Evakuierung um 2 Uhr morgens im Winter: Wohin?

  • Was ich so rauslese haben die meisten bisher keinen konkreten Plan gemacht, wo genau sie im Falle einer Evakuierung hingehen.


    Damit bin ich immerhin nicht allein mit meiner Planlosigkeit. ^^


    Da ich mich ungern anderen aufdränge und keine Lust auf eine Notunterkunft habe, werde ich in dieser Hinsicht meine Pläne ausbauen und konkretisieren.

    Genau diese Worte treffen es auf den Punkt. Ich war schon am Überlegen, wie ich meine (Nicht-)Pläne für so einen Fall formuliere, schließe mich dir Ben bei diesem Statement voll an 👍🏻

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • Folgende Gedanken dazu:


    Familie fällt bei mir flach, weil meine Angehörigen mindestens 150km entfernt wohnen.


    Bis jetzt war mein rudimentärer Plan: BOBs für die Familie stehen bereit, d.h. ab ins nächste Hotel.


    Allerdings benötigt das selbst in normalen Zeiten etwas mehr Planung.


    Wo ist das nächste Hotel? Hat dieses überhaupt eine Rezeption die 24h besetzt ist? Wenn nicht, bringt mir das in so einem Fall auch nichts.


    Falls ein Hotel in der Nähe ist, was ist wenn es ausgebucht ist? Ich brauche mindestens 1, besser 2 Ausweichoptionen.


    Falls mein Auto nicht mehr erreichbar ist, weil z. B. meine Garage mit dem Auto darin brennt, welche Optionen habe ich um ins Hotel zu kommen?


    Nummer der nächsten Taxidienste raussuchen und ins Handy speichern.


    Ich denke den ganzen Plan auf einer a4 Seite zusammen zu fassen und ausgedruckt in die BOBs zu packen, wäre auch nützlich.


    Was denkt ihr?

  • Ich habe in den BOBs ein Notfallhandy wo Taxidienste und einige Hotels im Umkreis gespeichert sind. Zusätzlich habe ich noch die Kontaktdaten der Hotels und eine kleine Wegbeschreibung ausgedruckt (kann ja sein das ich nicht dabei bin).

    Geld für das Taxi und Hotel sind auch im BOB.

  • Was ich so rauslese haben die meisten bisher keinen konkreten Plan gemacht, wo genau sie im Falle einer Evakuierung hingehen.

    Das ist so wie die Pläne für einen BugOut (was es ja irgendwie auch ist), es hängt alles von der Situation ab.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Je nach Situation, in Kaskade:

    1) das Ferienhaus, welches 300 Meter weiter liegt
    2) ins Familieneigene Hotel, wenn dann Zimmer frei sind oder in eins der über 100 andere in der Nähe. Größere Hotels haben immer ein Nachtportier.
    3) zu Schwiegereltern oder Geschwister
    4) Camper

    Hard times create strong men, strong men create good times.

    Good times create weak men, weak men create hard times.

    Einmal editiert, zuletzt von Roekkr3 ()

  • Wenn nur ich/wir unser Haushalt davon betroffen sind, machen ich mir keine großen Gedanken.

    Wie sich immer in solchen Fällen zeigt ist die Nachbarschaftshilfe ein wesentlicher Faktor.

    Überall dort wo Einsatzkräfte im Einsatz sind wird es auch Hilfestellung geben.

    Und wenn ich in dieser Nacht nicht mehr zum schlafen komme wird es auch kein Problem sein.

    Wichtig für mich/uns ist dass wir angezogen (oder Gewand unterm Arm) und mit Fluchtrucksack die Wohnung/das Haus verlassen können.

    Alles andere ergibt sich dann je nach Situation.

  • Das ist so wie die Pläne für einen BugOut (was es ja irgendwie auch ist), es hängt alles von der Situation ab.

    Ich halte mich da an deine Empfehlung einen Plan A, B, und C zu haben. :)


    Ich bin ein Fan von Planspielen und ich versuche mir schon im Vorfeld Gedanken über Alternativen zu machen. Wenn Plan A nicht funktioniert oder nicht möglich ist, dann habe ich Plan B in der Hand. Oder Plan C. Oder Plan D.


    Nicht das ich mir den ganzen Tag Sorgen mache und Varianten durchspiele, eher das Gegenteil. Einmal überlegt und auch niedergeschrieben erspart man sich im Stressfall eine Menge Zeit und ggf. Panik. Und entsprechend entspannt kann man dann an Probleme herangehen.

  • Bei mir hängt es von der Situation ab:

    • PLAN A - wenn es in Wien (noch) sicher ist, dann in meine Wiener Zweitwohnung (20km Entfernung, also auch gut öffentlich bzw. mit dem Fahrrad erreichbar). Dort habe ich Alles für 2-3 Wochen, lediglich bei einem Blackout könnte es mit der Heizung Probleme geben (Gastherme).
    • PLAN B - mit dem BOV ins Jagdrevier und dort in einen unserer winterfesten Hoch-/Bodensitze (mit Matratze). Zur Not auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichbar (30km)
    • PLAN C - zu guten Freunden ins Waldviertel
    • PLAN D - Notfallkisten ins BOV und dann in eine sichere Richtung (je nach Gefahrensituation).
  • Zitat

    Wissen die davon, dass ihr um 3 Uhr früh auf der Matte stehen könntet?

