Beiträge von bugikraxn

    Traumhafte Tour 12er_scout und sehr ausführlich bis ins Detail berichtet - vielen Dank dafür ;-) Was das Zielgebiet betrifft hatten wir wohl ähnliche Überlegungen an dem Wochenende. War ebenfalls überrascht von der Schneelage da das Gestapfe schon 100m nach dem Parkplatz anfing! Hab mich im Gegensatz zu Euch allerdings für eine vergleichsweise einfache Wegführung entschieden. Bei solchen Verhältnissen ca. 1.000 Höhenmeter rauf zu steigen wäre beim aktuellen Status meiner Kondi zugegeben kaum machbar - also Hut ab vor Eurer Leistung! Vor Jahren hatten wir mal was ähnliches mit über 50cm weichem Schnee auf der Nordseite des Dreisessels und es ist kein Spaß wenn man ständig einbricht ... Denke nicht dass man sich solch schieriges Gelände für ein Ausweichmanöver in Krisen- oder Katastrophensituationen sucht wo es (außer Schnee) nichtmal Wasser hat. Man kommt in den Tälern vergleichsweise leicht voran und da gibts auch abgeschiedene Plätze ;-)


    2021_04_bergbiwak_alpennordrand_2.jpg


    2021_04_bergbiwak_alpennordrand_5.jpg


    2021_04_bergbiwak_alpennordrand_7.jpg


    2021_04_bergbiwak_alpennordrand_13.jpg


    Was das Gear betrifft: Der ÖBH-Edelstahlbecher eignet sich tatsächlich schlecht fürs kochen und in dieser Disziplin ist er mit seiner eher bauchigen Form noch im Spitzenfeld verglichen mit andern Henkelgriffbechern militärischen Ursprungs - also 100%ige Zustimmung! Mich wundert dass Ihr 3 Liter Wasser rauf geschleppt habt - würde mir das sparen wenn eh 2 Gaskartuschen am Start sind, also ausreichend 'Sprit' um auch mal Schnee zu schmelzen. Hatte 0.5L Tee in der Thermos und beim Aufstieg auf den Biwakglapf eine Wasserblase mit 1L gefüllt und gut wars. Hab meinen 45L Rucki zwar nicht gewogen, schätze der bewegte sich in der Gegend von ca. 14-16kg inkl. Wasser u. Proviant f. ca. 2 Tage. Hatte einen UL-Spirituskocher mit wenig Sprit dabei welcher eigentlich nur fürs Wasser heiß machen taugt und bei der minimalen Spritmenge hätte ich so gut wie keinen Schnee schmelzen könnnen. Biwak im Daunenschlafsack mit 700g Füllung war bombig, eigentlich zu warm. Hab die Tour genossen, das Wetter war sowas von einem Träumchen. Da ich das Frühstück ausfallen ließ hab ich ausgerechnet vor einem kleinen Anstieg zu viel gefuttert und so eine zusätzliche Hürde zum warmen Wetter und meiner fehlenden Fitness ...

    Also eine Flucht in den Wald planen meiner Meinung nur jene die sich nicht auskennen.

    Da ist durchaus was dran! Denke wir können uns noch alle sehr gut an den sogen. Wald-Rambo aus dem Schwarzwald erinnern der im Juli 2020 zuerst scheinbar mühelos 3 Polizisten entwaffnen konnte und anschließend spurlos für ein paar Tage im Wald verschwand. Denke dass den 31-Jährigen schlussendlich der Hunger genau aus jenem wieder raus getrieben hat, offensichtlich hatte er sich einfach gestellt ...


    Div. (Survival u. Bushcraft-) Foren sind voll mit einschlägigen 'ich hau ab in den Wald' Kommentaren, auf YT gibt's zig Videos zu dem Thema inkl. endloser Vorstellungen von Bug-Out-Bags und INCH-Fluchtrucksäcken. Wenn man genauer hinsieht ist das Gear oft nagelneu und scheint noch nichtmal benutzt worden zu sein. Viele Kandidaten könnnen weder eine giftige Eibe von einer Fichte noch einen tödlichen Schierling von einer Schafgarbe unterscheiden, geschweige denn dass sie Ahnung von Jagd od. Fischfang hätten - woher den auch wenn man das nie praktisch ausprobiert hat! Hauptsache Tarnklammotten und ein riesiges Messer sind mit an Bord ... Bei dem Know-How Level und dem teils für Dauereinsatz ungeeignetem Gear geb ich solchen Kandidaten maximal solange bis eben die mitgebrachten Lebensmittel verbraucht oder 2-3 Tage Schlechtwetter hereingebrochen sind - die kommen dann alle wieder ganz von alleine raus aus dem Wald ;-) Zudem scheinen alle Einzelkämpfer zu sein, bin mir nicht sicher ob sie die mentale Stärke besitzen um längere Zeit in der Einsamkeit zu verbringen? Die Option sowas in einer Kleingruppe durchzuziehen um mittelfristig besser für diese Rahmenbedingungen u. Umstände gerüstet zu sein scheint aber bei dieser Clientel dennoch keine Option zu sein.


