Beiträge von Ad Lib

    Ben, ich vermische nicht, ich versuche nur die Größenordnung zu vergleichen. Weil ich mir nicht sicher bin, ob ich den oben zitierten Text richtig verstehe.


    Es gibt - wenn ich keinen Denkfehler mache - genauso viele Kranke (schwer Kranke) durch die Impfung als durch Ansteckung.

    Da man im Moment noch nicht weiß, ob Geimpfte nicht auch andere Menschen anstecken können, sehe ich (noch) keinen Unterschied zu den beiden Zahlen.

    Die "Inzidenz pro 100.000 bei Impfnebenwirkungen" ist insgesamt (für alle Covid-Impfungen), die Inzidenz pro 100.000 bei Covid ist "pro Woche". Das sind zwei unterschiedliche Dimensionen. Es wäre allenfalls dann vergleichbar, wenn _alle_, die geimpft werden, _jede Woche wieder_ geimpft werden. ;)

    Die Masken können Viren an sich nicht aufhalten - da diese erheblich kleiner sind als die Maschen des Filters.

    Das ist aber ein rein theoretischer Aspekt, weil:


    1) diese Viren in der freien Wildbahn nicht einzeln vorkommen, sondern infizierte Personen in Feuchtigkeitsbläschen durch die Atemwege verlassen. Diese Bläschen/Tröpfchen sind um ein Vielfaches größer als einzelne Viren.


    2) FFP-Masken (wenn sie korrekt funktionieren und nicht zu alt oder verbraucht sind) eine elektrostatisch aufgeladene Schicht enthalten, die kleinste Partikel anzieht und bindet - die Filterwirkung von FFPs wird also nicht ausschließlich (und nicht mal primär!) durch die Maschengröße, sondern durch die elektrostatische Anziehung erzielt. Rein mechanisch durch Maschengröße wären Filterwirkungen von über 90% gar nicht zu erzielen. Das (und der hoffentlich korrekte dichte Sitz) unterscheidet FFPs von normalen Papier- und Stoffmasken in der Wirksamkeit sehr deutlich.

    Zitat von https://science.orf.at/stories/3204071/

    Studienergebnisse aus Brasilien schüren Zweifel am CoV-Impfstoff des chinesischen Unternehmens Sinovac. Forscher haben neue Daten veröffentlicht, wonach der Impfstoff in einer Studie nur zu 50,4 Prozent wirksam war.

    Lohnt sich doch, die Phase III. Wenn der Impfstoff tatsächlich nur zu 50% wirksam ist, aber Herdenimmunität erst bei 70% (oder gar 80%, danke B.1.1.7...) eintritt, dann ist das mit diesem Impfstoff nicht zu schaffen, selbst bei 99% Durchimpfungsrate :|

    CoV-Mutation auch in Wiener Pflegeheim

    https://wien.orf.at/stories/3084572/

    Einerseits sh*t. Andererseits:

    Zitat von orf-Artikel

    Von 101 Heimbewohnern und -bewohnerinnen seien seit 5. Jänner 42 erkrankt. Die plötzliche Häufung der Infektionen habe den Träger des Hauses alarmiert, hieß es in einer auch wien.ORF.at vorliegenden Stellungnahme.

    Und weiter: „Die meisten Bewohner weisen keinerlei oder lediglich sehr geringe Symptome auf.

    Klingt fast nach einer hoch ansteckenden, aber "milden" Variante... nur, in UK sieht die Sache schon recht übel aus. Dass es sich bei uns deutlich milder auswirkt, ist vermutlich Wunschdenken.

    Das sollte man breiter kommunizieren, viele denken ja, dass mit der Impfung nun alles wieder gut wird.

