Beiträge von justme

    Mit dem Tamonieren hast du vollkommen recht. Teilweise klebe ich Tape unter das Nageleck (habe damit gut Erfahrungen gemacht), alternativ kann ich entweder meine Kompressen in Streifen schneiden (jsf das gleiche Material wie die Tamponade) oder als Plan B bei sehr infizierten Wunden auch mit Antiseptikum imprägnierte Tamponade verwenden.

    Die ist - wie auch Octenisept und Bepanthen - im normalen „Wundversorgung“s-Set, hätte ich dazu erwähnen sollen, da hast du recht!

    Zusätzlich habe ich an Medikamenten auch jederzeit gut hautgängige Antibiotika zur Verfügung, wenns schon üppig eitert und richtig „schirch“ ausschaut. Grade wenn dann z.B. Müdigkeit oder Fieber dazu kommen, gibts sofort Antibiotika lokal und zum Einnehmen! Eine Sepsis kann sich in so einer Lage keiner leisten, die wird schwer bis kaum überlebbar sein.


    Nicht unbedingt Plan B, aber durchaus Plan W wie widerwillig ist dann die Nagelteilentfernung/Nagelkeilexzision, die ich mit dem vorhandenen sterilen Material jederzeit durchführen könnte.

    Alternativ könnte ich auch den Nagel komplett entfernen.

    Hier nochmal ganz klar für alle: Jeder macht nur, was er*sie gelernt hat und in dem er*sie erfahren genug ist - und auch das mit Hausverstand und auf eigene Gefahr. Ich rede von mir und meinen Fähigkeiten, die klar medizinisch dominiert sind. Es ist gut, medizinische Fähigkeiten zu haben, noch wichtiger ist es aber, dass ihr eure Grenzen kennt!


    Wie du ganz richtig sagst, kann man in der jetzigen stabilen Zeit SEHR VIEL von der Fußpflege lernen, wenn man ein Wehwehchen hat. Die sind die echten Profis, gerade wenn man wie ich mit einwachsenden Nägeln zu kämpfen hatte, kann man mit dem richtigen Equipment so manchen Arztbesuch und so manche Fußpflege vermeiden.


    Danke für deinen Beitrag, gute Einwände! :S:thumbup:

    Das Warzenvereisungsset, das ich für meinen Nachwuchs gekauft habe, war für die Fisch. Geholfen haben dann erst zwei Besuche beim Hautarzt und die HPV-Impfung.


    Welche Ätzstäbchen meinst du da und wo bekommt man die? Sind das die, die ausschauen wie riesige Zündhölzer und die beim Zahnarzt bei Aphthen verwendet werden?

    Ganz genau die großen „Zündhölzer“ sind das. Die funktionieren mit Silbernitrat und Kaliumnitrat.


    Bspw. solche hier, gibt aber viele verschiedene Produkte:

    Silbernitrat-Kaliumnitrat Ätzstäbchen/Ätzstift/ Lapisstäbchen 200mm 10 Stk. starr https://www.amazon.de/dp/B07G3…MWKF?tag=httpswwwaustr-21

    Ich bin auf einige Themen gestoßen, die gerne beim medizinischen Prepping vergessen werden.

    Dem ersten - der Versorgung von Füßen und allerlei Problemen damit - widme ich meinen ersten Beitrag zum Thema Erste Hilfe/Medizin seit langem.


    Wir sind auf unsere Füße angewiesen. Tag ein, Tag aus sind wir zu Fuß unterwegs, selbst zum Benutzen anderer Verkehrsmittel brauchen wir sie (PKW, Rad, ...).

    Erst recht im Notfall oder Krisenfall müssen wir darauf vorbereitet sein, Probleme mit unseren Füßen im Keim zu ersticken, um bewegungs- und handlungsfähig zu bleiben.


    Einige dieser Probleme könnten sein:

    - Marschblasen

    - eingewachsene Nägel

    - Fußpilz

    - kleine Verletzungen (den gebrochenen Fuß spare ich hier mal aus, da geht es dann um ganz andere Probleme ;))

    - Hornhaut, die u.U. einreißt

    - Warzen


    Um diesen Problemen begegnen zu können, habe ich eine eigene Modultasche sowie eine Instrumentenrolle nur dem Thema "Füße" gewidmet. Da ich in der Vergangenheit durch eingewachsene Zehennägel auf Krücken angewiesen war, weiß ich, dass auch kleine Wehwehchen unter den falschen Umständen große Probleme bedeuten können.


    In der Modultasche habe ich:


    Medikamente:
    - Clotrimazol-Salbe (wirkt vaginal genau so gut wie am Fuß, ist also ein all-in-one Produkt^^)

    - Fucidin-Salbe (eine antibiotische Salbe zur Behandlung von Entzündungen, die bspw. durch eingewachsene Nägel entstehen können)

    - Warzen-Vereisungs-Set (zum Vereisen von Warzen, die Instrumente, die ggf. zum Abtragen der vereisten Warzen benötigt werden, befinden sich in der Instrumentenrolle)

    - Betaisodona-Salbe (zur antiseptischen Behandlung von Verletzungen oder eingewachsenen Nägeln)

    - Betaisodona-Lösung (zur Haut-, Wund- und Instrumentendesinfektion - großer Vorteil ist, dass man schon sieht, wo man war - großer Nachteil ist die Möglichkeit von Flecken und die Möglichkeit einer Allergie)

    - normale Hautcreme (zur Hautpflege der Füße bei starker Beanspruchung)

    - Ätzstäbchen (zum Wegätzen von "wildem Fleisch" bei eingewachsenen Nägeln)


    Verbandsmaterial:

    - Wundkompressen, 5x5cm, steril und unsteril (klein genug, um auch auf und zwischen Zehen zu passen)