    Wo dieses 'Ab-in-den-Wald' Szenario seinen Ursprung hat kann ich leider nicht eindeutig beantworten, würde meinen dies passt prima auf die Gegebenheiten in den USA wo es sehr große weitläufige u. teils unbewohnte Waldgebiete hat. Jemand der öfter mal zum Camping draussen ist, Bergsteiger, Jäger u. Fischer sowie Leute mit einschlägiger Ausbildung wie z.B. Soldaten, Wald- und Wildnispädagogen oder ähnliches sowie Kandidaten die einen längeren autakren Waldaufentalt schon mal ausprobiert haben sind dabei klar im Vorteil. War selbst schon alleine auf div. Mehrtages- und Trekkingtouren und würde mir im Ernstfall nicht länger als ca. 2 Wochen in einem solchen 'Ab-in-den-Wald' Setting geben, wobei die Nahrungsmittel welche man im Rucksack od. auf einem Fahrrad transportieren kann das Limit setzen. Je nach Jahreszeit u. sehr günstiger Witterung event. ein paar Wochen länger wenn das Gebiet einiges her gibt und z.B. Fischteiche, Obstplantagen, Kartoffelfelder, usw. zur Verfügung stehen wo man sich gegebenenfalls bedienen kann. Alles was über ca. 2 Monate hinausgeht ist illusorisch und Hut ab vor den Teilnehmern der Serie Alone die sowas mit ganz wenig Ausrüstung teils 3 Monate u. länger durchziehen! Oberhalb wurden ja schon einige Bug-Out Locations angeführt wo event. ein gewisser Notvorat parat liegt, egal ob dies nun Alm-, Fischer- oder Jagdhütten sind oder einfach nur das Wochenendhäuschen ist. Denke dass diese Option weitaus besser geeignet ist um im Wald eine länger anhaltende Krisen- oder Katastrophensituation auszusitzen ...

    Den Gelbrenner welchen ich im Video oberhalb (danke fürs verlinken paperprepper und Imperatrix) benutzt hatte ist tatsächlich ein orig. Zubehörteil von Trangia und hat den Herstellercode B24. Diese Schale passt exakt in die Windschutz-Unterteile der Sturmkocher Serien 25 u. 27, sowie in den Trangia Triangle od. Mini-Trangia, uvm. Ist eine simple Aludose mitsamt Deckel welche lediglich ein paar wenige Euro kostet. Brennpaste/ Brenngel würde ich in dem Teil nicht transportieren wollen, je nachdem wie flüssig dieses ist kann es durchaus auslaufen da der Deckel nur aufgesteckt wird - ist also lediglich eine Klemmverbindung ohne Dichtung. Je nach Brenngel ist die Heizleistung teils verblüffend performant, der Gelbrenner verfügt ja über eine deutlich größere Fläche als der Messingbrenner für Flüssisspiritus und es verwundert nicht wenns mit einigen Pasten sogar schneller geht.


    trangia_gel_burner_b24_standard_burner_b25.jpg


    Den Brenner für Brennspiritus/ Bioethanol mit Herstellercode B25 würde ich nur im Notfall mit Brennpaste betreiben denn dieses verbrennt so gut wie nie komplett rückstandsfrei. Kann schon mal die kleinen Schlitze unten zur doppelwandigen Kammer verlegen wodurch die Löcher (Jets) am oberen Ring nicht mehr ausreichend bzw. gar nicht mehr mit Brennstoff d.h. Spiritusdampf versorgt werden können.


