Beiträge von bugikraxn

    Mir ist so ein Missgeschick vor Jahren bei einer Verkehrskontrolle passiert: Hab beim Reserverad eine gefühlte Ewigkeit zw. Abschleppseil, Anhängerkugelkopf, Wagenheber u. Klappspaten herum gekramt und das gesuchte Warndreieck war natürlich seitlich ganz nach unten gerutscht. Hinter mir standen 2 Polizisten mit einem breiten Grinser im Gesicht. Die haben natürlich sofort bemerkt dass über meinem Kopf an der Heckklappe ein weiteres Warndreieck mit Kletter fixiert gewesen wäre. Hatte damals ein 2tes an Bord weil das Originaldreieck des Autoherstellers denkbar fumelig aufzubauen und eine filigrane Konstruktion war. Als mich die Cops drauf angesprochen haben weshalb ich nicht einfach das Dreieck aus der Heckklappe genommen habe erntete ich mit meiner Erklärung zum grinsen auch noch kopfschütteln - eigentlich wäre ja nur herzeigen gefragt gewesen und nicht aufbauen ...

    Glaubst du wirst du dein Steckenpferd in Richtung Drahtesel ausbauen?

    Wenn schon ein INCH-Testlauf das Motto einer solchen Tour ist macht man sich natürlich Gedanken zu dem Thema und allfällige Optionen die ein leichteres sowie schnelleres Vorankommen ermöglichen - ist ja nicht in Stein gemeißelt dass man im Evakuierungsfall nur zu Fuß aufzubrechen hat! Ich hätte ein älteres Rad das hierfür geeignet wäre und sogar mal einen robusten Gepäckträger aus dünnem Hydraulikrohr dazu gebastelt. War damals mit meinen 3 Cousins ein paar Mal unterwegs wobei auch gezeltet wurde - d.h. bevor wir alle eigene Familie hatten, was schon ein paar Jährchen zurück liegt ;-) Das Rad gammelt aktuell im Keller, hat platte Reifen, die Kette rostet und sämtliche Seilzüge lassen sich nur mehr schwer bewegen. Wäre mit viel (Geld-)Aufwand verbunden das Teil wieder auf Vordermann und flott zu bekommen so dass es auch für Strecken von ein paar hundert Kilometer taugt ...


    Letztes Jahr wollte mich ein ehemaliger Arbeitskollege für eine Bikepackingtour überreden wo ich in Ermangelung eines geeigneten Drahtesels leider absagen musste. Die Kumpels haben alle tolle Gravel Bikes z.B. von Tout Terrain, Surly, uvm. Diese Teile sind mit Nabenschaltung, Zahnriemenantrieb u. Stahlrahmen ausgestattet wobei sie jeweils 3.000.- Euro und mehr auslegten dafür - das war mir für's erste doch zu viel, könnte mich aber mit Einsteigermodellen wie z.B. einem Kona Sutra, Trek 520 oder ähnlichen durchaus anfreunden ;-)

    Naja, das Thema ist irgendwie ein Steckenpferd von mir Grim und so wie andere mit Hingabe an einer autarken Stromversorgung f. Eigenheim od. Wohnung basteln beschäftige ich mich mit Trekkingausrüstung u. Outdooraktivitäten ;-) Wenn ich mir so ansehe was ich vor 10 Jahren noch als INCH-Pack deklariert hatte ist der Unterschied zum aktuellen Set-Up recht gravierend. Den 'zivilen' Ansatz werde ich sicherlich beibehalten und weiter verfolgen. Bin auch durchaus nicht mehr so fit, vor 10 od. 15 Jahren konnte ich noch einen LBT Reece Ruck oder Lowe Alpine Saracen m. 25+kg Zuldung durch die Gegend wuchten was ich mir heute nicht mehr zumuten würde. Da ich über's Jahr gesehen div. Wochenend- und Urlaubstrips m. Camping mache (siehe Link) weis ich dass ich mit solcher od. ähnlicher Ausrüstung einige Tage zurecht komme. Der Gregory Baltoro 75 ist hoch & schmal gebaut und wirkt auf dem Foto oberhalb sogar ein wenig zierlich - ist aber ein stattlicher Hoschi!


    Was die Thermometer betrifft sind dies sogen. Datenlogger (Thermorekorder) wie sie z.B. bei Kühltransporten verwendet werden. Der Voltcraft DL-210TH zeichnet Temperatur + relative Luftfeuchte auf, der Voltcraft DL-220THP hat zusätzlich ein Barometer und schreibt den Luftdruck mit. Wollte damals ein paar Auswertungen aus den aufgezeichneten Daten via USB ziehen. Die Software vom Hersteller ist aber nicht verfügbar/ mies und ich musste mich mit den Graphen begnügen welche die Geräte als .pdf File erzeugen, was für den ursprünglich angedachten Zweck ungünstig war. Für's Camping ist sowas eher overkill und ein nettes Gimick - man bekommt aber ähnliche Geräte günstiger z.B. auf ebay Kleinanzeigen u. willhaben. Was ich mir mal vorgenommen habe ist damit abzuchecken wie lange meine Kühl-Gefrierkombi ohne Strom die Temperatur hält wenn das nächste Abtauen ansteht ... Normalerweise hab ich ein kleines Reisethermometer (z.B. von Relags) dabei das nix wiegt und keine Batterien braucht ;-)


    Was die Definintionen von BOB & INCH anbelangt liegst Du richtig Grim, für mich hab ich halt 'Flucht' durch 'Evakuierung' ersetzt, weil Flucht so nach 'Verbrecher auf der Flucht' klingt. Um event. Strecke zu machen ist ein Fahrrad m. Packtaschen fürs Gear gar nicht so verkehrt, bei steilen u. schwierigen Passagen kann man ein Rad ein Stück weit schieben oder sogar tragen. Das wesentliche: Bergab kommt man ohne nennenswerte Anstrengung voran und das Rad übernimmt die eigentliche Gepäckslast ohne den Rücken oder die Knie stark zu belasten!

    ... weiter wegen Bilderlimt:


    Die Nacht verlief ohne nennenswerte Vorkommnisse. 'Tiefstemperaturen': +0,7°C vor dem Zelt, +2,9°C im Innenzelt - ist ganz typisch dass man durch ein vernünftiges Zelt ein paar wenige Grade gewinnt. Diese Thermometer sind Temperaturrecorder wie sie z.B. bei Kühltransporten verwendet werden. Nächtens füllte sich das Flußtal mit Nebel, was meiner Motivation früh aufzubrechen abträglich war. Der Nebel war sicherlich für die Kondensbildung im Zelt mitverantwortlich, zudem verhinderten die Bäume jeglichen Luftzug und ich musste ein Weilchen wischen um zumindest den Großteil des Kondensats von der Innenseite des Außenzeltes zu bekommen.


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    Lies mir Zeit, bereitete ein Süppchen und ging runter zum Fluß um ein paar Fotos zu schießen. Die Nebelfetzten wurden direkt über dem Wasser durchs Tal getrieben was zur mystischen Stimmung beitrug. Als ich Wasser zum Geschirr spülen schöpfte merkte ich dass dieses sogar wärmer als die Umgebung war!


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    Mein später Aufbruch war allerding auch ein stückweit gewollt, nahm an dass um die Mittagszeit entsprechend wenig Publikum in den Ortschaften anzutreffen wäre. Hatte zwar ähnlich viel Strassenverkehr wie am Vortag, allerdings waren so gut wie keine Passanten unterwegs. Kurz nach den Ortschaften legte ich eine ausgiebige Pause ein und gönnte mir die Reste des Studentenfutters und das Dosenbier was noch erstaunlich kühl war. Im Schatten war es zugegben frisch, während ich am Vortag noch mit kurzärmeligen Merino T-Shirt wanderte war am 2ten Tag das lange Merinoshirt gerade richtig. Retour nahm ich die selbe Route und ich kam sogar schneller voran als am Vortag da ich den Weg bereits kannte und meine Navi-App 'bergfex' (ähnlich Komoot) nun wesentlich weniger oft konsolidiert werden musste.


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    Ich wollte Strecke machen, die letzten paar Kilomter über den Treppelweg/ Hochwasserdamm haben sich gezogen und ich merkte die Distanz nun doch in den Knochen.


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    Obwohl ich mir einbildete rascher als am Vortag unterwegs zu sein wies das Tracking der Navi-App abermals ziemlich genau ca. 6h reine Gezeit aus wie Tags zuvor und cirka 7h inklusive der Marschpausen. Ergibt einen Schnitt von nicht ganz 3,5km/h (3,8km/h bezogen auf die reine Gehzeit ohne Berücksichtigung der Pausen) - ist nicht wirklich viel, entspricht aber der Marschleistung eines 'Untrainierten', womit ich trotzdem zufrieden bin. Zu Hause wurde der Rucki nachgewogen was ein Gewicht von 18,4kg ergab. Hab also das meiste Wasser und einiges an Proviant u. Kochergas verbraucht. Der Packliste meines INCH Rucksackes ist übrigens ein eigenen Faden gewidmet: Link.


    Wie geht's mir einen Tag danach: Eigentlich gut, es zieht in Waden und Schultern, allerdings kein echter Muskelkater. Die Füsse sind tapsig und brennen etwas, das Gesicht spannt und ist leicht gerötet - hab wohl durch die Wassernähe mehr Sonne abbekommen als mir lieb ist. Mein Fazit: 22+ Kilometer sind für jemanden mit niedrigem Fitnesslevel durchaus fordernd, vor allem wenn man diese Pace 5-10 Tage hintereinander abrufen will und gesamt 150-200km im Visier hat! Ob das überall propagierte System INCH Pack für längere Strecken tatsächlich taugt oder ein Rad nicht die bessere Alternative darstellt, sollte man unvoreingenommen und kritisch hinterfragen. Ein MTB od. Gravel Bike mit geeigneter Bereifung u. geländetauglicher Antriebsübersetzung erlaubt weitaus längere Tagesetappen, somit ist weniger Proviant erforderlich da man für die Gesamtstrecke weniger Zeit benötigt. Dank Bike Packing gibt's inzwischen auch leichtgewichtigte Ausrüstung die für diese Zwecke abgestimmt d.h. bestens geeignet ist.

