Beiträge von TID

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    und alle anderen


    Eine Flußüberquerung unter Fluchtbedingungen ist, egal zu welcher Jahreszeit ein gefährliches Unterfangen. Gerade bei Flüßen wie der Donau mit einer Breite von über 300m ist das wirklich alles andere als profan, im Gegenteil, eher lebensgefährlich.


    Ich bin seinerzeit bei meinen Überlegungen davon ausgegangen, das das Ganze auf jeden Fall im Winter funktionieren muss.

    Dazu habe ich damals mehrere Trockenanzüge der Hersteller Ursuit und Hansen Protection beschafft und erst einmal die verschiedenen Anzüge in ihrem Nutzwert getestet. Die URSUITS sind dann alle rausgeflogen, zu schwer, zu unflexibel und schlechter verarbeitet als die von Hansen Protection.


    Wir sind als Familie also bei Hansen geblieben. Nun besitzt jedes Familienmitglied einen Hansen Protection Sea Wind.

    Das ist ein extrem bequemer und leichter Trockenanzug mit echt funktionierender Goretexmembran, der absolut wasserdicht und dennoch gut atmungsaktiv ist.

    Der Vorteil bei diesen Anzügen ist, das man über dem Teil seine normalen Stiefel trägt und nicht auf irgendwelche komischen Füßlinge etc. angewiesen ist, was bei einer Flucht schlecht wäre. So ein Anzug wiegt um die 1600g.


    Man fällt überhaupt nicht auf, wenn man über dem Anzug einfach ein paar normale Regenklamotten trägt.

    Ich habe damit 2017 mit dieser Kombination einen Unterkühlung- und Fluchttest gemacht, allerdings dort vor einem militärischen Hintergrund, mittlerweile habe ich das Ganze auch in einer zivilen Version.

    Seinerzeit habe ich das so getestet, das ich ein Loch ins Eis getreten habe und dann mit dem Anzug da rein bin. (Im Video sind es nur 2 Minuten, es war aber länger ;-) ) Als ich dann richtig kalt war, habe ich das Wasser verlassen, habe dann etwas geschummelt in dem ich das Wasser aus den Stiefeln kippte und bin dann bei -3°C und Ostwind über die freie Pläne 8km mit 24kg Gepäck zur BOL gelaufen um dort zu nächtigen und am nächsten Tag mit den nassen Klamotten wieder heim zu laufen.

    Prämisse war, das während der ganzen Aktion keine Nahrungsmittel und Getränke aufgenommen wurden, um zu sehen, wie es sich so ohne Energiezufuhr macht.

    hier das Video zu der damaligen Aktion:


    Test:Teilamphibische Outdoor-/Prepperausrüstung - YouTube


    FAzit des Tests war, das man die Ausrüstung für solche Aktionen benutzen kann. Im Wasser ist das ja auch alles in Ordnung, weil es über 0°C warm ist. Wenn man dann mit dem nassen Anzug weiter unterwegs ist, muß man in Bewegung bleiben, weil man sonst ziemlich auskühlt. Im Video sieht man auch eine Stelle, wo ich leicht lalle, was durch die Kälte verursacht wurde.

    Die ganze Aktion hat ca. 11-12h gedauert und mir gezeigt, das es funtkioniert.


    Unter dem Anzug hatte ich lediglich einen Satz Thermowäsche von Decathlon drunter.


    Weiterer Hintergrund war die Frage, ob die Membran des Anzuges eine Frostnacht übersteht. (Hat sie ;-) )


    GRuß


    TID

    Hier mal eine Überlegung von mir zum Thema:


    Es war geplant, die Donau mit der Rollfähre Korneuburg in östlicher Richtung zu überqueren.

    Dies ist, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr möglich.

    Die Donau hat dort, wie ich der Website eines örtlichen Ruderclubs entnehmen konnte, ein Strömungsgeschwindigkeit von 7-knapp 8km/h.

    Für mein Beispiel nehme ich 7,5km/h an.


    2020-11-23 20_53_03-MilGeo-PCMAP - [Image Korneuburg_wien].jpg

    Da keine Zeit ist, steige ich ca. 200m unterhalb des Fähranlegers auf der Ostseite in die Donau ein.

    Der anvisierte, späteste Landungspunkt liegt in ungefähr 1790m Entfernung.


    Ausgehend von der Strömungsgeschwindigkeit befände ich mich minimal 15min im Wasser.

    Der Fluss ist ca. 360m breit, was bedeuten würde, das ich pro Minute ca. 25m Versatz machen müsste, was mit Rucksack und Ausrüstung am Leib kaum machbar erscheint...:(


    Mist, Also noch mal, ich halte eine Drift von 10m pro Minute unter Fluchtbedingungen für realistisch, was bedeuten würde, das ich ca. 36min im Wasser wäre, was wiederum einer Strecke von 4,5km entsprechen würde.


    Gruß


    TID

    Ich denke, man muss unterscheiden, was man unter „Wald zum Spielen“ versteht.

    Unser eigentliches Waldgrundstück ist mit seinen 3500qm sehr klein, dafür liegt es ziemlich alleine und um die im Umkreis befindlichen Flächen kümmert sich niemand, so das ihr Euch den Rest denken könnt.

    Durch die Art des Grundstückes war es nicht gerade billig, dafür könnten wir auch drauf bauen, wenn wir wollten.

    dazu könnte es sogar an die Versorgungsinfrastruktur angeschlossen werden. Auf diesem Grundstück können wir daher machen was wir wollen, es kümmert niemanden.