    Einige Nachteile von Brennpaste wurden im Beitrag #15 von Grauer Wolf bereits genannt, wobei sich die meisten Pasten so gut/ oder eben schlecht wie flüssiger Spiritus entzünden lassen - den Punkt würde ich als neutral bewerten. Was Umfüllen des Gels in den eigentlichen Brenner betrifft kommt es sehr auf das Behältnis an in dem sich das Brenngel befindet. Die in meinem Video gezeigten Blechdosen sind tatsächlich die denkbar schlechteste Option, umfüllen zu Hause vor einer Tour z.B. in eine Weithalsflasche schade sicherlich nicht. Gibt auch einige Brenngels die in Plastikflaschen m. kindersicherem Gewindeverschluss kommen od. in Beuteln welche ebenfalls eine Verschlussschraube haben - mit den 2 letzen Varianten ist das beinahe so komfortabel wie mit Flüssigspiritus. Ein wesentlicher Vorteil von Brennpaste ist die Sicherheit gegen Ausschwappen, da Brenngels wesentlich zähflüssiger sind. Mit Flüssigsprit hatte ich da schon mehrmals Probleme - einmal brannte es im Vorzelt weil mein Cousin mit dem Fuß gegen den Sturmkocher stieß usw. Sowas ist mir mit Pastenbrennern bis dato noch nicht passiert. Sollte tatsächlich mal ein Gelbrenner komplett umfallen breitet sich die Paste nicht sofort großflächig aus wie dies bei flüssigem Sprit der Fall ist!


    Selbstverständlich besitze ich die bekannten Notkocher M71 aus Beständen der Schweizer Armee paperprepper, auch wenn die vielleicht in keinem meiner Videos zu sehen sind ;-)

    Wir haben sowas mal ausprobiert, diese Art der Verdunstungskühler nennt man Zeer Pot und meines Wissens stammen die ursprünglich aus Afrika und sollen bereits im alten Ägypten benutzt worden sein. Wie vieles andere Nützliche, wurden auch diese Zeer Pots wiederentdeckt bzw. 'neu' erfunden und sind nun erfolgreich z.B. in Nordafrika teils sogar auf Märkten in Verwendung wo es keine oder nur unzureichende Stromversorgung gibt. Die Kühlung funktionioniert ohne Elektrzität, ist also tauglich für Off Grid Refrigeration ;-) Das Teil lässt sich mit wenig Vormaterial und ohne besondere Vorkenntnisse oder handwerkliche Fertigkeiten bauen.


    Mein Vorbild war ein etwas größeres Exemplar, welches mal bei einer Grillparty in Gebrauch war. Da ziemlich schwer und nicht besonders komfortabel zu transportieren, eignet sich diese Art von Kühler wohl eher für den Blackoutfall, die Bug-Out-Location oder den fixen Lagerplatz und kaum für den mobilen Einsatz. Ausgangsmaterialen: 2 Terracotta Tontöpfe (unglasiert, unbeschichtet, ...), welche ineinander passen müssen, so daß ein Abstand von mehreren Zentimetern zwischen kleinem und großen Topf besteht. Weiters möglichst feiner Sand und Material zum verschließen event. vorhandener Bodenlöcher sowie Wasser und ein saugfähiges Tuch zum Abdecken des Kühlers. Material gibts für wenige Euro in jedem Baumarkt oder Gartenfachgeschäft, die afrikanische Original-Monsterausführung mit mehr als einem Meter im Durchmesser kostet dann wohl doch ein paar Euro mehr ...


    zeer_pot_verdunsterkuehlschrank_1.jpg


    Der Bau ist denkbar einfach: Zuerst werden die Bodenlöcher verschlossen, falls wie bei meinen Töpfen doch welche vorhanden sind. Hab diese einseitig mit Klebeband verklebt und mit Silikon zugeschmiert (war zufällig von einer Reparatur übrig) und danach die zweite Seite zusätzlich wiederum mit Klebeband abgeklebt. Man kann aber auch einen passenden Kork oder Fensterkitt, Autokitt etc. benutzen. Anschließend wird der Boden des größeren Topfes mit feinem Sand befüllt und zwar so hoch, dass die oberen Ränder beider Töpfe in etwa die gleiche Höhe haben. Etwas probieren schadet nicht, aber die exakte Höhe ist schnell gefunden. Nachdem der kleine Topf im großen platziert und mittig ausgerichtet ist, wird der entstandene Raum zwischen den Töpfen ebenfalls mit Sand gefüllt. Das Befüllen soll möglichst gleichmäßig erfolgen, damit sich der kleine Topf nicht verschiebt und auch schön mittig ausgerichtet bleibt. Die Füllhöhe des Sandes kann bis ca. 1-2 cm unterhalb der Topfränder reichen. Hab noch zusätzlich versucht mit leichten Stockschlägen auf den äußeren Topf den Sand zu rütteln und damit etwas besser zu verdichten. Hat leider nicht viel gebracht, es ist kaum Sand nachgerutscht. Da Silikon verwendet wurde, habe ich mit der Wasserfüllung etwas zugewartet, damit dieses aushärten kann und auch einigermaßen abdichtet.


