Beiträge von Ben

    Logisch wäre Gesamtanzahl der Betten und Auslastung der Bett.

    Wegen was wer drinnen liegt, ist eigentlich egal.

    Und da wären wir beim komplizierten Teil.


    Es gibt de facto keine "leeren" Intensivbetten. Und wenn es welche als Notreserve gibt, dann wurden sie aktuell neu geschaffen, es gibt aber kein Personal, um sie ordentlich zu versorgen. Oder sie sind zum Beispiel Aufwachbetten mit intensivmedizinischem Equipment, oder sie sind in einem kleinen Krankenhaus, welches keine Maximalversorgung sicherstellen kann, oder, oder, oder.


    Es ist leider nicht so einfach all diese (und noch viele weitere) Faktoren in einer Grafik darzustellen um schlussendlich "Anzahl Intensivbetten, x Prozent belegt" herauslesen zu können.


    Deshalb gibt es da große Schwierigkeiten eine geeignete Definition zu finden.


    Klar ist aber: Das System ist, besonders in Wien, überlastet. Nur weil es laut einer Grafik eine bestimmte Anzahl an Betten geben sollte, heißt das nicht, dass diese auch einsatzbereit sind.


    Zum Beispiel wird in kleineren Krankenhäusern mit sehr wenigen Mitarbeitern eine Schicht besetzt. Fällt hier jemand krankheitsbedingt aus (z.B. durch Covid-Infektion oder einfach Überlastung aufgrund der aktuellen Situation mit zig Überstunden), hast du sehr rasch einen massiven Versorgungsnotstand im Einzugsbereich des Krankenhauses.

    Gute Nachrichten! Eine Studie hat untersucht warum Asthmapatienten überraschend gut mit Covid klarkommen. Ergebnis zeigt: das Steroid-Asthmaspray ist dafür verantwortlich.


    Steroid inhalieren wirkt gut, senkt das Risiko einer Hospitalisierung um ca 90% wenn 3 Tage nach Symptombeginn genommen.


    Wer also PCR positiv ist und Symptome hat, sollte mit dem Hausarzt abklären ob ein Asthmaspray verschrieben werden kann.


    https://www.thelancet.com/jour…-2600(21)00160-0/fulltext

    Die Österreichische Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie hat einen Leitfaden veröffentlicht, mit dem man nach einer Impfung mit AstraZeneca prüfen kann, ob die Nebenwirkungen auf eine mögliche Thrombose hinweisen.


    Sollte man solche Nebenwirkungen ab Tag 4 nach der Impfung haben, sollte man eine Thrombose abklären lassen. Dann kann man noch Medikamente dagegen nehmen und einen schweren Verlauf verhindern.

    Sehr gutes Video das erklärt, warum man die Effizienz der Impfstoffe nicht wirklich vergleichen kann:



    Zusammengefasst: Die Impfstofftests liefen zu unterschiedlichen Zeiten. Moderna und Pfizer/Biontech während des Sommers 2020. AstraZeneca und Johnson&Johnson während der 2. Welle im Herbst/Winter 2020. Das heißt bei zweiteren war 1. die Wahrscheinlichkeit höher, dass man sich ansteckt und 2. kamen die Mutationen B.1.1.7 und B1.3.5.1 dazu. Deshalb wäre es gut möglich, dass andere Impfstoffe unter den selben Voraussetzungen wie Pfizer/Biontech dieselben Effizienzraten >90 erreicht hätten.

    Hier die Infos aus der Slowakei in deutscher Sprache

    Die Zeitung schrieb laut Nachrichtenagentur CTK, dass der russische Impfstoff, der in die Slowakei geliefert wurde, nicht identisch mit „Sputnik V“ sei, das in anderen Ländern verimpft werde und dessen Bewertung im Fachblatt „The Lancet“ veröffentlicht wurde. Gemäß der „Lancet“-Studie vom Februar war der Impfstoff „grundsätzlich sicher“ und zeigte auch eine Effektivität von um die 90 Prozent

    Im Grunde müssen tägliche Tests so normal werden wie das Zähneputzen.


    Morgens bevor ich aus dem Haus gehe, mache ich zu Hause einen Test. So wird auch schon viel erreicht.


    Und ja, wir wissen, dass wo Missbrauch möglich ist, Missbrauch passiert.

    Ein strenger Lockdown würde bei uns nur Sinn machen wenn dies europaweit passieren würde, inclusive Einstellung sämtlichen Reiseverkehrs international.

    Nein, geht auch so, siehe Portugal, und Portugal ist bekanntlich keine Insel.


    Wir müssen die Neuinzidenzrate mittels hartem Lockdown so niedrig wie möglich drücken, am besten unter 30. Dann bekommst du mit Einreisequarantäne und Contact Tracing die Neuinfektionen auch national in den Griff.

    Neuseeland gilt wegen extrem strenger Maßnahmen und genauer Kontaktverfolgungen als Musterland in der Corona-Krise. Im 4,8 Millionen Einwohner zählenden Inselstaat wurden bisher nur rund 2.500 Fälle verzeichnet, 26 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. In fast allen Bereichen des Lebens herrscht dementsprechend auch schon Normalität. Die Neuseeländer gehen in Cafés, feiern Grillpartys im Freundeskreis und besuchen große Sportveranstaltungen ohne Maske.


    Wann das wohl bei uns endlich wieder Realität wird?


    Ich habe das Gefühl wir werden dieses Jahr keine Inzidenz unter 50 mehr erleben, wenn nicht ein richtiger Lockdown kommt, so wie es Neuseeland gehandhabt hat.

