Konservendosen: Verwendung nach Ablauf des MHD

  • Unsere Konserven, die wir nicht nutzen/verbrauchen, geben wir an einige Menschen, die froh sind es zu bekommen.

    Wegwerfen kommt nicht in Frage.

  • Ich erachte es hier nicht als sinnvoll Konserven als Dosenfutter zu bezeichnen und so abschätzend zu behandeln.

    Allgemein wird doch empfohlen die Anlegung eines Vorrates mit Konserven zu beginnen.

    Wir wollen doch die Neueinsteiger die hier schon mitlesen verunsichern.

    Außerdem meine ich dass es kein Fehler sein muss, wenn in der Folge einmal was überbleibt oder übersehen wird.

    Hat nicht jeder von uns einmal angefangen und mittlerweile sein System mehrmals geändert?

  • ...

    Wir wollen doch die Neueinsteiger die hier schon mitlesen verunsichern.

    ...

    Gut formuliert, aber ich denke, dass hier das Wort „NICHT“ abhanden gekommen ist. 😉

    Wir wollen die Neueinsteiger nämlich nicht verunsichern, nehme ich an.

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • Allgemein wird doch empfohlen die Anlegung eines Vorrates mit Konserven zu beginnen.

    Das sehe ich mittlerweile anders.


    Fertiggerichte in Form von Vollkonserven sind ein einfacher und billiger Weg einen Notvorrat anzulegen. Aber sicher nicht der beste Weg.


    Viel sinnvoller ist es das einzulagern was einem schmeckt und zum Beispiel selbst gekochte Gerichte einzufrieren, oder in Gläsern einzukochen. Das erfordert aber natürlich mehr Aufwand und Zeit, da man sich mit der Materie beschäftigen muss.

  • Ich verwende durchaus Konserven, wenn Bohnengerichte spontan erwünscht sind oder einige Böhnchen in den Salat sollen und ich mich nicht mit dem doch eher langwierigen Weichkochen aufhalten will. So rotiert sich der Vorrat auch, weil ich ein Faulpelz sein kann, schneller als die trockenen Hülsenfrüchte.

    Fertiggerichte verwende ich, schon weil ich vieles nicht vertrage, weder als Konserve noch gefriergetrocknet im Alltag. Ich habe, wie Ben, das Einkochen fertiger oder fast fertiger Speisen für mich entdeckt, da stehe ich aber noch am Anfang und habe, außer bei Marmeladen und Kompotten, kaum Langzeiterfahrung mit der Haltbarkeit.

    Selbstverständlich ist für den Beginner alles, was ihn in Notfällen satt macht, besser als gar nichts zu haben.

    Dinge einzulagern, die man nicht mag, daher nicht rotiert und nach einiger Zeit entsorgt, das ergibt für mich aber keinen Sinn.

  • Dinge einzulagern, die man nicht mag, daher nicht rotiert und nach einiger Zeit entsorgt, das ergibt für mich aber keinen Sinn.

    Macht auf den ersten Blick keinen Sinn, hat aber auf den zweiten Blick durchaus seine Berechtigung.


    Zum Beispiel mag ich diese Dosengerichte nicht, meine Frau mag sie jedoch. Das heißt ich kann nicht pauschal Dosengerichte ablehnen.


    Und als eine der letzten Ebenen des Notvorrats, wird mir auch ein Inzersdorfer Gulasch hervorragend schmecken, wenn ich nur hungrig genug bin. ;)

  • Wenn JEMAND im Haushalt das mag, hat das natürlich seine Berechtigung ;)

    Dann wird es aber doch auch rotiert und verdirbt nicht...

  • Ich finde an Dosen nichts Schlechtes. Wir verwenden sie Hauptsächlich für Gemüse, Bohnen, passierte Tomten, Obst, Kokosmilch, etc., Fertiggerichte in Dosen verwenden wir keine.

    Generell haben wir einen Mix aus sehr viel selbst eingekochten Gerichten, Bolognese, Chili, Fleisch mit Fisolen, Fleisch mit Erbsen, Gulasch, etc. )aktuell in Summe ca. 180 Stück 50ml Gläser), aber eben auch die Zutaten dafür in Dosen oder getrockneter Form, eben auch gedörrtes Fleisch, in Stücken und als Faschiertes.

    Plan:

    1. das eingekochte Essen mit Beilagen ala Reis, Teigwaren, etc.

    2. mit den Dosen und vorhandenem Fleisch (getrocknet) die Essen "frisch" zu kochen. (damit sollten wir zu 3. mind. 5-6 Monate durchkommen)

    3. Mit den restlichen Vorräten verarbeiten was noch möglich ist.

    4. Letzte Reserve sind BP-WR Riegeln und andere gefriergetrocknete Notnahrung. (aber bis es so weit sein sollte, hätten wir ganz andere Probleme)


    Ich finde jede Art der Nahrungsmitteleinlagerung hat seinen Sinn und auch Berechtigung.

    Never argue with an idiot, they drag you down to their level and beat you with experience.

  • Konserven haben einen schlechten Ruf - sind aber gerade bei Haushalten, die sich sonst nicht um irgendeine Art der Bevorratung kümmern, imho eine gute und auch nicht gerade teure Möglichkeit, schnell entsprechende Versorgung für 14 Tage herzustellen.