    zeer_pot_verdunsterkuehlschrank_2.jpg


    zeer_pot_verdunsterkuehlschrank_3.jpg


    zeer_pot_verdunsterkuehlschrank_4.jpg


    Nun wird Wasser in die Sandfüllung gegossen und zwar möglichst ohne Hektik und mit Bedacht! Es soll nichts überschwappen oder gar der Sand rausgespült werden. Wasser ist dann in ausreichendem Maße vorhanden, wenn der Sand nichts mehr aufnimmt. Keinesfalls reinschütten, bis der kleinere Topf aufschwimmt und auf diese Weise weiterer Sand unter den kleinen Topf wandert und dieser dann im wahrsten Sinne des Wortes nach und nach aus dem Kühler rauswächst. Gibt die Füllhöhe des Sandes plötzlich nach, sollte man erst mal prüfen ob nicht der innere Topf bereits rausgewandert ist, bevor man neuerlich Sand nachfüllt! Im Prinzip kann der Zeer Pot nun schon mit Lebensmitteln (auch z.B. Getränke, Bierflaschen etc.) bestückt werden. Abgedeckt wird das ganze mit einem feuchten Tuch oder stilecht mit einem tönernen Deckel. Die volle Kühlleistung wird erreicht, wenn die Tontöpfe das Wasser aufsaugen und die Wände schön befeuchtet sind, was vielleicht 10-15 Minuten benötigt. Als Aufgestellungsort für diesen Kühler eignet sich besonders ein schattiger Ort mit ausreichend Luftzug, was besonders wichtig ist, z.B. am Balkon, hinter einem geöffneten Fenster, ... natürlich auch draussen am Lagerplatz z.B. auf einem Baumstumpf. Sind die Töpfe sehr porös so dass sich darunter ein Wasserlache bildet, schadet ein dichter Untersetzter, wie bei Blumentöpfen üblich sicherlich nicht.


    zeer_pot_verdunsterkuehlschrank_5.jpg


    zeer_pot_verdunsterkuehlschrank_6.jpg


    Als Verdunstungskühler ist die Effizienz in erster Linie vom vorhandenen (oder nicht vorhandenen) Luftzug abhängig und natürlich auch von der Luftfeuchtigkeit. Die Kühlwirkung wird an einen elektrischen Kühlschrank sicherlich nicht heranreichen. Trotzdem ist eine Temperaturdifferenz von ein paar wenigen Graden erzielbar (Umgebung / innerhalb Zeer Pot), was bereits eine Verlängerung der Genießbarkeit bei zahlreichen Lebensmitteln um mehreren Tage erlaubt. Oft genügt es ja schon dass z.B. Gemüse und Obst im Schatten sind um nicht gleich auszudörren. Wenn man den Angaben im Netz glauben schenken darf ist im Idealfall ein Temparaturdifferenz von mehr als 10°C realisierbar. Nachgemessen hab ich das zwar nie, die Rahmenbedingungen müssen hierfür aber passen, z.B. bei guter Wässerung der Töpfe, schattigem Aufstellort, ausreichend Wind, niedrige Luftfeuchtigkeit. Seit wir vor 2-3 Jahren eine Engel Kompressorkühlbox angeschafft haben ist dieses Teil nichmal mehr als Gag bei Grillevents in Verwendung ...

    Pfwah, was für eine umfassende Behandlung des Themas, danke für die Mühe rand00m! Sind ja schöne Teile, aber auf Grund der Komplexität hab ich meine wieder verkauft. Gaslampen für Kartuschen sind kleiner und da braucht man max. mal einen Glühstrumpf wechseln ...

