Bundesheer bereitet sich auf Blackout vor

  • Genau so wie ich es befürchtet habe. In einem Krisenfall, sieht da die normale Bevölkerung wortwörtlich in die Röhre.

    Nach dem Motto: Du kommst hier nid rein..

    Kann euch beruhigen. Bei uns sieht es auch nicht viel besser aus.

  • Fluid So schaut das militärische Gesundheitswesen in Ö aus: https://www.bundesheer.at/orga…ge/kdoeu/gesw/index.shtml

    Ein Freund hatte im Grundwehrdienst einen Beinbruch. Der sagt nix Gutes über die Sanikaserne in Stammersdorf.

    Er lag tagelang mit unversorgten Beinbruch herum und ihm wurde zugemutet die Leibschüssel im Bett zu verwenden anstatt mit einer geschienten Ruhigstellung des Knöchelbruches ganz normal das WC benützen zu dürfen.

    Können hat er ja ganz leicht mit den Krücken des Bettnachbars, aber die Schwellung des unversorgten Bruches ist deshalb nicht abgeklungen. Ich bot ihm an mit einigen Asteln einer Hollerstaude und Paketklebeband eine gefechtsmäßige Notversorgung herzustellen.


    Anstatt ordentlich behandelt zu werden ist aber alle 20 min irgendjemand im Zimmer aufgetaucht und hat Häkchen und Kreuzchen auf Listen gemalt.


    Schließlich hat heftiger Protest und die Drohung einen befreundeten Arzt als Gutachter herbeizurufen eine Verbesserung bewirkt.

    Schon seit 21.650 Tagen nichts bei Amazon gekauft.

  • Es geht schlussendlich darum, dass sie (Militär) bei einem Blackout in erster Instanz für sich selber mit eigenen Spitäler vorgesorgt haben.

    Was mich Wunder nehmen würde ist, ob sie in so einem Fall in Österreich, die zivile Bevölkerung auch "reinlassen" würden.

    Weiss da irgendjemand von euch genauer bescheid?

    Bei uns würde sowas nicht gehen. Militärgebiet ist für einen Zivilen bei uns immer Sperrgebiet!


    Kleines Themaabschweifer.

    Vielleicht hat er vor dem Beinbruch etwas dummes angestellt, /Sch.. gemacht, / Vorsätzlich damit er Heim kann..

    Eventuell haben sie es "Spitz" gekriegt und wollten ihm so ein Denkzettel verpassen.

    So "Spielchen" sind bei uns auch gang und gäbe. Von beiden Seiten!

    Solche Vorgehensweisen sind aber gesetzlich VERBOTEN! Das gäbe Militärgericht! Und wie es da meistens rauskommt, weiss man ja.

    Die sehen es überhaupt nicht gerne, wenn man sich vom Dienst drücken will..

    Einen Ranghöheren unter Druck setzen zu wollen um einen Gutachter herbeikommen zu lassen.. Während dem Militärdienst.. Märchen! Glaub ich nicht.


    Man müsste ja die zweite Hälfte der Geschichte kennen um zu Richten.


    Ich kenne das Militär so: Wie man im Wald ruft, so hallt es zurück;).

  • Man sollte die medizinischen Kapazitäten des Bundesheeres nicht überbewerten, in den letzten Jahren wurde da massiv eingespart und alles was über Kleinigkeiten hinausgeht landet schnell in zivilen Krankenhäusern, siehe auch https://www.derstandard.at/sto…m-fuer-seinen-eigenbedarf


    Das hat, ähnlich wie die Blackout-Problematik, damit zu tun, dass es in der langen friedlichen Zeit zu wenig Arbeit für die auf einen massiven Anfall von schwer verletzten Soldaten ausgelegte Infrastruktur (materiell und personell) gegeben hat. Auch irgendwie klar, dass die Qualität leidet wenn die Übung fehlt. Da zücken professionelle Erbsenzähler natürlich den großen Rotstift und lassen sich als Sparmeister feiern. Diese eingesparte Infrastruktur wieder aufzubauen geht leider nicht innerhalb kurzer Zeit und mit dem Geld aus der Portokassa.


    Um aber wieder auf das eigentliche Thema zurückzukommen:

    Die Sicherheitsinseln waren, meines Wissens, nie dazu konzipiert die gesamte Bevölkerung direkt zu versorgen. In erster Linie geht es darum im Krisenfall Kräfte einsatzbereit halten zu können, sowohl Soldaten als auch von anderen Einsatzorganisationen, damit diese der Bevölkerung helfen können. Dass das Bundesheer recht gut darin ist zu strukturieren, zu organisieren und rasch viele helfende Hände für alle möglichen Aufgaben aufzubieten hat es in letzter Zeit doch sehr deutlich gezeigt. Daher ist es sehr hilfreich derartige Sicherheitsinseln beim Bundesheer zu haben, auch ohne dass jeder einzelne Bürger in einer dieser Kasernen jederzeit sein Handy aufladen oder sich gegen seine Langeweile bespaßen lassen kann.


    Ganz im Gegenteil sollte sich die Bevölkerung von den Sicherheitsinseln fern halten um die Einsatzkräfte nicht zu behindern. Das Handling von Menschenmassen übt das Bundesheer beispielsweise bei der Airpower in Zeltweg, inklusive Notfallplänen und Vorbereitungen für verschiedenste Notfälle (z.B. ERTA - Emergency Response Team Air, siehe https://www.fireworld.at/2020/…feuerwehr-und-bundesheer/).

  • Um aber wieder auf das eigentliche Thema zurückzukommen:

    Die Sicherheitsinseln waren, meines Wissens, nie dazu konzipiert die gesamte Bevölkerung direkt zu versorgen. In erster Linie geht es darum im Krisenfall Kräfte einsatzbereit halten zu können, sowohl Soldaten als auch von anderen Einsatzorganisationen, damit diese der Bevölkerung helfen können. Dass das Bundesheer recht gut darin ist zu strukturieren, zu organisieren und rasch viele helfende Hände für alle möglichen Aufgaben aufzubieten hat es in letzter Zeit doch sehr deutlich gezeigt. Daher ist es sehr hilfreich derartige Sicherheitsinseln beim Bundesheer zu haben, auch ohne dass jeder einzelne Bürger in einer dieser Kasernen jederzeit sein Handy aufladen oder sich gegen seine Langeweile bespaßen lassen kann.


    Ganz im Gegenteil sollte sich die Bevölkerung von den Sicherheitsinseln fern halten um die Einsatzkräfte nicht zu behindern.

    JoBe Genau so sehe ich es auch. Es wird in so einem Fall weder Aufgabe noch Ziel des Bundesheeres sein, die breite Bevölkerung zu versorgen. Das kann sowieso niemand leisten, dafür sollte die Bevölkerung (100 mal gepredigt und kaum gehört) selbst Vorsorge treffen.
    Es geht vielmehr darum, im Krisenfall handlungsfähig zu bleiben, um zB technische Unterstützung für die Energieversorger, die Kommunen, die zivilen Sicherheitskräfte oder wen oder was auch immer sonst wichtig ist, leisten zu können.