Beiträge von JoBe

    Mik: Der Rosetta ist seit sechs Jahren recht intensiv in Betrieb.


    Wenn man es weiß ist die Reinigung keine Hexerei: Im Backrohr vorne am Boden sind zwei Kreuzschlitzschrauben die das Bodenblech fixieren. Beide Schrauben entfernen, Blech entfernen und mit einem Aschesauger ordentlich aussaugen. Danach Blech und Schrauben wieder montieren. Die Prozedur werde ich in Zukunft zur Sicherheit einfach einmal jährlich nach der Heizsaison machen, tut nicht weh und spart Ärger.

    In den letzten Tagen wurde der Pelletskessel gewartet und beim Tischherd (La Nordica Rosetta) wurde die Brennraumauskleidung getauscht und eine Generalreinigung durchgeführt.


    Beim Pelletskessel wurde der Abgasventilator vorsichtshalber getauscht weil das Lager schon angeschlagen war. Plötzlich ist das Ding ungewöhnlich leise ... wie man sich doch an schleichende Veränderungen gewöhnt ...


    Die Brennraumauskleidung vom Tischherd war schon arg mitgenommen. Laut Ofenbauer war unter dem Backrohr jede Menge Asche die den Luftzug behindert hat. Dadurch hat sich die Hitze im Brennraum gestaut und die Auskleidung beschädigt. Man muss öfters das Bodenblech im Backrohr entfernen und dort die Asche entfernen (lassen), der Rauchfangkehrer macht das wohl nur auf spezielle Aufforderung.


    Jedenfalls sind jetzt beide voneinander unabhängigen Heizsysteme wieder top fit für die kalte Jahreszeit.

    Der Absatz ist aber eine Wunschvorstellung:
    "Das Österreichische Bundesheer bietet auch in diesem Fall

    Schutz und Hilfe. Dank autarker Kasernen und einer modernen
    Ausrüstung kann es im Ernstfall die Einsatzorganisationen
    bestmöglich versorgen und unterstützen."

    Das entscheidende Wort habe ich im Text hervorgehoben, klassisches Juristen- bzw. Werberdeutsch. Die Einsatzorganisationen werden so gut wie möglich versorgt und unterstützt, wie gut das ist wird davon abhängen wieviel Druck beim Ausbau dieser Fähigkeit gemacht wird und wann es das erste Mal benötigt werden wird.


    Das Bundesheer hat allerdings, zumindest in meinen Augen, von allen Organisationen in Österreich die besten Voraussetzungen um andere Einsatzorganisationen bei einem Blackout zu versorgen. Angefangen von abertausenden Treibstoffkanistern (20 l Blech) über Tankanhänger (Einachs-LKW-Anhänger) mit eigener kleiner Motorpumpe (= völlig autarke Kleintankstelle für Diesel) bis zu Tank-LKW und Kesselwaggons (siehe https://www.bundesheer.at/pool/img/20190926_111822.jpg) ist für stromlose Treibstoffversorgung ganz gut gesorgt. Dazu ist viel Platz in den Kasernen damit sich die Einsatzkräfte auch mal ausruhen können, für Fahrzeuge, Wartung und Logistik sowieso.


    Die Tatsache, dass das österreichische Bundesheer seit Jahrzehnten ständig im Mangel lebt, könnte in so einem Szenario ausnahmsweise auch mal eine gute Seite haben: Man ist daran gewöhnt, dass man improvisieren und organisieren muss und mit ganz wenig Ressourcen auskommen. Mittlerweile bin ich seit gut 25 Jahren Milizsoldat und hab schon einiges gesehen und erlebt beim Heer. Wenn auch der Regelbetrieb oft frustrierend und für viele langweilig ist, wenn es darauf ankommt wird angepackt und nahezu Unmögliches möglich gemacht.


    Natürlich wäre es schön, wenn schon alles "bereit" wäre für den großen Knall. Die Pläne für die Sicherheitsinseln liegen seit einigen Jahren in den Schubladen und sind bisher nur am Budget bzw. der Priorisierung gescheitert. Wenigstens muss man nicht jetzt erst anfangen zu überlegen, was alles zu machen ist und jahrelang planen.