    Der Blackout in Texas infolge Wettersturz ist zwar dramatisch, dessen Auswirkungen wundern mich allerdings kein Bisschen. Die gesamte Infrastruktur ist auf der anderen Seite des großen Teiches keinesfalls so solide wie bei uns, Versorgungsnetze u. Kraftwerke zum Teil komplett veraltet. Einer meiner früheren English-Profs ist Texaner und hat mal aus dem Nähkästchen geplaudert und dabei seinen Vater als 'alternativ' bezeichnet. Ihn störte dass jeder Texaner eine fette Klimaanlage montiert hat die beständig Energie frisst zur Raumtemperierung - sei es nun Kühlung od. Heizung. Da sein Sohn hier in Österreich verheiratet war hatte er einen Vergleich und wollte offensichtlich für sich drüben Abhilfe schaffen. Er kam allerdings drauf dass es vor Ort in Texas z.B. keine Isolierfenster mit Mehrfachverglasung zu kaufen gab - er hat ca. 2 Jahre nach einem Hersteller gesucht und wurde dann in Oregon fündig! Soviel zur Verbreitung von Isoliermaßnahmen in deren Häusern und die damit verbundenen unmittelbaren Probleme bei Temps um den Gefrierpunkt oder darunter bei Stromausfall ... Dieses Beispiel liegt gerade mal ca. 20 Jahre zurück!


    Für die Bereitstellung von Spitzenstrom bekommen auch unsere Energieversorger höhere Entgelte, hier schlägt dies allerdings nicht auf die Preise der Endkonsumenten durch. Spitzenstromabdeckung ist für die Energieerzeuger ein lukratives Geschäft und einer der Hauptgründe weshalb die Kapazitäten an Speicherkraftwerken in den letzten 2 Jahrzehnten sogar noch leicht ausgebaut wurden. Der lokale Fernwärmeversorger in unserer Stadt hat in einem der Heizkraftwerke einen riesigen Pufferspeicher. Inwieweit dieser in der Lage ist auch im Blackoutfall Warmwasser durch die Leitungen zu pumpen weiß ich allerding nicht - wäre mal ein interessanter Punkt dies abzuklären ;-) Das Leitungssystem in einer Wohnhausanlage zu entwässern ist sicherlich möglich wenn man z.B. den Haupthahn schließt und im Keller/ Ergeschoß einen Hahn öffnet bzw. im obersten Stock zur Entlüftung. Bei Fernwärmeleitungen u. Heizungssystem ist das nicht mehr ganz so simpel ...

    Dass ein paar Dellen gleich das durchrosten einer Dose verursachen könnte wäre mir neu. Einerseits sind die allermeisten Konserven innen mit einer Kunststoffschicht überzogen welche weich u. damit sehr flexibel ist, auch wenn man diese nicht sofort sieht da transparent. Eisenblech ist zusätzlich mit einer galvan. Metallschicht aus Zinn od. ähnlichem zusätzlich passiviert um Korrosion zu unterbinden - also müssten her gleich 2 Korrosionsschutzmaßnahmen ausgeschaltet werden. Kann mir auch nicht vorstellen dass der Doseninhalt derart aggressive Wirkung hat dass das Blech durchrostet - schliesslich sind Lebensmittel enthalten wo man sich beim Verzehr auch nicht verätzen sollte ;-)


    Gibt auch Dosen die von Haus aus verbogen sein können und hierbei kein Fabrikations- oder Transportfehler aufgetreten ist wie z.B. bei Surströmming. Sind eingebüchste Heringe welche durch Fermentierung (Vergärung) 'veredelt' wurden wobei die Gase vom Gärprozess schon mal die Konserve deformieren können. Der Verzehr dieser 'Delikatesse' ist gewöhnungsbedürftig und gehört durchaus in die Kategorie Mutprobe! Was Gesundheitsgefährdung betrifft hätte ich da viel eher bedenken wenn Dosen z.B. ins Feuer od. auf einen Kocher gestellt werden da durch die höheren Temps durchaus Bestandteile der Beschichtungen entweichen können welche schon mal gesundheitsschädlich sein können.

    Die Info muss keineswegs veraltet sein JoBe, bei Kleinkraftwerken (vor allem wenn die schon älter sind) ist ja viel weniger automatisiert als bei den größeren Flußkrafwerken wie sie z.B. an Donau, Inn, Mur, usw. verbaut sind. Da kann es durchaus sein dass man irgendwelche Wehrverschlüsse usw. per Handkurbel od. manuellen Kettenzug öffnen/ schließen muss. Und selbst wenn da elektr. Antriebe dran sind ist meist zusätzlich irgendeine Notvorrichtung vorhanden. Beim großen Hochwasser 2002 hat z.B. mein Bruder einem Freund geholfen dessen Kleinkraftwerk 'stillzulegen', d.h. es wurde abgestellt und der Verschluss beim Kleinwehr vorsoglich geöffnet damit die Wassermassen ablaufen können ... Den Auftrag dieses KKW stillzulegen kam damals vom Energieversorger des Bundeslandes. Das KW hat es ohne gröbere Schäden überstanden, im benachbarten Wald fanden sie jedoch eine beinahe komplette Holzhütte die da angespült zwischen den Bäumen hing und hauffenweise Müll u. Unrat inkl. einer Motorsäge ;-)

