Bericht über meinen Survival-Kurs bei Jürgen Gerzabek (survival.at)

  • Ich habe einen Kurs gemacht, der eine Woche dauerte, den Basiskurs.

    Ich will jetzt nicht den ganzen Ablauf erzählen, das wäre nicht sinnvoll schon deshalb weil manche Übungen und Tests in so einem Kurs nur dann funktionieren wenn man nicht weiß was auf einen zukommt. Also werde ich mich auf die gelernten Fertigkeiten beschränken, und den allgemeinen Eindruck den der Kurs bei mir hinterlassen hat.

    Fertigkeiten:

    - Herstellen eines Feuerbohrers
    - Richtige Technik des Feuerbohrens (Haltung, Material, usw)
    - Feuer allgemein (Zunder, Feuer machen und erhalten, Feuer tarnen, Feuerstelle, usw)
    - Anpirschen, beobachten
    - Der richtige Gang im Wald
    - Wasser aufbereiten (chemisch, abkochen, Filter)
    - Wasserfilter bauen
    - Fallenbau
    - Waffen auf der Jagd
    - Bau von Wurfholz und Speerschleuder (beides verdammt effektiv mit etwas Übung)
    - Tarnung im Wald
    - Tarnung mit Schlamm und diversen anderen Hilfsmitteln
    - Geruchstarnung
    - Bau eines Biwaks samt Eingang usw
    - Pflanzenkunde
    - Erste Hilfe mit Pflanzen
    - Herstellen von Leder aus einem Fell (Schaben, reinigen, hirnen, waschen, usw) bis zur fertigen Lederhaut.
    - Herstellen von Schüren und Seilen aus Pflanzenfasern (z.B. Brennessel)
    - Herstellen von Holzwerkzeugen wie Schüssel, Löffel, usw
    - Urbanes kochen mit heißen Steinen z.B. in der Gar-Grube (Das Schwein war Sau-Lecker!)
    - Herstellen von Kleidung, Körben usw aus Pflanzenfasern
    - Herstellen von Werkzeugen und Messern aus Stein und Holz
    - Konservieren von rohem Fleisch und rohem Fisch mit Sonnenlicht bzw Rauch (Fleisch und Fisch richtig trockenen und konservieren)
    - usw.

    Es waren viele kleine Übungen und Tips dabei die ich unmöglich jetzt alle aufzählen kann.


    Zum Kurs selber, bei manchen Übungen versteht man nicht wirklich warum man dieses oder jenes machen soll, aber das muss so sein damit man selber dahinter kommt was der Zweck der Übung ist, aber eins kann ich versichern, nichts auf dem Kurs ist zufällig oder ungeplant oder ohne Sinn. Angefangen vom Frühstück bis hin zum Essen und den diversen Übungen, alles zusammen ergibt den Kurs. Auch wenn man fest davon überzeugt ist das es keinen Sinn macht mit verbundenen Augen auf der Strasse rumzuirren, glaubt mir, es macht Sinn, sogar einen sehr großen.

    Der Kurs selber ist hervorragend, man lernt wirklich alles was man braucht um draußen zu überleben, aber der Kurs ist nur der erste Schritt, die Grundlage, wer wirklich draußen überleben will der muss das erlernte im Kurs anwenden und vertiefen, der muss für sich selber weitermachen. Ihr kennt das ja auch aus anderen Bereichen, nur wer übt und immer wieder neues probiert kommt voran.

    Ich persönlich kann den Kurs wirklich nur empfehlen, und jeder der wirklich sagt er will die Fähigkeiten haben um draußen zu überleben, der sollte unbedingt so einen Kurs besuchen. Jürgen, seien Frau, und die vielen Helfer (vielen Dank an dieser Stelle allen die beim Kurs mitgewirkt haben, ihr ward einfach Klasse!) haben diesen Kurs zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht!

    Das Geld ist dieser Kurs mehr als nur wert, und sollte es Folgekurse geben, bin ich auf jeden fall dabei wenn es nur irgendwie geht.


