Der "Unfreude" Thread

  • Dann hat sich das schnell erledigt. Kostet dem Chef genug, dass er beginnt nachzudenken.

    Chef != Eigentümer


    wir hatten da schon ein paar Abteilungen am Standort die sich sehr schnell geleert haben. die müssen dann zuhause HomeOffice machen. ist ja kein nachteil, außer in der Produktion halt.

  • Wie es sich bei uns in der Schweiz herauskristallisiert hat, gibt es beim Home Office ein Problem.


    Die einen arbeiten im Home Office regulär weiter.. 8 Stunden am Tag, 5 Tage Woche. :thumbup:Nichts auszusetzen:thumbup: Das wäre ja die Idee gewesen.


    Die anderen.. Na-ja! Ihr kennt ja die Presse- Bilder die während unseren letzten Lockdown gemacht wurden.. Ich hab es mir in Natura angesehen.

    Diese Aufnahmen von all diesen "HELDEN" haben die Arbeitgeber ja auch gesehen!:/X/!


    Um das alles zu verhindern, gehen halt viele Arbeitgeber dieses mal ein bisschen anders vor, obwohl der Bund bei uns wiedermal diese sch(censored) Empfehlung rausgegeben hat.


    Quasi: Bürogummis machen wieder bezahlte Ferien, die Büezer (Maurer, Strassenbauer, Bäcker, Verkäufer usw.) sollen weiterhin bis zum Umfallen schuften.

    Ist das gerecht? Ich finde nicht! Auch DIE sollen dieses mal dran glauben!


    Der Arbeitgeber ist DER wo den Lohn schlussendlich zahlt. ...Das vergessen viele... Mit der zweiten Welle kam/kommt die Rechnung.

    Kein Homeoffice und Kündigungen. Das wird vielen diesen Winter zu knabbern geben. Nix Skifahren anstatt zu arbeiten.


    Man muss nicht immer von der einen Seite der Medaille berichten. Jede Medaille hat auch eine Rückseite und auch die muss man sich halt auch mal anschauen.

  • Quasi: Bürogummis machen wieder bezahlte Ferien, die Büezer (Maurer, Strassenbauer, Bäcker, Verkäufer usw.) sollen weiterhin bis zum Umfallen schuften.

    Ist das gerecht? Ich finde nicht! Auch DIE sollen dieses mal dran glauben!

    Naja. Bürogummis... Ich habe in der ersten Corona-Welle drei Monate im Homeoffice gearbeitet. In dieser Zeit habe ich ein 8-Millionen-Vorhaben geplant. Und zwar die Erschließung einer Kleinstadt mit Erdgas und die koordinierte Mitverlegung von Stromkabeln und Leerverrohrung für Glasfaser. Dabei wurden hunderte (telefonische) Beratungsgespräche mit Kunden geführt usw. So konzentriert und effizient hätte ich im Büro nie arbeiten können.


    In unserem Unternehmen hat sich eine sehr positive Bilanz dieser Zeit ergeben, sodass jetzt jeder für zwei Tage in der Woche von zuhause arbeiten darf, wenn es der Tätigkeitsbereich zulässt.


    Momentan wurden wir wieder komplett ins Homeoffice geschickt.

    Einmal editiert, zuletzt von PreppiPeppi ()

  • PreppiPeppi

    Und wer hat alles in Natura umsetzen müssen? Die, die draussen 8-9 Std. mit Maske arbeiten mussten oder die die Zuhause ..

    Ich hab wirklich nichts gegen Home Office. Wenn man seine Arbeit macht. Ich finde es sogar gut!

    Es geht mir darum, dass die Risiken nicht gerecht aufgeteilt werden!

    In meinem Umfeld, wird momentan wieder von "gewissen Mitarbeiter" auf einem weiteren Lockdown hin spekuliert. Wollen quasi wieder "Ferien".

    Das, ist was mich zum Kochen bringt!

    Mein Arbeitgeber sagt aber NÖ! Weil er es ja auch spitz gekriegt hat, was während dem ersten Lockdown abgegangen ist.

    So ein Totsch hatte sogar noch ein Interview mit dem SRF gemacht. Am See.. Am Baden während der "regulären Arbeitszeit".. Er ist nach dem Lockdown gegangen worden.

  • PreppiPeppi

    Und wer hat alles in Natura umsetzen müssen? Die, die draussen 8-9 Std. mit Maske arbeiten mussten oder die die Zuhause ..


