Schneeschaufel für unterwegs

  • Vor kurzem habe ich ein Outdoor Übernachtungs Video im Schnee gesehen und da war das wichtigste Instrument einen zerlegbare Schbeeschaufel. So schön für den Rucksack, kompakt und leicht, abe trotzdem stabil mit einer großen Schaufel.


    Frage an die Runde: Hat wer sowas und kann es empfehlen?

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Ich habe mir gegen Ende letzten Jahres diese Schaufel hier gekauft. Sie ist sehr stabil und macht einen wertigen Eindruck. Zwar ist sei nicht klappbar, aber jedes Gelenk ist doch eine potentielle Schwachstelle. Dafür ist die Schaufel durch den Plastikgriff sehr leicht und trotzdem stabil.

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • Im Auto liegt den ganzen Winter über eine Black Diamond Deploy 7. Ist eigentlich eine Lawinenschaufel für prof. Skiführer od. die Bergrettung mit schön großem und vor allem tiefen Alublatt - damit bekommt man einiges bewegt. Der Stiel könnte durchaus länger sein, falls das Auto mal wirklich auf Schnee aufsitzt kommt man schlecht an dass was mittig unter der Bodenplatte grepresst ist. Zu Saisonende (also in ein paar Wochen) gibt's die überall herabgesetzt, würde dafür keinesfalls den vollen Preis zahlen.


    Für übliche Wintercampingaktionen wo die Schaufel im Rucksack mit muß nutze ich gerne die Black Diamond Lynx. Ist ein zerlegbares Modell und meins hat noch eher dezente Farben mit grauem Alublatt und schwarzem Stiel. Zustäzlich hätte ich noch eine Deploy 3, also der kleine Bruder der 7ener, diese ist aber echt selten dabei und mir ist die Lynx trotz ihrer 2 losen Teile einfach lieber ...

    ------- Fragt mich nicht welches Gear ich besitze sondern was man damit machen kann! -------

  • Vor ein paar Jahren habe ich mal etwas experimentiert wieviel Schnee das Auto schafft. Bei etwa einem halben Meter nassem pappigem Schnee war recht bald Ende. Der Schnee wurde vom Motorschutzblech schön verdichtet und darauf ist der Wagen mit Rahmen und Getriebe aufgesessen, alle vier Räder haben sich dann nur noch in der Luft gedreht.

    Als Schaufel hatte ich eine günstigere (ca. € 50,-) Lawinenschaufel aus dem örtlichen Sportfachgeschäft am Start. Damit habe ich das Auto zwar wieder flott gekriegt, allerdings gerade mal so. Danach war die Schaufel an der Aufnahme für den Stiel gebrochen. Die Schaufel habe ich zurück gebracht und auf einen Austausch gegen ein baugleiches Modell verzichtet, kann mir nicht vorstellen dass die bei einer Lawine irgendetwas nutzt. Höchstens um jemanden auszugraben der ohnehin halb frei liegt.


    Lange Rede kurzer Sinn: So eine kompakte Lawinenschaufel kann sicher sehr nützlich sein, man sollte aber unbedingt auf ordentliche Qualität achten.

    Bei mir liegt seither ein Glock Spaten im Auto, damit bewegt man zwar nicht so viel Schnee auf einmal wie mit einer Lawinenschaufel, dafür funktioniert er auch bei sehr festem Schnee oder bei Erde.

  • Ja der Schnee am Strassenrand kann tückisch sein, oft sind ganz schön große gefrorene Brocken von der Schneeräumung darunter ... Der Übergang Schaufelstiel zum Blatt ist generell ein Schwachpunkt. Die aktuellen Topmodelle div. Lawinenschaufeln haben hier ein zusätzliches Rohrstück eingescheißt wie z.B. die Black Diamond Evac oder die Mammut Alugator Pro Light/ Alugator Light, uvm. um diesen höher beanspruchten Bereich zu verstärken. Meine BD Lynx hab ich sicherlich schon beinahe 15 Jahre und damit schon einige Schneehöhlen gegraben oder Zeltplätze frei geschaufelt. Obwohl dieser Übergangsbereich nicht so ideal wie bei den aktuellen Topmodellen gelöst ist hat sie bis dato gehalten, es ist nix verbogen oder eingerissen ;-)

    ------- Fragt mich nicht welches Gear ich besitze sondern was man damit machen kann! -------

  • Sowohl in Auto als im Touren-Rucksack: Ortovox Pro Alu lll mit Pocket Set.
    Im Auto dann noch zusätzlich zu den Schneeketten ein Paar Traktionsleitern ("Traction Tracks").

    Hard times create strong men, strong men create good times.

    Good times create weak men, weak men create hard times.

  • Da war nix von einem Schneepflug zusammengeschoben. Es war ein kleiner Weg auf privatem Gelände, einige Wochen vorher bei Pulverschnee bin ich da ganz normal durchgepflügt. Bei der Schaufelaktion war der Schnee einfach nur nass aber natürlich gefallen. Er wurde dann nur vom Auto verdichtet weil vorne ein schräg abfallendes Motorschutzblech angebracht war. So wurde der Schnee von etwa 50 cm auf gut 25 cm komprimiert. Wahrscheinlich hat sich sogar noch Schnee vor dem Auto aufgestaut und irgendwann ist es darauf aufgeschwommen.


