Beiträge von Strauberl

    Ja, 2-3 Tage kommt ungefähr hin beim Thomas ^^ es war ja jedesmal fast schon ein Wetten bei uns, wie viel die Überziehung dieses Mal wird ... hach ja

    Hi!

    Vor ein paar Tagen war mein erstes Jahr hier rum und ich wollt mal reflektieren, was Preppen, das Forum und alles andere mit mir das letzte Jahr gemacht hat.


    Als ich vor einem Jahr mich mit dem Thema auseinandergesetzt hab und dann relativ bald mich hier angemeldet hab, nachdem ich ein paar andere deutsche Foren mir angeschaut hab, war mir nicht bewußt oder klar, wie gut ich den Zeitpunkt gewählt hatte, mich mit Prepping zu beschäftigen. Es kam an Ausrüstung (Taschen, Messer, Lampen ...) einiges dazu, was ich mir sonst wohl nicht gekauft hätte, weil mir der Sinn gefehlt hätte, diese Taschen (Umhängetasche mit Mollesystem, entsprechende Erweiterungstaschen usw), Messer oder Lampen (worauf man achten sollte, regelmäßige "Pflege" von Batterien/Akkus) zuzulegen.


    Mit CoVid19 hätte ja so keiner gerechnet und mein Augenmerk wär eher auf Stromausfälle und entsprechende Lieferengpässe für die Supermeärkte gelegen, nicht eine weltweite Viruserkrankung. Aber auch da muß ich sagen - das Forum hat mich hellhöriger gemacht, was das angeht.


    Gelernt für mich hab ich als Prepper, aufmerksamer durch die Gegend zu gehen, eventuelle Fluchtwege (Arbeit, Zuhause, Öffis) durch den Kopf gehen zu lassen ohne gleich paranoid zu werden. Leute zu beobachten und einzuschätzen, ob sie in einer Krise überleben würden bzw. sich mit dem nötigsten versorgen könnten. Angebote werden mit anderen Augen betrachtet und Einkäufe auch anders getätigt (Also eher mehr langfristig verwendbares als nur zwei Steaks für heut abend).


    Somit sag ich danke liebe Mitforumierer und auf weitere Jahre :)


    lg

    Zum 1. Punkt: Das mag sicher ein Ansatzpunkt sein, ob die Produktivität dann steigt oder nicht, würde sich weisen. Was ich einem gewissen Teil der Unternehmer unterstelle, die in den ersten Tagen der Krise die Leute rausgeworfen haben - sie werden sicherlich einen gewissen Teil wieder einstellen, aber nicht zu den alten Konditionen.


    Zum 2. Punkt: Solang die Gesetze in Ö und D sich nicht ändern, wird das mit der Homeschooling-Sache noch dauern. Aber ein machbares Unterfangen, wenn auch mit Punkt 1 einhergehend.


    Zum 3. Punkt: Lohnnebenkosten und andere Dinge sind in Europa der Grund, warum alles nach Rotchina und noch weiter extrahiert wird. Ob dann ein Smartphone in Europa hergestellt um 2,500.-- Euro Anmeldepreis inkl. Vertrag gekauft wird, ist fraglich.


    Zum 5. und 6. Punkt: Ich komm aus der Branche, auch wenn ich nicht dort gelernt habe. Es gibt seit Jahren schon "nette" Kunden, die sich im Fachgeschäft beraten lassen, Zeit und Kosten der entsprechenden Firma kosten, nur um dann online billiger zu bestellen. Man sieht aber nicht ein, wenn man dann mit der Kamera oder was auch immer zum entsprechenden Geschäft geht, warum man da jetzt eine Beratungspauschale zahlen soll, weil man das Gerät ja nicht in diesem Geschäft gekauft hat sondern eben online. Es mag Ausnahmen geben, aber wenn die Leute schon nicht bereit sind, ein paar Euro mehr auszugeben, und dem Fachgeschäft, seinen Mitarbeitern, dem Rattenschwanz dahinter (also Lieferanten usw.) das Überleben zu ermöglichen, wird man auch nicht 20-30 Euro oder mehr ausgeben, nur um sich die Kamera erklären zu lassen, weil man einfach das nicht beherrscht.


    Zum 7. Punkt: Ich kann nur immer wieder eines sagen - Zeitungshändler, Würstelstände/Kebabbuden usw. leben von Bargeld. Es gibt relativ wenig Menschen, die in Ö und D kein Konto haben. Einerseits weil sie es nicht brauchen (zu jung, zu alt, dement, komatös), andererseits aber, weil die Bonität von den Banken nicht gegeben ist (Asylwerber, Obdachlose, hoffnungslos verschuldete Kreditnichtzahler usw). Wie wollen solche Leute, die kein KOnto haben, daß Online alles kaufen? Gar nicht. Dann wiederum gibt es sowas wie Schweden. Schön und gut, nur ist daß nicht Eurozone, wofür ich dann, wenn ich mit Bankomat oder Kreditkarte einkaufe, Gebühren zahle und das sehe ich nicht ein. Da müsste also auch was gemacht werden, Weltweit aber.



    Eines, was mir bei all diesen Dingen sauer aufstößt: Wenn wir noch mehr Arbeitsplätze einsparen, wer zahlt denen das Arbeitslosengeld? Wer zahlt denen die Pension? Wie lange müssen alle anderen arbeiten, bis sie endlich in Pension dürfen und was haben sie davon? Ich bin jetzt 41, muß bis 2043 arbeiten und wenn ich mir überlege, was ich mit Mitte/Ende 60 (wenns dabei bleibt, wovon ich nicht ausgehe) noch alles kann, dann, sorry für den Ausdruck, sch... ich aber auch drauf noch die nächsten 20+ Jahre arbeiten zu gehen, nur um dann komplett ausgezuzelt die letzten 20+ Jahre zu warten bis ich tot bin - ich hätt zwar das Geld, aber bin noch mehr nicht in der Lage all das, was ich gern machen würde (Länder bereisen, Wandern usw.) zu machen. Jetzt, abgesehen von C19, könnte ich das alles machen, aber nicht in 20+ Jahren. So wirds nicht nur mir gehen sondern auch anderen und die Frage ist, ob diese Reduktion an Arbeitsplätzen so sinnvoll ist.