    Angefixt durch den Beitrag von Grim, wo im INCH-Pack Faden von Carpe nach Marschleistung, usw. gefragt wurde (siehe Link) wollte ich die Probe aufs Exempel machen und hab einen kurzen Testrun mit meinem eigenen Set-Up durchgeführt. Zudem gibt's auch einen netten Flussabschnitt im Alpenvorland den ich immer schon mal besuchen wollte und der rein zufällig nur unweit von einer meiner geplanten Evakuierungsrouten liegt - weshalb also nicht gleich beides kombinieren?


    Was die Routenplanung betrifft wurde diese so gewählt dass ich die Wegstrecke von ca. 150-160km im SHTF-Anlassfall möglichst rasch mit möglichst geringer Anstrengung überwinden könnte. Sie führt durch unschwieriges Gelände welches schnelles Vorankommen erlaubt, selbst wenn dies nicht zwangsläufig die kürzeste Variante darstellt. Die Route verläuft über einfache (Wander-)Wege, größere Strassen werden gemieden wobei eine Marschleistung von ca. 20km pro Tag angestrebt wird. Würde mich selbst als 'untrainiert' bezeichnen, in den letzten 2 Jahren hab ich auf Sport generell verzichtet und ausser ein paar Wander- und Übernachungtouren mache ich nichts was den Körper fordern würde.


    Um einen Testlauf auch gerecht zu werden war einiges eingepackt was ich für eine normale WE-Übernachtungstour sonst nicht mitnehmen würde. Stichwort 'autarke Tour' - also ohne auf Nachschub von aussen angewiesen zu sein - ein Rucksack der sich auch noch mit höherer Zuland vernünftig trägt ist daher ein 'must have'. Kameraequipment sowie eine Bierdose ersetzten einen Teil des Gewichts das normalerweise im INCH der Proviant für mehrere Tage benötigt. Der Rucki wog am Start ca. 22,1kg inkl. 0.5l Dosenbier und beinahe 3L Wasser in der Trinkblase. Das Equipment ist 3-jahreszeitentauglich, obwohl es Anfang Oktober schon recht kühl ist reichte die mitgebrachte Bekleidung sowie der leichte Daunenschlafsack völlig aus, soviel schon mal vorweg.


    Hatte Samstag morgens noch etwas zu erledigen, fuhr daher erst spät mit dem Auto aus der Stadt raus und war erst um ca. 10:15 vormittags am 'Trail Head'. Die ersten Kilometer führten direkt entlang des Flusses, der frühre Treppelweg bildet heute großteils die Dammkrone des Hochwasserschutzes und ist meist mit großen Steinblöcken od. gepresstem Schotter versehen und teils sogar asphaltiert. Obwohl man durch idyllische Baumalleen wandert ist der Pfad alles andere als vorteilhaft für schwereres Gepäck ...


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    Während am Anfang noch einige Spaziergeher und Hundegassigeher anzutreffen waren gab's im 2ten Abschnitt keine Begegnungen mehr. Der Weg war auf einen schmalen Pfad geschrumpft welcher stellenweise zuzuwachsen schien, so manche Passage war nur gebückt möglich da bereits die Sträucher darüber wucherten. Obwohl dieser Weg Teil eines offiziellen Fernwanderweges ist dürften hier wohl nicht allzu viele Leute in die Ferne wandern ... Obwohl es nicht besonders war hab ich mich vorsorglich mit Insektenkiller eingesprüht, Zecken sind ja teils bis unter +8°C aktiv!


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    Nach der Hälfte der Tagesstrecke musste ich durch bebautes Gebiet. Hier mündeten einige Nebenflüsse u. Bäche innerhalb weniger Kilometer in den Hauptfluss. Ob man in einem reellen Fluchtszenaro auf die Benutztung von Brücken verzichtet und Siedlungsgebiet generell umgeht wage ich zu bezweifeln. Es ist mit beträchtlichem Aufwand verbunden selbst an kleineren Flüssen geeignete Stellen zum übersetzen zu finden was am schnellen vorwärtskommen leider hindert. An der 1ten Ortschaft ging's lediglich an den Häusern vorbei, durch die nachfolgenden 3 musste ich direkt hindurch, wobei die Ortsgebiete fließend inneinander übergingen. Benötigte dafür etwas mehr als 1 Stunde bis die letzten Häuser hinter mich gebracht waren. Hier zeigte sich erneut: Man fällt als Wanderer mit riesigem Rucksack auf! Gibt nur eins was mehr auffällt und das ist ein Wanderer mit großem militärisch-taktischen od. tarnfarbenem Rucksack, da wird sich jeder dran erinnern der einem mit sowas sieht ...


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    Der letzte Teilabschnitt war bereits mein Zielgebiet, hier schnitt sich der Fluss tief in die Landschaft und bildet ein malerisches Tal. Kam spät abends an, was allerdings beabsichtigt war. Ein paar hundert Meter vor meinem eigentlichen Zeltplatz kam mir noch ein Jogger entgegen. An seinem verdutzten Blick merkte ich unmittelbar dass er meine Absicht hier wild zu campen bemerkt hatte. Ich schlug mich ein Stück querfeldein durch den Wald und fand dann einen guten Spot auf einer ebenen Stufe in Flußnähe. Die Tagesstrecke von 22,6km ist für meine Fitness akzeptabel, die ca. 200Hm im Anstieg machen deutlich das es geländemäßig unschwierig zuging. Reine Gehzeit war lt. Tracking der Navi-App ziemlich exakt 6h und obwohl ich nur eine längere Pause einlegte dauerte diese Etappe ganze 7:40h - beinahe 2h Stunden wurden demnach z.B. für Checks der Route am Smartphone, Fotostops, kurze Erhohlungspausen, usw. benötigt. Im Schnitt war ich also mit ca. 3km/h bezogen auf die Gesamtzeit unterwegs bzw. 3,7km/h bezogen auf die reine Gehzeit ohne Berücksichtigung der Marschpausen. Ich war trotzdem erschöpft und bereitete mir ein Nudelgericht bevor es in die Falle ging.


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    ... muss hier sämtliche Hürden nehem, diesmal hat mich das 10-Bilderlimit ausgebremst - also weiter im Text:


    Diese Packliste mag sicherlich für den einen oder anderen überkomplett erscheinen, einige von Euch würden event. in bestimmten Kategorien mehr oder anderes Gear berücksichtigen oder auf bestimmte Sachen komplett verzichten. Die gelisteten Gegenstände sind als beispielhaft anzusehen und sollen einen Überblick geben. Ist keinesfalls als Werbung für ein bestimmtes Produkt aufzufassen und wenn jemand z.B. einen Gaskocher oder eine Regenjacke von einem anderen Hersteller hat ist dies zweifelsohne ok.


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    Das Gesamtgewicht beträgt stolze ca. 21,7kg ohne Wasser(!), d.h. mit 3 Litern Wasser kratzt man bereits an der max. zulässigen Beladung die beim Baltoro bei 25kg liegt. Solch hohe Lasten muss man erstmal tagelang fortbewegen über längere Strecken ohne dass der eigene Körper krachen geht. Ihr seht bereits, ein INCH welcher aus Standard-Trekkingausrüstung zusammengestellt ist und für ca. 200km in autarkem Stil hat nix mit Ultralight zu tun wie man es von der UL-Wanderszene her kennt. Bei mir sind einige Sachen dabei welche eher dem Komfort, als- Ersatz- oder Reserveteile sowie der Sicherheit dienen und dies führt zu diesem beträchtlichen Packgewicht. Schon alleine der Proviant wiegt über 3,65kg und hat enormes Packmaß, siehe Foto unterhalb. Dem aufmerksamen Betrachter wird sicherlich nicht entgangen sein dass man mit einer vollen 230g Kartusche nur 6-7 Tage auskommt wenn man täglich ca. 35-50g Gas verbraucht was erforderlich sein wird wenn Lebensmittel aus dem Supermarkt am Start sind die gegenüber spezieller Trekkinnahrung längere Kochzeiten und somit mehr Brennstoff benötigen. Daher ist eine Klappsäge dabei um event. ein kleines Feuerchen zu machen und Gas spart bzw. überhaupt kochen zu können falls der Gasvorrat verbraucht ist. Weshalb die Säge und nicht gleich eine 400g Kartusche oder ausschließlich Trekkingnahrung? Alles Ansichtssache und den eigenen Vorlieben sowie Präverenzen geschuldet. Nicht zu vergessen, schließlich packt man im Anlassfall das ein was gerade verfüg- und greifbar ist ...


