3D Druckbare Preps

  • Hallo,


    ich habe seit längerem einen 3D Drucker und deshalb natürlich auch schon öfter daran gedacht damit nützliche Sachen für Krisenfälle herzustellen. Gerade bei COVID hat sich ja gezeigt, dass man mit Druckern auch viel beitragen kann (Prusa hat z.B. in großem Stile Faceshields für Krankenhauspersonal gedruckt).


    Ich würde deshalb gerne in diesem Thread ein paar nützliche Dinge sammeln, die für Krisenfälle Sinn machen.


    Den Anfang mache ich hier mit einer Solar Still zur Destillation von dreckigen Wasser.

    Gefunden auf Thingiverse: https://www.thingiverse.com/thing:2738931


    Ich habe sie noch nicht gedruckt, finde die Idee aber toll und werde das bald nachholen und ausprobieren.


    Ich hoffe, dass dieser Thread jemanden in der Community nützt und freue mich auch auf Eure Empfehlungen.

  • Ein Kollege meinerseits hat auch so einen 3D Drucker und neben ein paar Dingen für die Urne und den Pfotenabdruck meines Katers hat er mir sowas ähnliches gedruckt. Ist praktisch, die Maske sitzt genauso fix wie um die Ohren und genau die werden nicht unnötig beansprucht, gerade bei längeren Haaren ist das eine Wohltat, weil die Gummibänder dann nicht an der Ohrmuschel reibt.

  • Der Thread ist eine tolle Ide, ich bin schon neugierig welche Projkte hier kommen werden. Ich habe noch keinen 3D-Drucker, weil ich einfach noch keine sinnvolle Verwendung für mich gefunden habe. Aber vielleicht demnächst :)

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Der Thread ist eine tolle Ide, ich bin schon neugierig welche Projkte hier kommen werden. Ich habe noch keinen 3D-Drucker, weil ich einfach noch keine sinnvolle Verwendung für mich gefunden habe. Aber vielleicht demnächst :)

    Mein OM hat einen. Ich glaube, ihr 2 könntet gemeinsam stundenlang Projekte finden. 😁

    Think positive, stay negative! :)

  • Ein Kollege meinerseits hat auch so einen 3D Drucker und neben ein paar Dingen für die Urne und den Pfotenabdruck meines Katers hat er mir sowas ähnliches gedruckt. Ist praktisch, die Maske sitzt genauso fix wie um die Ohren und genau die werden nicht unnötig beansprucht, gerade bei längeren Haaren ist das eine Wohltat, weil die Gummibänder dann nicht an der Ohrmuschel reibt.

    Das freut mich, dass der Thread so gut ankommt.

    Bezüglich der Maskenhalter habe ich ein bisschen geschaut, da gibt es (für alle die interessiert sind) unter dem Namen Ear Saver einen riesen haufen an coolen sachen. Stelle ich mir praktisch vor und die meisten Sachen dauern nicht lange zu drucken. Danke für den Tipp!


    https://www.thingiverse.com/se…type=things&sort=relevant

  • Habe seit ca. 3 Jahren einen 3 D Drucker, bin Modellflieger. Anfangs dachte ich, wozu.....aber wenn man dann einen hat findet man genug Einsatzmöglichkeiten (nicht nur für Modellbauer), zb. abgebrochenes Scharnier für Gefrierschrank, Halterungen für Kabel im Auto, Handy Halterungen, ........

    Großer Vorteil: halbwegs 3D zeichnen sollte man können.

  • scavenger ist 3D Druck Profi und wird hoffentlich mit ein paar Ideen weiterhelfen können.

    das würde ich so jetzt nicht sagen. ich hab halt einen :-D

    Hab im vorigen Jahr auch viele Faceshields gedruckt - der eigentliche "Burner" unter dem Gesundheitspersonal waren jedoch die Earsaver, die die Ohrenpartie entlasten. Die wurden mir förmlich aus der Hand gerissen.

    Sonst hab ich während der Lockdowns mir z.b. einmal passendes Werkzeug gedruckt als ich meine Küchenarmatur ausgetauscht habe und mittendrinn dann bemerkte, dass der Maulschlüssel, der zwar gepasst hat, viel zu lange war und platzmässig nicht passt.