    NACHTRAG: Dass das Bundesheer jetzt intensiv Werbung für sich selbst und rund um Blackout macht unterstützt sowohl das Bewusstsein in der Bevölkerung als auch die Aufmerksamkeit seitens der Politik. Damit steigt die Chance, dass da mit mehr Nachdruck vorgegangen wird. Wie üblich wird in der Werbung alles besonders schön und toll dargestellt und eher schon das fertige Bild gezeichnet, nicht der aktuelle unfertige Stand.

    Viel wichtiger wäre doch eine Kommunikationsapp, mit der die Bevölkerung sich lokal SELBST organisieren kann. Ein Notruf bei einer HiOrg-Stelle absetzen ist ja ok, aber wenn diese Stelle mutmaßlich völlig überlastet ist?

    Es müssen aber nicht gleich die absoluten Katastrophen ausbrechen, nur weil Strom und Kommunikation weg sind. Allerdings gibt es z.B. viele medizinische Notfälle die Routine sind und kein Thema, solange man rasch versorgt wird. Muss aber erst mal jemand eine halbe Stunde zu Fuß gehen um Hilfe holen zu können kann es zu spät sein.


    Analog mit Feuer, kann man bei einem Entstehungsbrand die Feuerwehr rufen ist vielleicht ein Raum hinüber. Dauert die Alarmierung zu lange fackelt ein ganzes Haus ab.


    Wenn es wirklich überall gleichzeitig zu Dramen kommt wird jede Infrastruktur irgendwann überlastet werden. In dem vielen Grau zwischen Schwarz und Weiß ist so eine Infrastruktur Gold wert. Vor allem wenn sie Geräte und Techniken nutzt, die sehr viele Leute haben und verwenden können. Wenn die Notrufseite als Portalseite eingerichtet ist, braucht man als Benutzer nur irgendeine Seite in einem Webbrowser öffnen, bei den meisten wird da schon eine Startseite eingestellt sein. Das schaffen heutzutage viele Omas und Opas.

    Aber wie man hier über eine Website die Einsatzkräfte anfordern kann ohne Internet ist mir nicht klar? Hier muss ja irgendeine Verbindung aus dem lokalen "Internet" im Ort zu einer Einsatzstelle möglich sein.

    Wenn die Gemeinde- bzw. Bezirkseinsatzleitung in das System eingebunden ist und dazu noch die lokalen Einsatzorganisationen, dann ist das schon gut vorstellbar. Mit einem Mesh-WLAN, einem sparsamen Server und etwas Software lässt sich so etwas umsetzen. Die Idee gefällt mir sehr gut und ich bin schon auf die Details gespannt.


    Im Bezirk, in dem Sabjo68 zuhause ist, ist auch die ALLS (Amateurfunk Landesleitstelle) Niederösterreich beheimatet, da gibt es einige findige und engagierte Leute denen ich so ein System zutrauen würde.

    Bei den Sirenen wird die USV-Stützzeit eher in Anzahl der Auslösungen gerechnet als in Stunden und davon sind üblicherweise einige möglich. Gesteuert werden die Sirenen per Funk (unabhängig von Tetra) bzw. zusätzlich per Knopf vor Ort. Die Feuerwehrhäuser auf denen die besonders großen Sirenen montiert sind sollten mittlerweile überwiegend über fixe oder zumindest mobile Notstromversorgung verfügen.


    Sehr wahrscheinlich werden einzelne Alpentäler und abgelegene Siedlungen Pech haben mit der Informationsversorgung. In solchen Gebieten ist der Grad der Selbstversorgungsfähigkeit normal aber auch deutlich höher als in Städten da man dort gelegentlich schon mal durch Schnee, Lawinen, geknickte Bäume, Muren, etc. stromlos oder von der Außenwelt abgeschnitten ist.


    Ballungsgebiete (viele Leute auf funktechnisch überschaubarer Fläche) kann man mit vergleichsweise wenigen (TETRA)-Basisstationen und Funkdisziplin einigermaßen versorgen, da wird es sich wohl auszahlen einen Trupp mit einem mobilen Aggregat hinzustellen. Ein Aggregat alleine würde unter Umständen nicht allzu lange stehen bleiben. In Randzonen kann man immer noch mit einem Fahrzeug nach dem Rechten sehen und an bestimmten Stellen per Funk gesammelt Informationen übermitteln.