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    Die Packgewichte im einzelnen zu den entsprechenden Fotos (cirka-Werte):

    Rucksack u. Trekkingstöcke: 3090g

    Zelt + Zubehör: 2305g

    Schlafequipment: 1980g

    Campingküche: 1470g (mit 400g Kartusche wären es 1720g)

    Hydration: 1040g

    Proviant: 3655g

    Werkzeug: 560g

    Abseilequipment: 1410g

    Toilettartikel: 580g

    Div. Schutz- u. Sicherheitsgear: 1015g (EH-Kit wiegt alleine schon beinahe 500g)

    Technik: 1215g

    Sonstiges: 520g

    Nässeschutz: 1030g

    Kälteschutz: 1105g

    Ersatz- u. Wechselwäsche: 735g

    Kleidung + Gear am Mann: 2810g (ohne Vic u. ohne Smartphone)


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    Der Baltoro 75 ist mit der gesamten Ausrüstung bereits übervoll, seine Höhe beträgt ca. 85cm, die Trekkingstöcke sind im Vergleich ca. 65cm lang. So wie er ist trägt er sich inkl. Wasser zugegeben nicht mehr wirklich leicht & bequem, was man nach spätestens 10 Tageskilometern zu spüren bekommt und mehr an Zuladung möchte ich dem Baltoro keinesfalls zumuten. Klar werden mit jedem Tag auf dem Weg div. Sachen wie z.B. Lebensmittel, Brenngas, Hygieneartikel, usw. aufgebraucht und das Gewicht verringert sich dadurch langsam aber stetig. Als Ziel sind 20kg inkl. 3 Liter Wasser angepeilt, was einen beständigen Optimierungsprozess verlangt. Die einfachste Möglichkeit besteht darin Sachen weg zu lassen, das Abseilkit wiegt ca. 1,4kg und wird zugegeben sehr selten erforderlich sein da ich sicherlich die jeweils unschwierigste Route wählen werde, selbst wenn dies ein paar Kilometer mehr d.h. einen Umweg bedeutet. Nehme ich nur die 12m Reepschnur mit welche ca. 125g wiegt hätte ich bereits ca. 1285g weniger im Rucki. Selbiges gilt für den Essnapf (StS Delta Bowl), dirkt aus dem Titantopf zu essen tut's ja auch vor allem wenn man Solo unterwegs ist. Könnte darüber hinaus schwereres durch leichteres Gear ersetzen, wie z.B. das 2-Personenzelt durch eine 3-jahreszeitentaugliche 1-Personenvariante oder den Schlafsack durch ein UL-Daunenteil mit Fillpower 800. Wenn z.B. Trinkblase + Fülladapter + Wassersack durch einen leichten Wasserbeutel ohne Trinkschlauch ersetzt wird verringert sich das Gewicht um ein paar Gramm ein, usw. Ihr seht schon, selbst Kleinigkeiten summieren sich und können anständige Gewichtsreduktionen ergeben ;-)


    Kommen wir zur Prepper-Gretchenfrage: Wie halte ich's mit dem 'ready to go'? Nein, dieser INCH steht nicht fertig gepackt in der Ecke und wartet darauf mit mir durchzubrennen ;-) Eine so drastische Maßnahme wie sein Heim für immer zu verlassen trifft man nicht von einem Augenblick auf den nächsten und sowas will erstmal überlegt und entschieden werden - schließlich ist dies eine 'last ditch' Option. Das gesamte Gear hab ich allerdings vor Ort und dieser INCH ist innerhalb kurzer Zeit zusammengestellt und ich bin in wenigen Stunden aufbruchsbereit. Ausser kriegerische Auseinanderseztungen und Atomunfall gibt es kaum Szenarien die ein Verlassen der Heimat auf Dauer erforderlich machen und zumindest ersteres kündigt sich üblicherweise an und bricht nicht schlagartig aus, also braucht da auch kein gepackter Rucksack ständig im Weg herumzustehen ... Einen 2-tägigen Testrun bei dem die meiste der hier vorgestellen Ausrüstung mit dabei war gibt's übrigens hier: Fadenlink.

    ... weiter im Text zwecks Überwindung der 10.000 Zeichenhürde:


    Bild 7 - Werkzeug


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    41/ Messer feststehend Linder Super Edge 1 m. Kydexscheide, lichtgewichtig aber denoch universell, die Synthetikmaterialien gammeln nicht wenn das Teil mal nass wird, dank der kompakten Grösse ist es problemlos verdeckt tragbar

    42/ Swiss Army Knife Victorinox Trailmaster One Hand, Komplettwerkzeugset für die Hosentasche, die Einhandklinge als Meinungsverstärker falls das mal rasch erforderlich sein sollte

    43/ Faltsäge Silky F180 m. grober Zahnung falls mal ein kleines Holzfeuer benötig wird

    44/ Handschufel TheTentLab The Deuce #3 (v. DAC) aus leichtem Alu um div. Hinterlassenschaffen verschwinden zu lassen, praktischerweise im Packbeutel vom Klopapier verstaut, siehe 54/

    45/ Nähset Exped Expedition m. 2x Nähmaschinennadel, Ahlengriff, Garn, Sicherheitsnadeln, usw. Mit dem Ahlengriff lassen sich selbst gerissene Rucksackgurte oder dickste (Jeans-)Gewebe nähen


    Bild 8 - Überwindung von Hindernissen


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    46/ Reepschnur Mammut Accessory Cord 6mm x 25m, was Durchmesser betrifft sind 6mm das absolut unterste Limit um sich abzuseilen

    47/ Reepschnur Mammut Accessory Cord 5mm x 5m 5mm x 3m; für die Fixpunkte zum anschlagen des Seiles

    48/ Reepschnur Mammut Accessory Cord 4mm x 1m 2 Stk., 4mm x 3m, 4mm x 5m, 4mm x 12m für Kurzprusik oder aufprusiken falls eine Abseilaktion schief geht, taugen auch als Wäscheleine ;-)

    49/ Schlauchband Beal Tubular Tape 25mm x 3.5m, 25mm x 4m, für behelfsmäßigen Brust- und Sitzgurt

    50/ HMS-Schraubkarabiner Black Diamond RockLock Screwgate, als Abseilbremse

    51/ Schraubkarabiner Black Diamond Positron Screwgate

    ACHTUNG, wichtiger Sicherheitshinweis: Unsachgemäße Handhabung im Absturzgelände kostet Euch das Leben!

    Wenn man weis was man tut lassen sich damit ca. 10-12m hohe Felsen u. Steilabbrüche überwinden. Ist selbstverständlich nur mit dabei wenn eine Route durch gebirgiges Terrain geplant ist. Die 4mm Reepschnur in 12m Länge ist allerdings immer mit dabei.


    Bild 9 - Hygiene- u. Toilettenartikel


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    52/ Kulturbeutel McNett OUTGO m. 50ml Flüssigseife, Einwegrasierer, Rasiercreme, kl. Kamm, Zahnbürste, Zahnpasta 25ml; ZipLoc Bags dienen als Auslaufschutz

    53/ Microfaserhandtuch McNett Gr. M, ca. 50x100cm, ist in 52/ mit eingepackt

    54/ Stausack Eberlestock Stuff Sack large m. 1 Rolle Klopapier (mittige Papprolle rausgenommen, ZipLoc zwecks Nässeschutz); Teile 44/, 55/ u. 56/ sind hier ebenfalls verstaut

    55/ Feuchttücher Pampers Sensitive, zum reinigen von Händen, Hintern oder Gear, ein ZipLoc schützt sie vor dem austrocknen

    56/ Handreiniger Lysoform Fresh Hands 50ml

    Die Zivilisationstauglichkeit sollte zu jedem Zeitpunkt (wieder-)hergestellt werden können ;-)


    Bild 10 - Div. Gear mit Schutz- u. Sicherheitsfunktionalität


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    57/ Mund- u. Nasenschutz, wiederverwendbare Textilvariante in tacticoolem schwarz + FFP2 Wegwerfmaske in ZipLoc

    58/ Erste Hilfe Set in wasserdichtem Beutel Ortlieb First Aid Kit Regular, Inhalt ist auf Mehrtagestouren m. 1-2 Pesonen abgestimmt

    59/ Sonnencreme Nivea SF50 40ml u. Lippenbalsam Blistex classic, ZipLoc wiederum als Auslaufschutz

    60/ Sporttape Hansaplast Leukotape 3,75cmx10m, als Blasenpflaster, Tape b. Zerrungen od. für Reparaturen

    61/ Salben in ZipLoc Säcklein, Dolo-Menthoneurin f. Gelenke u. stumpfe Verletzungen, Bepanthen zur Hautpflege

    62/ Reparturset bestehend aus Klebestift u. Rep-Kit für Isomatte Therm-A-Rest m. 2 selbstklebenden Patches; Zeltnahtdichter McNett SeamGrip +WP580 ist hier ebenfalls eingepackt, siehe 10/

    63/ Netzbeutel Cocoon m. Mylar Rettungsdecke u. Plastikspiegel (Notsignale, usw.), Teile 59-62 sind ebenfalls in diesem Netzbeutel verstaut

    64/ Insektenschutzmittel Johnson Autan Protection Plus, zur Stechmücken- und Zeckenabwehr

    65/ Moskitonetz Tatonka Mosquito Head Net m. Packbeutel

    66/ Sonnenbrille Alpina Mellow m. Beutel


    Bild 11 - Technik


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    67/ Solarpanel Powertraveller Falcon 12e, verfügt über ordentliche Ladeeletronik

    68/ Materialkarabiner Black Diamond Micron u. Paracord zur Befestigung des Solarpanels aussen am Rucksack

    69/ Stirnlampe Black Diamond Cosmo 225 LED

    70/ Campingleuchte Black Diamond Moji LED

    71/ Stablampe Streamlight Microstream LED

    72/ Mobiltelefon Sony Xperia XZ1 Compact m. Schutzhülle, klein aber oho ;-) inkl. Offline Karten u. Navi-App

    73/ Packsack wasserdicht Exped Fold Drysack XXS m. Netzteil f. Smartphone, Kabel 75/ u. Schutzhülle /78 sind hier ebenfalls eingepackt

    74/ Packsack wasserdicht Exped Crush-Drybag XS 2-dimensional 0.75L inkl. Insert m. Powerbank Samsung 10000mAh m. USB-Kabel

    75/ langes USB-C Kabel f. Solarpanel

    76/ Reservebatterien Energizer Alkaline AAA 6x in Powerpax Storacell, sind gute Tauschobjekte


    Bild 12 - Sonstiges


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    77/ Geldbörse Eastpak Crew m. Bargeld u. div. Karten (ID- u. E-Card, Bankomat-, u. Kreditkarte, usw.)

    78/ Schutzhülle wasserdicht aLokSak mit div. Kopien v. Dokumenten inkl. Impfnachweis, uvm.