    ...Wollen quasi wieder "Ferien"...

    In meinem Berufsleben bin ich über 10 Jahre arbeitstäglich auf Strommasten jeder Größe herumgeklettert, vor allem auch bei Sturm und im Winter. Da haben die Maurer und Straßenbauer, die da in ihrer alljährlichen Winterpause waren, aus ihren warmen Stuben rausgeschaut.


    Dann musste ich mich fünf Jahre lang nebenberuflich (jeden Freitag und jeden Samstag) weiterbilden, um auf meine jetzige Stelle zu kommen.


    So etwas wie Gerechtigkeit gibt es im Berufsleben nicht. Als ich noch draußen gearbeitet habe, war ich oftmals zufriedener als jetzt im Büro mit den ganzen Regelungen, Gängelungen usw.

  • Also wir, die ganze Raiffeisen Informatik, sind seit Anfang März zu 99% im Homeoffice.

    Die letzten Monate mussten wir sogar einen Workflow, mit Genehmigung des Vorgesetzten, starten, um überhaupt ins Büro zu kommen.

    Seit voriger Woche gibt es sogar ein "Verbot" in die Bude zu kommen, Homeoffice ist Pflicht.

    Die Produktivität ist, laut Auswertungen der HR usw., in einigen Teilen sogar gestiegen.


    Ich bin seit Anfang März nicht mehr in der Firma gewesen, und trotzdem gehen alle Projekte dahin.

    Mehr Auswirkungen auf unserer Projekte hat z.B. der Lockdown in der Slowakei.

    Never argue with an idiot, they drag you down to their level and beat you with experience.

  • Homeoffice ist Pflicht.

    Das mein ich, sprech ich mit Leuten wie georgum über die Arbeit, ernte Ich nur unverständnis und kann mir teilweise sogar die kritik anhören, obwohl ich da ja nix ändern kann.


    Und bei uns ists genau andersrum.

  • Selbe Maßnahmen und auch positive Auswirkungen in unseren Bereich.
    Wer als Sesselpupser (sagte der Esel) am Gelände ist, muss dafür einen driftigen, sehr driftigen Grund haben.

    Hard times create strong men, strong men create good times.

    Good times create weak men, weak men create hard times.

    Einmal editiert, zuletzt von Roekkr3 ()

  • Und wer hat alles in Natura umsetzen müssen? Die, die draussen 8-9 Std. mit Maske arbeiten mussten oder die die Zuhause.

    Weißt was ich nicht verstehe? Ich war insgesamt 9 Jahre in der Forschung, Zellkultur und Aufbereitung tätig (und bis zum heutigen Tag in Zonen wo stundenlanges Maskentragen absolute Pflicht ist). Da läufst du die ganze 12 Stunden Schicht mit einen MNS herum. Bei der Einwaage sogar mit FFP2 oder FFP3. Einzig die Mittagspause war ausgenommen von der Maskenpflicht. Hab niemals jemand gehört, der sich darüber großartig beschwert hat (und wir waren täglich mit gut 60 Personen gleichzeitig anwesend in 1 Raum - insgesamt fast 300 Kollegen).

    Mit allem Respekt - aber ich sehe das pauschal, nicht auf dich als Person bezogen, als gesellschaftliches Gesudere und Geheule in der Kategorie "Luxusprobleme".

    Hard times create strong men, strong men create good times.

    Good times create weak men, weak men create hard times.

  • Weißt was ich nicht verstehe? Ich war insgesamt 9 Jahre in der Forschung, Zellkultur und Aufbereitung tätig (und bis zum heutigen Tag in Zonen wo stundenlanges Maskentragen absolute Pflicht ist). Da läufst du die ganze 12 Stunden Schicht mit einen MNS herum. Bei der Einwaage sogar mit FFP2 oder FFP3. Einzig die Mittagspause war ausgenommen von der Maskenpflicht. Hab niemals jemand gehört, der sich darüber großartig beschwert hat (und wir waren täglich mit gut 60 Personen gleichzeitig anwesend in 1 Raum - insgesamt fast 300 Kollegen).

    Mit allem Respekt - aber ich sehe das pauschal, nicht auf dich als Person bezogen, als gesellschaftliches Gesudere und Geheule in der Kategorie "Luxusprobleme".