    Es war also kein Eis und nicht extrem komprimiert, eine Nassschneelawine hat da sicher eine andere Qualität. Bei Eis hätte ich mich auch nicht gewundert, dafür ist eine Schneeschaufel nicht gemacht.


    Das ganze war eine kombinierte Testaktion in kontrolliertem Umfeld, keine 50 m von einem gemütlich beheizten Gebäude entfernt. Testen wollte ich wie sich mein Auto mit den Reifen in nassem Schnee schlägt und wie ich es am besten wieder flott kriege.


    Eine Erkenntnis daraus war: Beim ersten Versuch habe ich das Auto nur sparsam ausgegraben, schnell schnell sozusagen. Ergebnis war, dass es sich einfach nur am Stand wieder tiefer gegraben hat. Der zweite Versuch war gründlich, da bin ich dann auch relativ locker wieder raus gefahren. Rückwärts natürlich, vorwärts wäre ich nach ein paar dutzend Metern wieder gleich festgesessen.


    Insgesamt hab ich etwa eine Stunde geschaufelt für ein Auto mit rund 1,8 m x 4,6 m und knapp 2,5 t.


    Wichtig war mir der Hinweis auf ordentliche Qualität bei der Schaufel, auf die € 10,- China-Schaufel sollte man sich für Notfälle nicht verlassen. Dass man seine Ausrüstung immer in kontrollierter Umgebung ausgiebig testen sollte bevor sie z.B. ins BOx kommt sollte ohnehin klar sein.

  • In meinem BOV habe ich einen Glock Feldspaten, damit habe ich schon mein Auto freigeschaufelt, als ich im Wald einmal aufgesessen bin (Traktor-/Schlepperspur).


    Im Alltagsauto habe ich im Winter eine normale KFZ-Schaufel mit Stahl-Schaufelblatt. Ist zwar nicht zusammenklappbar, dafür aber umso stabiler. Habe ich schon etliche Male verwendet, wenn ich mich festgefahren hatte und die Schneeketten anlegen musste.

  • Die Anmerkung dass in den von Schneepflügen beiseite geschobenen Schneemassen oftmals auch bombenfest gepackte und gefrorene Teile enthalten sein können war lediglich als Hinweis meinerseits gedacht. Hab schon einigen geholfen die von der Strasse abkamen und in dieser Schneewulst stecken geblieben sind. Mit Billigteilen od. Schaufeln mit Kunststoffblatt (aus Laxan etc.) ist man da rasch am Ende, die packen das oft nicht. Ein Aluteil eines Markenherstellers ist ausreichend stabil um mit gepresstem Schnee zurecht zu kommen - Lawinenschnee ist ja ähnlich beschaffen, da schieben sich Tonnen zusammen und das hat nix mehr mit lockerem Pulver zu tun. Bei ausreichender Stiellänge und einer geraden Fläche am oberen Teil des Schaufelblattes kann man auch mal mit dem Fuß unterstützend drücken, was eine gute Schaufel ebenfalls aushalten sollte.


    Mein letzter 'Versenkungsversuch' liegt ca. 2 Jahre zurück, bin blindlings dem Navi gefolgt und das hat mich auf einen Weg mit präparierter Loipe gelotst. Schon nach 20m war Schluss in ich brach auf der Fahrerseite ein, dass Auto saß auf. Ketten hatte ich zuvor beim Autoreinigen rausgegeben und vergessen sie wieder rein zu tun (Murphy's law). Übliche Methoden wie das unterlegen von Fußmatten od. Ästen haben nicht wirklich funktioniert, schaufeln eine Endlosarbeit und man liegt da bald am Bauch um an den Schnee unter dem Auto ran zu kommen. Zum Glück war der 2te Schneemobilfahrer hilfsbereit und holte seinen Traktor zum rausziehen ;-)


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    Ketten hab ich im Winter üblicherweise mit an Bord. Ein BW Klappspaten liegt das ganze Jahr über im Auto, im Winter halt zusätzlich die Lawinenschaufel weil man mit dem wesentlich größeren Blatt halt deutlich mehr bewegen kann. Falls ich mal zum Softroaden in den Gatsch fahre zusätzlich 2x Waffleboards (Lichtgitter aus GFK) sowie eine Gartenschaufel (Fiskars Ergonomic spitz). Die hat längeren Stiel für zweihändiges arbeiten und man kann auch problemlos mit dem Fuß aufs Blatt steigen zur Unterstützung. Wegen ungünstigem Packmaß sind die größere Schaufel und die Waffleboards nur dabei wenn ich das für erforderlich halte.

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  • wärst du in der lage wenn das auto reinsinkt mit ketten überhaupt weitergekommen? ich mein, 5-10 meter mehr, aber weiter, oder auch wieder raus?