    Aktuell wird ja diskutiert, dass Länder die Kapazitäten haben, anderen Bundesländern Intensivpatienten abnehmen könnten.


    Wie sowas in der Realität aussieht, erklärt eine Intensivmedizinerin:

    Es ist in der Tat bedenklich wie sich die Lage mit der Pandemie entwickelt.


    Ich versuche das Nachrichtengeschehen zu Corona nicht mehr zu intensiv zu verfolgen und mich meinen Projekten im Haus und Garten zu widmen, aber was ich so mitbekomme ist beunruhigend.


    Aktuell sehen wir in Österreich einen "Oster-Effekt". Schulen zu, Feiertage, weniger freiwillige Tests, weniger positve Testergebnisse.


    Das wird wohl als Grund herhalten, um eine "positive Entwicklung" zu sehen und Öffnungsschritte in der Gastro durchzusetzen. In Vorarlberg haben wir gesehen wohin das führt (Verdopplung der Neuinzidenzrate binnen 2 Wochen). Das Problem kommt nach der Öffnung, mit einer verlängerten dritten Welle.


    Wir impfen viel zu langsam und haben wohl selbst bis Herbst nicht die nötige Anzahl an Menschen geimpft. Und wenn über den Sommer eine neue Mutation daherkommt, die von keiner Impfung umfasst wird, dann kann man sich schon mal auf Lockdown im Herbst einstellen. Von einem "normalen Sommer" kann keine Rede sein, bei 3000+ positiven Tests täglich.


    UK bereitet sich bereits auf Nachimpfungen im Herbst vor. Das wird bei uns auch nötig werden, allerdings haben wir noch immer nicht die Kapazitäten oder gar Pläne dafür.


    Was man auf Twitter von Intensivmedizinern, -schwestern, -pflegern zur aktuellen Lage lesen kann, ist ein Wahnsinn. Beispiel: Da wartet ein Patient, kein Corona, stundenlang auf ein Intensivbett, alle Krankenhäuser im Umkreis von 100km werden durchgerufen. Niemand kann ihn aufnehmen. Bis sich ein Intensivarzt bereit erklärt, nach seiner Schicht freiwilig zu bleiben, um ihn zu operieren, damit er nicht im Schockraum stirbt. Sowas passiert in Deutschland im April 2021. Details: https://twitter.com/Lam3th/status/1378393910301634561


    Und dann gibt es noch LongCovid, welches die Pandemie für einige Infizierte zu einen monatelangen Albtraum werden lässt.


    Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Österreicher härtere Maßnahmen fordert. Eine Coronamüdigkeit erkenne ich aktuell bei den Leuten, weil diese "österreichischen Lösungen" alle Ankotzen und nichts bringen. Bei uns wird ganz klassisch österreichisch gearbeitet, frei nach: "Schau ma mal, dann sehn ma schon".

    Ihr hattet doch sicher Masken auf, oder? Wenn ja, ist die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung sehr gering.

    Das stimmt, wenn man die FFP2-Maske richtig trägt. Das heißt sie muss komplett abschließen. Gut zu erkennen, an der Bewegung der Maske wenn sie sich beim Einatmen "ansaugt".


    Ich habe in letzter Zeit beobachtet wie das bei anderen Leuten so aussieht mit der richtigen Trageform und das Ergebnis war wie erwartet ernüchternd. Bei 9 von 10 Menschen bewegt sich die Maske beim Atmen nicht mit...

    Ich habe die "wann sich meine Vorbereitung bezahlt gemacht hat" - Momente aktuell beinahe täglich.


    Vorhin gerade mit meiner Frau durchgegangen was wir über das lange Wochenende an Projekten am Haus erledigen wollen und ob wir noch was kaufen müssen. Fazit: Wir haben absolut jedes Werkzeug, Material, etc. Das dafür notwendig ist bereits da.

    Frage an die Runde: Bei AstraZeneca wird ja eine Mexalen vor und nach der Impfung empfohlen. Wie ist es mit Pfizer? Da habe ich keine eindeutige Empfehlung gefunden.

    Gestern war im Standard ein Artikel dazu:

    Eine einheitliche Richtlinie zur Einnahme von Schmerzmitteln zur Corona-Impfung gebe es derzeit in Österreich nicht, sagt Herwig Kollaritsch, Tropen- und Impfmediziner und Mitglied des Nationalen Impfgremiums (NIG). Er rät allerdings von nichtsteroidalen Entzündungshemmern (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac ab und empfiehlt Paracetamol. Hier könne man sicher direkt nach der Impfung für 24 Stunden oder länger alle sechs Stunden 500 mg Paracetamol einnehmen, um die Nebenwirkungen zu dämpfen, so Kollaritsch. Das sei besser als abzuwarten, bis die Symptome bereits voll da sind.


    Wer aber lieber etwas länger mit der Einnahme warten möchte, tut sicher auch nichts Falsches, meint Monika Redlberger-Fritz, Leiterin des Referenzlabors Influenzaviren am Zentrum für Virologie der Medizinischen Universität Wien. "Die ersten Nebenwirkungen zeigen sich meist erst etwa acht Stunden nach der Impfung. Es macht daher wenig Sinn, bereits weit vorher ein Paracetamol einzunehmen", sagt Redlberger-Fritz. Sie empfiehlt sechs Stunden nach der Impfung 500 mg Paracetamol, alle sechs Stunden für 24 Stunden – oder bei Bedarf auch länger.