere Lösungen. Ich hab glaub ich Klopapier und Salz als erstes eingelagert vor Jahren.


    Ich hab in der Wohnkabine das billigste Porta-Potti (glaube ca. €80 im Campingzubehörladen), dafür braucht man aber auch ausreichend Chemie, die es aber auch in Großgebinden gibt, eine Freundin hat ein "Kübel-Müllsack-Klo" (ich glaub so um die €20?), da sie Katzen zuhause hat und daher säckeweise Katzenstreu, Sie verwendet das auch in ihrem Klo und ist damit zufrieden.

    man ist doch kein prepper wenn man nicht über was nachdenkt, was noch nicht passiert/bewiesen ist.

    übrigens. unter den ausserhalb von china bestätigten fällen ist eine kleine zahl, die nicht über bekannte infektionswege erfolgt ist, bzw, wo betroffene vor der quarantäne aus wuhan raus sind. und wenn du die zahlen guckst, wieviel menschen allein in der letzten woche vor der abriegelung noch aus wuhan ausgereist sind in aller herren länder. würde sagen, im augenblick ist es "schrödingers virus": halb pandemisch, halb harmlos.

    und übrigens. die alarmglocken SIND an. die ganze welt ist alarmiert. nur orf, standard, und ein großteil der privatpersonen halten es für billige panikmache .

    Natürlich sollte man sich als Prepper Gedanken machen, wäre irgendwie eigenartig, wenn nicht. Aber gerade als Prepper sollte man sehr wohl zwischen den Zeilen lesen um feststellen zu können, wofür es Belege gibt, und was nur Meinungen oder beleglose Vermutungen sind.

    Da gerade bei Sars-Cov-219 eigentlich sehr wenig gesichert ist und die verfügbaren Studien nur mit geringen Teilnehmerzahlen (n<1000) auskommen müssen, ist halt bis auf die nakten Fakten alles nur Spekulation. Darauf weise ich hier ständig hin!

    Kann die Welt deswegen untergehen? Na sicher doch, gleich wie ein Asteroideneinschlag möglich ist. Gibt es messbare Anzeichen dafür? Nein, sowohl für den globalen Sars-Cov-2019-Overkill wie auch für einen bevorstehenden Asteroideneinschlag. Wenn man die aktuell verfügbaren Daten ansieht, gibt es bei uns zur Zeit keinen Grund sich darüber mehr Sorgen zu machen als über die Grippe (um diese Virusinfektion mal wieder zu bemühen, da jedes Jahr 1000 Menschen in Österreich daran sterben). Sollte man vorsorgen? Natürlich, sonst wären wir wohl auch in diesem Forum nicht aktiv.

    Wir sollten unseren Fokus aber auf Tatsachen und Erfahrungen stützen und nicht auf unbelegte Vermutungen deren Quellen oft nicht mal klar sind.

    Dafür gibts nicht einen einzigen Beweis.

    So ansteckend wie das Virus ist, mit der bekannten Komplikationsrate wäre das schon längst aufgefallen. Und ja, wir haben gerade eine Grippewelle, also ist es naheliegend, dass jemand, der keinen Kontakt zu einem Chinareisenden hatte, nicht mit Sars-Covid-2019 infiziert is. Wenn du ein Wiehern hörst denkst du auch nicht als Erstes an ein Zebra.

    Für eine schleichende Infektion unter dem Radar ist der Virus einfach zu eindeutig, vor allem mit der hohen Infektions- und Komplikationsrate, als dass da nicht sofort alle Alarmglocken angehen würden.

    Nur noch mal, damit das nicht vergessen wird:

    Der Virus ist bereits in Europa! Und so wie von vielen Experten vermutet durch Reiseinde verbreitet. Derzeit gibt es folgende Fälle:


    Deutschland 16

    Frankreich 12

    UK 9

    Italien 3

    Belgien 1

    Finnland 1

    Schweden 1


    Und diese Fälle wurden alle entdeckt und behandelt/versorgt.

