Küchenmesser

  • Den Mini-Chef nutze ich auch erst ab 3 Zwiebeln aufwärts ;-)

    Und an das Thema "gute Küchenmesser" will ich unbedingt ran, sobald wir mal wieder in Fachgeschäften einkaufen gehen dürfen.

  • ich habe hier jetzt auch nicht unbedingt "Teure" Messer.

    Meine mag ich, die liegen gut in der Hand und viel wichtiger ist doch das sie gut geschliffen sind.

  • Michamehl: Gerade die Martin Huber-Messer sind ja nicht soo günstig! Dafür natürlich echte Schmuckstücke!


    Ich hab' früher (leider liefert Hr. Okamura momentan nicht) auf http://www.tosa-hocho.de echt handgeschmiedete japanische Kochmesser gekauft. Die sind damals so unter oder um die 100€ gelegen. Das teuerste war ein Gyutoo 210 aus der Zakuri-Serie (besser als die Standard-Serie; also von einem Meisterschmied geschmiedet und mit Aogami statt Shirogami als Schneidlage) um 120€.


    Aber es gibt natürlich auf dem Segment auch Gutes um weniger Geld. Ich z.B. mag auch die Gamsjaga-Messer sehr gerne. Steht oft auf Märkten und hat einen Etsy-Shop. Hat teilweise sehr witzige Kreationen und Ideen.

    There is no such thing as too much backup!

  • Bardo Thodol


    Ja, der Martin macht, wie viele Messermacher, nette Stücke.

    Das obere Kochmesser „Serbian Style“ ist von Guy Hienkes aus 🇱🇺 und liegt bei unter 150,00 € (!) inkl. handgefertigtem Klingenschutz aus Leder.

    Und das finde ich nicht teuer.


    Da kosten viele Serienmesser wesentlich mehr.


    Ich wollte nur mal den Hinweis geben, dass ein handgemachtes Messer nicht zwingend ***teuer sein muss. Viele denken das halt.

    Wenn man sich ein wenig informiert, stellt man fest, dass es zahlreiche nebenberufliche und hobbymässige Messermacher gibt, die faire Preise aufrufen und top Arbeit abliefern.

    Und viele Sammler verkaufen ständig Vitrinenstücke, ändern oder verkleinern ihre Sammlungen.

    Das ist wie auf dem Gebrauchtw*ffensektor....

  • Hm ja, dreistellig für ein Messer?
    Ganz ehrlich: die üblichen Kochmesserqualitäten aus Solingen sind mE mehr als ausreichend, vor allem wie Nachtvogel richtig bemerkt, wenn man sie richtig schärfen kann. Ich habe das zu Studentenzeiten in der Wohnheimkneipe von einem Profikoch gelernt, und meine Zwilling-Kochmesser von damals benutze ich jetzt seit fast 30 Jahren.

  • Den Mini-Chef nutze ich auch erst ab 3 Zwiebeln aufwärts ;-)

    Und an das Thema "gute Küchenmesser" will ich unbedingt ran, sobald wir mal wieder in Fachgeschäften einkaufen gehen dürfen.

    Wie klein sind deine Zwiebeln? Drei normal große Zwiebeln passen da ja gar nicht hinein.

    Think positive, stay negative! :)

  • Imperatrix , im Tupper-thread (wo mein Beitrag ja eigentlich her kommt), hatte ich geschrieben, dass ich einen "No-name-Mini-Chef" habe. Vielleicht ist der größer als der von Tupper? Also bis zu fünf, sechs mittelgroße Zwiebeln (geviertelt) passen da schon rein.



    Vielleicht mal ein Messer vom Messerschmied?

    Wenn wir einen Messerschmied in der Nähe hätten, würde ich da gerne mal vorbei schauen. Der nächste, den ich über´s Internet finden kann, ist aber über 50km von uns entfernt. Da komme ich so schnell nicht hin (selbst wenn der Corona-15km-Zwang endlich mal aufgehoben sein sollte).



    Rein optisch gefallen mir die Messer von Ikea, die Ben vorschlägt. Der nächste Ikea ist aber leider 120km von uns weg, auch da komme ich so schnell nicht hin.

    Ich möchte die neuen Messer in die Hand nehmen können, bevor ich sie kaufe, daher kommt eine Bestellung über´s Internet für mich nicht in Frage.


    Ich selbst tendiere zu Zwilling - lasse mich aber (vor Ort im Geschäft) auch gerne von anderen Herstellern überzeugen.


    Im Moment heißt es halt abwarten, wann denn endlich mal die Geschäfte wieder auf machen.

  • Martins Messer sind gut, er arbeitet auch gewissenhaft. Aber das kostet eben.

    Für 99% aller Arbeiten in der Küche reichen auch Ikea-Messer (Blasphemie, ich weiß...), die Stahlqualität ist mittlerweile äußerst hoch, auch bei Billigprodukten. Man muss sie nur scharf halten.