    Grüsse Capt J Reynolds

    Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe. (Sprichwort der Apachen)


    Es gibt viele Wege zum Ziel. (Sprichwort der Apachen)

  • Hier noch ein paar wenige Bilder des Kurses.


    Das Fleisch und der Fisch vor dem Räuchern

    Quelle: Bin selber Urheber und Rechteinhaber / Exklusiv erstellt für www.austrian-preppers.net


    Die Gar-Grube bevor die Schweineviertelchen reinkommen

    Quelle: Bin selber Urheber und Rechteinhaber / Exklusiv erstellt für www.austrian-preppers.net


    Die Steine zum kochen und garen werden aufgeheizt

    Quelle: Bin selber Urheber und Rechteinhaber / Exklusiv erstellt für www.austrian-preppers.net


    Der Kochtopf

    Quelle: Bin selber Urheber und Rechteinhaber / Exklusiv erstellt für www.austrian-preppers.net



    Die von mir gefertigte Essschüssel mitsamt Löffel

    Quelle: Bin selber Urheber und Rechteinhaber / Exklusiv erstellt für www.austrian-preppers.net


    Mein Steinmesser, erstaunlich scharf

    Quelle: Bin selber Urheber und Rechteinhaber / Exklusiv erstellt für www.austrian-preppers.net



    Grüsse Capt J Reynolds

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  • Jep, ich hab den Kurs auch vor einigen Jahren gemacht - ich wollte nicht mehr nach Hause fahren, war echt super.
    Und wie Du richtig geschrieben hast: Erscheint es noch so sinnlos, alles ist geplant und hat einen Sinn. Erst das Ganze ergibt die Ausbildung.

    Ich empfehle Dir als nächstes den "Scout 1" zu machen - das ist eine ganz andere Welt, fantastisch...
    Die Scoutausbildung ist eigentlich genau das, was wir Prepper brauchen.
    Ich mache im August: Shadow Scout
    Bin schon wieder super neugierig was ich alles erleben und lernen darf.

  • Ich möchte gerne den Scout 1 machen, allerdings fürchte ich das ich den nicht durchstehe. Meine Füsse haben mich beim jetzigen Kurs schon fast umgebracht, weil sie es einfach nicht gewöhnt sind.

    Gibts nen Tip die Füsse in unter 8 Wochen abzuhärten und unempfindlicher zu machen?


    Grüsse Capt J Reynolds

    Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe. (Sprichwort der Apachen)


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  • Wenn du auf Sandalen ohne Socken umsteigst ist das mal ein Anfang, da die Füße nicht mehr im eigenen Saft schmoren. Ansonsten bei jeder Möglichkeit barfuß gehen. Ist halt in der Stadt schwierig ...

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Aber wennst, des durchdruckst... Hast gwonnen :-D
    Hilf mir mal...warum will ich das? Braucht man das für den Kurs nehm ich an??
    Ich würde mal versuchen, in leichterem Gelände herumzuwatscheln.

  • Ja genau, das Problem mit dem barfußgehen hatte ich auch (nicht nur das Brennen der Fußsolen, sondern richtig starke Schmerzen in der Ferse), was hab ich gemacht?
    Ich hab mir Barfußschuhe gekauft und immer wieder mal im Wald angezogen.
    Letztens in Kreta dann barfuß ca 1 Stunde am Sand/Kieselstrand spaziert, dieses Wochende am Faakersee ganz normal barfuß im See herumgelatscht und geschwommen - es wird immer besser.
    Eine Barfußgeschichte kommt in jeden Kurs vor, beim Scout 1 hab ich es nicht ganz geschafft, dafür war ich umso mehr begeistert als ich es im nächsten Scoutkurs schaffte - das gibt wirklich Auftrieb.
    Es ist eben auch ein Kampf gegen den inneren Schweinehund und ja auch Schmerzen, aber wenn Du das bis dahin gelernte einsetzt kannst Du es schaffen - selbst Dornen sind dann kein Hindernis mehr.


    Aber Vorsicht, wenn Du in nur 8 Wochen was bewirken willst, dann übertreib das Abhärtetraining nicht.
    Mit Bedacht trainieren und immer dem Körper eine vernünftige Erholungsfase gönnen.