    79/ USB Stick m. div. Scans u. Familienfotos, verfügt über USB-A und USB-C Stecker, kann also auch ans Smartphone angedockt werden

    80/ Bargeld wasserdicht in ZipLoc verpackt, befindet sich versteckt in der Ausrüstung so dass es auch bei einer allfälligen Durchsuchung nicht sofort gefunden wird

    81/ Reisepass in Schutzhülle wasserdicht aLokSak

    82/ Netzbeutel m. Schnurmaterial, 2mm x 10m Seilflechter Dynemacord, 3x Abspannleinen m. Plastikspannern, 20m Polyester Cord D 1.7mm

    83/ Sitzunterlage Therm-A-Rest Trail Seat

    xx/ nicht abgebildet: Kl. Notizblock m. Stift


    Bild 13 - Nässeschutzbekleidung


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    84/ Hardshell Regenjacke The North Face M Zero Gully Jacket Gore-Tex, aus dem Bergsport-Bereich d.h. robust für das Gewicht, zivile Farbe welche auch im bebauten Gebiet wenig auffallen dürfte

    85/ Hardshell Regenhose Marmot Minimalist Pants Gore-Tex Paclite, die kurzen Reisverschlüsse nerven leider beim an- und ausziehen mitsamt Schuhen

    86/ Gamaschen Outdoor Research Verglas Gaiters Men's


    Bild 14 - Kälteschutzbekleidung


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    87/ Daunenjacke OR Outdoor Research Men's Transcendent Hoody, winzig vom Packmaß

    88/ Softshelljacke Outdoor Research Men's Ferrosi Summit Hooded Jacket, Farbe wirkt etwas militärisch, super als Windbreaker, ist meist ganz oben im Rucki verstaut

    89/ Handschuhe orig. BW, mehr Schutz- als Wärmeteile

    90/ Stausack wasserdicht Sea to Summit Ultra-Sil Dry Sack 8l, äußerst leichter Packsack für Daunen- u. Softshelljacke


    Bild 15 - Ersatz- u. Wechselbekleidung


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    91/ Schlauchschal Buff Lightweight Merino Wool, bei heisser Witterung eignet sich einer aus Viskosmaterial besser

    92/ Trekkingsocken Smartwool Hike Light Hiker Street Crew

    93/ Unterhose Odlo Cubic 2x, hat sich sehr bewährt, aus leichtem u. schnelltrocknenden Polyestestoff

    94/ Unterhose Tufte Boxer Brief Softboost, aus Viskosematerial, haptisch wirklich angenehm m. kühlender Wirkung

    95/ T-Shirt Huber Bodywear Selective Men Shirt Kurzarm, bombig als Nachtwäsche zusammen mit Teil 94/

    96/ T-Shirt Icebreaker Oasis Long Sleeve Half Zip, Ersatzshirt in 200terter Merinoquali

    97/ Stausack wasserdicht Sea to Summit Ultra-Sil Dry Sack 4l, UL-Packsack aus Silnylon f. Ersatzwäsche


    Bild 16 - Tagesbekleidung u. Gear am Mann


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    98/ Wollfilzhut Scippis Lincoln, Krempe könnte noch einen Tick breiter sein

    99/ Baumwoll Bandana, universell einsetzbares Teil und nicht nur Zierde

    100/ U-Hose Odlo Cubic aus schnell trocknendem Polyestergewebe

    101/ Trekkinghose Lundhags Traverse II Ms Pant, Langversion in dezenter Farbe, bei heißer Witterung event. schnell trocknende leichte Softshellhose

    102/ Gürtel 5.11 Tactical TDU Belt 1.5"

    103/ T-Shirt Devold Hiking Man T-Shirt Merino Wool 190, bei kühlem Wetter die Langarmversion

    104/ Trekkingsocken Falke TK2 cool

    105/ Trekkingschuhe AKU M Conero GTX, leicht u. wasserdicht, passen auch für etwas breiteren Füße - haben also nicht den typ. schmalen italienischen Leisten

    106/ Signalpfeife Storm All Weather Safety Whistle

    107/ Armbanduhr Casio PRG-270-1ER

    108/ Feuerzeug BIC

    Das Klappmesser 42/ und das Smartphone 72/ sind ebenfalls in den Cargotaschen der Hose immer am Mann.

    Mit seiner kürzlichen Vorstellung seines INCH Rucksackes (Link zum Faden) brachte mich Carpe auf die Idee mein eigenes Set-Up ebenfalls zu prästentieren dass sich aus mehr oder weniger 'state of the art' Komponenten aus dem Trekkingsegment zusammen setzt. INCH steht für 'I Will Never Comming Home' und so einen einschneidenden Entschluss fasst man sicherlich nicht wenn andere Optionen bestehen oder man so auf die schnelle mal in den nächsten Ortsteil wechselt der ein paar Hundert Meter entfernt ist. Punkto Entfernung habe ich Strecken von 100 bis 200km ins Auge gefasst - Fortbewegung zu Fuß, versteht sich. Angepeilte Zeitdauer ca. 5-10 Tagen im autarken Stil, also ohne zusätzlicher Versorgungsmöglichkeit von aussen d.h. ich gehe davon aus das unterwegs keine Ergänzung von Vorräten möglich ist, wobei Tagesetappen von ca. 20 bis max. 25km angestrebt werden.


    Vor ein paar Jahren hab ich sowas wie einen Probelauf just-for-fun gemacht, Bericht 'Worst Case Szenario – kurzer Bug Out Testlauf' findet sich im Bushcraft Portal: Link. Wie man an den Bildern unschwer erkennt war damals viel Gear aus Military Surplus am Start z.B. der Ten Pocket Recee Ruck von London Bridge Trading m. ALICE Alurahmen u. passender Camelbak Wasserblase - ein echt brachiales Späschl-Forzes Teil von Rucksack. Das Schlafequpment bestand unter anderem aus dem Basha Tarp in DPM der British Army, einem ME Firestorm III Schlafsack und dem MSS Bivy Cover als Gore-Tex Biwaksack in camo. Dazu kamen einige tacticoole Bekleidungsgteile wie z.B. der US Gore-Tex Nässeschutzanzug ECWCS Gen I, ein Rollkragen-Wollpullover der Bundeswehr, usw.


    Obwohl inzwischen vieles vom damals verwendeten Gear verkauft wurde ist dies deshalb perse nicht unbedingt schlecht, da waren ganz brauchbare Sachen eingepackt wie z.B. eine orig. schwedische Armeeaxt. Das Zeug ist allerdings durch die Bank schwergewichtig, was einem raschen Vorankommen de facto im Wege steht. Mit großem Rucksack fällt man ohnehin auf und anzunehmen dass man bei einer größeren Katastrophe der einzige 'on the move' ist wäre schlicht naiv. Zudem hat sich inzwischen einiges an der öffentlichen Wahrnehmung verändert, div. Gruppierungen welche als destruktiv eingestuft werden (ihr wisst sicherlich wer hier gemeint ist) geben sich nicht selten in militärisch-taktischem Outfit und in einem Szenario mit terroristisch/ extremistischen Hintergrund möchte ich keinesfalls aussehen als sei ich am Rückzug vom letzten Attentat. Um unterwegs nicht übermäßig Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen ist deshalb meine erste Prämisse der totale Verzicht auf sämtliches Gear was ein militärisches Look & Feel hervorrufen könnte. Das heißt konkret: Keine Ausrüstung aus (Ex-)Armeebesänden, keinerlei Hoheits- oder Rangabzeichen, keine tarnfarbenen Klamotten oder Gear, kein MOLLE-Rucksack, offizille Armeefarben wie steingrau, oliv oder coyote brown werden gemieden, etc. Meine Auswahl lehnt sich dem sogen. 'Graue-Maus-Prinzip' an, beabsichtige eine möglichst 'durchschnittliche' Optik abzuliefern wobei die Farbwahl dezent zurückhaltend sein muss um nicht schon aus der Ferne ausgemacht zu werden. Selbstverständlich wird auch kein Messer oder sonstiger martialisch anmutender Gegenstand außen am Rucki oder am Gürtel getragen, uvm. Genug gefaselt, kommen wir zur Vorstellung Ausrüsungsgegenstände ...


    Bild 1 - Rucksack


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    1/ Gregory Baltoro 75, seine dunkelgraue Farbe ist zwar in der Natur nicht unbedingt die perfekteste Tarnung, im urbanen Bereich oder auf der Landstrasse jedoch unauffälliger als camo. Das Gewicht ist mit ca. 2,25kg für 75L Packvolumen noch fair, inkl. orig. Regenhülle u. Trinkblasenfach wiegt er bereits ca. 2,50kg. Die 75 Liter-Variante da Proviant für 7-10 Tage neben der Campingausrüstung entsprechend Platz benötigt. Das Tragesystem ist von der Rückenlänge auf meine Körperabmessungen abgestimmt. Der Rucki trägt sich auch mit 20kg Zuladung noch vernünftig, würde ihm im Gegensatz zu früheren Modellen des Herstellers schwerste Beladung >25kg auf Dazer nicht zumuten wollen.

    2/ Baltoro Regenhülle, (orig. mit Rucksack mitgeliefert)

    3/ Baltoro Trinkblasenfach, herausnehmbar welches sich zum kleinen Escape- od. Einkaufsrucksack umfunktionieren lässt

    4/ Schraubkarabiner Black Diamond Positron Screwgate m. Rucksackthermometer Relgas

    5/ Trekkingstöcke Komperdell Explorer Contour PowerLock


    Bild 2 - Zelt mitsamt Zubehör


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    6/ Wechsel Exogen 2 Zero-G Line, leichtes 2-Personenzelt das für einen Solotrip reichlich Platz bietet um auch mal Schlechtwetter auszusitzen. A propos Schlechtwetter - der Schutzfaktor ist mit Zelt wesentlich höher als mit einem Tarp. Die 2 gegenüberliegenden Eingänge sorgen für Durchzug bei heißer Witterung

    7/ Heringe, einen Teil der orig. Heringe (die kurzen silbernen obenauf) hab ich ergänzt/ ersetzt m. 6 Stk. Big Agnes DAC J-Stakes 18cm sowie 2 Stk. MSR Blizzard Schneeheringen. Letztere sind bombig für sehr weiche morastige Böden, die kurzen Originalteile reichen für harte Böden völlig aus

    8/ Zeltbodenunterlage MSR Footprint Hubba Hubba NX; deckt zwar den Zeltboden nicht vollständig ab weil etwas zu kurz, ist jedoch deutlich leichter als das originale Groundsheet von Wechsel

    9/ Microfasertuch Mackenzie Fishing Towel; billiges Wischtuch um das Zelt morgens vom Kondens u. Tau zu befreien

    10/ Reparaturhülse (orig. Wechsel) sowie Nahtdichter McNett SeamGrip f. allfällige Reps (nicht nur am Zelt)

    Bild 3 - Schlaf- u. Campingear


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    11/ leichter Daunenschlafsack Valandre Swing 500 in wasserdichtem Packsack Mountain Equipment Waterproof Stuff Sack Gr. S, den der original Packsack ist nicht wasserdicht. Das Mischverhältnis Daune:Stützfederchen beträgt 90:10 was ihn weniger anfällig gegen Feuchtigkeit macht, für 650iger Fillpower wärmt er super.