    Ist ja schön und gut, wenn Experten von Wahrscheinlichkeiten sprechen, dass das zum Fiasko wird, die 43 Fälle die wir bereits haben (und die unter Kontrolle sind) sagen mir aber, dass die Einschätzung von 10-30% nicht ganz stimmen kann.

    Für mich das Beeindruckende ist, dass es auch Fälle in Indien gab, und dies nicht zu einem großen Ausbruch geführt hat.


    Also ich finde Sorge berechtigt, aber man sollte nicht mehr draus machen als es ist. Klar kann alles mögliche passieren, da sind wir dann aber auch schon bei allen anderen Szenarien die es auch geben könnte. Derzeit ist die Ausbreitung auf dem Weg abzuebben, es sieht so aus, als ob es nicht ausarten wird, gleich wie SARS, MERS oder Ebola. Es wird aber auch sicher nicht der letzte Virus sein, der uns beschäftigen wird. Spätestens wenn es eine Impfung gibt, wird es den gleichen Stellenwert wie die Grippe bekommen und dann redet keiner mehr darüber als heute über die Grippe.

    Also ein bisschen die Kirche im Dorf lassen muss man schon.

    In China kam es zum ersten Ausbruch. Bis bestätigt war, dass es sich um einen neuen Virus handelt, ist das schon nur noch schwer einzudämmen gewesen. Ab diesem Zeitpunkt wurde recht rasch versucht den Deckel drauf zu halten und die Verbreitung zu stoppen. Das wird Milliarden kosten und da trifft man nicht leichtfertig eine Entscheidung.

    Vergleicht es mit dem Ebola-Ausbruch vor ein paar Jahren. Da hat bei uns auch wie jetzt jeder darüber berichtet und auch die Behörden waren wachsam, das Virus ist von der Gefährlichkeit her aber ein ganz anderes Kaliber. Mehr kann man da jetzt aber auch nicht tun. Die zur Verfügung stehenden Ressourcen (Material, Krankenhauskapazitäten, Personal) werden nicht mehr, es ist bekannt, was geleistet werden kann. Bei einem vergleichbaren Erst-Ausbruch bei uns sehe es schlecht aus, den würde es aber nicht in diesem Ausmaß geben, da man nun ja weiß, auf was man achten muss. Bei uns würde es Anfangs ein, vielleicht zwei Fälle geben, aber sicher nicht tausende wie in China, die auch noch im ganzen Land umhergereist sind.

    Ist ja nicht so, dass wir in Europa keine Fälle hätten, aber die sind gut versorgt und alle sind wachsam. Also mit Zuständen wie in China ist einfach nicht zu rechnen. Ausschließen kann man es natürlich nicht, aber die Bedingungen sind einfach andere.

    Soweit mir bekannt ist, gab es nur einen Fall mit 24 Tagen Inkubationszeit und da wird vermutet, dass es in dieser Zeit zu einer zweiten Ansteckung gekommen ist. Die durchschnittliche Inkubationszeit ist unter 5 Tagen (ich habe irgendwo 3 Tage gelesen).

    Zum jetzigen Zeitpunkt kann man noch gar keine Prognose abgeben, da es immer nur einen Fall geben muss, der ausartet. Jede Ausbreitung beginnt mit einer Person, mehr brauchts nicht.

    Nur weil in der Hauptregion in China die Neuinfektionsrate zurückgeht, heißt das nicht, dass es bald vorbei ist. Da sind sich alle Experten einig. Solange es ausserhalb Chinas nur wenige Fälle gibt, ist aber alles unter Kontrolle. Problematisch wird es erst, wenn die Krankenhäuser an ihre Kapazitätsgrenzen kommen, wie in China im Jänner. Ich vermute, die gefährlichste Zeit ist, wenn die Ausbreitung eingedämmt erscheint und die Achtsamkeit nachlässt. Wenn sich keiner mehr groß Gedanken drüber macht, wenn die Menschen in den betroffenene Gebieten wieder Feste veranstalten, Konzerte besuchen und reisen.