    Das besonders Blöde ist, dass mit der (oder den?) neuen, stärker infektiösen Mutation(en) die Schwelle für Herdenimmunität deutlich hinaufgegangen ist. Waren es bislang geschätzte 70% der Bevölkerung, die immunisiert sein müssen, bis Herdenimmunität gegen SARS-CoV-2 erreicht ist, so sind es für die stärker infektiösen Varianten vermutlich (da ist noch viel Spekulation und wenig Wissenschaft drin) eher 80% oder noch mehr. 80 statt 70%, das mag nach einem kleinen Unterschied klingen, aber in der Praxis ist es deutlich schwerer zu erreichen, weil ein gewisser Prozentsatz der Bevölkerung entweder nicht geimpft werden darf (Menschen mit Immunschwäche, kleine Kinder usw.) oder sich standhaft weigert. Schon 70% Durchimpfungsrate wird eine gewisse Herausforderung (in den USA ist sie vermutlich illusorisch, bei uns... naja, mal sehen). Wenn man beispielhaft annimmt, dass 10% der Bevölkerung nicht geimpft werden (können/dürfen), dann bedeutet ein Schritt von 70% auf 80% Impfrate, dass die Zahl derjenigen, die geimpft werden _könnten_ aber es nicht tun (zB weil Antivaxxer), halbiert werden muss. Auf 85% wäre es eine nochmalige Halbierung. Ob das ohne Impfzwang gehen wird?

    Minister for Power Omar Ayub, in a statement on Twitter, said that the "frequency in the power distribution system suddenly dropped from 50 to 0 which caused the blackout".


    😳

    Technisch ist sowas mE unmöglich, die Netzenergie kann nicht von einem Moment auf den nächsten einfach verschwinden. Aber vermutlich ist das einfach ein technisch irrelevantes Statement, das nur „es ist irgendwas total kaputtgegangen“ bedeutet. Irgendeine wirklich große und zentrale Schaltstelle muss versagt haben, und sowas zieht einen Rattenschwanz von Netzabwürfen und Blackouts nach sich. In der EU hingegen scheint nichts kaputtgegangen zu sein, oder zumindest hört man bisher noch nichts von der root cause für den Beinahe-Blackout, den wir da hatten.

    Engpass führt zu Netzinstabilität... Erst beinahe die EU, jetzt Pakistan... strange. Hoffentlich keine cyber attacks auf große Netzversorger.

    Soweit ich verstanden habe, ist sich die Wissenschaft auch noch nicht sicher wie lange ein Schutz durch die Impfung besteht und ob der Verlauf der Krankheit durch die Impfung nicht nur abgeschwächt wird (und man weiter Überträger ist).

    Das ist auch mein Wissensstand: Es ist noch nicht sicher bekannt, wie lange typischerweise die Immunität anhält - weder nach einer Infektion noch nach einer Impfung (und das kann ja für verschiedene Impfstoffe auch unterschiedlich sein); wobei es für die Immunisierung nach einer Infektion schon ziemlich deutlich ist, dass hier normalerweise mehrere Monate oder eventuell sogar über ein Jahr lang ein recht guter Schutz besteht und das vermutlich auch für erfolgreiche Impfungen (es sind ja "nur" zwischen 70% und 95% der Geimpften - je nach Impfstoff - auch wirklich immun) gilt. Einfach gesagt: "Es gibt inzwischen ganz gute Indizien, dass die Immunisierung nach einer überstandenen Infektion oder einer erfolgreichen Impfung viele Monate oder über ein Jahr anhält."


    Das mit der Übertragung durch "eigentlich schon immune, aber trotzdem infizierte Personen" ist ein ganz spannendes Thema. Eine Weitergabe von Infektionen durch _asymptomatisch Infizierte_ ist nicht bei allen, aber bei vielen Krankheiten bekannt (zB Typhus, Tuberkulose und natürlich prominent HIV und Covid-19). Aber bei bereits erfolgreich Immunisierten? Wenn die Immunisierung nicht nur Symptome bzw einen schweren Verlauf verhindert, sondern auch die Vermehrung des Erregers im Körper unterdrückt, dann ist eine Weitergabe durch eine immunisierte Person quasi ausgeschlossen (außer natürlich eine rein äußerliche Weitergabe durch Händeschütteln oder so). Ob das bei Covid-19-Impfungen der Fall ist (oder auch "bei welchen davon es der Fall ist"), da kenne ich noch keine belastbaren Erkenntnisse außer "es schaut gut aus!"


    Allerdings möchte ich wetten, dass erfolgreiche Immunisierung (was wie gesagt nicht 100% der Geimpften oder Erkrankten schaffen, sondern vielleicht 70-95% von ihnen) die Wahrscheinlichkeit für die Weitergabe einer Infektion zumindest _massiv_ reduziert, so dass bei ausreichend hoher Durchseuchungs-und-Durchimpfungsrate in der Bevölkerung die Covid-Pandemie praktisch völlig gestoppt werden kann.