    Roekkr3 natürlich hast du recht und ihr musstet den ganzen Tag Masken tragen, was auch für euch anstrengend war, aber wie viele Ziegel, Stahlgittermatten und andere Baumaterialien habt ihr dabei geschleppt? Äpfel kann man leider nicht mit Birnen vergleichen.


    Ich persönlich verstehe Fluid ´s Einwand ganz gut. Aber leider, oder auch Gott sei Dank, haben wir alle die Arbeit die wir haben und müssen auf Grund der Situation leider mit den Maßnahmen leben.

    Mors certa, hora incerta.

  • Roekkr3 natürlich hast du recht und ihr musstet den ganzen Tag Masken tragen, was auch für euch anstrengend war, aber wie viele Ziegel, Stahlgittermatten und andere Baumaterialien habt ihr dabei geschleppt? Äpfel kann man leider nicht mit Birnen vergleichen.

    Wie wäre es damit:
    Bufferherstellung von 19x 19.000 Liter Lösungen alle paar Tage bei denen du stundenlang Säcke aus dem Regal bis ans Mannloch schleppst und sie da entleerst. Nur um dich eine Idee zu geben: bei Salzbuffer sind das schon mal 600 bis 900 kg in 25 Kilo Säcke. Von das herumschieben von 10- und 25 Tonnen Säulen mal zu schweigen. Oder in ein Anlagenteil zu arbeiten, wo gerade mit Reinstdampf (> 140°C) alle Tanks und Leitungen sanitisiert werden...

    Es mag sein, dass einige Leute es als unangenehm empfinden - aber es ist ein verdammt kleiner Preis den man da zahlt.

    Hard times create strong men, strong men create good times.

    Good times create weak men, weak men create hard times.

  • Ich denke nicht, dass es etwas bringt, hier berufliche Umstände gegeneinander aufzuwiegen. Schon gar nichts, bringt es, auf "Bürohengste" zu schimpfen - ohne diese Bürohengste würde nämlich in vielen Bereichen die Arbeit auch für diejenigen, die körperlich arbeiten, stillstehen, weil logistik nicht funktionieren würde und lieferungen nicht rechtzeitig bestellt oder bezahlt werden würden. Niemand wird dazu gezwungen auf ewig in seinem job zu arbeiten. Es ist jedem möglich, sich fortzubilden und beruflich zu verändern.


    Es gibt immer irgendwo schwarze Schafe, die die Gegebenheiten zu ihrem Vorteil nutzen, aber wir werden uns als Gesellschaft jetzt doch bitte nicht von dem Umstand spalten lassen, dass es einige umsichtige AG gibt, die in den Bereichen wo es möglich ist, die Kontakte massiv reduzieren und Homeoffice einführen.

    viribus unitis - acta non verba

  • Aus meiner 40-Jährigen Berufserfahrung ist der Dünkel bei vielen "Bürohengsten" (- und da leider oft bei den Akademikern) sehr ausgeprägt. Ich kann mich erinnern, als ich 1967 als AHS-Maturantin in der Bank zu arbeiten begann, da "war ich wer", obwohl ich mit meinen Null-Wirtschafts-Kenntnissen von den meisten Handelsschülern locker geschlagen wurde. Obwohl ich dann selbst nebenberuflich Wirtschaftsinformatik studiert habe (Mag, Dr.), hasse ich eingebildete Akademiker. Es galt und gilt mein höchster Respekt allen, die sich vom Backoffice über Kundenberater zu Filialleiter und sogar Bankdirektoren hochgearbeitet haben. Nicht selten hat sich ein bei uns neu eingestellter Akademiker im Bankalltag als wirklich untauglich (sogar "blunzenblöd") erwiesen, was ihn/sie aber nicht vom Dünkel abhielt.

    Ich sag immer: wenn's mich auf eine einsame Insel verschlägt, bin ich samt meinem Computerwissen verloren. Die meisten handwerklich arbeitende Menschen (Landwirt, Tischler, Koch usw.) haben meiner Meinung nach eine natürliche Begabung für das Survival und somit mehr Chancen. Wie bei Scavenger angeklungen, sollte aber auch die "Büroarbeit" nicht gering geschätzt werden - es braucht jedes Projekt vorher eine finanzielle Kalkulation, Organisation, Dokumentation, usw. - und das machen halt meistens die Bürohengste (und -stuten ;))

    .... gibt das Leben dir eine Zitrone, mach' draus eine Limonade.