    Eine realistische Einschätzung wird halt erst nach Ende der ersten Welle möglich sein, vorher ist alles nur Spekulation und vom Ende scheinen wir noch weit weg zu sein.

    Also die Geschichte mit der genetischen Ähnlichkeit ist so eine Sache. 80% klingt ja echt nach viel, leider sagt das gar nichts aus! Der Mensch hat zu 55% die gleichen Gene wie eine Banane (kein Scherz!) und der Unterschied zu einem Schimpansen beträgt gerade mal 0,6%! Wenn man unter diesen Gesichtspunkten die 80% nochmal überdenkt, ähneln sich SARS und nCoV nur, weil beides Coronaviren sind, diese Einstufung bezieht sich aber auf ihr Aussehen und nicht auf die Genetik, diese ist mit nur 80% nicht wirklich ähnlich. Außerdem mutieren Coronaviren nicht so schnell/leicht wie Grippeviren, da muss man also unterscheiden.

    In China gibt es zusätzlich zu den derzeit 17.500 bestätigten Fällen noch mehr als 20.000 Verdachtsfälle. Darauf bezogen sich die vorigen Posts.

    Zur spanischen Grippe gibt es sehr gute aktuelle Dokumentationen, darin wird sehr gut gezeigt, wie sie sich von den USA ausgehend in Europa ausbreitete und nach Kriegsende wieder in die USA zurückkam. Das lag aber vor allem am Krieg und den damit verbundenen Gegebenheiten und der medizinischen Unterversorgung, ein Vergleich mit heute ist also nicht möglich.

    Bei uns dürfte ein Verdachtsfall recht genau definiert sein, erfüllt die drei Kriterien und wurde getestet, das Ergebnis ist aber noch ausständig. In China wurden viele Menschen mit Symptomen nach Hause geschickt, weil einfach keine oder nicht ausreichend Testkits oder Betten zur Verfügung standen. Diese Menschen dürften da hineinfallen (ist aber nur meine Vermutung, irgendwie müssen die Zahlen ja zustandegekommen sein), da sie zwar Symptome haben/hatten, aber kein Testergebnis vorliegt (aus welchem Grund auch immer) oder die Erkrankung nicht lebensbedrohlich genug ist (Triage).

    Mir kommt manchmal vor, die Erwartungshaltung der Gesellschaft ist, dass irgendwo alle Daten zusammenlaufen und jemand den Überblick hat. Das ist aber nicht mal in China der Fall, da weder Studien dazu laufen, noch die Infrastruktur für solche Fälle ausgerüstet ist. Das würde auch in Österreich das Gesundheitssystem nicht stemmen können. Mir fehlt auch das Vorstellungsvermögen, mir die momentane Lage in Wuhan vorzustellen, eine Stadt mit 8 Mio Einwohnern unter Quarantäne. Wer sollte denn da den Überblick haben, wer wo ist und wie es ihm/ihr geht? Die Anzahl der Krankenbetten ist ja begrenzt und jeder der nicht im Krankenhaus ist, ist nicht unter Beobachtung und somit ein U-Boot im System.

    Wenn also von 20.000 Verdachtsfällen in China die Rede ist, höre ich heraus, dass die Steigerung der nachgewiesenen Infektionen nur auf die Steigerung der Anzahl an Testkits bzw. die Erhöhung der Laborleistungen in der Auswertung dieser zurückzuführen ist und nicht zwangsweise ein Bild der tatsächlichen Infektionsrate darstellt. Aber genauso wie ich damit richtig liegen könnte, könnte es auch überhaupt nichts damit zu tun haben.

    Gerade das Rohdatenmaterial lässt im Moment keine verlässliche Aussage betreffend Mortalitätsrate zu.

    Das hat einen ganz einfachen Grund: In China stehen nicht genügend Testkits zur Verfügung.