    Um das Netz nach einem (echten/totalen) Blackout wieder hochfahren zu können muss ein Kraftwerk sowohl schwarzstartfähig (= ohne externe Energieversorgung startfähig) als auch inselbetriebsfähig (= so gut regelbar, dass es ohne stabiles Stromnetz betrieben werden kann) sein. Die wenigsten Laufkraftwerke können das und angeblich besteht bei denen sogar die Gefahr, dass sie bei einem Blackout überflutet werden, wenn nicht schnell genug der Wasserfluss geregelt werden kann.

    Was die Schwarzstartfähigkeit von Fluss- bzw. Laufkraftwerken betrifft hast Du sicherlich recht, die Turbinen sind aufgrund des niedrigen Gefälles eher auf konstante Dauerleistung getrimmt und lassen sich etwas träge regeln und eignen sich für diese Zweck daher mäßig. Dass die im Blackoutfall überflutet werden wundert mich nun doch etwas! Selbst diese Wasserkraftwerke haben Notstromdiesel (ja, richtig gelesen!) um gegebenenfalls Wehranlagen öffnen zu können um Wassermengen über die Dämme abzuführen welche sonst durch die Turbinen gehen wenn diese zur Stromerzeugung laufen. Wenn ein Kraftwerk auf Notaus geht ist das Staubecken auch nicht in der nächsten Sekunde randvoll angefüllt, von daher sollte etwas Zeit sein bis die Mannschaft die erforderlichen Maßnahmen ergreift wie Diesel starten, usw. Einen groben techn. Defekt mal ausgenommen würde ich meinen dass bleibt so wie bei 99,7% der Hochwasserfälle im grünen Bereich ...

    Das mit dem Schaden am Stromerzeuger tut mir ehrlich leid prepperfamily und ich hoffe da findet sich noch eine gütliche Lösung mit dem Lieferanten des Teiles. Der ganze Faden ist sehr lehreich und sicherlich auch für jene interessant welche sich ebenfalls mit dem Gedanken einer inselfähigen Stromversorgung befassen. Das Thema ist bei weitem nicht so trivial wie man vermuten würde - mit einem Inverter u. einer Batterie ist das nicht getan und die Tücken stecken im Detail damit die einzelnen Teile auch als Gesamtsystem dauerhaft funktionieren.


    Das öffentl. Stromnetz mit der aktuell gebotenen Stabilität ist ein Wunderwerk der Technik. Fairerweise muss man hinzufügen dass da auch die letzten 80-100 Jahre dran gearbeitet wurde und in den nächsten Jahren wird hier sicherlich verstärkt um- und nachgerüstet um dieses Niveau einigermaßen halten zu können. Bei div. 'Blackout'-Übungen und tatsächlichen Stromausfällen wird immer wieder mal berichtet dass die Notstromversorgung schon nach wenigen Stunden zusammenbricht. Von daher bin ich nicht überrascht dass das eine oder andere Set-Up seine Anlaufschwierigkeiten zeigt. Es passt ins Bild, offensichtlich gibt's hier noch viel zu wenige ausgereifte Lösungen von der Stange ...

    OT: Dieselmotoren arbeiten mit höheren Verdichtungs- und Verbrennungsdrücken, sind also gegenüber Benzinern stärker ausgeführt. Das bedeutet logischwereise das mehr Masse auch länger braucht um auf Betriebstemperatur zu kommen. Von daher ist es nicht verwunderlich dass sich diese Zuheizer bei Dieseln öfter finden. Dass die aktuellen Versionen nur elektrisch mit Bordstrom arbeiten wusste ich auch nicht - wieder was gelernt ;-) Ist allerdings im Hinblick auf die CO2 Problematik zu begrüßen!


    Draussen schneit es hier gerade und ich bin schon gespannt auf die Verkehrsnachrichten - innerstädtisch reicht ja meist schon eine geringe Schneehöhe um alles ins stocken zu bringen ...