    Wie so oft wird die Wahrheit in der Mitte liegen, es wird nicht schlagartig nichts mehr gehen aber es wird sicher schmerzhafte Einschränkungen geben in der Kommunikation. Bleibt zu hoffen, dass die berühmten österreichischen Lösungen besser funktionieren als z.B die im deutschen Flutgebiet.

    Wie das allerdings zustande kommt ist mir vollkommen unklar, das hätte man ja im Vorfeld wissen müssen.

    Man müsste oder könnte so vieles vorher wissen, wenn es die relevanten Entscheider interessieren würde. Ob das in Deutschland der schnelle Ausstieg aus Kohle- und Atomstrom ist, in UK der Brexit oder manch andere "interessante" Initiative, wenn sich ranghohe Entscheider mal auf etwas festgelegt haben dann wollen sie das um jeden Preis durchdrücken. Würde ja blöd aussehen wenn sie eingestehen müssten, dass sie sich geirrt haben. Die Tragweite vieler Entscheidungen wird da leider sehr oft nicht bedacht.


    Darüber zu diskutieren würde aber tief in die Politik führen und ist damit hier tabu. Fakt ist, dass bei großen Entscheidungen oft für entsprechend sensibilisierte Leute relativ offensichtliche Aspekte übersehen werden. Die Folgen müssen dann die viele Leute ausbaden.


    Wie man liest haben jetzt auch schon Ärzte und anderes Gesundheitspersonal in UK Probleme ihre Fahrzeuge zu betanken weil die Tankstellen, die noch beliefert werden können, von Panikkäufern leergetankt werden. Erinnert so ein wenig an Klopapier zu Beginn des 1. COVID Lockdowns.

    nasses holz heizen :rolleyes: würde ich nicht so empfehlen.

    Im Prinzip richtig, solange es brennt und wärmt ist es aber immer noch besser als (er)frieren zu müssen.


    Hatte mal das zweifelhafte Vergnügen einen ganzen regnerischen und kalten Tag als Absperrposten bei einer sehr einsamen Wachhütte im Wald verbringen zu dürfen. Ein kleiner Holzofen war zwar in der Hütte vorhanden aber kein Brennmaterial. Damals wusste ich zwar noch nicht was ein Prepper ist, hab MacGyver aber immer sehr genau verfolgt. Die nassen Holzstücke habe ich sehr klein zerteilt und vor allem das (trockenere) Innere hergenommen, dazu etwas frisches Harz und unter viel Qualm ist es nach einer Weile doch warm geworden in der Hütte und wir konnten uns zumindest etwas trocknen und aufwärmen -> Wo ein Wille ist wird's auch warm!


    Vorteilhaft ist es natürlich, wenn man das nasse Holz schon beschafft solange der Ofen noch warm ist, so kann man es ein wenig trocknen. Der Brennwert von nassem Holz ist natürlich geringer als von trockenem, es wird viel Energie benötigt um das Wasser zu verdunsten. Solange der Brennwert aber > 0 ist hilft es. Brennholz macht außerdem mehrmals warm, bei der Ernte, beim Transport, bei der Zerkleinerung, meist nochmal beim Transport und schließlich im Ofen.


    Kommenden Winter dürfte eine ganze Menge Gas auch in Kraftwerken verstromt werden, nach den weiteren Abschaltungen von Kohle- und Atomenergie in Deutschland. Zusammen mit der anziehenden Nachfrage seitens der Industrie bin ich heilfroh über meine Pelletsheizung plus Scheitholz-Backup.

    Wofür verwendet man überhaupt metallisch beschichtete Ballons?

    Sind eine ähnlich sinnlose Unterhaltung wie die mittlerweile verbotenen Wunschlaternen, die einige Brände ausgelöst haben.


    Bei dem Hersteller des Übeltäters von Dresden gibt es jede Menge dieser Ballons in allen Formen und Farben: https://www.amscan-europe.com/…ns/foils_retail_by_shape/


    Leider begreifen die Leute nicht, dass fast alles was man in die Luft steigen lässt irgendwann auch wieder herunterkommt. Im günstigsten Fall als Müll in der Umwelt, in blöderen Fällen als Auslöser gröberer Probleme.

    Mik: Man sollte vielleicht noch präzisieren, dass es sich um eine Übung der Landeswarnzentrale Tulln, des Landesverbandes Wien und des Bezirks Mödling (Standort der Amateurfunk Landesleitstelle NÖ) handelt.