  • Schon allein aus dem Grund, weil du barfuß wesentlich leiser bist.
    Und dann gibts vermutlich noch etliche Gründe, die der Herr G. nicht so gleich verrät.
    Der macht bei seinen Kursen NICHTS ohne Grund, auch wenn er diese nicht gleich verrät.
    Das soll dich dazu anregen, darüber nachzudenken und mögliche andere Herangehensweisen zu versuchen oder finden.

  • Find ich ja ne witzige Erklärung,

    Zitat
    Und dann gibts vermutlich noch etliche Gründe, die der Herr G. nicht so gleich verrät.
    Der macht bei seinen Kursen NICHTS ohne Grund, auch wenn er diese nicht gleich verrät.


    Ich find ja so Survival Kurs super, wo man Techniken vermittelt kreigt, die man seit Jahrzehneten nicht mehr kennt, oder einfach nie gelernt hat. Als Kritiker könnte man nun Sagen dass es vielleicht einfach einen Grund gibt, warum man das nicht mehr braucht.
    Wenn ich dann aber davon höre dass man Barfuß gehen soll, dann wundert es mich dass bei so einem Training, ich nenns mal "die Evolution" einfach ausgeklinkt wird. Denn seit wievielen Jahrhunderten trägt der Mensch Schuhe? Also würde mir beim "Überleben" wenn ich plötzlich ohne Schuhe da stehen würde wohl eher einfallen mir irgendwo neue Schuhe zu Organisieren oder zu bauen. Okay, Barfuß kann leiser sein, oder vielleicht auch gesünder. Nur in unserer Zeit einfach nicht mehr Zeitgemäß.
    Und dann klingen halt solche Antworten wie diese:

    Zitat
    Das soll dich dazu anregen, darüber nachzudenken und mögliche andere Herangehensweisen zu versuchen oder finden.

    eher nach spiritueller Reiße als nach Survival.
    Sorry meine Meinung, ich will niemanden zu nahe treten, find Bushcraft und Survival auch toll, aber wunder mich teilweise warum viele dieser Trainer alle irgendwie so esoterisch Angehaucht sind...

    Einerseits von Titan Essbesteck essen und andererseits aber daran arbeiten die Fußsohlen abzuhärten um Barfuß durch den Wald laufen zu können. Ist da mit den Händen zu essen nicht viel natürlicher und näher an der Natur, wenn man die Beute in Händen hält, das verbindet doch viel mehr als wenn man es auf Titan aufspießen muss!? ;)

  • Hallo Cappet,

    ich finde es cool das Du das aussprichst was ich mir so denke und nur nicht zu sagen traue um niemanden auf die Füße zu treten.
    Wahrscheinlich verkauft sich ein Kurs besser wenn er mehr der steinzeitlichen Lebensweise entspricht als der Vernunft.

    LG Wolfgang

    PS Sollte jemals jemand einen vernünftigen zeitgemäßen Survivalkurs anbiete wäre ich sofort dabei.

    LG Wolfgang

  • Gut, dann sind wir ja schon zu zweit! ;)
    Ich will ja auch keinem auf seine nackten Barfüße treten, und vielleicht ist es auch nur der Neid, dass jemand die Zeit hat um so nen Kurs zu besuchen, wer weiß.
    Aber irgendwie fällt es mir schwer daran zu glauben dass auch wenn ab morgen nur noch 100 Menschen auf der Welt sind auch unsere Hinterlassenschaften so einfach mir nichts dir nichts weg wären.
    Sicher manche sachen machen Sinn und haben ihre Berechtigung, allerdings weiß ich eben nicht ob Barfuß laufen dazugehört...
    Und für so "Fühlen der Natur" und "Indianer Schuschu", dem kann ich einfach nichts abgewinnen.

  • Nur mal so aus Neugier, was stört euch so am Bloßfüßiggehen? Ein ganzer Haufen Leute macht das jeden Tag so.
    Vom medizinischen Standpunkt macht es durchaus Sinn die Schuhe zumindest dann und wann stehen zu lassen.