    OT und Ergänzung 'Zuheizer': Sowas hatte mein alter Volvo S60 auch eingebaut, im Prinzip eine kleine Webasto Standheizung welche im Kühlwasserkreislauf hängt und erst bei Aussentemperaturen unter +5°C aktiviert ist. Wird via Bordelektrik gestartet, läuft aber mit Diesel und heizt lediglich das Kühlwasser mit auf. Hier im Forum gibt's irgendwo einen Faden über eine 230V Motorheizung welche für ähnliche Zwecke eingesetzt wird - Motor auf Temperatur bringen um Kaltstartverschleiß zu verringern.


    Mir wurde auch erst bewußt dass der 6-Zyl. Diesel meines Volvos einen Zuheizer hat nachdem zuerst der Kühlwasserschlauch zu diesem Aggregat undicht wurde und ein halbes Jahr später das Teil komplett abgeraucht war - naja, bei einer Karre welche über 380.000km am Tacho hat darf halt auch mal was hops gehen ...

    Darüber kann ich nur spekulieren rand00m. Als ich merkte dass der SUV durch die feste Schneedecke brach ging mit gegenlenken auch nix mehr, er ruderte gerade aus weiter zum Wegesrand hin wo es nur noch weicher war. Obwohl ich nach 2-3 Metern schon stand war ich dort super festgefahren und eingesunken. Ob ich mitsamt Ketten wieder zurück auf den harten Teil des Weges gekommen wäre kann ich nicht mit Gewissheit sagen - wenns blöd kommt ist halt alles nur noch schneller eingegraben an Ort und Stelle. Kettenauflegen in der Schieflage wäre auf der rechten Fahrzeugseite problemlos möglich gewesen, auf der linken (also der 'versenkten') Seite wahrscheinlich nur mit Mühe. Am ehesten hätten da 2 (am besten 4) Waffleboards was gebracht, die verhindern zumindest dass man sich noch weiter eingräbt und die Räder haben meist unmittelbar Grip darauf.

    Die Anmerkung dass in den von Schneepflügen beiseite geschobenen Schneemassen oftmals auch bombenfest gepackte und gefrorene Teile enthalten sein können war lediglich als Hinweis meinerseits gedacht. Hab schon einigen geholfen die von der Strasse abkamen und in dieser Schneewulst stecken geblieben sind. Mit Billigteilen od. Schaufeln mit Kunststoffblatt (aus Laxan etc.) ist man da rasch am Ende, die packen das oft nicht. Ein Aluteil eines Markenherstellers ist ausreichend stabil um mit gepresstem Schnee zurecht zu kommen - Lawinenschnee ist ja ähnlich beschaffen, da schieben sich Tonnen zusammen und das hat nix mehr mit lockerem Pulver zu tun. Bei ausreichender Stiellänge und einer geraden Fläche am oberen Teil des Schaufelblattes kann man auch mal mit dem Fuß unterstützend drücken, was eine gute Schaufel ebenfalls aushalten sollte.


    Mein letzter 'Versenkungsversuch' liegt ca. 2 Jahre zurück, bin blindlings dem Navi gefolgt und das hat mich auf einen Weg mit präparierter Loipe gelotst. Schon nach 20m war Schluss in ich brach auf der Fahrerseite ein, dass Auto saß auf. Ketten hatte ich zuvor beim Autoreinigen rausgegeben und vergessen sie wieder rein zu tun (Murphy's law). Übliche Methoden wie das unterlegen von Fußmatten od. Ästen haben nicht wirklich funktioniert, schaufeln eine Endlosarbeit und man liegt da bald am Bauch um an den Schnee unter dem Auto ran zu kommen. Zum Glück war der 2te Schneemobilfahrer hilfsbereit und holte seinen Traktor zum rausziehen ;-)


    2019_02_subaru_forester_versenkt_3.jpg


    2019_02_subaru_forester_versenkt_2.jpg


    Ketten hab ich im Winter üblicherweise mit an Bord. Ein BW Klappspaten liegt das ganze Jahr über im Auto, im Winter halt zusätzlich die Lawinenschaufel weil man mit dem wesentlich größeren Blatt halt deutlich mehr bewegen kann. Falls ich mal zum Softroaden in den Gatsch fahre zusätzlich 2x Waffleboards (Lichtgitter aus GFK) sowie eine Gartenschaufel (Fiskars Ergonomic spitz). Die hat längeren Stiel für zweihändiges arbeiten und man kann auch problemlos mit dem Fuß aufs Blatt steigen zur Unterstützung. Wegen ungünstigem Packmaß sind die größere Schaufel und die Waffleboards nur dabei wenn ich das für erforderlich halte.