    Das ist dann wohl nur möglich wenn man das Feuer selbst legt und ihnen vorher anruft das man vorbei kommt weil die Bude in der Nacht brennen wird :D

    Hard times create strong men, strong men create good times.

    Good times create weak men, weak men create hard times.

  • Falls Familie / Freunde / Bekannte das Ziel sind. Wissen die davon, dass ihr um 3 Uhr früh auf der Matte stehen könntet?

    Nochmal auf diese Frage eingehend:

    Zu meinem engsten Freundeskreis zählen eigentlich ausschließlich Menschen, die das auch ohne Vorankündigung mitmachen. Ich habe nicht viele Freunde, die, die ich jedoch in meinen "inneren Kreis" lasse, kriegen natürlich auch von mir das "RundumCare Paket". Da wird nicht gemeckert, sondern im Gegenteil sehr großer Aufwand betrieben. Und ja: ich kann mich sehr glücklich schätzen.


    Da kommt es auch mal vor, dass mitten unter der Woche eine Rückholaktion eines Freundes in Not aus Portugal von vorn bis hinten durchgeplant und mit großem Aufwand exerziert wird. "That´s what friends are for" - ist nicht nur ein Stehsatz.


    Jemand, der sich mitten in der Nacht bei einem gerade aus dem Haus Evakuierten Freund über den schmutzigen Hausteppich aufregen würde, ist in meiner persönlichen Auffassung kein Freund, zu dem ich mitten in der Nacht gehen würde.

    viribus unitis - acta non verba

    Einmal editiert, zuletzt von scavenger ()

  • Ich habe das auf die Normalsituation bezogen.

    Na da hätte ich ein Hotel und eine Pension in ca. 1 km Entfernung. Das hatte ich immer als Plan A, wenn unser Haus einmal abbrennen sollte oder ich ordentlich im Lotto gewinne...

  • Makoto

    Das geht aber nur zu Hause. Was machst am Zweitwohnsitz?

    Will dich jetzt nicht aufziehen, sondern meine das durchaus ernst.

    :) Das weiß ich doch!!!!!!!

    Am Land bliebe das Problem den Nachbarn nicht verborgen und das Verhältnis zu ihnen ist inzwischen so herzlich, dass ich vermutlich nicht fragen müsste sondern hineingezerrt würde;).

    Rechts und links, der stärkere gewinnt^^

    Während der Umbauphase habe ich, da das Haus unbewohnbar war, die Baustelle aber beaufsichtigt werden musste, längere Zeit in einer Pension ganz in der Nähe ein Zimmer bewohnt. Da hat sich eine nette Freundschaft entwickelt, dort kämen wir auch jederzeit unter, in einer Notsituation bestimmt auch mit Katzen (da scheidet der eine Nachbar mit Hund dann nämlich automatisch aus).

    Und natürlich ist auch der jeweils andere Haushalt unser Backup!

  • Mit der schnellen Tasche neben der Tür als Option 1 zur Schwiegeroma, 7min zu Fuß, Schlüssel haben wir.


    Option 2 zu den Schwiegereltern wären 7min mit dem Auto. Falls wir das Auto nicht raus bekommen und nackig auf der Straße stehen sind die Schwiegereltern auch über Nacht erreichbar.

    Schlüssel haben wir.


    Option 3 bester Freund, ähnliche Distanz zu Schwiegereltern.

    Schlüssel haben wir.

    Einmal editiert, zuletzt von Grim ()

  • Auf meinem Schlüsselbund sind (nicht aus Prepper-Gründen, sondern wegen Ehrenämtern/Hobby) Schlüssel für zwei in Gehweite erreichbare Gebäude, die zwar nicht als Quartiere gedacht sind, aber in denen jeweils zumindest ein Dach über dem Kopf samt Heizung und Sanitäreinrichtungen vorhanden wären. Würde mich die Feuerwehr also "nur" aus der unmittelbaren Wohnumgebung wegschicken, müsste ich ganz kurzfristig nicht mal zu Verwandten oder Freunden.


    Ich vermute, solche Notlösungen hätten gar nicht so wenige Menschen zur Verfügung. Freilich funktioniert sowas nur, wenn es kein massives Ereignis ist, das hunderte oder tausende Menschen zugleich zur Evakuierung zwingt.

  • Ich hab nun als erstes überlegt, wegen was könnte man uns mitten in der Nacht aus dem Haus sprengen........

    Bleibt nur Feuer bei uns selber oder uns fällt ein Flieger auf den Kopf.... Vielleicht noch das AKW in der Nähe.


    Plan gibt es da keinen. Solange es was kleineres ist, (Feuer bei uns) haben wir genügend Nachbarn wo wir auch Platztechnisch unter kommen könnten. Müßten wir weiter weg, habe ich keine Option. Da ist einfach keiner den wir kennen, der auch weit genug weg wäre.

  • Ich gehe mit meiner Frau zu meiner Ex.


    Kein Scherz. Aber man muss dazu sagen, dass diese Ex meine beste Freundin ist (hatten uns damals im Guten getrennt) und wir uns aufgrund unserer Vorgeschichte als Familie wahrnehmen. Es ist nichts Anrüchiges dabei, auch wenn es für die meisten komisch klingt.

    Auf jeden Fall ist für die jeweils anderen immer ein Platz frei. Sicher nicht für längere Zeit, aber im Notfall unterstützen wir uns.

    Schwiegereltern wären auch eine Option, wohnen aber leider in einem anderen Bundesland.


    Grüße

    Basmyr