    [team] Wenn wir unsere Waffen zu Pflugscharen verarbeiten, werden wir irgendwann für die pflügen, die das nicht gemacht haben.

  • @ Mama Bär, vl ist es einfach nur Unwissenheit? oder Ignoranz oder ...die Leute glauben wirklich, dass der Mensch Schuhe benötige ( so wie wir sie tragen ) ich lauf seit 5 jahren barfuss...
    Wenn der Kurs so ausgeschrieben ist, oder die Philosophie übermittelt werden soll, dann versteh ich nicht warum Leute ihren Senf dazugeben...

  • Warum Barfuss?

    z.B. weil man nachts im Dunkel ohne Licht mit den Füssen ertasten kann wo man ist wenn man die Gegend kennt, mit Schuhen stolpert man nur rum und weiß aber nicht wirklich ob man auf Laub oder Moss steht. Zudem kann man mit den nackten Füssen beim anpirschen den Ast auf den man steigt ertasten, und ihn langsamer belasten bzw ausweichen, mit Schuhen merkst du das erst wenn der Ast unter dir knackt, und dann ist die vermeintliche Beute weg bzw das Zeil das man erkunden wollte ist gewarnt.

    Es gibt viele weitere Gründe, aber ein Großteil der Übungen funktioniert nur dann und hat nur dann einen wirklichen Lerneffekt wenn man nicht vor der Übung die Details kennt und unvoreingenommen rangeht. Das nennt sich Kojote-Teaching, und wird seit vielen Generationen bei nahezu allen alten Völkern verwendet. Wir kennen das doch auch aus unserem Leben, am meisten lernt man wenn es nicht auf anhieb klappt oder wenn wir einen Fehler in unserer Arbeit suchen müssen.

    Zudem, alle Eingeborenen Stämme Weltweit gehen Barfuss, und das nicht weil sie keine Schuhe bauen könnten, sondern ganz einfach weil sie sie nicht brauchen, und sie besser ohne Unterwegs sind.

    Wer einen guten Kurs sucht, bei dem er lernt was er da draußen wirklich braucht, und dabei Fähigkeiten lernen will die man zum Überleben braucht, dem kann ich nur den Kurs von Jürgen Gerzabek empfehlen. Klar können viele mit solchen Kursen nichts anfangen, aber man muss sich darauf einlassen, nur dann funktioniert der Kurs so richtig.

    Ich würde den Kurs jederzeit wiedermachen.


    Grüsse Capt J Reynolds

    Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe. (Sprichwort der Apachen)


    Es gibt viele Wege zum Ziel. (Sprichwort der Apachen)

  • Und eben eine Erläuterung hat mir bislang gefehlt.
    Ich denke in jedem survivalkurs braucht man eine gesunde portion naturverbundenheit.
    Und sei es nur um anhand vom moos am baumstamm feststellen zu können, wo die wetterseite ist

  • Hallo Capt!

    Zuerst sag mir bitte ob Dich meine Fragen hier in Deinem Thread stören. Dann duck und weg!

    @all +speziell Cody
    Bist Du Dir sicher das man sich auf das mit der Wetterseite verlassen kann?
    Ich kenne diese Methode eigentlich nur als Mythos:
    http://www.vivalranger.com/index.php/wis...tungsbestimmung

    Ist natürlich nur eine Meinung darum wäre es interessant sie von einem Experten bestätigt oder widerlegt zu bekommen.

    Ebenso finde ich es interessant ob jemand Kenntnis davon hat inwieweit die Seals oder vergleichbare Einheiten Ihre Schuhe ausziehen um sich unbemerkt an etwas heranzuschleichen oder ob es auf einer Straße (Weg zurück ins Lager wie am Samstag besprochen) jemals so dunkel sein kann das ich absolut nichts mehr sehe und meine Füße zum fühlen, ob noch Asphalt oder schon Wiese, brauche.