    12/ Isomatte Therm-A-Rest Trail Lite m. Packsack, der R-Wert von 3.2 reicht sogar für ein paar Grade unter Null

    13/ Seideninlet Cocoon Silk Mummy Liner, die Farbe 'muddy elephant' hat beinah tarnfarbenen Charakter und dient zur Schonung des Schlafsack Innenbezuges

    14/ aufblasbares Kissen, Exped Air Pillow UL M


    Bild 4 - Kochutensilien


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    15/ Titan Kochgeschirr Snow Peak Titanium Trek 1400, bestehend aus Titantopf 1,4L, Titandeckel welcher sich als Minipfanne nutzen lässt u. Netzbeutel; lässt sich auch direkt auf ein Holzfeuer stellen, das Microfasertuch (siehe im Essnapf 16/ schräg darunter) verhindert scheuern bzw. Geräusch und dient als Geschirrtuch da es rasch trocknet

    16/ Essnapf Sea to Summit Delta Bowl 800ml, grau

    17/ Essbesteck MSR Titanium Fork & Spoon m. Drahtring, in Microfasertuch gewickelt

    18/ Gaskocher Soto WindMaster m. 4Flex Topfauflage, Piezo u. orig. Packbeutel, relativ performant, vergleichsweise leise für einen Gaskocher und dabei relativ windresistent - Top-Teil!

    19/ Schraubkartusche m. 4-Seasons Gasmischung Edelrid Outdoor Gas 230 u. Ventilschutzkappe

    20/ kl. Feuerzeug BIC Mini, falls der Piezo versagen sollte

    21/ Kocherstand Optimus Canister Stand

    22/ Spülschwamm Vildea

    23/ Bandanda MilTec, aus Baumwolle f. 100 Verwendungszwecke gut ;-)

    24/ Nalgene Vorratsflaschen 60ml, 125ml u. 175ml m. Salz, Speiseöl u. Zucker, das Ölfläschchen ist zusätzlich im ZipLoc-Säcklein damit allfällige Undichtheiten keine Sauerei verursachen können

    25/ Nalgene Vorratsflaschen 7.5ml, 15ml, 30ml und 60ml mit div. Gewürzmischungen, Spülmittel u. Obstler als Geschmacksverstärker zum Schwarztee


    Bild 5 - Hydration


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    26/ Pumpwasserfilter MSR HyperFlow Microfilter m. 0.2µm Hohlfaserelement, Vorfilter, Flaschenadapter u. Packbeutel

    27/ Aktivkohlefilter Katadyn Flaschenadapter für Aktivkohle mitsamt Schlauch, wird als Filternachstufe mit dem HyperFlow verwendet

    28/ Wasserentkeimungstabletten Katadyn Micropur Forte MF 1T 75x, zur Nachbehandlung von dubiosem Rohwasser - leichtgewichtiger geht's kaum

    29/ Wassersack Helsport Vannpose 10l, zum Wassertransport - kann abgestellt werden ohne dass Wasser ausläuft

    30/ Trinkblase Source Hydration WXP 3.0L m. Storm Valve u. Isolierschlauch, zwar nicht ganz 100%ig geschmacksneutral, dafür ist das Auslassventil dicht

    31/ Adapter f. Trinkblase Source Hydration UTA Universal Tube Adapter, zum füllen der Trinkblase direkt aus einem Wasserhahn oder einer PET-Flasche

    32/ Trinkflasche Nalgene Everyday 1L, unzerstörbar!

    33/ Tasse Eagle Products Trekopp Kuksa 2dl, aus Birkenholz


    Bild 6 - Proviant


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    34/ Flachbeutel Fjällräven Packbag m. Trekkingnahrung, 5x Hauptmahlzeit und 3x Desert/ Frühstück, zur Zubereitung ist lediglich kochendes Wasser notwendig was Brennstoff spart. Diese Gerichte garen meist für 10 Minuten in der Restwärme im Beutel und sind dannach direkt essbar

    35/ Flachbeutel Fjällräven Packbag mit gefriergetrockneten Gerichten aus dem Suppermarkt, 3x Nudelgericht, 6x Suppe; bei d. Auswahl achte ich auf kurze Kochzeiten (max. 5-6 Minuten) und das keine weiteren Zutaten erforderlich sind

    36/ Nalgene Vorratsdose 500ml m. Studentenfutter, gepimpt m. Walnüssen u. getrockneten Feigen u. anderen Früchten; hat hohe Energiedichte fürs Gewicht, wird kalt verzehrt und benötigt keinen Brennstoff

    37/ Nalgene Vorratsdose 500ml m. getrockneten Datteln und Datteln für den ultimativen Energieboost, Unterzuckerung wirds unterwegs also keine geben ;-)

    38/ Plastikbehälter m. div. Power-, Nuss- und Müsliriegeln, das Plastikteil verhindert zuverlässig das die Riegel brechen und zerbröseln und die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen beugen der Eintönigkeit vor

    39/ Div. Teebeutel und Briefchen m. Instantkaffee in ZipLoc Säcklein

    40/ billiger 15l Sandsack aus Polypropylen m. div. Müllbeuteln, selbsterklärend

    Das 2te Foto vom Proviant weiter unten soll das beträchtliche Packmaß verdeutlichen

    War ein paar Tage mit meinem Subaru Forester SH (BJ 2008) auf Softroading u. Overlanding Tour in Friaul und hab da einige der bekannten alten Pass- und Militärstrassen abgefahren. Die sind manchmal geschottert d.h. teilweise in eher bescheidenen Zustand und erfordern demenstprechende Bodenfreiheit am Kfz und bei schlechten Witterungsbedingungen auch 4x4 um sie zu meistern. Wollte die Gelegenheit wahrnehmen und mal kurz präsentieren was da an (meist zusätzlichem) Verbrauchsmaterial, Hilfsmitteln, Werkzeug und Bergetools am Start war, vor allem um zu zeigen was da zusammen kommt und welcher Platz zur Unterbringung benötigt wird! Das Equipment eignet sich selbstverständlich für ein BOV gleichermaßen, die Fotos entstanden beim abladen nach dem (Off-)Roadtrip.


    Im Auto waren neben orig. Wagenheber, Radmutternschlüssel u. Reserverad (mit entsprechend Luftdruck) folgende Teile untergebracht:


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    1/ Doppelkolben-Luftpresser Horntools 12V Kompressor inkl. Kabel m. Krokodilklemmen u. Sprialschlauch m. Manometer

    2/ Spritkanister 5L aus Plastik m. Ausgießer u. Reservekraftstoff; in einer Bug Out Situation besser mehr Reservesprit, Plastikkanister sind gegenüber Metallversionen deutlich robuster und vor allem leichtgewichtiger

    3/ Reifenpannenset Bushranger 4x4 Plugga III

    4/ Jumpstarter NOCO Boost XL GB50 m. 12V Ladeadapter u. Batterieklemmen; falls die Starterbatterie mal leer ist

    5/ OBD II Scanner Bluetooth Adapter iCarsoft i620 f. Smartphone Apps wie z.B. Torque Pro, uvm.

    6/ OBD II Diagnosegerät iCarSoft i810 m. Canbus-Adapterkabel u. Etui; um mal schnell einen Fehlercode aus der Bordelektronik auslesen und vor allem löschen zu können, elektronische Zickereien sind häufiger als mechanische Defekte und nicht selten wird dadurch die Motorleistung gedrosselt oder Funktionen am Fahrzeug eingeschränkt (Tempomat, uvm.)

    7/ Löschdecke; war in der Alubox zusammen m. Küchenutensilien eingepackt

    8/ Pulverfeuerlöscher ABC 2kg; griffbereit im Kofferraum neben der Kompressorkühlbox

    9/ Schneeketten Pewag Brenta-C 4x4 (zur Reifendimension passend) m. Handschuhen

    10/ Scheibenputzmittel + Küchenrolle; wurde täglich benötigt um verstaubte + verschmierte Scheiben zu reinigen oder diese innen vom nächtlichen Kondensat zu befreien da ich 3x direkt im Auto geschlafen habe.

    xx/ nicht auf dem Foto, da im Handschuhfach: Ersatzsicherungen div. u. 2x Ersatzlampen


    Da nicht zu erwarten war das Werkzeug u. Bergeequipment tagtäglich zum Einsatz kommen war dies im Dachkorb (Thule Canony XT 859) untergebracht. Entweder gleich direkt am Lastkorb fixiert wie z.B. die Waffleboards oder in den 2 Boxen aus Plastik v. Stanley (Fatmax Toolboxen - 1x 23" u. 1x 28"). Diese Werkzeugboxen sind mit einer rudimentären Dichtlippe und soliden Schnappverschlüssen ausgestattet und so dringt bei Regenfahrten kaum Feuchtigkeit ein. Natürlich wären Transportboxen von Peli oder Hardigg robuster, dichter u. langlebiger, aber leider auch unverhältnismäßig teuer für meinen Anwendungsfall.