    Ich arbeite fast ausschließlich mit reinen Kohlenstoffstahl-Klingen, die haben die feinsten Schneiden und sind am Schnitthaltigsten, am Massenmarkt aber kaum zu bekommen.

    Bei Dictum gibts sehr gute Messer aus Japan zu echt guten Preisen, da würd ich suchen!

  • Ganz ehrlich? Ich verwende dieses Messerset vom IKEA und für das was ich als Hobbykoch so anstelle in der Küche, reicht das vollkommen.

    Ich habe zwar dieses Set nicht, habe aber für die Firma einmal zwei Messer von Ikea gekauft. Und das waren auch die letzten Messer, die ich dort gekauft habe! Der Stahl ist viel zu weich, und es ist mit dem besten Willen keine gute Schneide hinzubekommen.

    Und ich bin jetzt nicht einer, der nur handgeschmiedete Messer im Einsatz hat. Ich hab' z.B. seit ca. 25 Jahren einen Messerblock von Tchibo im Einsatz. Gerade das große Kochmesser dort gehört zu meinen absoluten Lieblingsmessern in der Küche. Ich mache geschätzt 50% aller Arbeiten damit. Für die anderen 50% habe ich dann ca. 20 unterschiedliche Messer...


    Carola: Wenn's was Handgeschmiedetes sein soll, kann ich wie gesagt die Gamsjaga-Messer empfehlen. Er steht wie gesagt auch oft auf Marktständen (tlw. Mittelalterstände oder auch Kunsthandwerksmärkte).


    Ansonsten macht man eigentlich mit keiner der bekannten Marken einen Fehler (und vermutlich auch mit vielen NO-Names nicht). Dass man ein Messer vor dem Kauf in die Hand nehmen will, kann ich sehr gut verstehen! Denn gerade wenn man länger damit arbeitet, ist eine gute Handlage enorm wichtig!

    There is no such thing as too much backup!

  • Ich persönlich verwende genau zwei "richtige" Küchenmesser:

    Ein Brotmesser von Cold Steel (welche eine ganze Küchenserie haben).

    Ein südamerikanisches Gauchomesser, älter als ich und ein Familienerbstück.


    Ansonsten, ja lacht mich ruhig aus:

    Lindbloms Knivar Force, für gröbere Jobs.

    CS Finn Wolf (Fixed, längst ausverkauft)

    CS Canadian Belt Knife

    Mikov Brigant


    Also keine Küchenmesser, und trotzdem sehr zufrieden.

    Manchmal greife ich auch schnell zum Opinel, Douk Douk oder CS Kudu Lite.


    Im Keller hängen fürs Hundefresschen:

    Opinel No.12 Carbon

    Eine Art rostfreies Pendant zu Mora s alten Companion o.ä.; von einem finnischen Hersteller. Flohmarktfund.

    Thema SURVIVAL


    Meine ehrliche Meinung dazu?


    Erst kam Rüdiger Nehberg, dann lange, lange nichts und danach gab es sehr viele, und diese “Vielen“ haben nie richtig gefroren, nie wirklich gehungert, nie unfreiwillig gedurstet, sie waren nie in wirklicher Todesgefahr, sind nie gezwungenermaßen hunderte von Kilometern marschiert, mussten nie unerträglichen Schmerz einstecken (der Support oder die Kamera waren immer “nie“ wirklich weit weg): Sie litten nie Todesangst, waren nie verletzt, nie ungewollt verschollen … und sie nennen sich dennoch Survivalisten & Bushcrafter. (Thomas Gast)

  • Bardo Thodol


    Es ist bestimmt besser sich mit dem Thema zu beschäftigen und sich ein anständiges Messer zu besorgen. Das steht bei mir noch aus, da einfach kein Interesse vorhanden ist sich mit der Materie zu beschäftigen und ich mit meinem Set bislang das Auslangen gefunden habe.


    Gefühlsmäßig ist die Qualität dieser Messer besser als der IKEA Messer die ich vorher jahrelang hatte.


    Habe mal eben die Stahlsorte geprüft.


    IMG_20210201_191729.jpg


    Und kurz gegoogelt:

    Mit X50CrMoV15 erhalten Sie also einen Klingenstahl, der sehr robust und verschleißfest ist und dabei korrosionsbeständig und pflegeleicht.


    Messer aus X50CrMoV15 haben einen feinen Schliff und eine langanhaltende Schärfe; zudem kann ein solches Messer später bei Bedarf leicht nachgeschärft werden

    X50CrMoV15

    Der Chrom-Molybdän-Vanadium-legierte X50CrMoV15 ist ein klassischer hochwertiger Küchenmesserstahl, der zum Beispiel in unserer Serie Forge zum Einsatz kommt. Er ist mit dem 4116 gleichzusetzen und besitzt eine Härte von 55 bis 56 HRC.