    Im Rest der Welt wird jeder, der einen Schnupfen hat und in China war, oder mit jemandem zusammenlebt/arbeitet der in China war, auf den Virus getestet (da die Anzahl recht gering ist). In den Quarantäneregionen ist dies aber nicht bei allen der Fall, weil einfach nicht genügend Testkits zur Verfügung stehen um im Winter jeden mit Symptomen zu testen. Daher kann man sich auch nicht auf die Zahl der bestätigten Fälle in China verlassen, da sie wohl höher liegen dürfte, als die Zahlen suggerieren. Dadurch ergibt sich die Situation, dass man als Aussenstehender keine Aussage treffen kann! Dies wäre schon mit exaktem Datenmaterial schwer, mit uneinheitlichen Daten aber unmöglich.

    Ich würde von Youtube-Videos die Finger lassen, die in die Richtung Panikmache gehen, da sie meist nicht viel Wert auf Daten/Fakten legen, sondern Meinungen und Interpretationen liefern, die zwar plausibel klingen, aber dennoch nur Geschichten sind. Richtige Berichterstattung liefert Daten und lässt einen selbst entscheiden, wie man darauf reagiert.

    Zu den Verschwörungstheorien möchte ich nur einwerfen: Jetzt warnt die Wissenschaft/Medizin seit Jahrzehnten, dass sowas kommen wird, und wenn dann ein Virus (mal wieder, ist ja nicht der erste) auftaucht, kommen Verschwörungstheorien daher und werden geglaubt. Das ist leider wie bei Pizza-Gate, FlatEarth oder der Mondlandung. Viele Menschen wollen glauben, dass die Welt größer ist, und hinter allem eine unbekannte Macht steckt, sie wollen sich nicht vorstellen, dass jeder von uns nur der sprichwörtliche "chinesische Reissack" ist, unbedeutend, selbst wenn er umfällt.

    Wegen der Wirtschaft. China produziert für die Welt, aber China ist mittlerweile auch angewiesen auf die Exporte. Das System ist mittlerweile so fragil, dass China, wenn es die Geschichte nicht eindämmt nur noch mehr verlieren kann. Wäre in jedem anderen Land das gleiche. Vgl. BSE in Großbritannien, war auch ein wirtschaftlicher Faktor, da wurde rigoros jedes Rind getötet, rein auf Verdacht. Heute redet keiner mehr davon, also haben sie alles richtig gemacht. In China ist SARS noch im Gedächtnis, also darf sowas nicht nochmal passieren. Man stelle sich vor, ganz Österreich würde unter Quarantäne gestellt, bei uns unvorstellbar, in China wird das gerade gemacht. Das war sicher keine leichte Entscheidung, aber es verschafft dem Rest der Welt eine Chance, eigentlich sollten wir dankbar sein, dass dies so abläuft, bei Chernobyl hatten wir das nicht.

    Naja, die WHO ist eine Ebene über den nationalen Maßnahmen, eher abstrakt zu sehen. Sie setzen nichts um, oder greifen direkt ein, aber gibt grundsätzliche Vorgehensweisen vor. Natürlich sind in diesem Bereich eher lokal spezialisierte Institute besser aufgestellt, die sich generell mit solchen Themen beschäftigen. Die John Hopkins University hat da einfach bessere Möglichkeiten sich das speziell anzusehen, als die eher generell ausgerichtete WHO, die sich um alle gesundheitsgefährdenden Zustände weltweit kümmert.

    Aber man muss auch die Arbeit der JHU differenziert betrachten, da sie nur die für sie verfügbaren Daten zur Verfügung stellt, ohne auf die Aussage der Daten einen Einfluss zu nehmen (professioneller weise), und auch nicht den Anspruch erhebt, die einzige Wahrheit zu liefern.

    Im Moment sind sehr viele Informationen verfügbar, ich würde aber empfehlen sich an renommierte Medien zu wenden, YouTube oder vergleichbare Medien sollten nicht gerade als Quelle gesehen werden, vor allem, weil da keine Moderation/Qualitätskontrolle erfolgt und jeder behaupten kann was er will, ohne Fakten zu liefern und deshalb sind viele Falschmeldungen unterwegs.