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    Die kleinere 23" Stanley Fatmax Toolbox war voll mit div. Bergeequipment:


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    11/ Arbeitshandschuhe

    12/ BW Elefantenhaut als Unterlagsplane

    13/ Klappsäge Silky Fox BIGBOY 360; falls mal ein Baum den Weg versperrt

    14/ Axt Husqvarna Zimmermannsaxt 50cm m. Lederscheide

    15/ Hebeband WLL 2000kg 3m x 60mm, grün (WLL = Work Load Limit)

    16/ Unterlagsstück aus Holz f. Wagenheber 2x

    17/ Softschäkel Horntools Softschäkel 15mm x 7,5cm 2x; zur Verbindung der Hebebänder oder Fixierung der Hebebänder an Abschlepppunkten, Anhängevorrichtung od. Achsschenkeln

    18/ Softschäkel Liros Offroad Shackle 10mm x 10cm

    19/ Hebeband WLL 2000kg 8m x 60mm, grün

    20/ Sandsäcke aus Plastik 5x; zum ausfüllen von Löchern u. Gräben am Weg, zum ausgleichen abschüssiger Wegpassagen damit der SUV nicht wegkippen kann

    21/ Stempelwagenheber hydr. Bahco Bottle Jack 2to m. Pumpstange

    22/ Hebeband WLL 2000kg 2m x 60mm 2x, grün


    In der grösseren 28" Fatmax Toolbox von Stanley befindet sich vor allem div. Werkzeug:


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    23/ Toillettenpapier 1 Rolle f. div. Reinigungsarbeiten

    24/ Signalwesten 2x

    25/ Klebebänder div.; Thesa extra Power Universal 50m x 50mm, Panzerband orig. nach TL 5m x 50mm, Elektriker Isolierband 2x; zum abdichten lecker Schläuche od. falls mal was von der Karosserie wegsteht oder abbricht - hat man vor allem Offroad schneller als einem lieb ist

    26/ Ring-Gabelschlüssel Satz Gedore red SW8 - SW22 m. Plastikhalterung

    27/ Schraubendreher; 1x Lux Philips, 1x Lux Flach

    28/ Nussen-Satz 1/4" Gedore blue Bit-Steckschlüssel-Satz 35-tlg. m. Knarre 1/4" u. Verlängerung

    29/ Rollgabelschlüssel Hazet Einmaulschlüssel vertellbar; 1x mini, 1x mittel

    30/ Splintentreiber Gedore 2mm u. 6mm; Flachmeissel klein u. groß

    31/ Kabelbinder div. in schwarzer d.h. UV-beständiger Ausführung

    32/ Kupferpaste Liqui Molly

    33/ Müllsack groß 2x

    34/ Montagehandschuhe u. Handreiniger Lysoform Fresh Hands 50ml

    35/ Div. Kleinteile; Superkelber Loctite 1g 3x, Feuerzeug BIC, Türschlossöl (no-name)

    36/ Spanngurte div.

    37/ Taschenlampe Energizer Hard Case 300 LED m. AA Batterien

    38/ Reinigungsbürsten; Zahnbürste (alt) u. Messingdrahtbürste

    39/ Gabelschlüssel SW13 + SW15, Ringschlüssel gekröpft SW12 + SW13

    40/ Zangen; Wasserpumpenzange Lux, Kombizange Knipex

    41/ Inbusschlüssel Hazet SW 12

    42/ Montiereisen Hazet Reifen u/ Montierhebel 396mm

    43/ Metallbügelsäge (no-name)

    44/ Draht div. Stärken u. Längen (mehr als genug!); um z.B. herabhängende Auspuffteile oder andere heisse Teile zu fixieren, usw.

    45/ Schäkel aus Edelstahl div., klein

    46/ BW Elefantenhaut als Unterlags- oder Abdeckplane

    47/ Ersatzschlauch

    48/ Schlauchbinder aus Edelstahl in div. Durchmessern; f. Auspuff, Kühler, usw.

    49/ Handseilzug (no-name) WLL 500kg m. Stahlseil 6mm x 3m u. Umlenkrolle; taugt nicht wirklich viel!

    xx/ Inbusschlüssel Satz Hazet 7-tlg (nicht auf dem Foto!)

    xx/ Nussen-Satz 1/2" SW10 - SW22 m. Ratsche, Verlängerung kurz + lang u. Knebel (nicht auf dem Foto!)

    xx/ Verlängerungsrohr 1/2" x 50cm (nicht auf dem Foto!)

    Die letzten 3 sind normalerweise Bestandteil meines Toolkits und ich hab die offensichtlich mal rausgenommen und vergessen wieder einzupacken. War echt erschrocken dass da was wichtiges fehlt als ich die Fotos machte! Bei der letzten Offroad-Tour vor 2 Jahren hatte diese Werkzeuge z.B. mein Freund mit an Board und wenn man im Konvoi unterwegs ist kann man ja aufteilen.


    Im Dachkorb befand sich noch folgendes:


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    50/ Spanngurte m. Ratsche; 1x 25mm u. 1x 35mm breit inkl. Kantenschutz

    51/ GFK Waffleboards 96x35x4cm (Lichtgitterroste) 2x; zum Überwinden von Geländehindernissen wie Stufen, Rampen, Rinnen, Löcher, usw.

    52/ Fahradschloss u. Schlaufenkabelverlängerung v. Abus; Diebstahlschutz

    53/ Bergeschaufel Fiskars Ergonomic Spaten


    Die Teile im Dachkorb waren durch 2 Ratschengurtbänder (1x 35mm u. 1x 25mm breit) fixiert und da bewegte sich auch nix. Als Diebstahlsicherung wurden an den Toolboxen jeweils kleine Vorhängeschlösser angebracht und der ganze Krempel zusätzlich mit einem Fahrradschloss + Schlaufenkabelverlängerung (beides v. Abus) welches durch die Dachreling durchgeschlauft war gesichert. Klar hält sowas keinen ausgewachsenen Bolzenschneider stand, ein geneigter Dieb benötigt aber viel mehr Zeit was das Risiko dass er von jemanden entdeckt wird steigert - es schützt also mehr oder weniger durch Abschreckung ...


    Mein Set-Up erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und es wird auch ständig optimiert und verändert. Klar könnte man noch ein paar mehr Schraubendreher u. einige Litzenkabel m. Blockklemmen, 2-Komponentenkleber oder das ein oder andere Werkzeug hinzufügen und vor allem einen vernünftigen Greifzug um ein steckengebliebenes Fahrzeug rauszuziehen ... Hab mir auch nicht die Mühe gemacht und event. Schlüssel od. Nussen rauszunehmen die speziell für den Subaru nicht benötigt werden. Aber wo fängt man an und wo hört man auf damit das ganze auch Sinn macht für Einzelfahrten im Urlaub unweit der Zivilisation?


    Dem geneigten Betrachter wird aufgefallen sein dass eigentlich keine Ersatzteile dabei sind. Finde dass dies bei einem vernünftig gewarteten Fahrzeug das regelmäßig serviciert wird auch gar nicht notwendig. Wenn man mit meinem SUV/ einem motorisierten BOV keine 1000-2000km schafft ohne fürchten zu müssen dass eine aufwändigere Reparatur auf einen zukommt ist dies einfach das flalsche Fahrzeug für diesen Zweck, ganz egal ob es sich um eine Urlaubsfahrt oder eine Bug Out Situation handelt! Man hat sowieso immer jene Ersatzteile mit dabei die man gerade nicht benötigt ;-)


    Ich hab auf diesem (Off-)Roadtrip 3x direkt im Auto geschlafen und da bereits einiges an Gepäck im Innenraum war wie z.B. Campingtisch u. -stuhl, 2-flämmiger Gaskocher, 5kg Propangasflasche, 40L Kompressorkühlbox, Lebensmittel, 30L Wasser in 2 Kanistern, usw. war jedes Mal umräumen angesagt und der kompakte SUV mit mir in Liegeposition auf der teilumgeklappten Rückbank schon beinahe bis zur Decke hin angefüllt. Wer meint im Alltag alles mögliche an Notfallequpipment im Auto mitführen um für sämtliche Eventualitäten gerüstet zu sein schränkt meiner Meinung nach die Nutzbarkeit seines Kfz wesentlich ein, vor allem wenn nur ein kleineres Fahrzeug und kein ausgewachsener Pick-Up oder großer Minivan zur Verfügung steht!

    Den Druckwiderstand der sich beim pumpen des HyperFlow aufbaute kannte ich bis dato auch nicht. Ein Pumpwasserfilter mit Keramikelement verhält sich doch merklich anders als einer mit Hohlfasermembrane. Gewohnte Praktiken wie z.B. das Keramikelement nach Benutzung zur Lagerung gut austrocknen zu lassen sind bei einem Hohlfaserfilter offensichtlich kontraproduktiv! Der HyperFlow ließ sich nagelneu echt leicht drücken, auf dieser Tour allerdings nur mehr mit fühlbarer Gewalt. Hatte über 10 Jahre lang einen MSR MiniWorks EX m. Kombielement aus Keramik- u. Aktivkohle und diesen outdoors auch gut benutzt. Der Aufwand beim pumpen ist beim MiniWorks deutlich höher, die Filterleistung bei weitem nicht so toll wie beim HyperFlow. Die Filterkeramik setzt sich vergleichsweise rasch zu, wenn beim MiniWorks EX mal nix mehr durchging war er flux mit dem Scotchbrite Schleifpad wieder flott gemacht. Man schabt einfach vorsichtig die 'dichte' Schicht an der Keramikfilterkerze ab und schon gehts weiter. Die 2 Abreinigungsversuche mit dem HyperFlow haben mir gezeigt dass man ein blockiertes Hohlfaserteil keinesfalls so rasch wieder flott kriegt, also alles andere was man in einer Krisen- oder Notfallsituation haben möchte wo man unmittelbar auf gefiltertes Wasser angewiesen ist!