    Das ist halt schon ziemlich geil, wenn man sich dann hinsetzen und 30 minuten später ein selbst hergestelltes Produkt erfolgreich anwenden kann. Das hat einen massiven "ICH HABE FEUER GEMACHT" Faktor :-D

    viribus unitis - acta non verba

  • Ich drucke seit 2018 allerlei Zeug für meine ferngesteuerten Autos. Hauptsächlich mit PLA und ABS.

    Mit der Zeit kamen auch andere dinge wie Wandhalterungen, Verstärkungen für Regale, Deko Zeug und diverses Kleinteile dazu.


    Am stolzesten macht es mich aber das ich mir beigebracht habe wie man TPU druckt.

    Damit konnte ich kleine Implantate drucken die dem Hund eines Arbeitskollegen meiner Mutter

    ein schmerzfreies Leben ermöglichen.


    Der Arme hat ne chronische Entzündung unter den Ohren und da muss immer ein Ablauf für Flüssigkeit drin sein

    damit das nicht zuwächst, anschwillt und ihm Schmerzen bereitet. Laut Tierarzt gibts da nichts von der Stange,

    und so haben wir uns mal hingesetzt und ein paar Designs durchprobiert, bis wir eines hatten das passte.


    Ich zeichne meine druckbaren Dinge übrigens mit Tinkercad. ( kostenlos, kann jeder mal probieren )

    Besser haben und nicht brauchen, als brauchen und nicht haben.

  • TPU - Respekt. Das hat bei mir bisher in Kombination mit fehlender Geduld nichts brauchbares produziert :-D

    viribus unitis - acta non verba

  • Oh wow Respekt für das TPU! Ich habe mir vor ein paar Monaten von 3djake ein flexibles filament gekauft und nach einer Woche den Hut draufgehaut :D

  • So ein Drucker ist schon was feines, das einzige was ich bisher mit Prepperrelevanz gedruckt habe sind Maskenhalter im Elefantendesign wo meine Familie ihre Masken zum trocknen aufhängen kann, sowie eine Feuerzeughülle.

    Ganz allgemein ist es aber ein super Werkzeug für Ersatzteile besonders wenn man selbst 3D-Zeichnen kann. Ansonsten gibt es aber auch erstaunlich viel online zu finden und die gratis CAD Programme werden auch immer mehr und brauchbarer.

  • 3 kurze Fragen dazu:

    - wo liegt aktuell die brauchbare Einsteigerklasse (Preis, druckbare Größe, etc.)

    - gibt's eigentlich auch Material, dass nach dem Druck (durch Nachbehandlung) besonders Temperaturbeständig wird?

    - wo liegt die Problematik bei der TPU Verarbeitung? Gerät? Knowhow?

  • Da stellt sich prinzipiell mal die Frage, ob mit "Einsteigerklasse" leichter Zugang oder vor allem niedriger Preis gemeint ist.


    Ich persönlich kann den Prusa MK3s uneingeschränkt empfehlen - ist zwar schon ein wenig teurer als die China-Kracher, hat aber sehr viele Luxus Features schon von Haus aus dabei, die man sich bei anderen dann jedoch auch wieder selber nachrüsten kann, wenn man ein wenig Zeit investiert.


    Ich hab aber auch einen Ender V3 pro, der in Sachen Druckqualität um nichts nachsteht - da ist nur das generele Handling etwas umständlicher.


    Material, welches sehr temperaturbeständig ist: Ja gibt es. Es kommt auf die Anwendungsgebiete an - von wievielen Grad reden wir hier? Normales PLA (=der 0815 3d Druck) ist generell nicht sehr beständig. Weder gegen mechanische noch thermische Einflüsse. Ein bisserl mehr geht dann schon mit PETG oder gar ASA, welches schon gut bis zu 100 Grad aushält und noch dazu UV beständig ist. Dafür muss man letzteres in einem sehr gut belüfteten Raum drucken, da es ziemlich übel stinken kann - Und es braucht auch höhere Temperaturen beim Druck, die ein billiger "PLA Drucker" in vielen Fällen nicht schaffen wird.


