Autarke Stromversorgung im Testlauf

  • Habe mit Stand heute 15 Betriebsstunden am neuen Generator. Habe ihn abgeschaltet, weil mir das (von mir eingebaute) Relais zur Zuschatung der Last verbrutzelt ist.
    Die Steuerspule wird von der Generatorsteuerung geschaltet, sobald der Motor auf Betriebstemperatur ist (damit die Last nicht schon beim Start bzw. bei kaltem Motor dran hängt). Und die Steuerspannung ist praktisch die Generatorgleichspannung - nominal 12V, aber die Lichtmaschine bringt bei voller Batterie schon 14,5V daher. Das hat die Steuerspule des Relais wohl nicht ausgehalten ;) Die will halt 12V (vielleicht mit ein paar Prozent Reserve) - der Hersteller gibt keinen Spannungsbereich an... Egal - kostet nur ein paar Euro das Ding.

    Ich habe als Ersatz jetzt ein Halbleiterrelais bestellt - das kann mit einer Steuerspannung von 3-32V DC leben und schaltet immerhin bis zu 50A AC.

  • Eventuell ein paar 1N4007 davorhängen und die Spannung verbrutzeln damit nurmehr 12V am Relais ankommen. Über 1A wird der Schütz ja nicht verbrauchen?!

  • Ganz ausserordentlich euer Projekt. Sehr schön dokumentiert. :thumbup:


    Ich muss ehrlich gestehen nicht mit derartigen Problemen beim Generator gerechnet hätte.


    Werde das mal in der Verwandtschaft zeigen ... da gibt's auch Interesse am autonomen Hausnetz (allerdings bei sehr geringem Verbrauch ausgehend, Ölheizung bzw Tanks also das richtige zum Zweckentfremden wenn es sein muss). Gerade auch da im Spektrum Dauerbetrieb (Wasserkühlung des Generators auch noch nutzend - Wärmespeicher)


    Die Dimensionen sind schon aussergewöhnlich. Kenn ich im privaten so nicht. Methode selbst ist stimmig. Findet man sonst wohl eher in Containeranlagen ohne Netzzugang usw. Hoffe es klappt nun mit dem neuen Gerät . Daumendrück

    :!: Mindset - Skills - Prevention - Survival :!:

  • Bis heute habe ich 22 Betriebsstunden am neuen Rotek Generator - damit soll vorerst einmal Schluss sein. Denn aufgrund der ausreichenden Sonnentage hätte ich seit 11. Feber (=Ausfall des ersten Generators von K&S) überhaupt nie mehr den Diesel gebraucht und wäre komplett autark gefahren. Damit der Generator trotzdem noch was zu tun kriegt, lasse seit 3 Wochen einen Heizstrahler DAUERND mitlaufen ;) - Tagesverbrauch so ca. 40-50kWh... Den lasse ich jetzt wieder weg.


    Habe heute beim Motor des Dieselgenerators Öl gewechselt (übrigens: 9l!) und einen neuen Ölfilter gegeben - die Einlaufphase ist damit abgeschlossen; Habe übrigens heute auch HEIZÖL getankt - siehe Dieselgenerator mit Heizöl betreiben


    Die PV Anlage läuft ja im Dauerbetrieb seit Juni - die ist mittlerweile auch komplett durchgetestet.


    Abschließend mein Resume:

    Die Anlage ist so wie gebaut groß genug und läuft stabil/verlässlich (nachdem ich alle Schwachstellen ausgemerzt habe).


    Danke für das Interesse und die vielen Tips und Beiträge!

  • prepperfamily

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ausdauer und dem Wissen, das Du hier an den Tag legst. Ich habe mir Dein Konzept angesehen und verstehe (noch) nicht, wozu eigentlich der Symo da ist, kannst Du nicht dasselbe nur mit den Victrons erreichen? Es ist doch ein Teil, das zusätzlich defekt werden könnte.

    Was übersehe ich hier?

  • prepperfamily

    Ich ziehe meinen Hut vor der Ausdauer und dem Wissen, das Du hier an den Tag legst. Ich habe mir Dein Konzept angesehen und verstehe (noch) nicht, wozu eigentlich der Symo da ist, kannst Du nicht dasselbe nur mit den Victrons erreichen? Es ist doch ein Teil, das zusätzlich defekt werden könnte.

    Was übersehe ich hier?

    Danke für die Blumen! Ausdauer hab ich tatsächlich ;) Und Wissen kommt halt einiges zusammen mit den Jahren...


    Der Symo wandelt die Gleichspannung von den PV-Modulen (ca. 700V) in Wechselspannung um (gesteuert von den Victrons).
    Es gibt zwar Hybrid-Wechselrichter, die sowohl die PV-Seite als auch Batterie- und Netzseite bedienen, die sind aber deutlich schwächer (und können speziell in der Notstromfunktion nur recht wenig Leistung bereitstellen). Im Bereich von 15kW+ (wie bei uns) muß man derzeit (zumindest Stand vor einem Jahr) auf getrennte Systeme ausweichen. Die Teile werden dann auch schon ziemlich groß bei einem 3-phasigen Netz. Und warm! Da geht gleich einmal 1-2kW Wärme ab!!!

  • Habe Könner&Söhnen mit der Fachmeinung des Mitbewerbers konfrontiert; Die Reaktion war: ich soll mich zur weiteren Klärung des Falles an den Händler wenden, bei dem ich den Stromerzeuger gekauft habe. Die putzen sich also ab... Rein rechtlich ist das zwar so richtig, aber für mich trotzdem inakzeptabel.

