Beiträge von Roekkr3

    Ich möchte keine Triage in Österreich sehen.

    Wer möchte das schon?
    Dabei sind wir noch weit weg vom Geschehen - wie meinst du das es Ärzte oder medizinisches Personal gehen wird, die diese Entscheidungen im schlimmsten Fall zu machen haben?

    Wer hätte sich in 2019 gedacht, dass wir im europaischen Raum überhaupt an solche Dinge denken werden müssen.
    Es zeigt einmal mehr, wie fragil unsere westliche Gesellschaft hinsichtlich Infrastrukturen ist. Solange es läuft, läuft es - aber sobald etwas nicht nach Vorschrift funktioniert, entgleisen "wir".

    War vorhin im Radio, dass Schladming bis letztes Wochenende noch "the place to be" für tolle "wir lassen uns nichts sagen" Feiern war.
    Da bleibt einen die Spucke weg und fangen die Finger langsam jucken an.

    Wochenlang haben sich ein paar Freunde über meine Warnungen und Empfehlungen lustig gemacht oder mich gar als Paranoider betitelt.
    Nun liegen 7 deren Partner bzw. Elternteile im Krankenhaus, 4 davon auf der Intensivstation und davon 2 seit gestern Abend mit Beatmung in einem künstlichen Koma versetzt.

    Es ist bemerkenswert wie schnelll die Leute ihren Sinn für Humor bzw. die Lust an Verschwörungstheorien verlieren, wenn sie mit der Realität konfrontiert werden.

    Nun Intensivbett ist ja auch nicht gleich Intensivbett. Das Problem daran ist, dass z.B eine Herzintensivabteilung (oder Brandverletztungen) zwar Intensivbetten hat, aber weder das Personal noch die Abteilung für Infektionskrankheiten geschult/ausgerüstet sind. Dies stellt vorallem auch das Personal vor große Herausforderungen.

    Danke für die Bestätigung ;)

    Lehrer positiv.
    Von den 4 Klassen die er unterrichtet, wurde 1 Klasse offiziell benachrichtigt (mit Polizei und Rettung an der jeweiligen Haustür) - die anderen 3 Klassen, die an genau denselben Tag von diesen Lehrer unterrichtet wurden, haben bis jetzt noch keine Infos bekommen. Ist aber mittlerweile 4 Tage her.

    Wir haben dann unseren Sohn selbst zum Test geschickt (wie auch einige anderen Eltern). Resultat war in 6 Stunden da und negativ.

    Studie zur Verbreitung von Aerosolen in Räumen und der Ansteckungsgefahr mit / ohne Masken bzw Lüften:

    Aerosolverbreitung in Räumen (in englisch)

    An alle viel Glück, dies in einer 60 m² Wohnung versuchen einzuhalten...
    Eine japanische Studie hat die These aufgestellt, das infizierte Partikel bis zu 5x länger in der Luft hängen bleiben können als bisher angenommen.

    Wenn Patient 0 sich also wie ein normaler Mensch verhält und mal im Wohnzimmer, mal in der Küche und im Bad ist - dabei dann die Verkehrsräume immer wieder verwendend - dann weiß man wie unmöglich es ist, sich auf Dauer schützen zu können. Und keiner wird zuhause mit einer Masken auf der Fassade herumlaufen.

    Zitat

    Im Schnitt gibt es 2.000 Intensivbetten in Österreich, belegt werden können sie laut Ostermann mit 1.800 Menschen. Ungefähr 60 Prozent davon benötigen die Betten akut, also nach Unfällen oder wegen nicht verschiebbarer Eingriffen. Somit gebe es ein Potenzial von 700 Betten, die in einem Notfall für Patienten zur Verfügung gestellt werden können.

    Was heißt "im Schnitt"? Was ist mit den anderen 200? Sind die nur zum anschauen oder brauchen manche 2 Betten?

    Einen Ausschnitt aus einem Beitrag aus dem Frühjahr:

    Zitat

    In absoluten Zahlen sind von den 2.500 Intensivbetten derzeit 90 von Corona-Patienten belegt, 540 der 5.560 Corona-Erkrankten insgesamt (Stand 25.3., 15 Uhr) sind im Spital. Laut einer Studie aus dem Jahr 2012 ist Österreich auf Platz drei im europäischen Vergleich, was die Dichte an Intensivbetten angeht.

    Huch...
    Das wären dann 500 bzw. gar 700 Betten mehr!