    TPU / Flexfill ist dann wieder ein Material, welches auch nach dem Druck noch recht flexibel bleibt - so in etwa wie die Gummireifen von Spielzeugautos kann man sich das vorstellen. Während man auch als Anfänger mit PLA bereits sehr gute Ergebnisse (auch mit teilweise noch falschen Einstellungen beim Drucker) erzielen kann, "verzeiht" das Ding auch die kleinsten Fehlerchen nicht. Da können die Einstellungen und Umstände noch so perfekt sein - bei einem falsch temperierten Windhauch durchs offene Fenster kann dir das alles nix nutzen.

    viribus unitis - acta non verba

  • hans_mayer:

    - letztes Jahr hab ich einen Qidi X-Plus bei Banggood um € 572,- erstanden, inkl. Versand. Vorteil für mich als Einsteiger ist, dass man das Ding aus der Schachtel nimmt und innerhalb von 15 Minuten das erste Demoteil drucken kann. Keine Bastelei, keine Konfiguriation, einfach den mitgelieferten USB-Stick einstecken, gewünschtes Demoteil auswählen und Start drücken. Zweiter Vorteil: Der Drucker kommt mit einem zweiten Kopf für höhere Verarbeitungstemperaturen und ist rundum geschlossen, damit auch für schwierigere Materialien geeignet.


    Beim Rest bin ich bei scavenger, benötige ich eine höhere Einsatztemperatur muss die Schmelztemperatur des Kunststoffs höher sein, damit brauche ich bei einem Schmelzschicht-Drucker ein Modell das mit höheren Temperaturen arbeiten kann. Für richtig hohe Einsatztemperaturen verwendet man bei geeigneter Geometrie den 3D-Druck als Modell und macht damit eine Gießform (z.B. mit Sand für Stahlguss). Dafür gibt es eigene Filamente wo das Modell praktisch rückstandsfrei verbrennt wenn man das Metall in die Form gießt.


    Bei TPU hab ich bisher keinen erfolgreichen Druck zustande gebracht, das Zeug ist wirklich sehr zickig. Allerdings habe ich recht bald das Handtuch geworfen und mich mit anderen Dingen beschäftigt. Das Holz-Filament hat mich auch einige Nerven gekostet, die Teile sind so spröde, dass sie bei zu geringer Wandstärke schon fast beim Hinsehen brechen. Es hat auch arg Fäden gezogen, da war es wieder gut, dass man die ganz leicht mit dem Finger abbrechen konnte. Die Vorlagen habe ich alle von thingiverse.com heruntergeladen, in die Qidi-Software importiert, Material angepasst und gedruckt. Mit PLA macht das richtig Freude, beim Rest muss man sich wirklich einarbeiten und Erfahrung mit den richtigen Einstellungen sammeln.

  • Wie sieht´s an der Prepper-Schmelzer-Front aus? ;)

    Schon neue Ideen gefunden?


    Ich habe meinen Drucker (Ender 3 Pro) erst ein paar Wochen und schon einiges damit probiert und den ein wenig umgebaut.

    Heiß begehrt sind Lithographien (Gedruckte Bilder die von der Rückseite beleuchtet werden) - kommen gern für Geburtstags- und sogar Hochzeitsgeschenke zum Einsatz. Da dauert ein Bild halt mal gerne mehr als einen Tag...

    Im Moment habe ich mir gerade die Zähne am Holz ausgebissen - bzw. die Extruder Zähne wollen nicht :rolleyes: Da wird aber aufgerüstet... :evil:


    Zurück zum Thema, was sehe ich als Vorbereitungsrelevant und habe ich gedruckt bzw. wird noch gedruckt....

    - Halterungen für Einhell-Akkus (gefällt mir auch im Bezug auf die Übersichtlichkeit)

    - Dosenregal (rollt selbst nach - FIFO)

    - Batteriedispenser (ebenfalls FIFO)

    - Taschenlampenhalterung für den Sicherungskasten (eine ist dort gelagert)

    - Notfallpfeife (kostet ein paar Cent an Material und Strom - ist nun vielfach und fast überall vorhanden)

    - Überwachungskamera-Halterung (jetzt mit besserem Sichtwinkel)

    - ....

    Als Noah die Arche baute, glaubte niemand an unendlichen Regen

  • Bei uns läuft der 3D Drucker im Dauerbetrieb mit Abstandshaltern für die Hühnerleiter. 😁

    Was muss ich mir da für eine Luxushühnerleiter vorstellen? Habe meine Hühnerleiter ganz klassisch gebaut: roh gehobeltes Brett und alle 15 cm ein Stückchen einer Latte draufgenagelt.