    - selbsthaftende Fixierbinde, 5cm breit

    - Hühneraugen-"Polsterringe" (ringförmige Pflaster mit Loch in der Mitte, um verletzte Stellen zu entlasten und vor Reibung und Druck zu schützen)

    - Kinesiologisches Tape, 5cm breit (verwende ich vor allem wegen seiner Elastizität, Schweiß- und Wasserresistenz und der Möglichkeit zum Zuschneiden)

    - Hydrokolloidpflaster (für noch geschlossene oder schon offene Blasen, oft auch als Blasenpflaster bezeichnet)

    - Hydrogelpflaster (für schon offene Blasen)

    - Alkoholtupfer (zur Entfettung der Haut rund um Wunden oder Blasen vor dem Kleben von Verbänden, auch zum Neutralisieren der Ätzstäbchen)


    Instrumentenrolle:

    - Nagelschere (Victorinox, unkaputtbar)

    - Nagelzwicker

    - 08/15 Nagelfeile

    - Hornhautfeile

    - Verbandschere

    - Nagelzange

    - feine Arterienklemme

    - Kombiwerkzeug (Eckenfeile, Eckenheber)

    - 2 Pinzetten (eine spitz, eine flach)

    - Einmalkanülen, steril, div. Größen


    Damit konnte ich in den letzten Jahren alle kleineren und größeren Probleme lösen, die daheim bei mir oder meiner Freundin aufgetreten sind. Darunter eingewachsene Nägel, Nagelverletzungen, Hämatome unter dem Nagel, ...

    Auch wenn ich euch von Herzen wünsche, dass euch eure Füße bis an euer Lebensende problemlos tragen - über die Versorgung eventueller Probleme nachzudenken ist ja Teil dessen, warum wir hier sind ;):S


    In diesem Sinne alles Gute,


    justme


    VORSICHT

    Wie bei allem in dieser Rubrik gilt, dass ich hier nur mein Konzept und meine Ideen vorstelle. Diese sind passend zu meinem Ausbildungs- und Wissensstand und keine blinde Empfehlung einer Anwendung durch Laien! Bitte verwendet nur, womit ihr euch auskennt und tut nur, was ihr gelernt habt zu tun! Kurz gesagt - lasst Hausverstand walten und lest die Beipackzettel. :thumbup:

    Hallo ihr Lieben ;)


    Ich bin vor einiger Zeit übersiedelt und wohne nun in einem Haus mit elektrischen Rollläden.

    Das hat zwar einige Vorteile - bspw. kann ich das Haus innerhalb von Sekunden abdunkeln, wenn Strom da ist.

    Großer Nachteil ist, dass ich das nicht mehr rückgängig machen kann, wenn der Strom nicht da ist :|


    Im Wohn- und Esszimmer wäre das Problem noch überschaubar, da sind es keine Rollläden, sondern Jalousien, die ich mit bereits vorher zugeschnittenen Leisten händisch anheben und oben fixieren kann. Das Problem im EG ist damit überschaubarer.


    Im 1. Stock gibt es ein Fenster (am Gang) ohne jeglicher Verdunkelung (außer Vorhängen), das viel Licht spendet und Gang, Stiege sowie den Zugang zu allen Räumen im 1. Stock bei Tag ausreichend beleuchtet.


    Richtig von anhaltender Dunkelheit wären u.a. Küche, Schlafzimmer und zwei Büros betroffen, die teilweise in Bug-In-Szenarien auch wichtige Rollen haben. (bspw. als „Krankenstation“)


    Nach einer mechanischen Möglichkeit die Rollläden beschädigungsfrei zu öffnen, habe ich bisher vergeblich gesucht, ich werde aber falls einmal eine Reparatur anfallen sollte, den Techniker fragen.

    Mein nächster Ansatz wäre, dass ich irgendwie herausfinde, woher die Dinger ihren Strom bekommen und dann weiter überlege. :/


    Vielleicht hat jemand von euch ein ähnliches Luxusproblem und kann mir damit weiterhelfen?


    Danke im Voraus!

    justme

    Es gibt auch Kühlbandagen, die mit einer stark alkoholischen Lösung (für Verdunstungskälte) getränkt sind - die verwende ich, wenn ich zwar Platz für etwas zum Kühlen habe, aber nicht den Platz für eine extra Jausenbox, damit die Kompressen nicht gequetscht werden.


    Wichtig hierbei - logischerweise nicht über Wunden anlegen. ;)

    In Deutschland wurde jetzt das „Masernschutzgesetz“ verabschiedet, es muss noch vom Bundespräsidenten unterzeichnet werden.


    Dann gilt eine Masernimpfpflicht für bestimmte Personengruppen, darunter bspw:

    - Kinder und Personal in Betreuungseinrichtungen und Schulen

    - Personal im Gesundheitsbereich (sehr weit gefasst, vom Hausmeister bis zum Chirurgen, ganz egal, auch Leasingfirmen in der KH-Reinigung)

    - in Flüchtlingsunterkünften


    Konsequenzen können sich wiederholende Bußgelder bis zu 2.500€, ein Berufsverbot oder ein Ausschluss aus entsprechenden Einrichtungen (bspw. KiTa) sein.

    Interessante Idee das Zentrum mittels Feuerwehr auszuleuchten.


    Improvisation oder sieht sowas wohl ein Krisenplan vor?

    Das kommt ganz drauf an. Bei uns im Ort gibt es bspw die Möglichkeit, dass der Generator der Nahwärme die Straßenbeleuchtung im Ort mitspeist - für Tage.

    Kann also gut sein, dass es da Pläne gibt, oder eventl. auch einfach mit nem Feuerwehrgenerator eingespeist wird :thumbup: