Beiträge von Bardo Thodol

    Daher würde ich heute nur mehr ein Smartphone mit Android One kaufen.

    Das ist quasi das Original-Android von Google, ohne herstellerspezifische (und für den Benutzer zu 90% sowieso nutzlose) Modifikationen.


    Da gibts nämlich von Google länger Support.

    Genauer gesagt gibts von Google immer gleich lange Support, aber bei normalen Smartphones muss der Hersteller die Patches von Google in seine eigene Version einarbeiten, was eben oft nicht passiert.

    Eine direkte Quelle hab' ich nicht.

    Die Schwachstelle liegt aber in einer Funktion namens TaskAffinity. Diese liefert Features zur Steuerung des Multitaskings auf Android-Systemen - und damit ziemlich sicher auch unter LineageOS.


    Im Endeffekt läuft der "Hack" so, dass App X (Malware-App) dem User einen Dialog zur Rechtegewährung (z.B. Zugriff auf GPS, Kamera, ...) so präsentiert, dass es aussieht, als ob App Y (eine x-beliebige legitime App, z.B. ein Messenger, ÖBB Scotty, ...) diese Rechte anfordern würde.

    Also um beim Beispiel Kamera zu bleiben: Du chattest gerade mit jemandem per Threema, Signal o.ä. und bekommst den Dialog präsentiert, dass die betreffende App Zugriff auf die Kamera benötigt. Viele unaufmerksame User nicken das dann gewohnheitsmäßig ab - und schon ist das Unheil geschehen.

    consuli : Da LinageOs auch ein Android ist, ist es ebenfalls betroffen. Der Fehler steckt im Design (ist also kein einfach zu schließender Exploit).


    Don Pedro : Also, ich kenne die Anleitung, die Snowden zum Absichern eines Smartphones empfiehlt (spezielles ROM das nur auf wenigen, ausgesuchten Geräten läuft, Kamera, Micro usf. auslöten, quasi alle Komfortfunktionen abschalten - und selbst dann ist es seiner Meinung nach nur "einigermaßen sicher").

    Daher (und auch aus meiner Lebenserfahrung heraus) habe ich da eine andere Sicht der Dinge...

    Das wußte ich gar nicht, danke für die Info. Ist das in der ganzen EU so?

    Das hat nix mit der EU zu tun, ist aber eine typische (fast möchte man sagen: reflexartige) Reaktion der Zielmärkte. Die möchten natürlich gerne die Verbreitung / Einfuhr solcher Erreger verhindern.

    Wobei da in China eh schon die K*cke am Dampfen ist!

    Nur mal für den/die Dummen: Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit ungefähr, dass die afrikanische Schweinepest durch ein Reservoir an chronische befallen Wildschweinen in Zentraleuropa dauerhaft seßhaft wird? Wir haben ja keinen Schutzzaun wie Dänemark. Und die Mauer steht auch nicht mehr.

    Bin zwar kein Tierarzt, aber angesichts der Tatsache, dass es a) die chronische Form gibt (welche ein Reservoir bilden kann und auch wird) und b) das Virus relativ stabil ist, würde ich sagen: Ohne Bekämpfung bei etwa 99% aufwärts.

    Die Tschechen haben da hervorragende Arbeit geleistet (rasch und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, ohne Rücksicht auf lokale Befindlichkeiten). Bei uns ist das leider nicht absehbar (in AT genau so wenig wie in DE). Da wird erst mal diskutiert und gelabert und abgewogen und so weiter.


    Wobei der typische Übertragungsweg eher der Transitverkehr (in den Müll geworfene Wurst- und Fleischreste, welche von Wildschweinen aufgenommen werden) aus Russland/Weißrussland ist. Und das bekommt man noch schwieriger in den Griff, weil sich die dortigen Behörden vor den Tatsachen verschließen: Offiziell sind - trotz gegenteiliger Beweise - diese Länder "ASP-frei". :cursing:

    JuGeWie : Besten Dank!


    Ich find's ja auch immer skurril, was da gleich oft zusammengereimt wird...


    Back2Topic:

    Der ASP-Virus ist ziemlich stabil (mehrere Monate in der freien Natur) und kann eben auch durch z.B. Schuhwerk übertragen werden. Da reicht es, wenn der Bauer auf der Weide auf die falsche Stelle tritt (z.B. Überreste eines Wildschwein-Sch...haufens mit Viren) und dann den Stall betritt.


    Der Zaun soll schlicht und ergreifend (und eigentlich logisch) infizierten Schweinen den Übertritt nach Dänemark verunmöglichen. Denn sobald dort eine einzige Sau ASP-Positiv ist, wird der gesamte Export (v.a. nach China, dem Hauptabnehmer) sofort und für mindestens ein halbes Jahr gestoppt. Für die (vielen, vielen) Schweinebauern in DK eine finanzielle Katastrophe.