    X50CrMoV15 - rostfester Stahl

    X50CrMoV15 ist für Küchenmesser der am häufigsten verwendete Stahl. Er wird unter anderem von deutschen Herstellern verwendet. Es handelt sich um eine gute Stahlsorte für das breite Publikum. Die Rostbeständigkeit ist groß, und der Stahl verfügt über gute Schneideeigenschaften.


    Hervorragend geeignet für den Familienalltag und auch im professionellen Bereich, in dem nicht immer unbedingt jeder sorgfältig mit Messern umgeht.

    Scheint ganz gut zu sein.

  • Ich bevorzuge Messer von Victorinox und Zwilling. Die Tupperware-Messer, die ich habe, sind so lalà bis hmpf.

    Vom Schweder habe ich einmal die Stoffschere gekauft, das war ein voller Griff ins Klo. Ich nehme an, die Messerqualität wird ähnlich sein.

    Think positive, stay negative! :)

  • In meiner Küche setze ich auf die Firma WMF. Da gehe ich mittlerweile auf keine Kompromisse mehr ein.

    So ein Set einmal im WMF-Shop gekauft (deutsche Produktion!), bleibt das Leben lang. Schärfen tue ich sie einmal im Jahr. Abziehen nach bedarf. Das langt.

    Lieber einmal Geld ausgeben, als immer-wieder.

  • Ich habe vor 2 Jahren einen 6-teiligen Messerblock von WMF als Werbegeschenk zu einer größeren Bestellung geschenkt bekommen und bin damit recht zufrieden (unabhängig von "geschenkter Gaul")!

  • Bardo Thodol


    Hab mir diese Seite mit den Hocho Messern angeschaut, sind rein optisch echt tolle Messer! Ich frage mich nur, wie er diese Messer, ohne Massenfertigung so billig hinbekommt. Ich weiß nicht, wie viele er davon pro Tag schafft, aber mindestens 2 sollten es schon sein. Sonst verdient er ja fast nichts pro Stunde. Und zwei Messer in 8 Stunden, bei ehrlicher Schmiedearbeit, plus Griffherstellung und schärfen ist schon sehr gut, meiner Meinung nach.


    Aber ich denke, ich werde mir so ein Messer gönnen, wenn es wieder möglich ist, sich eines liefern zu lassen.;)

    Mors certa, hora incerta.

  • Wie die das genau schaffen, kann ich nicht sagen.

    Ich gehe mal davon aus, dass es einen nicht zu geringen Anteil an geeigneten Maschinen gibt.


    Dennoch sind die Messer ihr Geld definitiv wert!

    Man erkennt auch einen Unterschied zwischen der normalen Serie und den Zakuri-Klingen:Tosa-Hocho-Messer.jpg


    Wobei auch die normalen sehr, sehr gut sind!


    Man muss halt bei japanischen Messern im Auge behalten, dass diese im Vergleich zu europäischen sehr hart und auch vergleichsweise spröde sind!

    Gewisse Dinge (z.B. das Schnittgut mit der Klinge vom Schneidbrett schieben) sollte man damit eher nicht machen.


    Mein Lieblingsmesser ist übrigens das Bunkaboocho (das zweite von oben). Es ist für mich so etwas wie ein Universalmesser, mit dem ich sowohl Fleisch als auch Gemüse und Kräuter schneide. Die gerade Kante vorne bei der Spitze nehme ich z.B. dazu, um Schnittgut vom Brett zu schieben. Das schont die Klinge und ist ergonomischer, als das komplette Messer umdrehen zu müssen.


    Beim unteren Funayaki fehlt leider die Spitze. Daran bin aber ich schuld, weil ich es mal unabsichtlich mit der Spitze voran auf den Boden fallen hab' lassen ;(

    There is no such thing as too much backup!

  • Japanische Messer.. Auch ich hatte so eine Phase.. Bis ich mir eingestehen musste, dass sie für mich nix wert sind (ausser um anzugeben). Scharf sind sie. Mehr können sie aber nicht.

    Ein paar davon sind der Spülmaschine (dank meinen Verflossenen) zum Opfer gefallen. Der Rest landete auf dem Alteisen, dort wo sie von mir aus gesehen auch hingehören.

    Mit diesen Keramikmesser das gleiche.

    In der Küche brauche ich stabile Teile, die etwas mitmachen können ohne immer Angst zu haben, dass sie kaputt gehen könnten. Täglich!

    Falls sie mal im Geschirrspüler landen.. Easy! Die sollten das ohne irgendwelchen Zickereien einstecken können.

    Falls sie früh oder später mal ersetzt werden müssten, (was bis jetzt bei meinen noch nie passiert ist) dann werden sie halt ohne irgendwelche Schweissausbrüchen (Money-Money-Money) ausgetauscht.

    In der Küche empfehle ich jedem: WMF oder Wenger (Victorinox). Auf DIE kann man sich verlassen.