    Grundsätzlich ist geplant, dass zur Sirenenprobe jährlich eine österreichweite Funkübung stattfindet, zusätzlich zum 1. Mai. Von einer österreichweiten Übung zur heurigen Sirenenprobe habe ich bis jetzt allerdings noch nichts gehört.

    Ben: Da es ein Zwischenbericht ist dürfte es sich um eine Serie handeln. So einen kurzen Text lesen sicher auch mehr Leute als einen langen, vor allem wenn sie das Thema bisher überhaupt nicht am Radar hatten.


    Je mehr Leute für zumindest grundlegende Bevorratung sensibilisiert werden desto besser. Das senkt die Zahl der marodierenden Smombies, kein Internet und kein Akku ist für viele Leute schon ein Horror. Wenn sie dann noch hungrig sind gehen sie aber auch Leuten wie uns auf die Nerven.

    Ben: Für die Punkte 1. und 3. habe ich den Vorgänger davon seit vielen Jahren im Einsatz und bin sehr zufrieden: https://www.conrad.at/de/p/vol…ostenprognose-125444.html

    Punkt 2. ist über eine eigene Software am PC gelöst, Datenübertragung per SD-Karte, erfüllt daher Deine Anforderung nach App oder Website leider nicht. Dafür kann man auf der SD-Karte sehr lange mitprotokollieren.


    Es gibt von Voltcraft aber auch Geräte mit App-Steuerung: https://www.conrad.at/de/o/ene…ung~~~Datenloggerfunktion

    Zu denen kann ich aber nichts sagen, da habe ich keinerlei Erfahrung.

    Ich gehe davon aus das im Stressfall nix mehr mit Internet und Co ist, d.h. Router oder Modems halte ich für unnötig.

    Das würde ich so nicht unterschreiben. Auch wenn man als Prepper meist anspruchsvolle Szenarien im Auge hat, z.B. ein Blackout, ist ein riesengroßer Vorteil sinnvollen Preppens doch, dass einen die ganzen kleinen Katastrophen des Alltags nur ein müdes Lächeln und einen Griff ins richtige Regal kosten.


    Beispiel aus eigener Erfahrung: Ein Blitzschlag in der Nähe hat meinen DSL-Router getötet, somit sind schlagartig Internet und Festnetztelefonie ausgefallen. Handyempfang ist bei mir zuhause praktisch nicht existent aber ich hatte zum Glück einen alten Ersatzrouter auf Lager. Beim guten Prepper wäre die Geschichte damit vorbei, Hotline anrufen, Schaden melden und Ersatzrouter anfordern, fertig.


    Leider war dieser Ersatzrouter durch Experimente verkonfiguriert und ich habe auf die Schnelle das Kennwort nicht erraten. Also habe ich ein Amateurfunkgerät angeworfen, am nächsten Relais gerufen und den netten OM der mir geantwortet hat gebeten mir im Internet rauszusuchen wie ich die Fritzbox resetten kann. Wenige Minuten später hat er mir die Anleitung durchgegeben, ich hab die Fritzbox resettet und neu konfiguriert und dann die Hotline angerufen um den Ersatz anzufordern. Seit dem Tausch auf das Ersatzgerät liegt die Fritzbox inklusive ausgedruckter Kurzanleitung und Kennwort einsatzbereit im Regal.


    Blitzschläge, technische Defekte und all der sonstige nervige Kleinkram an Unglücken treten deutlich öfter auf als die großen Katastrophen, wer ernsthaft preppen will sollte daher umso eher auf den Kleinkram vorbereitet sein. Klar genügen da ältere Geräte genauso und Poweruser haben ohnehin reichlich Vorrat. Nicht-so-Poweruser kommen vielleicht sogar mit Handy oder Tablet als Notfallebene zum PC/Notebook aus weil sie nur Internet und E-Mail brauchen. Wer seine Kommunikation hauptsächlich über WhatsApp und ähnliches am Handy abwickelt sollte sich aber vielleicht auch dafür einen Plan B überlegen. Es gibt ja verschiedene Situationen wo man mehrere Tage lang nicht Ersatz einkaufen kann, darf oder will.

    zippygirl: Ja, das bedeutet Lizenzen für alle Rechner. Bei Notebooks ist normalerweise aber schon eine Windows-Lizenz dabei, bei Marken-PCs auch. Antivirus hat Smeti schon gesagt, für zuhause langt der eingebaute. Wer mehr (Funktionen) will bekommt auch Familienpackungen mit drei bis fünf Lizenzen verschiedener Hersteller vergleichsweise günstig.