    So ein Kurs ist sicher megacool aber ich weiß nicht ob ich mich im Ernstfall lieber auf dieses Wissen oder eben doch auf Hilfsmittel verlassen möchte.
    Schade das es meines Wissens keine Kurse für Normalsterbliche gibt wo mit harten Tatsachen wie Sat-phone, GPS, Wärmebildkamera, Restlichtverstärker etc hantiert wird.

    LG Wilfgang

  • @ Austrianer

    Nein die Fragen stören nicht.

    Aber Sat-Phone, Wärmebildkamera usw hat nichts mit Survival zu tun, weil im Krisenfalle funktioniert das alles irgendwann nicht mehr und was dann? Preppen und Survival ist oft an vielen Punkten unterschiedlich, aber mein Ziel ist es auch als prepper selbst dann noch überleben zu können, selbst wenn alle technischen Geräte ausfallen. Als Techniker weiß ich wie schnell das geschehen kann das die Technik einen im Stich lässt.

    Aber das ist kein Problem, der eine baut halt auf Technik, was genauso richtig sein kann wie der Plan des anderen der möglichst ohne Technik auskommt.

    Welcher Plan richtig ist, werden wir hoffentlich nie erfahren. Ich baue zwar auf Technik, aber Primär versuche ich meine Fähigkeiten zu erweitern um ohne Technik weiterzukommen, weil jede LED ist irgendwann ausgebrannt, jede Batterie irgendwann leer, und GPS und Sat-Telefone funktionieren nur solange die Satelliten noch leben und regelmässig gewartet werden.

    Und Moos und die Wetterseite funktionieren schon, nur ist die Wetterseite halt immer wieder mal in eine andere Himmelsrichtung.


    Grüsse Capt J Reynolds

    Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe. (Sprichwort der Apachen)


    Es gibt viele Wege zum Ziel. (Sprichwort der Apachen)

  • Zitat von chrang im Beitrag #14
    @ Mama Bär, vl ist es einfach nur Unwissenheit? oder Ignoranz oder ...die Leute glauben wirklich, dass der Mensch Schuhe benötige ( so wie wir sie tragen ) ich lauf seit 5 jahren barfuss...
    Wenn der Kurs so ausgeschrieben ist, oder die Philosophie übermittelt werden soll, dann versteh ich nicht warum Leute ihren Senf dazugeben...


    Aha okay, also ist das kein Forum mehr wo man diskutieren soll und sich austauschen kann?! Jeder wo n andere Meinung hat ist also ein Ignorant und sollte besser seinen Senf für sich behalten? gut dann machen wir das jetzt so...

  • Zitat von Austrianer im Beitrag #17

    Ebenso finde ich es interessant ob jemand Kenntnis davon hat inwieweit die Seals oder vergleichbare Einheiten Ihre Schuhe ausziehen um sich unbemerkt an etwas heranzuschleichen oder ob es auf einer Straße (Weg zurück ins Lager wie am Samstag besprochen) jemals so dunkel sein kann das ich absolut nichts mehr sehe und meine Füße zum fühlen, ob noch Asphalt oder schon Wiese, brauche.



    Im Rahmen des SERE-Trainings wird so ein Szenario trainiert. für den Fall dass man mit an den Rücken gefesselten Händen, Augenbinde und barfuß flieht.



    Ansonsten würde ein Soldat niemals seine Stiefel ausziehen, die Stiefel schützen die Füße und diese sind das Kapital jedes Soldaten. Mal abgesehen davon, dass man bei längeren Märschen auch nicht die Schuhe ausziehen soll, wenn man Blasen bekommt. Sobald du das machst dehnt sich der Fuß aus und du hast Probleme die Schuhe wieder anzuziehen.



    Anschleichen kann man sich auch mit Stiefel. Die Kunst im Anschleichen liegt viel mehr darin, die Umgebung zu nutzen und besonders auf den Boden zu achten, damit man nicht über Zweige usw. läuft die Geräusche von sich geben.



    Ganz geräuschlos kann man sich so gut wie gar nicht Fortbewegen, ist aber meist auch nicht notwendig, da im Wald immer natürlich Umgebungsgeräusche sind (Tierwelt, Wind der die Blätter rauschen lässt usw.)