Beiträge von Bardo Thodol

    Ich hab' mein Haus bewusst "dumb" gelassen. Auch bei der Alarmanlage war mir sehr wichtig, dass die nirgends in einem WLAN hängt oder hängen kann.


    Das Einzige, was bei uns an "Smart Home" grenzt, ist unser Hund ("Apport Fernbedienung"; "Licht aus"; "Türe zu"). Funktioniert auch ohne Strom und ist nicht zu hacken (höchstens eine DOS-Attacke mit Leckerlies ist möglich).

    Bei uns (OÖ) gibt es das Projekt, sogenannte "Lichtinseln" vorzubereiten. Das können Firmen sein, Schulen, wasauchimmer.

    Diese können im Zweifelsfall beheizte Notunterkünfte, Strom und (bis zu einem gewissen Grad) Nahrung bzw. Zubereitungsmöglichkeiten (z.B. in der Kantine) bereitstellen.

    Da macht sich so ein Aggregat natürlich auch ganz gut...

    Darum sag' ich ja: Erst mit der Versicherung sprechen. Vll. hat ja jede Versicherung da einen anderen Zugang.

    Die AK sieht das ähnlich:

    Die Konsumentenschützerin rät, sich vor Anbringung eines Schlüsseltresors bei der Haushaltsversicherung zu erkundigen, ob bei Verwendung eines Key Safes ein etwaiger Schaden gedeckt ist oder ob dieser Schutz mitversichert werden kann.


    Laut Volkshilfe sollte es möglich sein, den Inhalt in Absprache mit der Versicherung versichern zu können.

    Wir empfehlen, mit Ihrer Versicherung Rücksprache zu halten und den Schlüsselsafe in Ihre Versicherungspolizze aufnehmen zu lassen.


    Grundsätzlich ausgeschlossen ist es ja nicht, dass das Risiko versicherbar ist. Die Donau-Versicherung z.B bietet bei

    Einbruch mittels Schlüssel aus ordnungsgemäß befestigtem Schlüsselsafe am Versicherungsort

    sehr wohl Versicherungsschutz an.

    Da muss man halt abklären, welche Kriterien da erfüllt sein müssen...

    Wobei die Versicherung bei einem versteckten Schlüssel definitiv aussteigt. Wie es bei so einem Schlüsseltresor ist, müsste man ggf. bei der Versicherung erfragen. Vll. haben die sogar eine Vorschlagsliste?!?

    Philharmoniker (Nationalstolz ;)), Maple Leaf, Nugget und Gold Eagle.

    In dieser Reihenfolge.


    Beim Gold Eagle und Krugerrand bin ich mir immer noch nicht sicher, ob der geringere Goldanteil (.9167) ein Vor- oder ein Nachteil ist.

    Da aber der Krugerrand nicht die typische Goldfarbe hat, ist er bei mir eher eine nummus non grata. Würde ich persönlich nicht kaufen, auch wenn er (unter Goldliebhabern) durchaus bekannt ist. Da er noch dazu einen geringeren Durchmesser als der Phily hat, macht er auch optisch weniger her.


    Das ist übrigens auch der zweite Grund, warum bei mir der Phily ganz klar an erster Stelle liegt: Er hat ca. 5mm mehr Durchmesser als die anderen gängigen Anlagemünzen. Das macht einfach (speziell beim Notverkauf) rein optisch mehr her!


    Und Gold oder Silber wird natürlich NIE bei der Hausbank gekauft, und auch bei Fremdbanken nicht mit Plastikgeld bezahlt, sondern bar...

    Als registrierter Goldbesitzer (die Finanz braucht nur die Daten von den Händlern anfordern, das Recht dazu hat sie bereits heute) muss man sich dann auf eine "peinliche Befragung", wenn nicht gar auf eine Hausdurchsuchung einstellen.

    Als "registrierter Goldbesitzer" hast du ja mindestens einen Fehler schon gemacht: Entweder im Inland gekauft, oder eine so große Menge, dass sie registriert worden ist.

    Da zumindest bei mir nicht regelmäßig zehntausende Euro übrig bleiben, die ich vergolden will, gehe ich halt wegen ein, zwei Münzen auf die Bank. Damit fliegt man unter dem staatlichen Radar und muss sich keiner hochnotpeinlichen Befragung unterziehen...

    Dafür waren es aber auch nicht 10%, sondern 47,5%!


    Dass der Staat (mit welcher Begründung auch immer) den Bürgern hie und da richtig tief in die Tasche greifen will, kommt ja in Krisen gelegentlich mal vor.

    Allerdings wird es wohl kaum eine Möglichkeit geben, sich wirklich (legal) dagegen zu schützen: Ob jetzt Goldverbot, Zwangshypothek auf Grundstücke, Haircut auf Bankkonten uvm - Staaten werden kreativ, wenn es darum geht, solche Abgaben einzutreiben...


    Edelmetalle sind da mMn noch eine der sichersten Möglichkeiten. Wie man auch in den USA gesehen hat (während des Goldverbotes): Nur ein verschwindend geringer Prozentsatz der Menschen hat das Edelmetall tatsächlich abgegeben. Die meisten haben den Bann einfach abgewartet...