    Meine Notebooks sind immer in Gebrauch, da aktualisiert sich Windows automatisch. PCs habe ich noch welche herumstehen aber schon ewig nicht mehr im Einsatz. Der Rest sind vor allem Linuxgerätschaften.


    Microsoft veröffentlicht übrigens nur einmal im Monat Updates, jeweils am zweiten Dienstag. Ausnahme sind Notfallpatches bei ganz schweren Lücken, die werden so schnell wie möglich veröffentlicht. Wenn Du Dein Ersatzgerät also möglichst nicht oft einschalten willst, dann wäre rund eine Woche nach dem zweiten Dienstag im Monat ein guter Zeitpunkt. Bis dahin sind normalerweise die Updates, bei denen sie gröber was vergeigt haben, bereits wieder zurück gezogen. ;)

    Da ich sowohl Jäger und Sammler, Nerd als auch beruflich ITler bin, habe ich verschiedenste Ersatzgeräte vorrätig. Für stationären Betrieb bevorzuge ich immer noch die Kabelvarianten, da kostet ein Set Maus und Tastatur um € 20,-. Dann habe ich noch Funktastaturen mit eingebautem Touchpad in kompakt und normal und ein paar Funkmäuse (BT und proprietär). Im Fundus liegen sogar noch serielle und PS2-Mäuse und PS2-Tastaturen. Mit etwas Suche müsste ich sogar noch eine Tastatur mit dem alten runden Stecker, der vor PS2 üblich war, finden.


    NACHTRAG: Noch zum Homeoffice: Stimmt, vom Arbeitgeber habe ich ein Notebook, eine Dockingstation und ein Bluetooth-Headset für zuhause bekommen. Zwei 24 Zoll Bildschirme und die restliche Peripherie hatte ich schon.

    Aussage von meiner Schwester bei meinem letzten Besuch bei ihr (bei dem anderthalb Stunden Stromausfall war): Beim Blackout kommen wir dann zu Dir!


    Da freu ich mich schon darauf sie für ihr Essen mal körperliche Arbeit verrichten zu sehen. Ihr Glück ist, dass sie zumindest gut kochen kann.

    Einen leichten Startvorteil habe ich vielleicht, da ich mit einem großen Hund aufgewachsen bin. Der war etwa ein Jahr jünger als ich und wir haben ihn als Welpen bekommen. Zwischendurch waren wir etwa gleich groß, also seine Schulterhöhe und meine jeweils in normalem Stand. Mit unserem aktuellen Hund (mittelgroß) und dem Nachbarshund (großer kräftiger Jagdhund) balge ich öfter, mit unserem vor allem wenn er gebürstet werden soll, mit dem Nachbarshund weil es uns beiden Spaß macht (und ein gutes Training für mich ist ;)).


    Beide Hunde beißen nicht fest zu und greifen auch nicht an als würden sie es ernst meinen, versuchen aber mit allen Mitteln zu entkommen wenn ich sie fixiere oder auf meiner Hand herum zu kauen. Da gibt es übrigens noch ein paar mehr Dinge mit denen einem ein Hund Schmerzen zufügen kann aber der Fang ist ganz klar die gefährlichste Waffe. Selbst ein Hundeführer vom Jagdkommando (Bundesheer Spezialeinheit) wurde schon von zwei Hunden getötet und der war mit Sicherheit weder im Umgang mit Hunden noch in Nahkampf/Selbstverteidigung unbedarft.


    Auch ich hatte noch nie eine Situation wo mich ein Hund angegriffen hätte, die holen sich eher nur eine Massage bei mir ab. Wie immer kommt es auf die Situation und den einzelnen Hund an. Ein einfaches Patentrezept "für Dummies" mit dem man sich gegen jeden Hund wehren kann kann ich mir nicht vorstellen, abgesehen von Dingen über die wir hier nicht diskutieren. Erfahrung mit möglichst vielen unterschiedlichen Tieren auch in herausfordernden Situationen ist im Umgang mit Tieren immer noch das beste Mittel um gut mit diesen Tieren auszukommen.

    bugikraxn: Ja, das kam eh bei Deinem Beitrag den ich zitiert habe richtig rüber. Das Ziel von meinem Beitrag war es klarzustellen, dass ein "Durchschnittsbürger" der einen BOB neben der Wohnungstüre stehen hat nicht unbedingt darauf vertrauen sollte im Fall des Falles mit Muskelkraft sonderlich weit zu kommen.


