"Türklingel" / Besucher-Zutritt in Haus/Wohnung bei Blackout

  • Szenario "Blackout": wir befinden uns in einem Mehrparteienhaus mit einigen Stockwerken und Besucher / Einsatzkräfte / Arzt möchten einen Hausbewohner besuchen.


    Das Thema Türklingel/Türspion/Türüberwachung hat zwar sicher auch mit dem neuen "Alarmanlage"- Thread zu tun, ich würde es aber gerne "stand alone" betrachten, da die Alarm-Sicherung im vierten Stock eines Wiener Wohnhauses anders (=vermutlich auf die Wohnungstür beschränkt) ) sein wird als im isoliert gelegenen Einfamilienhaus auf dem Land mit Terrasse, Nebeneingängen usw.


    Ich selbst wohne im 1.Stock eines 10-Parteinhauses mit einem Gangfenster oberhalb der Haus-Eingangstür. Mein erster Gedanke zu diesem Problem war: auf der Höhe des Gangfensters eine dieser guten, alten Metall-Glocken mit Zugseil anbringen (auf Fenstersims festklemmen ?) und hoffen, dass ein Hausbewohner es hört, wenn es "läutet", und aus dem Fenster schaut um zu fragen, wer da ist mit welchem Begehr oder zu wem er will, Dann könnte man den betroffenen Nachbarn herausklopfen und der geht und holt seinen Besucher.

    Die Zugseil-Glocke würde auch beim Einfamilienhaus funktionieren - Man könnte das Zugseil sogar vorsorglich unterirdisch verlegen !

    Problem: bei manchen Häusern sieht man nicht, wer vor der Haustor steht und manche Häuser (Großstadt !) haben SEHR VIELE Stockwerke.

    Was meint Ihr ?

    In meinem Fall wäre properes Preppern vielleicht, überhaupt eine derartige Zug-Glocke zur Verfügung zu haben und auf jeden Fall mit den Nachbarn über das Problem zu sprechen.

    Das Haustor einfach sperrangelweit offen zu lassen halte ich hingegen aus Sicherheitsgründen für keine Dauerlösung.

    .... gibt das Leben dir eine Zitrone, mach' draus eine Limonade.

    (Als echter Prepper natürlich mit einer "handbetriebenen Zitronenpresse" )

  • Nun ja, wer würde eine Glocke denn hören? Fenster sind meist gut gedämmt...

    Zusätzlich musst du dann eine Befestigung bauen / erstellen.


    Was hältst du von einer günstigen Batterie-Funk-Lösung? Der "Signalgeber" könnte auch im Gang angebracht werden - vorausgesetzt die Türen sind nicht wirklich schalldicht ;)

    Der kleine Klingelknopf mit der Batterie kannst mit einem Doppelseitigen Klebeband (normalerweise eh schon dabei) einfach an die Türe kleben!

    Als Noah die Arche baute, glaubte niemand an unendlichen Regen

  • Als Kinder haben wir dieses Problem mit zielsicherer Nutzung von kleinen Kieselsteinchen gelöst. ;)


    Bei lokalen Stromausfällen wäre das Handy die logische Ausweichlösung, solange das Handynetz noch geht. Als "technische Lösung" im Blackout-Fall könnte ich mir auch vorstellen, dass man einen kleinen Tresor mit Zahlenschloss beim Eingang montiert, der ein PMR-Funkgerät enthält, dessen Gegenstück dann natürlich empfangsbereit sein müsste. Hier wären solarladbare Akkus etc. notwendig.


    Wie eine mechanische Lösung mittels Seilzug etc. aussehen könnte, hängt ganz von den örtlichen Gegebenheiten ab. Eine längere Schnur mit Glöckchen am Ende lässt sich wohl fast überall irgendwie spannen.


    Im Fall eines längeren Blackout müsste sich schon aus Sicherheitsüberlegungen heraus eine Art "Pförtnerdienst" (Hauswächter) etablieren, der Besucher kontrolliert uns ggfs einlässt.

  • Alles was das Haustor betrifft wird schwierig, dann muss ja auch jemand runter rennen um es zu öffnen. Ohne Strom funktionieren auch die Schlüssel (oder Chips) für die Gegensprechanlage nicht mehr.

    Für mich stellt sich die Frage: Wer sollte bei einem Blackout zu Besuch kommen. Wenn man jemand erwartet (Rettung), dann muss sowieso jemand unten warten.

    Ich würde auf Hausebene nichts machen, nur für die Wohnungstür eine batteriebetriebene Funkklingel.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • .....

    Für mich stellt sich die Frage: Wer sollte bei einem Blackout zu Besuch kommen. Wenn man jemand erwartet (Rettung), dann muss sowieso jemand unten warten.

    ....

    Besuch wäre z.B. geflüchtete Verwandtschaft, Kurier der Kommune mit wichtigen Nachrichten (z.B. über notwendige Evakuierung etc.)

    .... gibt das Leben dir eine Zitrone, mach' draus eine Limonade.

    (Als echter Prepper natürlich mit einer "handbetriebenen Zitronenpresse" )

  • Ich denke, dass bei einem richtig großen Mehrfamilienhaus im Falle eines Blackouts einige Bewohner unten stehen und sich Neuigkeiten austauschen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich wirklich alle in ihren Wohnungen verschanzen (höchstens nachts).


    Für kleinere Wohneinheiten: wie wäre es mit einer Trillerpfeife? (ok, muss man auch haben)

    Unten getrillert, gucken bestimmt genug Bewohner aus dem Fenster, und irgendwer wird dann vllt öffnen?

  • Es gibt ja auch batteriebetriebene Türklingeln.. Über Funk. Sender und Empfänger im Set.

    Ich hatte mal sowas von Grundig.

    Der Sender, obwohl draufstand "Regenwasserfest".. Na-ja! War nicht ganz so! Für den geschützten Aussenbereich aber Top!

    Hat bis zum 4-ten Stock (Terrasse) einwandfrei funktioniert. Bis der Regen kam..


    Das wäre eventuell was..

  • Hallo!


    ein Funkklingel Batterie betrieben ist vielleicht eine gute Lösung für ein bis Zweifamilienhäuser. Ab einer gewissen Anzahl an Parteien geht das nicht mehr.


    Es kommt also darauf an was für eine Installiert ist. Reine Audio oder Ist es eine Videoanlage?


    Bei einer reinen Audioanlage kann man diese relativ einfach Zentral mit Strom versorgen. Dazu reicht wahrscheinlich eine 50W Solaranlage mit akku für 10 Parteien.


    Bei Videoanlagen ist es leider um einiges höher. Habe gerade keine genaueren Angaben aber wird sicherlich um das 5 fache liegen.


    Ansonsten bleibt nur noch die Methode eine Glocke bei einem Fenster jeder Wohnung montieren und schnüre bis zum boden legen auf dem ein kleiner Zettel mit Name drauf steht. Wenn es aus einem Stockwerk ist den, Schlüssel mit seil und Korb hinunter lassen.


    im Blackout ist der Korb und Seiltrick eine wichtige Funktion da auch meist Fahrstühle nicht mehr funktionieren werden und ältere Menschen so leichter versorgt werden können.


    Klingt jetzt vielleicht alles komisch aber es wird nicht viele Alternativen dazu geben.