    Nach den 2 Reinigunszyklen auf der Tour war der HyperFlow nun ein paar Tage im Rucki. Bei den Abreinigungen hab ich drauf geachtet dass jeweils Wasser im Filterelement zurück blieb damit die Hohlfasern benetzt waren. Dies geht beim Hyperflow relativ einfach, die Ansaugseite ist durch 2x Ventile eh dicht und die Reinwasserseite lässt sich durch den mitgelieferten Cap ebenfalls gut dicht verschließen. Heute Nachmittag hab ich mit Essigwasser erneut einen Abreinigungsversuch unternommen und ca. 3/4 Liter zwecks Rückspülung durchgejagt. Siehe da, der HyperFlow ließ sich deutlich leichter bedienen als noch bei den Abreinigungsversuchen auf Tour und dies vom 1ten Pumpenhub an. D.h. der Filter muss sich inzwischen wohl 'regeneriert' haben sonst wäre hier wesentlich mehr Druck erforderlich gewesen. Werde morgen nochmals eine MIOX-Lösung hindurch pumpen zur Desinfektion der Hohlfasermembrane und dannach mit gereinigtem Wasser rückspülen und ihn so einlagern. Vor der nächste Tour werde ich ihn sicherlich testen und mal vorsorglich rückzuspülen ist sicherlich keine schlechte Idee Fluid;-)

    Kam gestern von einer Mehrtagestour heim bei der eigentlich autarke Trinkwasserversorgung z.B. aus Bächen od. kleineren Flüssen (also Oberflächenwasser) eingeplant gewesen wäre. Als Wasserfilter war der MSR HyperFlow am Start welcher eigentlich für seine hohe Durchsatzrate bekannt ist und tatsächlich hatte ich zuvor noch keinen Pumpfilter womit derart rasch gefiltert werden konnte. Schon am 1ten Tag hatte ich absolut Mühe mit dem pumpen. Trotz beinahe klarem Rohwasser lies er sich ungewohnt schwer drücken und für die 4,5 Liter f. Trinkblase u. Nalgene benötigte ich ca. 40 Ninuten. Musste ihn zwischenzeitlich 2-3 Mal zum abreinigen des Hohlfaserelementes umbauen d.h. zerlegen für das umstecken der Ventile zwecks rückspülen des Filters. Da hierfür bereits gefiltertes Wasser aus der Nalgeneflasche verwendet wird verlangsamt sich der gesamte Filterprozess zusätzlich. Trotzdem brachte diese mühsame Reinigungsprozedur kaum spürbare Verbesserung, d.h. der Durchfluss bleib vergleichsweise gering auf sehr niedrigem Niveau. Hab dann auf brachial weitergepumpt um an mein Wasser zu kommen bis zu dem Punkt als sich der HyperFlow von einem Pumpenhub auf den anderen sehr leicht drücken lies. Da mir das etwas seltsam vorkam hab ich das Teil abermals zerlegt und siehe da, das rote Ventil hat es glatt umgestülpt, d.h. die Ventilspitze zeigte in die flasche Richtung! Nachdem ich das ganze wieder gerichtet hatte war für mich erstmal Schluss, den diese mühsame Prozedur nervte einfach nur ...


    Für den Rest der Tour hab ich mein Wasser z.B. aus Gastwirtschaften besorgt, die Idee mit der autarken Wasservesorgung wurde also schon nach Tag 1 über Bord geworfen. Hab dann 2x morgens den Filter rückgespült mit überschüssigem Reinwasser welches ich sowieso weggeschüttet hätte, also insgesamt etwas mehr als ca. 1,5 Liter. Der HyperfFlow lies sich danach zwar wieder zunehmend leichter drücken, aber immer noch kein Vergleich zu einem fabriksneuen Filterteil. Er war totes Gewicht im Rucksack, da ich ihn nur für den Notfall zum filtern erneut verwendet hätte. Der Filter ist zum Zeitpunkt dieses Vorfalles etwas mehr als ca. 3,5 Jahre alt. Er war schon mehrmals auf Tour mit dabei, aber insgesamt wirklich nicht oft in Gebrauch - würde sagen ich hatte damit ca. 10-15 Liter Schmutzwasser gefiltert. Nach jedem Gebrauch wurde er zu Hause jeweils mit einer MIOX- oder Lösung aus Micorpur Forte rückgespült und ein paar Tage zur Trocknung der Teile ausgelegt bevor ich ihn wieder zur Zwischenlagerung zusammengesezt hatte. Er wurde oft über Monate hinweg nicht verwendet wo das Hohlfaserelement sicherlich komplett ausgetrocknen konnte. Was meinen HyperFlow angeht werde ich mir ein Ersatzfilterelement besorgen und in Zukunft deutlich mehr rückspülen damit dieses auch (hoffentlich) länger durchhält.


    Das Malheur mit dem MSR HyperFlow ist nicht das einzige Problem das ich mit einem Wasserfilter hatte welcher mit Hohlfaserfilterelement ausgestattet ist. Ähnliches ist mir mit dem bekannten Sawyer Mini SP128 passiert. Obwohl dieser ebenfalls selten benutzt, immer mit der orig. Reinigungsspritze gut abgereinigt und trocken eingelagert wurde war dieser schon nach vergleichsweise kurzer Zeit so zu dass beinahe nix mehr durchging. Ich schob's damals auf ein Herstellerproblem und bin auf einen MSR TrailShot umgestiegen. Auch hier zeigte sich ein ähnliches Phänomen, schon im 2ten Jahr lies er sich zunehmend schwerer pumpen und dies führe ich keinesfalls auf häufige Verwendung mit stark verschmutztem Wasser zurück! Vielmehr gehe ich davon aus das die Hohlfasertechnologie das eigentliche Problem ist? Kann folgende Ursachen haben:

    1/ Event. trocknen die Faserstränge bei längerer Lagerung aus und schrumpfen dabei, d.h. die eh schon vergleichsweise geringe Porengröße verkleinert sich zusätzlich

    2/ Die Mikroporen in den Hohlfasern verlegen sich mit Partikeln aus dem Rohwasser welche auch durch die üblichen Abreinigungs- u. Rückspülvorgängen nicht wieder frei zu bekommen sind

    3/ Affinität des Hohlfasermaterials mit Stoffen die im Wasser gelöst sind wie z.B. Kalk; die Materialen gehen zwar keine chem. Bindung ein haften aber trotzdem aneinander was zur Filterblockade führt

    4/ Andere (mir unbekannte) Ursache(n) ...


    Aus Fehlern lernt man und ich werde sicherlich die Filter vor jeder größeren Tour mal kurz testen ob noch ein gewisser, d.h. zufriedenstellender Durchsatz vorhanden ist ... Trinkwasserfilter welche auf Hohlfasertechnologie setzen sind wirklich leichtgewichtig und ich werde sie auch weiterhin draussen verwenden. Die Beispiele oberhalb zeigen mir dass diese Filterart offensichtlich ein Problem mit der Langlebigkeit und Dauerhaltbarkeit hat den verglichen z.B. mit üblichen Keramikfilterelementen lässt sich diese Filterart keinesfalls beliebig reinigen oder im bereits benutzten Zustand über längere Zeiträume problemlos einlagern. Wie seht Ihr das, habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie umgeht Ihr diese Problem damit Eure Filter möglichst lange nutzbar sind?

    Hmm, Formrohre oder Reparaturscheißungen am Auto hören sich nach eher geringen Wandstärken an, Autobleche sind oft nur 0.6-0.8mm 'dünn'. Gibt zwar für die Elektrodengeräte auch spezielle Dünnblechelektroden, wenn man damit aber nicht geübt ist vergrößert man eher Löcher und Nahtspalte und die Schweißerei wird zur Geduldsprobe!

    Auf was ich generell achten würde beim Schweißgerätekauf:

    - Trafowicklungen aus Kupfer und nicht aus Alu

    - Gleichrichtergerät, die günstigen sind alles Wechselrichter und damit untauglich für etwas hochwertigere Elektroden

    - eingebauter Überhitzungsschutz u. stufenlose Anpassung der Stromstärke

    Sowas wie eine Fronius TransPocket genügt zweifellos professionellen Ansprüchen, da gibts aber auch verschiedene Modelle in der TransPocket Serie soweit ich weis ...


    Für dünneres Material ist klar eine Schutzgasanlage (MIG/MAG) im Vorteil. Du lebst ja eh am Land Ben und sowas haben z.B. Landwirte gerne mal herumstehen. Event. mal durchfragen in der Nachbar- und Verwandtschaft, den für ein paar Euros ist sowas auch schnell mal ausgeliehen für einen Tag ;-)

    Interessante Vorstellung Carpe, das Teil sieht tatsächlich sehr originell aus ;-) Ein Tunnelzelt m. Verlängerungs- u. Ofenoption, aussenliegendem Glasfasergestänge, Clipbefestigung und vor allem extra Spanngurt an den Stirnseiten hab ich auch noch nicht gesehen ;-) Weis man was über den Hersteller, stammt das abgebildetet Teil so wie der Nachfolger auch von Hilleberg?

    Hab zugegeben wenig Erfahrung mit EPA, MRE & Co, vor ein paar Jahren allerdings mal Gerichte aus Rationspaketen von US-Beständen angetestet. Geschmacklich war das gar nicht mal schlecht (soweit ich mich erinnnern kann), also ähnlich üblicher Trekkingnahrung. Womit ich hadere ist das Müllaufkommen, jedes Gericht/ Gewürz ist portionsweise gesondert verpackt, Plastikbesteck, Heater Pack, Salzbriefchen, usw. benötige ich üblicherweise nicht und die Umverpackung ist ebenfalls overkill. D.h. nach jeder Mahlzeit bleibt ein Abfallberg zurück! Bei den aktuellen Preisen komme ich sicherlich nicht in Verlegenheit da was zu kaufen und wenn ich div. Trekkingnahrung einzeln ordere gibt's auch weniger die Überraschung dass mal was in der Packung ist was mir absolut nicht mundet ...

