WC Benutzung bei Stromausfall?

  • Ausgangslage:
    Blackout. Keine Hebeanlage im Gebäude. EIne Partei im Haus. Brauchwasservorrat ist begrenzt vorhanden.

    Ist in dem Fall eine Benützung der Toilette und anschließender Spülung mit Eimer Wasser kritisch?

    ich denke speziell an ein Frostszenario mit minus zig Grad, da ist eine Freiluflatrine im Garten nicht so angenehm. Für den Sommer hätte ich kein Problem, ein Loch zu buddeln, und einen Stuhl darüber zu stellen.

    Was sind eure Gedanken zu diesem Thema? Speziell die gefragt, die auch die Möglichkeit mit Garten hätten.

  • lord_helmchen

    Hat den Titel des Themas von „WC Beützung bei Stromausfall?“ zu „WC Benutzung bei Stromausfall?“ geändert.
  • Also unabhängig von der Jahreszeit würde ich mein WC mit einem Eimer Wasser immer bevorzugen. Auch wenn ich einen Garten habe, sind Plumpsklos nicht wirklich mein Ding, schon garnicht die improvisierte Variante davon.

    Nachdem ich auf einem Berg wohne und somit auch so schnell keine Hebeanlage brauche, gehe ich davon aus ich werde mein WC noch eine ganze Zeit lang verwenden können. Erst wenn das nicht mehr geht weiche ich auf den zeckenverseuchten Garten aus.

  • Ausgangslage:
    Blackout. Keine Hebeanlage im Gebäude. EIne Partei im Haus. Brauchwasservorrat ist begrenzt vorhanden....


    ...Was sind eure Gedanken zu diesem Thema? Speziell die gefragt, die auch die Möglichkeit mit Garten hätten.

    Bei deiner Ausgangslage würde ich das hausinterne WC weiterhin benutzen, solange Spülwasser vorhanden ist und der Abwasserkanal funktioniert. Sollte bei starkem Frost das Bad nicht mehr beheizbar sein und die Temperatur darin unter 0 Grad Celsius sinken, müssten das WC und der Spülkasten entleert werden, um nicht zu zerfrieren.


    Dann käme bei uns zuerst das Porta Potti im temperierten Haus zum Einsatz. Dieses würde ich im Notfall auch komplett ohne Spülwasser benutzen. Den Abwassertank müsste man dann eben im Garten entleeren, das ist aber in einem solchen Fall das geringste Problem. Die Variante mit der Entblößung und Erleichterung im Garten ist für uns komplett indiskutabel.


    Klo.jpg

  • Ist zwar nicht optimal, aber bei Urin alleine braucht man nicht spülen. Und für Kot kan man auch am WC einen Müllsack nutzen.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Sollte bei starkem Frost das Bad nicht mehr beheizbar sein und die Temperatur darin unter 0 Grad Celsius sinken, müssten das WC und der Spülkasten entleert werden, um nicht zu zerfrieren.

    Welche Außentemperatur braucht es wie lange, um in Innenräumen unter 0°C zu kommen?

    Kälter als plus 2°C haben wir noch nie erreicht.

  • Welche Außentemperatur braucht es wie lange, um in Innenräumen unter 0°C zu kommen?

    Kälter als plus 2°C haben wir noch nie erreicht.

    Das kommt ganz auf die baulichen Gegebenheiten an. Wenn das WC beispielsweise an einer ungedämmten Außenwand befestigt ist, kann das durchaus passieren. Auch ein (versehentlich) geöffnetes Fenster kann für Frost im Raum sorgen.


    Bei wem das nicht eintritt, der braucht sich auch dahingehend keine Gedanken zu machen.

  • Nachdem ich persönlich bis dato noch keinen Heizungsausfall zu beklagen hatte, habe ich keine Erfahrungswerte wie sehr sich das Haus beim Ausfall der Heizung abkühlen wird. Aber tatsächlich ist das ein guter Punkt. Ich sollte mir noch eine Art Frostwächter für das WC zulegen.

  • Sobald ein Hebewerk im Spiel ist, geht "einfach so spülen" nicht mehr. Selbst wenn Wasser ohne Ende vorhanden wäre.


    Ist hier aber zum Glück nicht der Fall. Also: Regenwasser sammeln für die Spülung.

    Und sparsam umgehen mit dem kühlen Nass. Getreu dem Motto: "Das Braune darf geh'n, das Gelbe bleibt steh'n".

    There is no such thing as too much backup!

  • Für den Sommer hätte ich kein Problem, ein Loch zu buddeln, und einen Stuhl darüber zu stellen.