    Hopfen anzubauen ist eine Wissenschaft für sich! Da spielen viele Faktoren (ähnlich wie beim Wein) eine Rolle: Klima, Boden, Sorte, ...


    Aber wie heißt es so schön: Versuch macht kluch!



    In diesem Sinne: Toi toi toi!

    martinharley : Da ich ein bisschen Einsicht in diese Materie habe kann ich so viel verraten: OÖ (oder auch ganz Österreich) ist ja keine Strominsel, die ohne Kontakte zur Außenwelt existiert. Die sogenannte "europäische Kupferplatte" (das relativ dichte und auch ziemlich stabile Stromnetz quer von Portugal bis Polen, von Südsizilien bis Nordnorwegen und darüber hinaus existiert ja schon seit Jahrzehnten. Es ist gewachsen, wurde immer dichter gesponnen und dient dazu, lokale Engpässe oder Ausfälle kompensieren zu können und so die Stabilität aufrecht zu erhalten.

    Allerdings ist das Netz unter der Prämisse gebaut worden, dass Strom in räumlicher Nähe zu den Verbrauchern produziert wird (und nicht irgendwo in einer menschenleeren Gegend), und das aus regelbaren Kraftwerken.


    Das ganze Stromsnetz von der Erzeugung bis zur Verteilung ist ein langfristig denkendes, träges System. Leitungen werden für 100 Jahre (und länger) konzipiert. Trafos (gerade die großen Verteiltrafos, im Bereich von zweistelligen MW/Stück) ebenso. Unser ältestes Kraftwerk ist seit über 110 Jahren am Netz, und das noch immer mit den damals erzeugten Generatoren! Auch am Bauwerk selbst hat sich kaum etwas verändert, lediglich die Turbinen (und natürlich Leittechnik, ... wurde massiv erneuert).

    Gasturbinen mit einer Lebensdauer von 20 Jahren sind da schon ein sehr schnelllebiges Produkt.


    Aufgrund der Energiewende (eigentlich: Stromwende; andere Energieträger hat man ja bis heute kaum angegangen) ist es aber so, dass aus einer kleinen Anzahl lokaler Kraftwerke plötzlich Millionen Kleinst-, Mittel- und Großanlagen geworden sind, die über den ganzen Kontinent verstreut sind und unabhängig vom Verbrauch(er) ihren Strom erzeugen.

    Waren vor 15 Jahren noch wenige Dutzend Eingriffe (europaweit) zur Netzstabilisierung notwendig (das wurde damals noch in einer Telefonkonferenz gemacht), sind es heute bereits viele Hundert (bis in den vierstelligen Bereich).


    Da Österreich eben stark vernetzt ist (wir sind u.a. ein wichtiger Transitknoten Richtung Italien und Ungarn) besteht eben auch die Gefahr, dass uns ein Fehler im Ausland mit in die Bredouille reißt (sie z.B. die bedrohlich eingebrochene Netzfrequenz zu Jahresbeginn aufgrund eines Datenfehlers in Deutschland, oder die über mehrere Wochen zu niedrige Netzfrequenz letztes Jahr aufgrund eines Streites zwischen Serbien und Kroatien).


    Die Situation ist so ähnlich wie beim Autofahren: Du kannst noch so vorsichtig sein - es besteht trotzdem immer das Risiko, dass dich jemand "abschießt".

    Daher bin ich sehr froh, dass man (gerade als Spezialist) auf die Möglichkeit eines Blackouts hinweist und grundlegende Ratschläge zur Vorbereitung gibt.

    Wobei man den Artikel genau lesen sollte: Lt. ORF sind keine Passwörter ausgelesen worden, sondern man hat es geschafft, Telefonnummern über eine "Schnittstelle" ausgelesen wurde. An diese wurde dann eine SMS zu einer Phising-Site geschickt.


    Lies: Sie (die Angreifer) konnten eine API dazu bringen, normalerweise ausgeblendete Telefonnummern preiszugeben. Ein direkter Zugriff auf die Datenbanken bzw. Kernsysteme hat offensichtlich nicht stattgefunden.


    Die Aufforderung zum Passwortwechsel betrifft also nicht alle Benutzer, sondern nur solche, die eine Phishing-SMS bekommen haben (und in weiterer Folge dort ihre Daten eingegeben haben).

    Generell kann man den altbekannten Ratschlag nur immer wieder wiederholen: Auf Onlineportale nur mittels Favoriten oder manuell eingegebener URL/URI zugreifen.

    Nachrichten bekommt man da ohnehin normalerweise im Posteingang angezeigt...

    Ich beantworte hier nur die Fragen, die ich anders sehe als georgum oder Ergänzungen habe::


    Wie hoch muss das Wasser im PC sein?

    Der PC hat eine Marke. Bei meinem sind das ca. 7,5 cm (3"). Und immer etwas Essig oder Zitronensäure ins Wasser geben - dann entstehen auch nicht so hässliche Kalkflecken.