    Ich hab in den Jahren sehr viel herumexperimentiert. Von den normalen Dosen über MRE´s aus aller Herren Länder, über Gefriergetrocknetes, NRG-5 und dessen Derivate bin ich mittlerweile wieder bei Dosen gelandet. In einem Notfall nehme ich, was ich kriegen kann. Da muss es keine 5 Hauben/Sterneküche sein, sondern im idealen Fall was Warmes, das mir den Scheisstag rettet (dramatisiert). Ich krieg einen ansehnlichen Vorrat für mich auf kleinsten Raum zusammen, Das Zeug hält sprichwörtlich ewig, ist durch die Verpackung gegen sehr viele Umwelteinflüsse geschützt und wenn es halt an der Zeit ist, rotier ich es durch und nehme halt mal was davon mit ins Büro.


    Schmecken sollts halt - ich hab anscheinend keine höheren Ansprüche diesbezüglich ;)

    viribus unitis - acta non verba

  • Generell haben wir einen Mix aus sehr viel selbst eingekochten Gerichten, Bolognese, Chili, Fleisch mit Fisolen, Fleisch mit Erbsen, Gulasch, etc. )aktuell in Summe ca. 180 Stück 50ml Gläser)

    Sollte 580ml Gläser heißen.

    Never argue with an idiot, they drag you down to their level and beat you with experience.

  • ja selber einkochen, damit beschäftigen......... das machen wir hier.

    Aber wer hat schon soviel Interesse ?, Können, Möglichkeiten oder z.B. einen eigenen Garten.

    Ich kauf doch keine Bohnen und koche die selber ein, wenn ich sie auch günstig fertig eingekocht und gut haltbar haben kann.


    Wenn ich im eigenen Garten Überschuss habe, ja dann ist es das wert. Aber doch nicht wenn ich auch so die rohen Bohnen

    schon kaufen muß. Der Mehrwert ist doch meist eh nur das ich weiß was drin ist.


    Lieber für 14 Tage Dosenfutter wie garnix, oder immer noch am planen das mal einzukochen, Einkocher kaufen.....lernen üben.....

  • Ich klinke mich mal ein... Ich persönlich hab schon einiges an Konserven eingelagert, schon aus den einfachen Gründen "Platz" und "Geld". In einem Haus mit genügend Platz und Stauraum lässt sich wunderbar selbst Eingekochtes etc. lagern, in einer Mietwohnung mit weniger Platz sind für mich halt Dosen besser und auch günstiger. Mein Gefrierschrank war leider damals ein Fehlkauf (ja, ich lerne Gott sei Dank aus meinen Fehlern), der hat nur 3 kleinere Fächer :rolleyes:. Dadurch ist Vorkochen und Einfrieren nicht ganz so möglich... Wenn dann doch irgendwann Haus und Garten da sind, steige ich wahrscheinlich vermehrt auf selbst produzieren um, soweit möglich.

    Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. (F. Nitzsche)

  • .......


    Lieber für 14 Tage Dosenfutter wie garnix, oder immer noch am planen das mal einzukochen, Einkocher kaufen.....lernen üben.....

    Als Einzelprepperin ohne Garten habe ich für den Blackoutfall die "Rettung" des Gefrierschrank-Inhalts im Auge und werde als nächste Anschaffung dieses Easy-Einkoch-Set (s.u.) kaufen (€ 30), das auch auf einem Gaskocher oder Brennpaste-Ofen funktionieren sollte.

    Ganz fest vorgenommen habe ich mir aber auch, das unbedingt VOR dem ersten Blackout einmal auch mit den Alternativ-Öfen zu TESTEN.

    Dieses Jahr plane ich große Mengen (zugekaufter) Marillen und Erdbeeren in Scheiben und auch als Ganzes einzufrieren - gut für Müsli, Obstkuchen, Nachspeise. Da ich kaum Marmelade esse, muss ich nur noch gute Einweck-Rezepte finden. Schlimmstenfalls wird ein großer Rumtopf angelegt und alles reingeschmissen. :P

    .... gibt das Leben dir eine Zitrone, mach' draus eine Limonade.

    (Als echter Prepper natürlich mit einer "handbetriebenen Zitronenpresse" )

  • Ich erachte es hier nicht als sinnvoll Konserven als Dosenfutter zu bezeichnen und so abschätzend zu behandeln.

    Ähem.... nur weil man "Dosenfutter" als "Dosenfutter" bezeichnet, ist das noch lange nicht abwertend gemeint.

    Ich nutze diesen Begriff einfach nur zur Unterscheidung zwischen Frisch gekocht, selbst gemachten Konserven oder eben gekauften Konserven.


    Fast mein gesamter "Notvorrat" besteht aus gekauften Konserven, also "Dosenfutter" - alles andere, was ich so im Haushalt habe oder selbst anbaue, ist nur ein "plus".


    Und im Gegensatz zu anderen, die gekaufte Konserven NICHT als Dosenfutter bezeichnen, sie aber auch nicht selber aufessen wollen, wenn das MHD erreicht ist, sondern sie "spenden" ("mir selbst ist der Kram nicht gut genug, aber die Armen sollen froh sein, wenn sie überhaupt was zu Fressen haben"), sehe ich mich als Benutzer des Wortes "Dosenfutter" fast schon als besseren Menschen ;-)

  • Ein gutes Beispiel, wie lange Konserven halten findet sich in dem Video von Käffchen Carlos - so ab 12:15 geht's um die aufgefundene Dose: 37 Jahre alte Konservendose öffnen. Denke dass sich da keiner Gedanken machen muss ob Dosen bei vernünftiger Lagerung durchrosten, solche Teile werden uns nämlich problemlos überleben!

    ------- Fragt mich nicht welches Gear ich besitze sondern was man damit machen kann! -------