    Die Person welche vor Weihnachten einen positiven PCR Test hatte, und mich in K1 geschickt hat ist schon wieder im Dienst in der Firma.

    Hat schon einen Titer Antikörpertest gemacht, da sind aber keine Antikörper gefunden worden.


    Er hofft jetzt, dass das Antikörper Gedächtnis jetzt schon zumindest angelernt wurde beim Erstkontakt, und beim nächsten mal Infizieren das Abwehrsystem sofort mit der Produktion beginnt und es ein asymptomatischer/sehr milder Verlauf wird und er nix merkt.

    Dann gehört er/sie eventuell zu den Glücklichen, wo das Immunsystem schon mit einer unspezifischen Antwort erfolgreich war? Aber es stimmt, Ausnahmen kanns immer geben, und ein paar (wenige) Fälle von Re-Infektion nach überstandener Covid-Infektion sind ja auch schon nachgewiesen (und mittels Sequenzierung auch wirklich _bewiesen_) worden; das heißt, es gibt keine Garantie, dass man nach überstandener Covid-Infektion sicher immun ist, es gibt durchaus (seltene) Ausnahmen.

    Allerdings gibt es zur Impfung mit mRNA-Impfstoffen noch keine Langzeitstudien über evt. Spätfolgen (der Körper wird darauf getrimmt von ihm selbst produzierte Zellen anzugreifen).

    Ganz so ist es nicht. Der Körper produziert eine kurze Zeit lang (denn die geimpfte mRNA zerfällt binnen Stunden wieder) sehr spezielle Proteine (eben die "Spikes"), erkennt diese sodann als Fremdkörper und trainiert das Immunsystem darauf, diese zu attackieren. Der Körper produziert zu keinem Zeitpunkt Zellen (du hast vermutlich einfach Proteine gemeint), und das "von ihm selbst produziert" trifft nur wenige Stunden lang zu. Der Mechanismus, diese speziellen Antigene (Spike-Proteine) vom Körper produzieren zu lassen, indem man ihm direkt die Bauanleitung (mRNA) per Impfung zuführt, ist zwar innovativ, da hast du völlig recht; aber die Proteinsynthesefähigkeiten des Körpers mittels synthetischer mRNA zu "mißbrauchen" werden in der Medizintechnik schon seit Jahrzehnten erforscht und mW seit ca. 8 Jahren erfolgreich durch diverse Medikamente "ausgenutzt". Insofern ist eine gewisse Erfahrung schon vorhanden.

    Ist für mich irgendwie ein Widerspruch, die neue Variante (B.1.1.7) führt nicht zu schweren Krankheitsverläufen, könnte aber durch die höhere Infektiosität die Krankenhäuser überlasten und zu mehr Todesfällen führen.

    Für mich wäre eine "leichte" CoVid Infektion genauso gut wie eine Impfung (wenn der aktuelle Impfstoff auch gegen diese Variante wirkt, müsste eine überstandene Infektion mit dieser doch auch Immunität für die "schwerere" Variante bieten).

    Oder sehe ich das falsch ?

    Ersteres ist kein Widerspruch: Aktuell können (hierzulande) alle schwer Erkrankten, die daher ein Spitalsbett und evtl Sauerstoff brauchen, behandelt werden, und daher sterben "nur" ca. 0,6% der Infizierten. Sagen wir, ein Land hat 50 Spitalsbetten für Covid, und es gibt zu einem Zeitpunkt 1000 Infizierte. Davon müssten aufgrund der "Schwere" von Covid ca. 20 optimal im Spital behandelt werden und trotz optimaler Behandlung ca. 6 sterben. Solange das Land die Ausbreitung des Virus "einigermaßen im Griff hat", liegt der R-Wert um maximal 1, und es werden nie mehr als ca. 1000 Infizierte gleichzeitig.


    Wenn nun aber die B117-Variante in diesem Land auftritt, steigt der R-Wert um 50% (siehe Großbritannien!); dann sind nach nur 1 Monat über 10.000 Personen infiziert; jetzt bräuchten 200 gleichzeitig ein Spitalsbett -> es können nicht mehr alle adäquat behandelt werden, und _deshalb_ steigt die Sterberate (auf bis zu ca. 5% der Infizierten laut den Erfahrungen u.a. in überlasteten Regionen in Spanien), statt 60 wären also viel mehr Tote zu beklagen. Und das nur, weil die neue Variante deutlich mehr Leute infiziert hat, und nicht, weil sie für sich genommen schwerere Verläufe erzeugt.