  • Darüber kann ich nur spekulieren rand00m. Als ich merkte dass der SUV durch die feste Schneedecke brach ging mit gegenlenken auch nix mehr, er ruderte gerade aus weiter zum Wegesrand hin wo es nur noch weicher war. Obwohl ich nach 2-3 Metern schon stand war ich dort super festgefahren und eingesunken. Ob ich mitsamt Ketten wieder zurück auf den harten Teil des Weges gekommen wäre kann ich nicht mit Gewissheit sagen - wenns blöd kommt ist halt alles nur noch schneller eingegraben an Ort und Stelle. Kettenauflegen in der Schieflage wäre auf der rechten Fahrzeugseite problemlos möglich gewesen, auf der linken (also der 'versenkten') Seite wahrscheinlich nur mit Mühe. Am ehesten hätten da 2 (am besten 4) Waffleboards was gebracht, die verhindern zumindest dass man sich noch weiter eingräbt und die Räder haben meist unmittelbar Grip darauf.

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  • Ich hab so gut wie immer einen Klappspaten der BW dabei.

    Wenn ich in schneereiche Gebiete (In Wien Umgebung hab ich selten eine Schneeschaufel gebraucht :P ) fahre hab ich immer noch eine recht günstige Lawinenschaufel (https://www.xxlsports.at/bits-…chaufel/p/1114434_1_style ich glaub diese) dabei, da die zwar nicht die kleinste ist aber doch sehr gut funktioniert.
    Hab sie auch schon mal gebraucht auf 1200m.

    Ich denke Lawinenschaufeln sind für deine Zwecke die beste Wahl...einzig allei n der Preis bestimmt wie klein und leicht sie ist im zusammengefalteten Zustand.

  • Im Auto würde ich eine Standardschneeschaufel der Hersteller OFFNER oder SONNECK mitnehmen. den meist zu langen Stiel passend für den Kofferraum absägen oder demontieren, muss man halt auf die Schrauben achtgeben.

    Die Schaufeln selber sind aus gehärteten Aluminium teilweise mit Stahlverstärkung für die Vorderkante.


    Überhaupt bieten die genannten Firmen absolute Qualitätsgarantie für Hand und Gartenwerkzeuge, erhältlich im Lagerhaus und guten Baumarkt oder direkt im Web und bei Amazon.

    Schon seit 21.671 Tagen nichts bei Amazon gekauft.

  • die Not-Schaufel an die Kinder verleihen hab ich eingestellt, die bleibt im Rucksack oder Auto.

    2x mußte ich schon auf den Frühling warten bis ich meine kleine Aluschaufel wieder hatte. Einfach vergraben und vergesse wo.

  • Ich hab eine ganz normale Schneeschaufel (nicht mit einem Schneeschieber verwechseln) im Landi gekauft. Die Schaufel ist aus Alu massiv. Hab den Stiel (Holz) ein bisschen gekürzt, damit es quer hinter der hinteren Fahrzeug-Sitzreihe passt.

    Sie tut ihren Job seit ü. 20 Jahren! Das einzige das ich daran verändert habe ist die Stiellänge und diese Verbindungsschraube zwischen Stiel und Spaten. Die wurde mit einer Inoxschraube samt Unterlegsscheibe ersetzt.

    Es muss ja nicht immer Usa, Nasa, Schikimiki getestet worden sein. Es langt ab und zu mal etwas günstiges.

    Diese Schaufel ist so gut, dass sie es immer noch baugleich im Sortiment führen!

  • Grüß euch.


    Ich habe heute dieses Gerät hier erhalten

    https://www.militarybasics.de/…chaufel-schneeschild.html

    Aufgrund seiner Bauweise und mit dem Schneeschild-Aufsatz erscheint dieser Klappspaten mir ideal für Fahrzeuge.


    Im Handel scheinen da auch Max Fuchs (MFH) Import-Modelle im Umlauf zu sein; welche aber gar nicht schlecht sein müssen. Meiner wirkt "original"; zumindest auch leicht gebraucht oder zumindest mal ausgegeben und irgendwo rumgeworfen.


    Wird übrigens in der aktuellen Ausgabe der TACTICAL GEAR kurz vorgestellt.

    Thema SURVIVAL


    Meine ehrliche Meinung dazu?


    Erst kam Rüdiger Nehberg, dann lange, lange nichts und danach gab es sehr viele, und diese “Vielen“ haben nie richtig gefroren, nie wirklich gehungert, nie unfreiwillig gedurstet, sie waren nie in wirklicher Todesgefahr, sind nie gezwungenermaßen hunderte von Kilometern marschiert, mussten nie unerträglichen Schmerz einstecken (der Support oder die Kamera waren immer “nie“ wirklich weit weg): Sie litten nie Todesangst, waren nie verletzt, nie ungewollt verschollen … und sie nennen sich dennoch Survivalisten & Bushcrafter. (Thomas Gast)

  • hi

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    wie würdest du das Alu Zusatzschild bewerten?

    Eher Weichalu nur für Pulverschnee oder doch was besseres das auch nassen oder verhärteten Schnee aushält?