Beiträge von scavenger

    Via USV? Für wie lange?

    24h sind afaik vorgeschrieben. In der Praxis ist es jedoch so, dass ein überwiegender Teil der Feuerwehren bei uns in den letzten Jahren diverse Schwerpunkte zum Thema Blackout gesetzt haben.


    Sehr viele Rüsthäuser sind daher bereits Notstromversorgt inkl. automatischem Start desselben.


    Bereits 2011 (siehe Bericht unten) waren 44 von den 47 Feuerwehren meines Bezirkes dazu in der Lage, sich 7 Tage mit Notstrom zu versorgen. Seitdem ist jedoch noch wesentlich mehr umgesetzt worden - auch viele Gemeinden haben sich dahingehend bereits abgesichert und auch z.B. die Wasserversorgung mit Notstrom aufgerüstet.

    Man muss aber dazu anmerken, dass mein Bezirk im Jahr 2008 schwer vom Sturmtief Paula getroffen wurde und in einigen Tälern bis zu 10 Tage kein Strom verfügbar war. Seitdem haben in diesem Gebiet viele Häuser auch eine entsprechende Einspeisungsmöglichkeit geschaffen.


    Anbei ein Bericht über eine Blackout Übung in meinem Bezirk aus dem Jahr 2011

    Sehr heikles Thema. Bei mir war klar, dass ich die ausschließlich mit meinem Geld angekauften Sachen behalte - dennoch musste ich mich damit auseinandersetzen, dass mein engster Kreis nun nicht mehr der engste Kreis war - Eine Person war jetzt plötzlich nach einem Vertrauensbruch nicht mehr da und nahm das gesamte Wissen um meine Bewältigungsstrategien mit sich mit. Das beinhaltet neben dem Wissen über Lagerstände bis hin zum BugOut Plan - Location - Verteidigungsmöglichkeit - geheime Kommunikationsmöglichkeiten innerhalb der Gruppe eigentlich so ziemlich alles, was man eigentlich innerhalb der Gruppe behalten möchte.

    Für mich war es also weniger ein materieller Verlust - sondern ein, imho nicht minder schwerer Verlust von eigentlich nicht öffentlichem Wissen.


    Ich darf also zukünftig wohl im schlimmsten Fall auch damit rechnen, dass dieser ehemalige Teil des "Rudels" in ihrer Verzweiflung wohl vor der Türe stehen wird...

    Ich hätte eine Anmerkung zum runtime Pulver generell in Sachen Haltbarkeit zu machen:


    Ich bin gerade am Aufbrauchen einer älteren Charge, wo ich jetzt auch ein paar Sackerl mit einem MHD 06/2020 dabei habe. Ich kann keinerlei Unterschied in Sachen Geschmack oder Bekömmlichkeit zu aktuellen Chargen feststellen. Ist jetzt also mehr als 1 Jahr drüber, und immer noch gut.

    Ich gehe davon aus das im Stressfall nix mehr mit Internet und Co ist, d.h. Router oder Modems halte ich für unnötig.

    Nicht unbedingt: es kann mir auch einfach so der Router eingehen. In einer Zeit, wo Homeoffice wichtiger den Je ist und man auf funktionierende Hardware angewiesen ist, ist ein Modem/Router, das ich dann einfach aus dem Regal ziehen kann, viel Wert.

    Spannender ist es natürlich sich selbst vorzubereiten und sich selbst zu helfen. ;)

    Selbst in einer Situation wo vermeintlich alles weg ist.

    Sowieso - meinte nur, dass es keinen Sinn macht, zu stolz zu sein um diese Hilfe, wenn man quasi mitten in der Nacht bei vielleicht -15 Grad halbnackt auf der Straße steht. Ich biete diese Möglichkeit in solchen Fällen immer initial an - aus meinen eigenen Erfahrungen nehmen vielleicht 1/5 dieses Angebot auch an. Als BOS rechnen wir bei größeren Lagen wo auch Evakuiert wird übrigens (bei einer noch halbwegs geordneten Evakuierung) mit 10-15% an Personen, die ein solches Notquartier brauchen. Der Rest kommt bei Freunden oder Familie unter.


    Bei der Selbsthilfe, wirst du dann um ein externes Lager / Cache nicht herumkommen.

    Jetzt direkt "preppen" würde ich nicht dazu sagen, aber ich hab daheim neben meinem aktuellen PC Setup ein zweites vollwertiges auf "Halde" im Regal stehen. Das ist einfach der Vorgänger zum jetzt aktuellen PC, jedoch tip top gepflegt & neu aufgesetzt. Dazu gehört auch Peripherie, die ich auch in 2facher Ausführung hab.