    Für Wirtschaftswälder ist es hier in D glaube ich ähnlich wie in Ö. Hier haben die anderen Eigner bei Größen über 1ha immer Vorkaufsrecht, so das es nicht einfach ist, einen nicht vollkommen runter gewirtschafteten Wald zu kaufen.


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    Mobilhome und Hütte bei uns im Wald ;-)


    Gruß


    Tid

    Ich kann dazu sagen, das ich regelmäßig Lebensmittel, die schon sehr lange abgelaufen sind, verköstige.

    Mit sehr lange meine ich Zeiträume von 5-15 Jahren über MHD.

    Hier kommt es sehr auf die Dose an. Zum Beispiel ist es so, das 5-6 Jahre abgelaufene Pfirsiche aus der unbeschichteten Dose halt metallischer schmecken als Pfirsiche aus der kunststoffbeschichteten Dose.

    Ich habe da aber einen extra Vorrat mit Experimentaldosen, die seit Anbeginn im Wald stehen, ich habe sie 2013 dahin gebracht und so sind schon einige Winter und Sommer drüber gegangen. (Sie sind den klimatischen Veränderungen voll ausgesetzt.

    Ich kann hier gern mal so eine Dose zeigen und zubereiten. Die sehen von außen echt schlecht aus, das sie oft von Schimmel und Rost befallen sind ;-).


    Gruß


    TID

    Absetzen durch bzw. in den Wald ist für mich die ideale Geschichte.

    Im Wald ist man schneller von der Bildfläche verschwunden.

    Man kann sehr schnell unauffällig kampieren.

    Oft gibt es bei uns Wasser, das sich in Fahrspuren gesammelt hat, das ist auch ideal, weil man dann nicht die bekannten Wasserstellen anlaufen muß.

    Der Wald bietet die Möglichkeit, sich einfacher der thermalen Aufklärung durch Drohnen etc. zu entziehen.



    Wichtig ist natürlich, das man auch auf diese Idee hin gepackt hat.


    Gruß


    TID

    Von Knorr, Maggi und Konsorten halte ich für unsere Anwendungsfälle nichts.

    Ich benötige so etwas im Rucksack um auf der Flucht etc. schnell und lecker viele Kalorien rein zu bekommen.

    Knorr und Maggi sind darauf ausgelegt nicht so viele Kalorien zu enthalten, wie hochkaloriscches Trekkingfood.

    Klar der psychologische Effekt ist der Gleiche, der physiologische aber nicht.

    Vorzuziehen sind nach meinem Erachten Nudelgerichte aufgrund der Möglichkeit sehr schnell wieder handlungsfähiger zu werden. (Ich rede davon, das man vorm essen so auf ist, das man Schwierigkeiten hat, noch zu laufen und man moralisch voll durch ist.)

    Mit Reisegerichten habe ich diesbezüglich z.B. schlechte Erfarhungen gemacht, da ich die Energie aus dem Reis nicht so schnell frei setze wie aus Nudeln oder Brot.

    Oben ist ein Video zu Adventurefood gepostet. Die Marke habe ich 2014 intensiv getestet und ich mochte die nicht so gerne, was aber nichts heißt, weil Geschmäcker nun mal verschieden sind ;-).

    Derzeit esse ich gerne die Nudeln und das Müsli vom Decathlon ;-).

    Ich habe aber in der 5 Tage-vollautark-Winter nur 4 Packungen drin. Ansonsten setze ich auf Mischbrot, Käse , DR Oetker Seelenwärmer etc etc. Kakao ist zum Beispiel immer auch sehr wichtig für mich :-) (Instantkakao mit Wasser)



    Gruß


    TID

    Die Flussüberquerung ist wirklich immer ein extrem spannendes Thema.

    Ich habe mir vor einigen Jahren auch intensiv dazu Gedanken gemacht. Folgende Anforderungen hatte ich damals an die Lösung gestellt:


    - Es muss unauffällig sein, sprich man erkennt nicht, das man sofort amphibisch unterwegs sein kann.

    - Keine Vorbereitungs- Aufbauzeiten. (Ins Wasser geht man nur wenn es echt "brennt".

    - Kein Boot, Packcraft etc.

    - Nach dem Verlassen des Wassers muß man auch im Winter gleich weiter können, ohne sich umzuziehen etc.

    - Um Strecke machen zu können muss alles leicht und bequem sein.


    Ich weiß nun nicht, wie breit die Donau bei Euch im relevanten Gebiet ist und wie hoch die Strömungsgeschwindigkeit ist. Das können wir ja noch rausfinden, bez. der Berechung der Abdrift etc..


    Konkrekt hatte ich seinerzeit zwei Überlegungen:


    1. Fluss als Fluchtweg.

    Ich seile mich von einer Brücke ab und lasse mich mit der Strömung treiben, da kaum jemand damit rechnet, das jemand einen kalten Fluß ohne Boot zur Flucht nutzt.

    Ideal wäre es, aus dem Fluß wieder auf eine Brücke aufentern zu können. Das bekomme ich aber bislang noch nicht hin.


    2. Flussüberquerung.

    Ich komme im winter an den Fluß, gehe ohne jeglichen Zeitverzug rein, überquere den durch Nutzen der Strömung und etwas Schwimmbewegungen. Steige dann aus und laufe weiter.


    Szenario 2 decke ich bisher vollständig ab, ich werde das mal vorstellen, wenn Interesse besteht.

    Ideal wäre es, etwas mehr zum Einsatzort WIEN/Donau zu erfahren, also wo soll die Flußquerung konkret stattfinden.



    Gruß


    TID