    Letzteres stimmt - eine überstandene Covid-Infektion egal mit welcher Variante schützt zumindest monatelang vor einer neuen Covid-Infektion; das dürfte mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf alle derzeit bekannten Covid-Varianten inklusive der B117 zutreffen. Nota bene: B117 ist nach aktuellem Wissensstand eben nicht "schwerer", nur "stärker ansteckend".

    Mit den verfügbaren Daten ist sehr überzeugend nachgewiesen, dass B.1.1.7 sich grundsätzlich effizienter ausbreitet als andere derzeit grassierende Stämme des Virus. Nicht überprüft und daher offen in dieser Studie ist die Kombination aus „Virus ist effizienter UND Disziplin des Lockdown in GB ging mit der Zeit hinunter, deshalb verdrängte B.1.1.7 zunehmend die anderen Stämme“ (dafür bräuchte man evtl. mehr Daten), deshalb ist die Berechnung des „echten“ R0-Werts dieser neuen Mutation etwas wackelig, und daher auch die Schlussfolgerung, dass ein „herkömmlicher Lockdown“ nicht ausreicht, es einzudämmen. Aber in jedem Fall ist das eine ernstzunehmende und unerfreuliche neue Mutation, for sure...

    Man kann das Generatormodell nicht erkennen, aber es gibt Generatoren, die bei 12-14V 2000W Leistung schaffen (d.h. eine Lichtmaschine mit 150 Ampere); insofern ist _diese_ Spezifikation zumindest nicht a priori von der Hand zu weisen. Freilich, wie schon geschrieben wurde: Mit menschlicher Muskelkraft ist diese Leistung nicht zu schaffen - außer vielleicht so... :S

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    Österreichischste Lösung ever ist der Kinderpunsch an jeder Ecke mit kleinen Vodka-Fläschchen gegen Aufpreis dazu...

    Ja, oder Rum. Wobei ich da auch schon enttäuscht wurde: Habe Beerenkinderpunsch erstanden - und es gab keinerlei Alkohol dazuzukaufen. (Oder ich schau zu sehr nach Ordnungshüter aus, und der Standler hatte deshalb keinen?)

    Das stimmt alles. Die Sterblichkeit unter den laborbestätigten Fällen (ca. 1,6%) ist höher als die "offizielle" Infection Fatality Rate (ca. 0,6%), weil:


    erstens leider auch hierzulande inzwischen im Verhältnis zu ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung überdurchschnittlich viele ältere Menschen infiziert wurden, die bekanntlich ein (viel!) höheres Sterberisiko bei Covid haben, und daher überdurchschnittlich viele Todesopfer zu beklagen sind; und


    zweitens nicht alle Infizierten auch gefunden und daher "laborbestätigt" werden - wir hatten ja wochenlang eine Positivtestrate von über 20%, da weiß man, dass man viele Infizierte nicht findet (erst unterhalb von ca. 5% Positivtestrate passen die gefundenen mit den tatsächlichen Neuinfektionszahlen einigermaßen zusammen, weil dann das Contact Tracing einigermaßen vollständig funktioniert).


    Die "typische" Lethalität von Covid-19 liegt "quer über eine normale europäische Altersverteilung" bei ca. 0,6% (Männer 0,8%, Frauen 0,4%) Aus der Tatsache, dass wir bislang ca. 5.400 Covid-Verstorbene in Österreich haben, und einer IFR von 0,6% kann man hochrechnen, dass in Ö bislang ca. 900.000 Menschen (also ca. 10% der Bevölkerung) infiziert waren. De facto waren es wohl etwas weniger, eben weil sich die Infektion leider etwas stärker in den höheren Altersklassen ausgebreitet hat. Aber von der Größenordnung sollte es stimmen.

    Was ist mit denjenigen, die bereits erkrankt waren und wieder genesen sind?

    Nehmen einen die beim Antigentest dann überhaupt?

    Falls nein - wie kann man sich dann freitesten??

    Ich glaube, dass bei den Teststationen (oder auch bei der Anmeldung zum Test) weder bekannt ist noch gefragt wird, ob man schon mal Covid hatte. Dh ich denke, auch bereits Erkrankte und nun Immune können sich testen lassen.