    Was sind eure Gedanken zu diesem Thema? Speziell die gefragt, die auch die Möglichkeit mit Garten hätten.

    Ich denke dann immer, wenn die Situation so schlimm ist dass eine Latrine benötigt wird, dann sollte man überlegen woher das aufzubereitende Trinkwasser kommt.


    Da wäre dann das Loch im Garten für mich ein Problem, wenn einige Meter weiter sich der Brunnen befindet den ich für meine Wasserversorgung benötigen könnte.


    Meine Überlegung: Trockentrenntoilette => Faeces kompostieren => Urin sammeln und zur Oberflächen Düngung verwenden.


    Ganz allgemein sollte die kontrollierte oberflächige Ausbringung der Problemstoffe dem Vergraben vorgezogen werden.

    Sogar bei der Regenwasserentsorgung ist die Oberflächenverrieselung vorgeschrieben.

    Schon seit 21.692 Tagen nichts bei Amazon gekauft.

  • Da wäre dann das Loch im Garten für mich ein Problem, wenn einige Meter weiter sich der Brunnen befindet den ich für meine Wasserversorgung benötigen könnte.

    Auch bei einem längeren Stromausfall sollte doch das für dich ja kein Problem sein.


    Du hast doch sicher Wasserfilter oder Entkeimungstabletten oder sonstige Entkeimungsmittel (zb. Dan Klorix) Zuhause. Genau da wird es Zeit, sie einzusetzen.

    Bis diese "Brühe" den Brunnen erreicht, muss sie ja zuerst durch ein paar Meter Erde.

    Da wird es schon mal vorgereinigt und das Gröbste rausfiltriert;).

    Solange es nichts Chemisches ist das zum Brunnen vordringt, freuen sich sogar die Bewohner die unter der Erde hausieren tun. Ein Festessen für sie!

  • Yoo, aber ich gehe von einen stundenlangen Stromausfall aus. weil wenn es länger oder noch sehr viel länger dauert dann sind diese Filterchen und Pülverchen irgendwann verbraucht.

    Nitrate packen diese Mittel ebenfalls nicht, damit bekommt man bestenfalls Pathogene raus.


    Wegen der Mikroorganismen habe ich auf die oberflächige Ausbringung hingewiesen, das Bodenleben ist eben zu 90% in der Humusschicht in den obersten 30 cm zugange, darunter passiert vorwiegend Kontamination und Nitratbelastung. In der Humusschicht passiert der nennenswerte Nitratabbau, das schaffen sonst nur Hochleistungsfilter für spezielle Anwendungen.


    Was man allerdings wirklich vermeiden muss, ist der direkte Eintrag von Oberflächenwasser in den Brunnenschacht.

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  • Auch ich gehe auch nicht von einem Stromausfall von und nicht länger als 2 bis maximal 3 Tage aus. Das wäre schon ein Supergau!

    Zu 90% der Fälle merkt man gar nicht, dass es einen Stromausfall überhaupt gegeben hat.

    Die restlichen 10% erfährt man meistens am nächsten Tag von den Medien, dass da etwas gewesen ist.


    Cholera? Jetzt gehen aber die Übertreibungen los. Stromausfall nicht Blackout.


    Nitrate.. Na-ja! Die hat es ja heutzutags auch im normalen Leitungswasser drin.. Um die einigermassen rauszufiltern, bräuchte man eine eigene Kläranlage mit allem Pi-pa-po und nicht mal die schafft es.


    Wasserbehandlungsmittel sind einfach zur Sicherheit da, falls wirklich nix mehr geht, oder man auf dem falschen Fuss erwischt wurde. Und ja, es sind Gebrauchs- und Verschleissartikel. Man sollte sie immer in genügender Menge Zuhause lagernd haben.

    Ich hab durchschnittlich für 80000 Lt. lagernd Zuhause. Mal mehr, mal weniger. Passt alles in einer Schuhschachtel rein.

    Die Wasserfilter hängen bei mir fix fertig montiert neben dem Wasserzähler (Bypass). Wenn etwas ist, werden die Hebel umgestellt.


    Wasser aus dem eigenen Brunnen, würde ich eh nur im äussersten Notfall als Trinkwasser benützen.

    Egal ob das Wasser (irgendwann) getestet (oder nicht) wurde.

    Dieses Brunnenwasser würde ich nur als "Gebrauchswasser" benützen (Duschen, Waschen, Giessen, Wc..). Natürlich behandelt!

    Zum Trinken und Speisen Kochen, einfach so.. No-no-no!