Verpflichtende Krisenvorsorgeausstattung für zu Hause

  • Dass die Vorsorge in Österreich eher ein Nischendasein fristet, ist wohl hinlänglich bekannt.


    Eine Idee um das abzustellen wäre es daher Österreicher dazu zu verpflichten ein Krisenvorsorgepaket zu Hause zu haben. So wie es verpflichtend ist Pannendreieck, Warnweste und Verbandskasten im Auto mitzuhaben.


    Was sollte so ein Paket eurer Meinung nach unbedingt enthalten, aber gleichzeitig so deppensicher sein, dass die Handhabung einfach und selbsterklärend ist, aber mit geringem Verletzungsrisiko einhergeht?


    Wasser ist denke ich klar. 1,5 Liter pro Person und Tag für eine Woche ist klar definiert und auch gut zu kontrollieren.


    Nahrung ist etwas schwieriger, weil es hier viele Aspekte zu beachten gilt. Hier sollte man wohl auf Kalorien pro Person und Tag setzen. Aber zusätzlich auch die Zubereitung beachten. Ein Sack Getreide im Keller ist als Notnahrung eher ungeeignet. Das heißt idealerweise sollten es Kalorien sein, die ohne irgendwelche Zubereitungsschritte verzehrfertig sind.


    Offenes Feuer gilt es zu vermeiden, aufgrund der Verletzungsgefahr und der Kohlenmonoxidproblematik. Sollte eine Erhitzung nötig sein, würde ich flamless heater Systeme empfehlen.


    Ein Verbandskasten sollte auch in jedem Haushalt verpflichtend an der Wand hängen, so wie es in Betrieben erforderlich ist, damit man zumindest Erste Hilfe leisten kann.


    Deto Brandschutzausrüstung wie Rauchmelder, Feuerlöscher, Fettbrandlöscher und Löschdecke. Aber auch Fluchtfiltermasken halte ich für sinnvoll. Kohlenmonoxid und Wasser-Melder sind ebenfalls sehr empfehlenswert.


    Für radioaktive Unfälle sollten die Kalium-Jodid-Tabletten auch in jedem Haushalt verpflichtend vorrätig sein.


    Gleiches gilt für FFP2 Schutzmasken, denn nach der Pandemie ist vor der Pandemie. Außerdem machen solche Schutzmasken in vielen Szenarien Sinn und sollten daher in keinem Haushalt fehlen.


    Außerdem sind gut sichtbar platzierte diverse Handlungsanweisungen sehr sinnvoll. So wie in Hotels Evakuierungspläne an der Wand hängen, sollte eine Broschüre mit den wichtigsten Abläufen für diverse Notfälle an der Wand hängen. Idealerweise in jedem Haushalt am gleichen Ort beim Verbandskasten, zum Beispiel neben der Eingangstür oder in der Küche. So könnte zum Beispiel selbst eine haushaltsfremde Person Erste Hilfe leisten oder die Handlungsempfehlungen nachlesen.


    Was fällt euch sonst noch ein, was jeder österreichische Haushalt verpflichtend zu Hause haben sollte?


    EDIT: "Paket" trifft es nicht ganz, da es doch eine Reihe von Gegenständen sind, deshalb umbenannt in "Ausstattung".

  • Ben

    Hat den Titel des Themas von „Deppensicheres Krisenvorsorgepaket“ zu „Krisenvorsorgeausstattung für zu Hause“ geändert.
  • Ich denke, dass ein batteriebetriebenes und/oder Kurbelradio auch Sinn macht. Sollte das Fernsehen ausfallen kann man sich so informieren und diese Informationsquelle wird auch immer beworben.


    Weiters ist Licht auch immer gut, vor allem wenn es finster ist. Insofern machen Taschenlampen ebenfalls Sinn.


    Als Ergänzung zu den obigen beiden Punkten fallen mir noch Ersatzbatterien bzw. -akkus ein. Sollte man ohnehin zu Hause haben, da die in Fernbedienungen, Uhren, Kinderspielzeug,... immer wieder gebraucht werden.