    Imperatrix: Ja, das Thema mit den US-Servern ist mir bewusst (darum habe ich es auch explizit hin geschrieben). Allerdings habe ich hier insofern kein "Problem" damit, weil ich ja "nur" einen Haufen unstrukturierter Daten dort ablege. Um damit etwas anfangen zu können, muss man sich sehr konkret (lies: nicht automatisiert) damit befassen. Wenn die CIA oder NSA mich so sehr auf dem Kieker hätten, dann wären sie vermutlich direkt auf meinem Rechner und könnten diese Zeilen in Echtzeit mitlesen ;)


    JoBe: Ich kenne solche Bare Metal Backups von anderen Programmen her. Ähnlich wie Don Pedro habe ich mich aber bereits vor einiger Zeit davon verabschiedet, sowas zu machen.

    Ich hatte auch in den letzten 15 Jahren nie das Thema, dass mir ein Rechner wirklich abgeschmiert wäre. Wenn, dann habe ich einen komplett neuen Rechner aufgesetzt, und da hilft so ein BMB auch nix (andere Hardware, andere OS- und Programmversionen).

    Ich möchte die Diskussion um den Brand im Datacenter von OHV (dem größten Cloud-Anbieter Europas) nutzen, um mal mein Backup-Konzept vorzustellen (und vll. den einen oder anderen dazu zu animieren, sich vielleicht doch ein wenig dafür zu begeistern).


    Eigentlich ist Backup ja nichts, was sexy oder spannend ist. Aber noch weniger sexy und spannend ist, wenn plötzlich alle seine Daten weg sind und man vll. ein halbes Leben an Fotos, Dokumenten udgl. verloren hat! Einem Bekannten ist das mal passiert: Kurz bevor er mit seiner Dissertation fertig war, ist ihm der Datenträger (DER Datenträger) abgeschmiert - mehrere 100 Seiten Text und ein halbes Jahr Arbeit (und 98% seiner Motivation) waren schlagartig weg!


    Daher habe ich ein Konzept, welches die folgenden Punkte berücksichtigt:

    • Verlust bzw. Zerstörung einzelner Geräte (Smartphone, PC/Notebook)
    • Hausbrand inkl. Zerstörung aller dort vorhandenen Geräte gleichzeitig
    • Verschlüsselungstrojaner


    Gesichert werden bei mir nur persönliche Daten (Fotos, Dokumente, ...).

    Alles wofür es "externe Sicherheitskopien" gibt (Filme, Musik, ...) hingegen werden NICHT gesichert - dazu wäre die Datenmenge zu groß (bzw. bin ich nicht bereit, dafür so viel Geld auszugeben).


    Wie sieht mein Backup-Konzept jetzt also aus?


    Zentraler Knotenpunkt dafür ist ein NAS (in meinem Fall: QNAP*)) mit vier HDDs in einem RAID5-Verbund. Dadurch kann der Ausfall einer Festplatte ohne Datenverlust verkraftet werden. Sämtliche Geräte werden zum NAS hin automatisch gesichert (mittels App bzw. Backup-Programm an den Notebooks und PCs).

    Zusätzlich habe ich zwei externe 2,5"-HDDs, mit denen ich abwechselnd (aber nur in größeren Abständen - ca. monatlich) ein lokales Backup mache. Eine davon liegt im BOB, die andere in der BOL.


    Dadurch habe ich schon mal die Gewissheit, dass fast nichts mehr schief gehen kann: Durch die Offline-Speicherung und räumliche Trennung haben weder Verschlüsselungstrojaner noch ein Hausbrand (bei dem ich nur mein nacktes Leben retten kann) eine Chance, mein digitales Leben auszulöschen. Dazu benötigt es schon einen Meteor, der auch gleich meine (nur wenige km entfernte) BOL mit ausradiert.


    Aber dafür habe ich aber noch einen externen Cloud-Speicher, der ebenfalls permanent Backups (auch vom NAS) anfertigt.

    Ich habe mich für pCloud entschieden. Das ist ein relativ kleiner schweizerischer Anbieter (wo die Server aber nicht in Europa stehen; mWn sind sie in den USA), der eine (für mich) attraktive "Lifetime"-Mitgliedschaft anbietet: Man zahlt einmalig einen Betrag (abhängig vom Paket zwischen 175 und 625 €) und erhält so bis zu 2 TB Speicher.

    Zusätzlich gibt es eine Gratis-Version mit bis zu**) 10 GB Speicher, die man aber uneingeschränkt nutzen kann.


    Was mir an dieser Lösung gut gefallen hat: Man kann den Cloud-Speicher unter Windows wie ein normales Netzlaufwerk einbinden.


    Wer will (und sich die Verschlüsselungs-Option kauft), kann übrigens die Daten so abspeichern, dass selbst der Anbieter (bzw. eine ggf. an meinen Daten interessierte Regierung o.ä.) sie nicht entschlüsseln kann (zero knowledge).

    Da aber in meinem Konzept die Schwachstelle darin liegt, dass ein Angreifer nur eines meiner Geräte kapern muss, um an die Daten zu kommen, habe ich das (noch) nicht gemacht. Mir reicht die normale Transportverschlüsselung.


    LG,


    euer BT


    *) Bei NAS-Systemen gibt es eh nur zwei "wirkliche" Player: QNAP und Synology. Ich hab' mal für eine Verwandte mit HP MyCloud Home eine Lösung versucht aufzuziehen - ist mMn kompletter Schrott!

    Ich habe (neben einem guten Hersteller und vernünftigen Spezifikationen wie Hot-Swap-Fähigkeit) auch Festplatten gekauft, die a) 5 Jahre Herstellergarantie haben und b) für den Dauerbetrieb vorgesehen sind - das ist nämlich bei vielen HDDs nicht der Fall, und dann sind die dementsprechend schnell hinüber).


    **) Man bekommt erst mal 5 GB und muss sich die restlichen 5 GB verdienen, indem man z.B. Freunde einlädt.