    Ein Schutzraum im Keller oder ein Keller welcher sich als Schutzraum adaptieren lässt ist ja prinzipell mal nix verkehrtes. Vor ein paar Jahren startete ein großer Ausverkauf beim Heer wo zahlreiche Parzellen mit Bunkern verkauft wurden und da sind sicherlich noch ein paar größere Anlagen zu haben, Anschaffungspreise wohl jenseits der 500kEUR. Einen Bunker allein irgendwo hinbauen würde ich nicht, die Baukosten und des eingeschränkten Nutzungswertes schrecken ab, wäre mir auch zuviel des Guten ... Ein Erdhaus hätte zweifelsohne was, aus dem Hippie-Alter bin ich mittlerweile rausgewachsen, also kratz mich das auch nicht so recht ;-)


    Ein Haus oder eine Hütte im Wald würde wohl jeder gerne haben und da sage ich sicherlich nicht nein zu sowas. Die Botenstoffe der Bäume (Terpene) haben ja positiven Einfluß auf unsere Gesundheit und unser Gemüt, was als wissenschaftlich erwiesen gilt. Eine offizielle Baugenehmung für ein beliebiges Waldstück zu bekommen ist schlicht aussichtslos, man muss also bereits eine Waldparzelle erwerben wo Bausubstanz drauf steht. Die Baubestimmungen werden sicherlich in Zunkunft noch verschärft um den Fortschritt der Bodenversiegelung einzbremsen, alleine schon aus diesem Titel heraus werden Häuser u. Hütten mitten im Wald tendenziell weniger.

    Der "Treibstoffverbrauch" eines Menschen ist unter Belastung auch weit höher als ohne. Auf der Flucht durch Muskelkraft braucht man also nicht nur aufgrund der längeren Dauer mehr zu essen und vor allem zu trinken.

    Auf meinen Mehrtagestouren wo ein größerer Rucki mitsamt Campinggear dabei ist hab ich meist auffällig geringen Appetit und esse vergleichsweise wenig. Wenn sich aber eine Gelegenheit ergibt (nach dem 2ten od. 3ten Tag) wird auch schon mal gut zugelangt, z.B. an Geschäften oder Supermärkten entlang des Weges wo sowieso der Proviant ergänzt wird. Klar steigt der Kalorienverbrauch beim Gepäcksmarsch, ganz besonders wenn man dies in der kalten Jahreszeit angeht - offensichtlich hab ich genug Reserven von denen mein Körper zehren kann. Die Verdauung von Nahrung verbraucht Energie, weshalb also ständig futtern wenn man diese zur Fortbewegung nutzt? Wenn ich zu wenig trinke bekomme ich die Rechnung unmittelbar nach nur wenigen Stunden präsentiert, zeigt sich in Form von Schwächezuständen, Übelkeit u. Kreislaufproblemen - wird sicherlich mit einem niedrigen Fitnesslevel noch zusätzlich verstärkt. Auf meinen Wandertouren geh ich es aber vergleichsweise gemütlich an, Tagesstrecken von 15-20km sind eher die Regel - ist ja Freizeitaktivität und keine Flucht! Bin's schon gewohnt dass ich mit meinem langsamen Marschtempo immer als letzter am Etappenziel eintrabe, was solls. Halte mich an den Spruch 'wer staht kreid kimd ah waid'.


    Ausreichend Verpflegung und Flüssigkeitszufuhr ist ein Thema, guter Nachtschlaf ein anderer wesentlicher Punkt auf mehrtägigen Touren zu Fuß. Viele haben nur ein Tarp m. Schlafsack auf ihrer Packliste und wenn man Outdoor-Übernachtungen in diesem Stil nicht öfter mal probt wird durch die ungewohnte Atmosphäre draussen wohl kaum tiefen Schlaf finden und die Nächte womöglich sehr unruhig verbringen. Man geht den nächsten Tag unausgeruht an, ist müde u. leichter reizbar, usw. - alles Sachen die in einer Ausnahmesituation eigentlich nicht gebrauchen kann! Wer öfter mal wandert lernt natürlich auch mit kleinen Plessuren umzugehen. Da ist dann von Haus aus eine Schuh-Socken Kombi am Start die wenig zu Blasenbildungen neigt, die richtige Unterwäsche gegen roten Hintern inklusive der Pflegesalbe falls der Wolf doch mal zugebissen hat ... Ihr seht schon, zu dem Thema gibts einiges was sich nicht nur mit einer guten Gearlist abdecken lässt, da sind neben Fitness auch ein paar Skills gefordert und vor allem letzteres lässt sich mit wenig Aufwand trainieren ;-)

    Mit Treibstoff habe ich tatsächlich Kraftstoff für verbrennungsmotorbetriebene Vehikel gemeint JoBe, ganz egal ob Auto, Wohnmobil, 4x4, Motorrad, Motorboot od. -schlitten - all das braucht Sprit für die Fortbewegung. Man kann mit solchen Fahrzeugen schneller vorankommen, braucht also weniger Zeit bis zur BOL und benötigt daher event. weniger Lebensmittel. Zu Fuß oder mit Rad ist man langsamer und braucht zeitmäßig länger für die selbe Distanz, was entsprechend mehr Proviant u. Verpflegung erfordert. Fahrzeuge setzen für ein rasches Vorwärtskommen offene u. befahrbare Strassen voraus - was nützt einem ein schnelles Fahrzeug wenn die Route gesperrt, bereits verstopft oder erst gar nicht befahrbar ist weil Strassen und Brücken zerstört sind, wie wir es aktuell in den Hochwassergebieten in D haben ...


    Ansonsten 100%ige Zustimmung zu Deinen Ausführungen JoBe, für höhere km-Leistungen pro Tag und längere Distanzen ist enstprechende Fitness erforderlich. Mit leichtgewichtiger Ausrüstung lässt sich zwar einiges kompensieren und man kommt zweifelsohne rascher voran wenn der Rucksack kleiner ausfällt oder das MTB weniger bepackt ist. Die zahlreichen Load-Outs von Bug-Out oder INCH-Packs auf YT zeigen da allerdings ein gegenteiliges Bild: Oftmals ist miltärisches Gear aus Army-Surplus Bestängen am start, mit tacticool angehauchten MOLLE-Ruckis die unbepackt bereits 3kg oder mehr auf die Waage bringen. Dazu bulkige KuFa-Schlafsäcke, schwere Nässeschutzbekleidung, jede Menge Messer u. Werkzeuge, usw. Packt man da noch Lebensmittel für 'nur' 3-5 Tage drauf ergeben sich locker Packgewichte von 20-25kg (meine Schätzung). Wenn ich nun die oberhalb angeführten 100km in 3 Tagen heranziehe vewundert es keinesfalls wenn sich dabei köperliche Probleme ergeben! Bei unserer letzten Mehrtageswanderung legten wir Anfang Juni über 70km in 3 Tagen zurück, wobei der Rucksack zw. 16 u. 17,5kg wog (je nach Füllstand v. Wasser u. Proviant), 1x im Zelt und 1x in einer Pension übernachtet wurde und die längste Tagesetappe ca. 30km betrug. Meinen Fitnesslevel würde ich aktuell als unterirdisch bezeichnen, bin dieses Jahr wirklich faul und hab durch einen Krankheitsfall in der Familie wenig Lust da was dran zu ändern ... Jemand der regelmäßig trainiert und mit ordentlichem Rucki ab und an mal campen geht ist hierbei sicherlich nicht im Nachteil ;-)

    Wieso denkt ihr bei diesem Wort immer an Rucksack, Wanderschuhe und zu Fuss irgendwohin?

    Weil das in unzähligen Forenbeiträgen, in der einschlägigen Prepper-Literatur und in zig Youtube Videos so vorgekaut wird und auf diese Weise zu einer Art 'Prepperstandard' geworden ist. Fürchte das vieles unreflektiert übernommen wird und zu wenig auf die eigenen Möglichkeiten u. Optionen abgestimmt ist. Wer z.B. ein vernünftiges Mountainbike zu Hause stehen hat ist mit ein paar Packtaschen in einer Bug-Out Situation besser bedient. Mit Rad kann man gegenüber einem Fußgänger innerhalb eines Tages locker die 2-3 fache Strecke zurück legen und mit geeigneten Reifen sind auch schlechte Wege kein Handicap. Gleiches gilt z.B. für ein geeignetes Boot wenn man an einem Fluß wohnt, usw. Beide Optionen lassen sich mit Muskelkraft betreiben, benötigen also keinen Treibstoff und erfordern vergleichsweise wenig Wartungsaufwand, werden aber als Alternativen an kaum einer Stelle erwähnt ...

    Was Chris McCandless betrifft wird gemunktelt dass er keinen Elch sondern ein Karibou erlegt hat, also eine deutlich kleinere Hirschart - stammt von einem Jäger der dies aus den Knochenresten erkannte welche beim Bus gefunden wurden. Zudem wird angenommen dass eine schleichende Vergiftung seinen Hungertod noch beschleunigt haben soll. Er hat offensichtlich wilde Kartoffelsamen über einen längeren Zeitraum zu sich genommen welche das Gift ODAP enthalten und trotz der geringen Dosis Lathyrismus, also körperliche Schwächezustände verursachten.


    Man kennt dies ja von der Instagram oder Youtube Influencer-Szene: Ein einziges Foto oder ein kurzer Clip von einem schönen Spot kann eine Völkerwanderung auslösen. Ist also naheliegend das zu dem Bus gepilgert wurde und von der Story fühlen sich sicherlich viele angezogen. Leider auch solche die dies besser bleiben lassen sollten und die Kandidaten müssen das ja erstmal besser hinbekommen als ihr Idol. Zudem sind weite Gebiete Alaskas nach wie vor Naturraum, von daher hat ein rostiger Bus dort eh nix verloren und ich finde solche Müllentsorgungsaktionen prinzipiell gut.