    Das Problem ist ja auch nicht die Anzahl der Betten - sich darauf blind zu starren ist falsch.
    Betten kann ich überall aufstellen und wenn ich das Wasser aus ein Hallenbad rauslaufen lassen muss um Platz zu schaffen. Geräte kann ich auch soviele heranschleppen wie ich kann (wenn ich rechtzeitig agiere) - es sind nur zwei Faktoren die entscheidend sind:
    1) qualifiziertes Personal, generell gerechnet und habe ich eine "Reserve" falls diese Leute selbst erkranken (diese Antwort lautet: Sparmaßnahmen-Nein).
    2) kann die Medikamenten-Herstellung aufrecht erhalten bleiben um das Mehr an Patienten versorgen zu können, kombiniert mit Punkt 1) (und derselben Schlussfolgerung wenn die Verbreitung nicht bald stark eingebremst wird).

    Eigentlich sollte die Freiheit einzelner dort enden, wo die Sicherheit anderer dadurch gefährdet wird...


    Theoretisch, pauschaliert und blau-äugig gesehen: ja....


    Will aber mal sehen, wenn sie dich dann in der Nacht aus dem Bett holen und du eine Führung durchs Haus machen musst, die Kinder und Frau beunruhigen oder gar verstören/verängstigen. Ein "wir wollen nicht im Schlafzimmer reinschauen" ist dann auch schnell über Bord geworfen bzw. kannst du dich eh erst im Nachhinein (wenn es eh schon geschehen ist) rechtsmäßig beschweren.

    Es trifft nämlich nicht immer die "Bösen" bzw. sehr oft nicht. Und wenn man sieht wie manche Dorfs-Sheriffs sich bei Lapalien unsachmäßig verhalten, will ich denen nicht in die Befugnis sehen - solche "Besuche" durchzuführen.

    Na bin gespannt wie sie das rechtlich umsetzen möchten.

    Bin eher gespannt, ob sich das wer gefallen lassen wird - das ist eine heftige und gegebenenfalls gefährliche "Rechtfertigung".

    Wer Freiheit für Sicherheit aufgibt, wird am Ende keines der beiden haben.

    Aber auch wenn Österreich jetzt für einen Lockdown entscheidet um die Zahlen rechtzeitig (vor Überbelastung des Gesundheitssystems aber auch vor Start der Wintersaison) im grünen/grüneren Bereich zu bringen - bringt das wirklich was?

    Wenn die Länder, von denen den Wintertourismus am stärksten abhängt (DE, NL, GB, BE), selbst die Zahlen nicht im Griff bekommen, eventuell selbst einen Lockdown ausrufen und möglicherweise viele Jobs in der Schwebe hängen - werden die wahrscheinlich eh nicht verreisen (dürfen). Und wenn doch, sollte man sein eigenes Land dem Risiko aussetzen, durch Einschleppung von potentiell infizierte Touristen, im Frühjahr einen (möglichen) 3. und absolut verheerenden Lockdown zu riskieren?

    Ich verstehe auch nicht, warum Österreich JETZT (Saison-Flaute) die Grenzen nicht dicht macht bzw. eindeutige (Ein)Reisewarnungen verhängt. Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn auf den Autobahnen wieder 100e km an Blechdosen geparkt stehen?

    Das finde ich interessant, glaube ich aber auch. Ich denke sogar, dass die Beibehaltung des Maskentragens und der vermehrten Hygiene (Einkaufswagerl desinfizieren) einen positiven Einfluss auf künftige Grippewellen haben wird.


    Was denkt ihr?

    Würde es begrüßen - vor allem wenn die Leute es bei Erkrankungen einsehen, dass sie damit ihr Umfeld schützen können. Dann hat die Pandemie auch noch was gutes gehabt.

    Habe den großen Besteck- und Utensilienkorb Hobo von Ikea (Ordning) - da kannst ordentlich reinpfeffern. Oben ein Gitter drauf und fertig.
    Kannst auch noch ein Blech reinstecken mit dem du dann die Öffnungen mehr oder weniger frei hast um den Kamineffekt zu beeinflussen.

    Ist bei uns schon ein Dutch Oven mit Gulasch drauf gestanden. Probier die Billigst-Variante mal, wenn es nix ist kannst immer noch Geld in der Hand nehmen.

    Naja, wenn man sich ansieht wie in manchen Ländern gegen diese Maßnahmen vorgegangen wird, verstehe ich es einerseits schon das man das möglichst lang rauszögern möchte. Ob es insgesamt klug ist, bezweifle ich andererseits.