    Nicht nur Dein Anlagentest läuft professionell ab prepperfamily, Deine gesamte Installation ist ebenso aufgebaut - bin zugegeben beeindruckt. Was betreibt man da lebenswichtiges wenn man so aufrüstet - würde mich wundern wenn man nur am Ende der Leitung platziert ist wo Ausfälle event. gehäuft auftreten. Irgendwelche lebenswichtige medizin. Gerätschaften, Tierbestände, Kühlanlagen oder ähnliches im Haus? Sorry für meine Neugierde ...

    Ja der Schnee am Strassenrand kann tückisch sein, oft sind ganz schön große gefrorene Brocken von der Schneeräumung darunter ... Der Übergang Schaufelstiel zum Blatt ist generell ein Schwachpunkt. Die aktuellen Topmodelle div. Lawinenschaufeln haben hier ein zusätzliches Rohrstück eingescheißt wie z.B. die Black Diamond Evac oder die Mammut Alugator Pro Light/ Alugator Light, uvm. um diesen höher beanspruchten Bereich zu verstärken. Meine BD Lynx hab ich sicherlich schon beinahe 15 Jahre und damit schon einige Schneehöhlen gegraben oder Zeltplätze frei geschaufelt. Obwohl dieser Übergangsbereich nicht so ideal wie bei den aktuellen Topmodellen gelöst ist hat sie bis dato gehalten, es ist nix verbogen oder eingerissen ;-)

    Im Auto liegt den ganzen Winter über eine Black Diamond Deploy 7. Ist eigentlich eine Lawinenschaufel für prof. Skiführer od. die Bergrettung mit schön großem und vor allem tiefen Alublatt - damit bekommt man einiges bewegt. Der Stiel könnte durchaus länger sein, falls das Auto mal wirklich auf Schnee aufsitzt kommt man schlecht an dass was mittig unter der Bodenplatte grepresst ist. Zu Saisonende (also in ein paar Wochen) gibt's die überall herabgesetzt, würde dafür keinesfalls den vollen Preis zahlen.


    Für übliche Wintercampingaktionen wo die Schaufel im Rucksack mit muß nutze ich gerne die Black Diamond Lynx. Ist ein zerlegbares Modell und meins hat noch eher dezente Farben mit grauem Alublatt und schwarzem Stiel. Zustäzlich hätte ich noch eine Deploy 3, also der kleine Bruder der 7ener, diese ist aber echt selten dabei und mir ist die Lynx trotz ihrer 2 losen Teile einfach lieber ...

    Mal ein Produkt dass eindeutig für die Krisenvorsorge konzipiert wurde ;-) Hab diesen Home Emergency Water Filter selbst erst vor ca. 1-2 Monaten(?) auf der Herstellerseite entdeckt und mich würde es wundern wenn's hier schon Erfahrungsberichte gibt zu diesem Kombiteil, da eben sehr zurzeitig am Markt. An der gekapselten Bauweise mag man sich stoßen, lässt sich ebenso schlecht trocknen oder inspizieren wie Sawyer und Co. Da sich die Aktivkohle nicht auswechseln lässt ist es halt eine Art Wegwerfteil. Klasse finde ich die dichte Verpackung, so kann sich die Aktivkohle auch nicht über die Zeit abreichern und sollte bei der 1ten Benutztung noch 'frisch' sein.


    Den Wasserhahnadapter finde ich super, sowas ist sehr selten im Lieferumfang eines Filters. Macht ihn attaktiv z.B. für den Hochwasserfall wenn das Leitungssystem durch eingetragene Verschmutzungen von der Oberfläche event. kontaminiert ist. Aus dem Filter lässt sich sicherlich auch ein Schwerkraftsystem basteln, vorausgesetzt es sind etwas längere Schläuche und eine Wasserblase (od. -behälter) fürs Schmutzwasser verfügbar. Den Preis finde ich fair, man wird sehr selten gezwungen sein hunderte Liter am Stück durchzufiltern und von daher passt das Konzept wie ich finde. Kaufen würde ich ihn dennoch nicht, hab hier so einiges an (tragbaren) Filten herumfliegen und bin eindeutig over-equiped was diesen Punkt betrifft ...