    (Als echter Prepper natürlich mit einer "handbetriebenen Zitronenpresse" )

  • In meinem Umfeld, wird momentan wieder von "gewissen Mitarbeiter" auf einem weiteren Lockdown hin spekuliert. Wollen quasi wieder "Ferien".

    Das, ist was mich zum Kochen bringt!

    Mein Arbeitgeber sagt aber NÖ! Weil er es ja auch spitz gekriegt hat, was während dem ersten Lockdown abgegangen ist.

    So ein Totsch hatte sogar noch ein Interview mit dem SRF gemacht. Am See.. Am Baden während der "regulären Arbeitszeit".. Er ist nach dem Lockdown gegangen worden.

    Natürlich gibt es Mitarbeiter die HomeOffice ausnutzen, aber liegt hier das Problem beim HomeOffice oder an der Person selber?

    Wie produktiv sind diese Mitarbeiter im normalen Arbeitsumfeld, also ohne HomeOffice? Sind das die wirklich wertvollen Mitarbeiter fürs Unternehmen?


    Und wie sieht die Rechnung aus, wenn man die Vorteile des HomeOffice die viele Firmen erkennen gegenüber stellt?


    Die 100% Leistung wird man nirgends erreichen, weil unterm Strich sind wir Menschen und keine Roboter.

  • Das Ergebnis muss passen. Ob ich das zu Hause, im Büro oder am Badeteich erbringe ist doch nicht wichtig. Wenn die Firma die Leistung bekommt für die sie mich bezahlt ist es doch egal wo ich die Leistung erbringen und wie lange es dauert.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Das Ergebnis muss passen. Ob ich das zu Hause, im Büro oder am Badeteich erbringe ist doch nicht wichtig. Wenn die Firma die Leistung bekommt für die sie mich bezahlt ist es doch egal wo ich die Leistung erbringen und wie lange es dauert.

    Das stimmt fast überall auf der Welt. In Österreich wirst du aber in vielen Firmen noch für Anwesenheit bezahlt und nicht für Leistung.

  • Heute hatte ich eine interessante Unterhaltung mit dem Chef eines KMU bezüglich Home Office. Er ist dagegen.


    Er meint in der Firma sieht er wenn jemandem fad ist und kann ihn entsprechend mit Arbeit eindecken. Bei Home Office sieht er das nicht und er hat die Erfahrung gemacht, dass niemand nach noch mehr Arbeit fragt und unterbeschäftigt aussehen will.

  • Dann soll er doch mal bitte an seine eigenen Tools arbeiten, dies tracken zu können.
    Jeder Vorgesetzte soll wissen, woran seine Mitarbeiter arbeiten und wie die Auslastung bei jeden einzelnen ist.

    Dazu macht man dann zB zweitäglich kurze Teams-Meetings, um auf den aktuellen Stand zu bleiben.

    Es ist in einigen/vielen Fällen wie du sagst "In Österreich wirst du aber in vielen Firmen noch für Anwesenheit bezahlt und nicht für Leistung".

    Den Unterschied merkst dann bei Multinationals, die haben sehr wohl dauerhaft positive Erfahrungen gemacht und unterstützen MA auch eher.
    Wir dürfen uns sogar die Zeit selbst einteilen. Mache zB Mittags 2 oder 3 Stunden Pause und geh wandern - mache dann am Nachmittag länger.
    Kann aber auch mal den ganzen Vormittag (oder Nachmittag) auslassen, und dann bis 22 Uhr arbeiten. Am Ende des Tages zählt die Leistung, und da wir schon seit vielen Jahren Statistiken und Monatszahlen liefern, sind Ausreißer schnell identifiziert.

    Wünsche mich, dass Österreich diese Pandemie nutzen würde um diesen altmodischen Mantel flächendeckend abzuwerfen.

    Hard times create strong men, strong men create good times.

    Good times create weak men, weak men create hard times.

  • In unseren Unternehmen hat sich seit Corona diese Denkweise vollkommen geändert. Wir können unsere Arbeitsleistung nun Mo - Sa zwischen 06:00 und 22:00 Uhr erbringen, bei völlig freier Zeiteinteilung. Nur nicht mehr als 10 Stunden täglich. Natürlich hat da auch der jeweilige Vorgesetzte noch ein Wörtchen mitzureden, es gibt ja auch diverse Notwendigkeiten, wie z.B. Bauberatungen.