    Die Frage die man sich da stellt ist auch: wenn es dann hart auf hart kommt - bekommt man die Geräte dann auch sofort wieder zurück.
    Der eigene Hausverstand sagt: eher ned...


    Zitat

    Naja, wenn man sich ansieht wie in manchen Ländern gegen diese Maßnahmen vorgegangen wird, verstehe ich es einerseits schon das man das möglichst lang rauszögern möchte. Ob es insgesamt klug ist, bezweifle ich andererseits.

    Gut, wenn ich aber davon ausgehe dass dieser Lockdown so oder so kommen wird - riskiere ich eine Eskalation (lies: Demos) eher lieber nun, wo man noch Kapazitäten hat als wenn man eh schon in der Überbelastung gerutscht ist und sich dann nochmal um weitere Unbelehrbaren kümmern muss.

    Wobei man dann auch rechnen soll, dass Demos unter Umständen weniger friedlich oder gewaltfrei verlaufen (bzw. aufgelöst werden müssen) - wo dann die medizinische Versorgung weiter strapaziert wird weil Demonstranten / Polizei ärztlich versorgt werden müssen.

    Heute vormittag im Radio gehört - aber finde jetzt nichts mehr dazu: Seb Kurz der sagte, dass sie einen Lockdown im Dezember nicht mehr ausschließen werden, wenn die Marke von 6000/7000 Neu-Infektionen überschritten werden? Edit: das da gefunden...

    Falls das so stimmt und man diesen Trend als wahrscheinlich einstuft - warum wartet man bis es soweit ist?
    Warum nicht jetzt eingreifen und dafür sorgen dass das Gesundheitssystem nicht an den Belastungsgrenzen gerät?

    Man vergisst immer wieder "gern" dass Krankenhäuser nicht nur für Covid-19 Patienten gebaut sind. Hat man in den letzten Monaten (und auch wieder aktuell) nicht ausreichend Praxisbeispiele aus der Lombardei oder Paris gesammelt um zu lernen dass man es soweit gar nicht kommen lassen will?

    Theoretische Statistiken und praktische Realität waren noch nie gute Freunde - und wenn es blöd kommt, kommt es meistens richtig blöd. Eine Statistik in ein Spreadsheet nach oben korrigieren zu müssen ist eins, in der Realität bedeutet dass das Menschen (vermeidbar) leiden und sterben müssen.



    So geht die Schweiz damit um (ob die auch schon zu lange gewartet haben, kann ich nicht beurteilen - den Zahlen nach schaut das aber ziemlich dramatisch aus:
    Schweizer Regierung kündigte lang dauernde Maßnahmen an

    Und deine Trainings haben meist im Winter statt gefunden? ;)

    Ja, 5 lange Jahre lang, 4x jährlich bei jeder möglichen und unmöglichen Witterung.

    Zur Grundausbildung gehört einen herbstlichen "Morgen-Spaziergang" durch 6 km Entwässerungsgräben mit anschließenden 20 km Marsch sowie ein 6 Wochen dauernde Winterkurs in Lofoten (inkl. Eintauchen in Eiswasser in voller Montur und Ski-Ausrüstung) und Teilnahme an 3 arktische NATO Übungen.
    Desweiteren noch 2x jährlich eine 14-tägige Weiterbildung in den Schottischen Highlands mit Regen, Schneeregen und Schnee.

    Und das Weiterbildungsmodul (OBT) im, am und überm Hochlager Lizum im Winter.

    Kenne die Donau jetzt nicht so gut, weiß also nicht wie breit die ist oder wie stark die Strömung ist.

    Aber in etlichen Trainings (SERE) haben wir mehrfach Flüsse überquert, darunter auch Rhein und Maas.
    Je nach Situation: ausziehen, alles im Rucksack verstauen, in einen Poncho verstauen und los gehts. Langsam mit der Strömung schwimmen und am Land Burpees und wieder anziehen (Feuer machen wenn die Möglichkeit gegeben ist). Wenn man mehr Zeit hat. ganz kleines Floß bauen, und dann das gleiche Prozedere wie oben. Darum würde ich, wenn ich in der Nähe eines Sees oder Fluss/Flüsse leben und auf Wanderschaft setzen würde, immer ein Set Flossen an der Seite vom Rucksack hängen haben.

    Wenn man natürlich alle paar Kilometer eine Brücke oder eine Trasse über das Gewässer hat - kann man sich das Elend sparen.