Welttag der Suizidprävention am 10. September 2021

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    Morgen ist wieder Welttag der Suizidprävention.


    Aufgrund eines Verlustes in meinem persönlichen Umfeld dieses Jahr, habe ich beschlossen diese Plattform zu nutzen, um einen Beitrag zu leisten das Stigma zu bekämpfen, das Suiziden und Suizidversuchen anhaftet.


    Eine mir nahestehende weibliche Person, 28 Jahre jung, beruflich erfolgreich, in einer glücklichen Beziehung, immer fröhlich und gut gelaunt, hat sich im März diesen Jahres das Leben genommen. Niemand hat etwas geahnt. Aufgrund ihrer (vermeintlichen) Lebensfreude hat niemand in ihrem Umfeld etwas davon mitbekommen, dass sie mit Depressionen zu kämpfen hatte. Ich habe mich lange gefragt, ob ich ihren Tod hätte verhindern können. Darauf gibt es aber keine Antwort. Fakt ist aber, dass ich mehr für sie da sein hätte können. Hätte ich nur damals über die psychische Gesundheit von Menschen das gewusst, was ich heute darüber weiß.


    Seither nehme ich mir bewusst mehr Zeit für Familie und Freunde und melde mich regelmäßig, frage nach, ob ich etwas für sie tun kann, tue unaufgefordert anderen Gutes, wenn es mir angebracht erscheint und mache klar, dass ich erreichbar bin falls der Schuh drückt. Und das öfters und regelmäßig. Wichtig ist es aber nicht nur mit "melde dich wenn du was brauchst" seine Schuldigkeit zu tun, sondern bei Menschen im persönlichen Umfeld, bei denen man merkt, dass sie Probleme oder Sorgen haben, aktiv auf sie zugeht und seine Hilfe anbietet. Manche Menschen müssen auch überzeugt werden, dass sie Hilfe annehmen dürfen. Hilfe anzunehmen ist in Ordnung, Hilfe anzunehmen heißt nicht, dass man schwach ist.


    Man darf nicht vergessen:


    Krisenvorsorge beginnt nicht beim Lebensmittelvorrat. Krisenvorsorge beginnt beim eigenen Körper und der eigenen Psyche. Physische und psychische Gesundheit sind sehr wichtig, um Krisensituationen meistern zu können. So wie jeder zur jährlichen Vorsorgeuntersuchung gehen sollte, sollte man auch bei psychischen Problemen keine Scheu haben professionelle Hilfe aufzusuchen.


    Zahlen zum Thema Suizid:


    9.000 Menschen nehmen sich jährlich in Deutschland das Leben.

    1.000 Menschen nehmen sich jährlich in Österreich das Leben.

    800.000 Menschen nehmen sich jährlich weltweit das Leben.


    Auf jeden Suizid kommen 20 Suizidversuche.


    Jeder Suizid löst Trauer und Schmerz in durchschnittlich 125 Angehörigen und Freunden aus.


    Viele Suizide könnten vermieden werden. Jeder kann einen Beitrag leisten, um Suizide zu verhindern.


    Wichtig ist es im Freundes / Familienkreis aktiv nach Problemen und Sorgen zu fragen und Hilfe anzubieten oder zu vermitteln. Für suizidgefährdete Menschen erscheinen selbst harmlose Probleme unüberwindbar. Es ist keine Schande um Hilfe zu bitten oder sie anzunehmen!


    Wer selbst Hilfe braucht, der kann sich an diverse Hotlines wenden:



    Deutschland:



    TelefonSeelsorge


    0800 – 111 0 111


    0800 – 111 0 222


    Kinder- und Jugendtelefon


    0800 – 111 0 333


    14:00 – 20:00 Uhr


    Websites, die helfen


    telefonseelsorge.de


    nummergegenkummer.de


    Österreich:


    Telefonseelsorge


    Tel.: 142 (Notruf), täglich 0–24 Uhr


    Telefon-, E-Mail- und Chat-Beratung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen oder Krisenzeiten.


    Online unter http://www.telefonseelsorge.at

  • Ben

    Hat den Titel des Themas von „Welttag der Suizid Prävention am 10. September 2021“ zu „Welttag der Suizidprävention am 10. September 2021“ geändert.