    Ein Switch sowie auch eine Möglichkeit ohne den aktuellen Router von mir ins Netz zu kommen habe ich auch noch - aber nicht gezielt gekauft. Diese Sachen fallen mit der Zeit einfach mal an und wenn sie erneuert werden, werf ich sie halt nicht gleich als funktionstüchtiges Gerät weg.

    Geht auch nicht immer. Siehe Lockdown oder wenn bei Flucht aus dem Haus die Geldbörse nicht mehr erreichbar ist.

    Einspruch: Wenn das eigene Haus pötzlich nicht mehr bewohnbar ist und man eben nicht die Möglichkeit hat, schnell irgendwo unterzukommen, wird sich die zuständige Behörde darum kümmern. Wenn es nur im kleinen Rahmen ist, gibt es hier fast überall "Notfallwohnungen" die von der Gemeinde für so einen Fall vorgehalten werden. Das funktioniert übrigens auch um halb 3 uhr Morgens recht gut, wenn irgendwo ein Wohnhaus brennt.


    Bei uns im Bezirk haben wir den glücklichen Umstand, dass die Bezirkshauptstadt gleichzeitig Eigentümer eines 60 Zimmer Hotels ist, welches dann sehr schnell zur Verfügung steht.


    Wenn also nicht ein größeres Gebiet betroffen ist, wird es diese Möglichkeit auch ziemlich sicher anderswo auch geben. Im größeren Maßstab wird dann die zuständige Hilfsorganisation auch tätig werden udn zumindest ein Notquartier errichten (z.b. Hochwasser).

    So schlecht finde ich die Alarmierung in Österreich mit den Sirenen nicht, man muss nicht immer alles schlecht machen.

    Im Gegenteil: das in Österreich jederzeit Einsatzbereite Sirenensystem ist vorbildhaft und mit der lächerlichen Ausfallsquote beim jährlichen Test braucht es auch weltweit keinen Vergleich zu scheuen. Wir meckern hier auf hohem Niveau (man muss da nur nach Deutschland schauen).



    Sind die automatischen Sirenen eigentlich batteriegepuffert???

    Das ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In Kärnten sind die Sirenen durch das sog. "SISIPAK" (=Sirenen Sicherheits Paket) batteriegebuffert.

    Eine Kombination macht es aus. Wenn die Handymasten bereits keinen Dienst mehr tun, nutzt keine Warnapp, keine SMS und kein CellBroadcast mehr.

    Der Großteil der Bevökerung wird einen 3 minütigen Sirenendauerton wohl zumindest in die Richtung deuten, dass sie Informationen einholen müssen. Konnte man vor 2 oder 3 Jahren live bei mir beobachten, als das 3 Minuten Zivilschutzsignal durch einen technischen Defekt ausgelöst wurde - da war nicht mehr viel von "normalem Alltag" zu bemerken, sondern vielmehr eben Informationsbeschaffung und das Haus aufsuchen.

    unmittelbar danach gab es in den social media Gruppen der Ortschaft auch schon zig Anfragen und Bemerkungen deswegen.


    Soll heißen: Ein Mix aus Maßnahmen wie Sirene, App, SMS, Lautsprecherwagen und Co. ist sinnvoll um möglichst alle Personen zu erreichen.

    Definitiv - nur haben wir den Vorteil, dass wir "nur" noch das Cellbroadcast "nachrüsten" müssen auf ein bestehendes und funktionierendes System - Deutschland kann quasi von vorne anfangen.

    Da stellt sich prinzipiell mal die Frage, ob mit "Einsteigerklasse" leichter Zugang oder vor allem niedriger Preis gemeint ist.


    Ich persönlich kann den Prusa MK3s uneingeschränkt empfehlen - ist zwar schon ein wenig teurer als die China-Kracher, hat aber sehr viele Luxus Features schon von Haus aus dabei, die man sich bei anderen dann jedoch auch wieder selber nachrüsten kann, wenn man ein wenig Zeit investiert.


    Ich hab aber auch einen Ender V3 pro, der in Sachen Druckqualität um nichts nachsteht - da ist nur das generele Handling etwas umständlicher.