    Informationen direkt aus China würde ich ebenso sehr kritisch sehen, weil wir, vor allem mit google Translator, keine Möglichkeit haben, die Glaubwürdigkeit solcher Informationen zu bewerten. In China gibt es eine rigorose MessageControl, alles was nicht offiziell verbreitet wird, kann ebenso auch erfunden sein. Leider ein Problem von extremer Zensur, weil man bei durchgesickerten Meldungen nicht zwischen echten und gefakten Meldungen unterscheiden kann.

    Die Liste wurde zuletzt vor ca. 9 Std. aktualisiert (Jan 29, 2020 9 pm EST) also am 30.1.2020 um 03:00 Uhr nach unserer Zeit. Sind 6Std. Zeitverschiebung zur Eastern Standard Time (EST). Die Liste wird sicher nicht stündlich aktualisiert, da auf globale Daten zurückgegriffen wird und diese auch nicht stündlich geliefert werden (eher täglich, je nach Zeitzone also immer wieder mal).

    An der JHU ist jetzt 06:00 Uhr in der früh, wird also bald wieder weiter gehen mit Daten.

    hmm interessant...ich beobachte regelmäßig die Virus-Statistik...eben sind es 6.165 bestätigte Fälle und 133 Tote....bis vor ca. 30 Minuten waren es noch 6.172 bestätigte Fälle und 132 Tote....dachte, dass die Statistik "ordentlich" geführt wird...offenbar nicht

    So eine Seite aufzustellen ist schon eine Leistung, da arbeiten unzählige Menschen dran, da kann es schon mal vorkommen, dass nicht immer das aktuell verfügbare Material einfließt und sich so Daten auch reduzieren können. Die Änderung ist global gesehen minimal und daher eigentlich vernachlässigbar.

    Was aber wichtig ist, ist die Daten auch richtig zu interpretieren.

    Derzeit 7.783 bestätigte Infektionen zu 170 Todesfälle heißt nicht, dass man die Letalität anhand dieser zwei Zahlen berechnen kann. Man muss sich die Zahl der bestätigten Infektionen zu dem Zeitpunkt ansehen, als die mittlerweile Verstorbenen diagnostiziert wurden und nicht die aktuellen Zahlen. Damit meine ich die Dauer zwischen Diagnose und Ausgang der Infektion, also ein paar Tage bis über eine Woche vor den Todesfällen. Das wird mit diesem Datenmaterial nicht exakt möglich sein, aber wenn man bedenkt, dass vor einer Woche nur 500-600 bestätigte Infektionen registriert wurden, dies schon zu Denken gibt. Laut aktuellen Informationen (in der Statistik) gibt es 170 Todesfälle und 133 Menschen die komplett genesen sind. Auch das ergibt ein anderes Bild, als nur das Verhältnis zwischen aktuell Erkrankten und Todesfällen zu betrachten.

    Hier in Europa braucht man sich derzeit sicher noch keine Sorgen machen, aber von einem Rückgang der erwarteten Neuinfektionen darauf zu schließen, dass es das bald war, wie es einige Medien tun, würde ich nicht.

    Auch wirtschaftlich hat sich momentan noch keine Auswirkung gezeigt, da während der Neujahrsfeiertage in China ohnehin alles eine Woche lang zu hat, interessant wird das in den nächsten Wochen, wenn einige Firmen nicht aufmachen, weniger Cargo-Flugzeuge unterwegs sind und Containerschiffe nicht mehr beladen werden, weil die Häfen geschlossen sind. War halt bisher in dieser Hinsicht ein "günstiger" Zeitpunkt, für die Verteilung des Virus aber eher fatal, weil es dennoch sehr viel Reisebewegung gab. Das die Quarantänemaßnahmen in China keine bzw. nur geringe Auswirkungen auf die Wirtschaft haben werden, ist nicht anzunehmen.