    Klar, in einem Fall wie in den Hochwassergebieten hätten ein paar Kilometer gereicht, rauf auf den Hügel, übernachten und bei Tagesanbruch entweder zurück (wenn man Glück hatte und das Haus noch steht) oder an einen sicheren Ort mit Versorgung durchschlagen. Dazu gehört aber zumindest das "Leben in der Lage", also sich zumindest etwas über das Wetter und aktuelle Nachrichten zu informieren, eine gewisse psychische/gedankliche Vorbereitung bei welchem Risiko man das Eigenheim verlässt und allgemeine Kenntnis wahrscheinlicher Gefahren für mein Eigenheim.


    Bei einem Chemieunfall auf gut Glück zu Fuß aufzubrechen entgegen der Windrichtung (siehe wieder Wetterbericht und Kenntnis der vorherrschenden Windrichtung) wenn man so einen Marsch noch nie probiert hat ist keine so gute Idee.


    Der "Treibstoffverbrauch" eines Menschen ist unter Belastung auch weit höher als ohne. Auf der Flucht durch Muskelkraft braucht man also nicht nur aufgrund der längeren Dauer mehr zu essen und vor allem zu trinken. Da kommt es zusätzlich auch noch auf die Qualität der Nahrung an. Ein saftiges Steak, kunstvoll am Portabelgrill zubereitet hebt natürlich die Laune, senkt aber die Leistungsfähigkeit wenn man direkt danach weitermarschieren will. Man wird es wohl kurz darauf ein zweites Mal "genießen" können.


    Der 100 km Marsch war übrigens im Rahmen des Gefechtsleistungsmarsches beim Bundesheer damals. Normalerweise sind das 40 km in zwei Tagen aber nachdem wir alle Freiwillige und Offiziersanwärter waren hat sich das Kader gedacht dass man da auch etwas mehr verlangen könnte. Dementsprechend war unsere Ausrüstung auf jeden Fall Tacticool und Army, nur eben nicht Surplus. Selbstverständlich mit allem was die Jägergruppe so mitzuhaben hatte zu der Zeit (Mitte der 90er), aber immerhin nicht mit dem ganz großen Gepäck (aka Spind mit Riemen). Das waren allemal 25 kg pro Nase am Rücken plus StG (ca. 4 kg) plus MG (ca. 12 kg, teilweise verteilt bzw. durchgetauscht). Mit moderner leichter Ausrüstung sieht die Sache natürlich besser aus, allerdings hatten wir zu dem Zeitpunkt auch schon dreieinhalb Monate intensives Training, sechs Tage die Woche und wochentags sehr selten nur acht Stunden. Dabei haben wir uns von der Anzahl her halbiert, der Rest war also körperlich und geistig schon die belastbarere Hälfte von ohnehin überdurchschnittlich motivierten Bürgern. Das geht sich bei jemandem der arbeiten muss um seinen Lebensunterhalt zu verdienen vom Training her nicht aus und mit den Psychospielchen tut man sich alleine auch ganz schwer.


    Das ist jetzt zwar schon eine ganze Weile her, die Grundkondition was Märsche mit erhöhtem Tempo (z.B. 20 km in etwa 3 h) angeht habe ich mir aber weitgehend erhalten ... den Hund freut es.


    Also von allem jenseits von ein paar Kilometern Distanz zu Fuß mit sinnvollem Gepäck für ein paar Tage würde ich allen die nicht wirklich leidensfähig und trainiert sind eher abraten das in die feste Planung aufzunehmen.


    Nicht umsonst lebe ich in einer klassischen BOL, für einen Bug-Out muss bei mir schon sehr viel passieren und das ist dann entweder riesen Pech (z.B. Ding von weit oben trifft Haus, dann ziehen innerfamiliäre Ausweichmöglichkeiten von Nah bis hunderte km entfernt) oder Österreich ist ohnehin weitgehend unbewohnbar was für mich als bekennenden Softprepper ein Nicht-Ziel der Vorbereitung ist.