    Ist es euch schon passiert, dass sich in den Gläsern kein Vakuum gebildet hat und/oder nach ein paar Tagen der Inhalt gegärt ist?

    Ersteres schon, Zweiteres nicht. Wenn die Gläser ausgekühlt sind, geb' ich die Klammern runter und hebe das Glas am Deckel an. Dadurch kann ich fehlendes Vakuum erkennen und die betroffene Konserve entweder nochmal einkochen oder einfach rasch aufbrauchen.

    Welchen PC würdet ihr eher empfehlen, vor allem hinsichtlich Wartungsfreiheit etc.? All American oder Presto?

    Ich hab' den Presto, weil er auch induktionsgeeignet ist. Er hat aber den Nachteil, dass die Gummidichtung (welche der AA nicht hat) alle paar Jahre mal getauscht werden muss.

    Das betrifft aber auch den Überdruckstopfen zu (den der AA auch hat). Von daher ist man bei beiden Geräten auf Nachkaufteile angewiesen - beim Presto auf mehr, beim AA auf weniger.

    Der Presto ist wesentlich leichter gebaut (Vorteil in Bezug auf das Gewicht, das der Ofen zu tragen hat; ein möglicher Nachteil in Bezug auf die Robustheit) und ist auch besser für glatte Oberflächen geeignet.

    Der AA ist definitiv der robustere von den beiden Gesellen, aber auch der mit Abstand teurere.


    Kurz zusammengefasst: Der AA ist der (im Sinne von: DER) Prototyp eines PC: Simpel konstruiert, massiv, für die Ewigkeit gebaut. Der Presto hingegen ist die modernere Version davon: Besser für moderne Öfen geeignet, leichter in der Handhabung, dafür aber auch nur gerade so massiv wie er sein muss.


    Empfehlen kann man mMn beide. Kommt halt drauf an, welche Eigenschaften man haben will und wie viel Geld man dafür auszugeben bereit ist.

    Kommt immer drauf an, was genau du machen willst. Hie und da mal 1-3 Beutel vakuumieren? Dann nimm ein Caso o.ä.


    Wenn aber mal eine halbe Sau auf einmal verarbeitet werden muss: Kauf was g'scheites. LAVA wurde schon genannt. Oder Allpax. Ich hab' von letzterer Firma den P 350 (Vorläufer des jetztigen P 355).

    Ist mir insofern lieber als das Pendant von LAVA, weil er glatte Folientasten hat und dadurch leichter zu reinigen ist. Denn nach einem Wutz schaut der Vakuumierer zumindest bei mir ohne vorheriger Grundreinigung nicht mehr komplett wie neu aus...


    Was ist jetzt genau der Unterschied zwischen einfachen Geräten á la Caso oder Foodasver zu einem Mittelklassegerät wie LAVA oder Allpax?

    - Ein einfaches Gerät braucht keine regelmäßig Abkühlphasen, mit einem Lava/Allpax kann ich stundenlang ohne Unterbrechung arbeiten.

    - Eine Tropftasse verhindert, dass ggf. überlaufende Flüssigkeit in die Vakuumpumpe kommen kann. Das Zeug dann dort rauszubekommen stelle ich mir nicht prickelnd vor. Drinlassen noch viel weniger.

    - Wichtige Verschleißteile (Schaumstoffdichtung, Heizdraht, ...) sind auch nach Jahren noch zu bekommen und leicht und ohne Werkzeug auswechselbar.

    - Das erreichbare Vakuum bei Billiggeräten ist geringer.


    Was man hingegen nicht benötigt:

    - Ein Manometer: Es liefert in der Praxis keine sinnvollen Informationen. Es zeigt weder auslaufende Flüssigkeit o.ä.

    - Doppel- oder gar Dreifachschweißnaht o.ä.: Sollte wirklich mal mehr als eine Naht sinnvoll sein (bei mir ziemlich selten), dann legt man einfach eine zweite Naht.

    - Automatikfunktionen: Ist eine nette Spielerei, die aber nur bei komplett trockenen Lebensmitteln Sinn macht. Sobald Flüssigkeit im Spiel ist (und sei es nur Fleischsaft), dann muss man sowieso händisch eingreifen.

    - Rollenschneider für die Folienbeutel

    ...du die mitleidigen Blicke der Omas auf die vielen Konservendosen an der Kasse mit einem Lächeln quittierst und dir hämisch grinsend „wir werden sehen wer zuletzt lacht“ denkst. 😈

    Unterschätze niemals, was so manche Oma an Vorräten daheim hat (und auch in der Krise zuzubereiten weiß).

    Meine Mutter (auch schon 70) hat vermutlich mehr Vorräte daheim als 98% der Leute hier im Forum. Ohne eine einzige Konservendose zu besitzen!