    Material, welches sehr temperaturbeständig ist: Ja gibt es. Es kommt auf die Anwendungsgebiete an - von wievielen Grad reden wir hier? Normales PLA (=der 0815 3d Druck) ist generell nicht sehr beständig. Weder gegen mechanische noch thermische Einflüsse. Ein bisserl mehr geht dann schon mit PETG oder gar ASA, welches schon gut bis zu 100 Grad aushält und noch dazu UV beständig ist. Dafür muss man letzteres in einem sehr gut belüfteten Raum drucken, da es ziemlich übel stinken kann - Und es braucht auch höhere Temperaturen beim Druck, die ein billiger "PLA Drucker" in vielen Fällen nicht schaffen wird.


    TPU / Flexfill ist dann wieder ein Material, welches auch nach dem Druck noch recht flexibel bleibt - so in etwa wie die Gummireifen von Spielzeugautos kann man sich das vorstellen. Während man auch als Anfänger mit PLA bereits sehr gute Ergebnisse (auch mit teilweise noch falschen Einstellungen beim Drucker) erzielen kann, "verzeiht" das Ding auch die kleinsten Fehlerchen nicht. Da können die Einstellungen und Umstände noch so perfekt sein - bei einem falsch temperierten Windhauch durchs offene Fenster kann dir das alles nix nutzen.

    Noch ein Nachtrag: Ich habe die letzten Konditionsänderungen leider verschlafen und bin davon ausgegangen dass ein Guthaben von 39 Units im Jahr ausreicht - lange Rede, kurzer Sinn: Meine auf Halde gelegte Karte (Gerät in der BOL) wurde jetzt mit einem Restguthaben von 50 Units vor 2 Monaten deaktiviert - Eine Reaktivierung kostet knapp 90USD - also für mich nicht rentabel - Habe damit die Karte bei meinen Eltern an der BOL "verloren" und durch die yesss Karte ersetzt.


    Weiters haben wir innerhalb der Gruppe uns jetzt auf einen Quartalsmässigen Kommunikationstest mit den SatFones abgesprochen - in jedem Quartal ruft jeweils ein anderer durch - damit ist auch der geregelte Verbrauch gesichert, der seit der letzten Änderung verpflichtend ist. Leider eine ziemlich üble Masche von Thuraya.

    Ja es sind 39(!) Units alle 12 Monate als reine Gebühr zu laden.


    Ich hab heute extra nochmal den Versuch mit der Yesss Simkarte gemacht. Der SatSleeve Hotspot hat nur ein Sat Modul und ist nicht GSM fähig:


    Screenshot 2021-07-19 110923.jpg


    Direkt nach dem Einloggen ins Thurayanetz bekommt man auch eine SMS mit den Roaming Informationen:


    Screenshot 2021-07-19 110946.jpg


    Aufgerechnet würde das bedeuten, dass ich Jährlich ~10 Minuten SatTel mit der yesss Simkarte hätte (ohne sonstige Bereitstellungskosten) um mal die "Grundgebühr" von Thuraya zu erreichen. Dort kostet die Minute dann auch ~1EUR.

    scavenger ist 3D Druck Profi und wird hoffentlich mit ein paar Ideen weiterhelfen können.

    das würde ich so jetzt nicht sagen. ich hab halt einen :-D

    Hab im vorigen Jahr auch viele Faceshields gedruckt - der eigentliche "Burner" unter dem Gesundheitspersonal waren jedoch die Earsaver, die die Ohrenpartie entlasten. Die wurden mir förmlich aus der Hand gerissen.

    Sonst hab ich während der Lockdowns mir z.b. einmal passendes Werkzeug gedruckt als ich meine Küchenarmatur ausgetauscht habe und mittendrinn dann bemerkte, dass der Maulschlüssel, der zwar gepasst hat, viel zu lange war und platzmässig nicht passt.


    Das ist halt schon ziemlich geil, wenn man sich dann hinsetzen und 30 minuten später ein selbst hergestelltes Produkt erfolgreich anwenden kann. Das hat einen massiven "ICH HABE FEUER GEMACHT" Faktor :-D

    Am Gürtel für den Job hab ich seit mehr als 20 Jahren meinen Leatherman Wave inkl. Bitsatz Erweiterung dabei - damit hab ich fast noch nie anderes Werkzeug benötigt.


    Am Schlüssel hab ich seit Jahren das kleine Teil, das ich auch sehr oft nutze (vor allem in erster Linie als Paketöffner):

    831b84ea-4365-4631-96e3-71f87ad24498.jpg


    Es passt sich genau an den Schlüssel an und nimmt so keinerlei Platz weg.