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • Eine Liste mit den wichtigsten Kontakten bzw. Telefonnummern und Adressen. Viele speichern solche Dinge nur im Handy, wenn dann der Strom weg ist, kann dies zu einem Problem werden.

  • Eine Idee um das abzustellen wäre es daher Österreicher dazu zu verpflichten ein Krisenvorsorgepaket zu Hause zu haben. So wie es verpflichtend ist Pannendreieck, Warnweste und Verbandskasten im Auto mitzuhaben.

    Wer/wie sollte das kontrollieren?

  • Eine Idee um das abzustellen wäre es daher Österreicher dazu zu verpflichten ein Krisenvorsorgepaket zu Hause zu haben. So wie es verpflichtend ist Pannendreieck, Warnweste und Verbandskasten im Auto mitzuhaben.

    Da werden Dir die Nichtprepper aber gehörig auf die Barrikaden gehen, wenn Du eine solche Verpflichtung einführst. Noch dazu könnte eine solche Verpflichtung den einen oder anderen Politiker dazu verleiten ein paar Euro einsparen zu wollen und mit Verweis auf die verpflichtende private Vorratshaltung die Staatliche Vorratshaltung (sofern in Ö vorhanden) runterzuschrauben. Muss ja jeder zu Hause haben.

    Nur was passiert wenn dann tatsächlich ein Krisenfall eintritt, der ein solches Paket notwendig machen würde? Der Staat sagt: Gibt nix, weil es war ja verpflichtend. Ich glaube nicht, das diejenigen, die dann nichts haben brav hungern werden weil selbst schuld...

    Nichts gegen die Idee ein allgemeines Notfallpaket zusammenzustellen, aber das wohl eher als Empfehlung anstatt Verpflichtung.

  • Ja, Veränderungen mögen viele Menschen nicht. Aber wenn sie in ihrem Interesse sind werden sie auch mal zwangsbeglückt, siehe Gurtpflicht und Co.


    Eine Verpflichtung ist ja auch hypothetisch und nicht die Frage in diesem Thread.


    Die Frage ist, was wäre eine Minimalausstattung die man jedem Haushalt vorschreiben sollte?

  • Ben

    Hat den Titel des Themas von „Krisenvorsorgeausstattung für zu Hause“ zu „Verpflichtende Krisenvorsorgeausstattung für zu Hause“ geändert.
  • Ben waren hier nicht ein paar Links zu Produkten drinnen?


    Sorry, habe den Thread verwechselt. Hab schon gefunden was ich gesucht habe.

    Einmal editiert, zuletzt von Smeti ()

  • Von meiner Seite aus gesehen müsste man alles ganz-ganz einfach halten sonst klappt es nie.

    Gut gemeinte Checklisten hin oder her gibt es wie Sand am Meer.. Zu Lang (schlussendlich teuer) und vielmals zu kompliziert für Ottonormalverbraucher.


    Ich würde da noch (ob gefährlich oder nicht), einen kleinen Campingaz Kocher, Streichhölzer, einen 1 Lt Topf und Tütensuppen noch auflisten.

    Weniger wegen den Kalorien, sondern mehr wegen den Seelenfrieden, etwas warmes zu essen. Wirkt Wunder!


    Leider vergisst man als Vorsorger sehr schnell (weil man fast täglich damit zu tun hat) das sich nicht alle "spezielle Gadgets" oder "Langzeitnahrung" leisten können / wollen.


    Darum:

    1. Tütensuppen, weil wenn einer 2 linke Hände hat, es auch kochen kann.

    2. Tütensuppen kann man locker 3-4 Jahre lagern.

    3. Tütensuppen kann man nach dem eigenen Geschmack kaufen und sind obendrauf günstig.


    Bei einer Taschenlampe könnten die Batterien mit der Zeit Auslaufen. Akkus entladen sich..

    2 "Grabkerzen" in weisser Ausführung und man hat für eine Woche Licht.