    Ich werde den Generator auf Garantie reparieren lassen und mir einen trotzdem einen anderen Stromerzeuger kaufen; Einen, der 100%ig funktioniert - das lasse ich mir vom Hersteller vorher bestätigen.

    Ich wollte mal diesen alten Thread ausgraben, weil mich interessiert, wie die Sache mit K&S am Ende ausgegangen ist. Was war die genaue Fehlerursache? Haben sie ihn repariert oder musstest du den tatsächlich weggeschmeissen?

  • Cubris Ich muss dich enttäuschen, den User gibt es nicht mehr, daher wirst du keine Antwort erhalten.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Cubris auch wenn prepperfamily gesperrt wurde, die Ursache für den Generatorcrash liegt wahrscheinlich darin, dass er kein Lastmanagement vorgesehen hatte. Er hat den Generator immer (automatisch) mit voller Last gestartet - das ist ungefähr so, als würdest du mit eingekuppeltem 4. Gang dein Auto starten.


    Überhaupt ist der ganze Thread ein Bericht über einen Schildbürgerstreich sondergleichen! Der Generator gehört DIREKT in den Wechsel/Gleichrichter eingespeist und nicht kompliziert über weitere Ladegeräte (oder hier eben Schaltnetzteile). SO ist die technisch richtige Lösung - wer sehen will, wie so etwas aussieht, kann sich gerne meine Anlage ansehen (ist sogar ein bißchen größer mit 19kWp).


    Die ganze Geschichte klingt für mich so, als wollte jemand ein Auto mit Allradantrieb, kauft sich aber eines mit Vorderradantrieb. Und dann schweißt er hinten noch eines mit Hinterradantrieb dran.

    Eine PV Anlage ist einfach keine Spielwiese für Daniel Düsentriebs.


    Die Auswahl der Anlageteile muß man eben zu Beginn richtig machen. Wenn man einen Generator einbinden will (was ja unbedingt Sinn macht - habe ich auch), dann muß man eben einen Wechsel/Gleichrichter kaufen, der neben einem Netz- auch einen Generatoreingang hat.

  • Hallo McTec, schön von dir zu lesen.


    Ich haben viel in PV Foren recherchiert und mich mit Solateuren und Firmen für Notstromversorgungen unterhalten, aber ich habe bis jetzt keine befriedigende Lösung für die Kopplung von PV-Anlagen mit Batterie-Invertern und Notstrom für den Privatbereich gesehen. Die grundsätzlich Idee einer DC Kopplung über einen Generator ist nicht neu und durchaus bewährt. Im Telekom Bereich, in der Militärtechnik und im Marinebereich ist das ein völlig normales Design. OK, man sollte keine China Bastellösung sondern steuerbare Laderegler verwendet aber sonst sehe ich kein grundsätzliches Problem dabei.


    Der einzige WR mit zwei AC Eingängen, der mir bekannt ist, ist der Victron Quattro und der hat drei entscheidende Nachteile: 1) Nur für 48V Batterien geeignet 2) Nur im Koppelbetrieb dreiphasig zu betreiben (teuer und hoher Platzbedarf) und 3) Nicht TOR konform für die Einspeisung, daher sind separate PV-WR notwendig.


    Daher wäre es super, mehr über deine Lösung zu erfahren.

  • Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich (Auto).


    Die präsentierte Lösung war kein Musterbeispiel sondern im Threadtitel angegeben ein "Testlauf".


    Klar gibts Probleme wenn man direkt mit dem Aggregat durchstartet, das ist dann Opfer der Notwendigkeit bzw Bequemlichkeit (Autostart)


    Klar bieten die Wechselrichter das mittlerweile im Systempaket ... aus der Branche höre ich das gern verkauft werden und im Fall des Falles innerhalb der 25J nicht nur der Generator sondern auch der Wechselrichter das zeitliche segnet. Die Laderegler haben mehr Schutzwirkung und bieten systemische Trennmöglichkeit (Starthilfe für PV, externe Akkuladequelle) Kann/sollte man auch weiter denken. Vehicle to grid 😉 Netzeinspeisung vom Auto ja (noch) nicht erlaubt. Den (PV)Akku kannst aber laden wie du willst ... Usw. Könnte man in mehrerlei Hinsicht beleuchten.


    Viele Aspekte und Dimension der Lösung sind soweit ok (Meine Quelle kommt aus dem PV Bereich, privat aber eher gewerblich. Ersteres durch Pandemie. Davor eher volle autarke Dimensionen. Containerdorf, Anlagen und co ... wo dann erstmal lang nix ist. Nicht das bequeme Austro PV wo der Installateur im Umkreis von paar Metern die nächste Steckdose mit Strom hat)


    Die Größe naja ... Wer nicht viel braucht oder sich baurechtlich was sparen will bleibt halt unter der 10.


    Würde die Sache mehr bereichern wenn du dein eigenes Beispiel als Thread startest, sodass andere an den Erfahrungen teilhaben können als mit schildbürgerlicher Zuweisung zu posten wo keine Antwort zu erwarten ist. Es wurden ja hier auch in diesem Testlauf Fehler, Misserfolge oder Schwierigkeiten aufgezeigt.

    :!: Mindset - Skills - Prevention - Survival :!: