Evakuierung um 2 Uhr morgens im Winter: Wohin?

  • Habt ihr einen Plan gemacht wohin ihr geht, wenn ihr heute Nacht um 2 Uhr von der Feuerwehr geweckt werdet, weil ihr evakuiert werden müsst? Z. B. wegen Feuer beim Nachbarn? Oder Gasaustritt?


    Ich habe mir darüber Gedanken gemacht, und weil aktuell ja Hotels die offen sind (außerhalb der Skigebiete) eher rar gesät sind, ist das im Moment tatsächlich herausfordernd.


    Denn somit fällt die naheliegendste Lösung außerhalb der Familie schon mal weg.


    Wie sind eure Pläne?


    Falls Familie / Freunde / Bekannte das Ziel sind. Wissen die davon, dass ihr um 3 Uhr früh auf der Matte stehen könntet?

  • Ich grab mir ein Schneeloch und geh NICHT zu Schwiegermami. Frau und Tochter schon.

    Hab heute mit der Schneefräse einen netten Haufen aufgeschichtet, ein bisschen noch dann mach ich mal eine Testnacht.

    die kleine Rucksackschaufel liegt schon bereit.


    Aber mal im ernst: Wenn die Einsatzkräfte im Spiel sind gibt es von dieser Seite aus auch Möglichkeiten für Notunterkünfte.

    grundsätzlich spricht aber nichts dagegen in Zukunft eine Vertrauensperson oder Familie als Notfallunterkunft zu deklarieren. Natürlich am besten auf Gegenseitigkeit.

  • Falls Familie / Freunde / Bekannte das Ziel sind. Wissen die davon, dass ihr um 3 Uhr früh auf der Matte stehen könntet?

    Nein, aber sie würden es merken, wenn wir vor dem Haus stehen würden. ;-)

  • Je nach Lage und der verbleibenden Zeit bis zur Evakuierung würde ich versuchen, den Wohnwagen anzuhängen. Damit wären die meisten Probleme erst mal gelöst. Ansonsten habe ich zwei ständig geöffnete Autobahntankstellen in der absoluten Nähe. Mit dem Auto hinfahren und hier übernachten. Da sind sämtliche sanitären Einrichtungen vorhanden und für das leibliche Wohl ist auch gesorgt.


    Plan C wäre bei mir das nächste Umspannwerk. Hier ist es trocken, warm und Waschbecken / WC sind auch vorhanden. Kurze Absprache mit der Leitstelle und schon würde das bei mir klappen.


    Und am Tag werden neue Pläne gemacht.

  • Nein, aber sie würden es merken, wenn wir vor dem Haus stehen würden. ;-)

    Das würde ich abklären. Ich habe mit meinen Eltern darüber gesprochen: Fazit war, dass die Handys des nachts lautlos und die Klingel abgedreht ist. Da die Tür auch kein Schloss mit Gefahrenfunktion hat, kann ich mich auch nicht so einfach reinlassen.

  • Da wir mit den Großeltern in einem Haus wohnen, würden wir diese zu meiner Mutter ins Gästezimmer (Enfehrnung ca. 1KM) bringen und entweder auch dort bleiben oder weiter zu meinem besten Freund fahren.

    Kommt etwas auf die Notlage an.


    Bei Problemen innerhalb des 2KM Radius rund um unser Haus, würde der Weg zu meiner Mutter wegfallen und wir direkt zu den Freunden ( Entfehrnung ca 25KM) fahren.

    Bei Schnee würde dafür die Option Freunde wegfallen da es an diesem Ort mit dem Schnee zu 100% schlimmer wäre.

    Jedoch wissen beide bzw. insgessamt 3 Freunde bescheid, dass dieser Fall eintreten könnte. Haben für den Fall auch die Schlüssel der jeweiligen Häuser untereinander getauscht.

    Lg

  • Falls man kein Auto mehr hat, Taxi rufen und Freunde, Familie und Bekannte abklappern. Irgendwer wird uns schon für ein paar Stunden Unterschlupf gewähren. Wenn nicht, irgendwas hat immer auf (Spitäler, Polizeistationen, Feuerwehrstationen). Notfalls fahren wir an eine der Arbeitstätten. Ich glaube die Einsatzkräfte vor Ort werden einen auch weiterhelfen. Am nächsten Tag kann man sich dann um eine Notunterkunft kümmern.

  • Beide Geschwister wohnen etwa 10' Fußweg entfernt. Wegen der pflegebedürftigen Mutter sind alle Handys auch nachts aktiv, sie wären also telefonisch erreichbar. Auch die Mutter wohnt zu Fuß erreichbar, von ihr haben wir die Wohnungsschlüssel. Dieses Szenario sollte keine Probleme bereiten AUSSER:

    Nur der Bruder hat keine Haustiere, er wäre daher mit unseren Katzen die bevorzugte Anlaufstelle (...und weiß das, er ist es auch, der Mutters alte Katze aufnehmen würde, falls das einmal nötig ist...)

  • Makoto

    Das geht aber nur zu Hause. Was machst am Zweitwohnsitz?

    Will dich jetzt nicht aufziehen, sondern meine das durchaus ernst.

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • Wir hätten in diesem Fall ein paar Optionen:

    In erster Instanz würden wir uns in einem Hotel einquartieren. Aber dank Corona, momentan nicht möglich.

    Als wirkliche Notlösung: Bei meinen Eltern, bei wirklich guten Freunden oder bei meiner Schwester. In genau dieser Reihenfolge.

    Wir gehen halt in Notsituationen nicht so gerne andere Leuten auf dem Sack. Das wäre ja viel zu einfach!

    Wir versuchen es immer zuerst selber zu Regeln.

  • Das würde ich abklären. Ich habe mit meinen Eltern darüber gesprochen: Fazit war, dass die Handys des nachts lautlos und die Klingel abgedreht ist. Da die Tür auch kein Schloss mit Gefahrenfunktion hat, kann ich mich auch nicht so einfach reinlassen.

    Wir haben fast keine Verwandtschaft mehr. Die, die wir noch haben, wohnt ca. 20 min. Autofahrt weg. Wenn wir uns überhaupt bis dorthin durchschlagen könnten, würde ich dort über den Zaun klettern und beim Haus beim Schlafzimmerfenster so lange klopfen, bis sie aufwachen. ;-)

    Wobei die Zeit "3 Uhr früh" in Kombination mit "seniler Bettflucht"/"Frühaufsteher" (aka Alter der Verwandtschaft) ev. dafür sorgen könnte, dass sie ev. sowieso schon (fast) munter sind. ;-)


    Sonst gibt es eine Pension in der Umgebung, in der wir uns einquartieren könnten.

  • Wenn ich noch ans Auto komme, geht es direkt in die BOL.


    Sonst gibt es auch in der Nacht genug Freunde, die für mich erreichbar sind und mich im worst case auch abholen würden.


    Nebenbei: so ein Szenario fällt auch ein wenig in die Zuständigkeit der Behörde. Nicht selten haben wir mitten in der Nacht bei einem Brandgeschehen im Nachgang mit der Behörde eine Unterkunft gesucht & gefunden. Es gibt bei uns auch extra "Notfallwohnungen" genau für diesen Fall. Wobei sich die Gemeinde bei mir leicht tut, da sie selber einer der größten Wohnungsbesitzer inkl. eines eigenen Hotels ist. Also auch diese Möglichkeit unbedingt in Betracht ziehen und die Einsatzkräfte ansprechen.

    viribus unitis - acta non verba

  • Eine Pension und ein Hotel sind 2 verschiedene paar Schuhe;).

    Man muss ja dabei bedenken, dass es sich um einen Notfall handelt.

    Wenn alle Massnahmen strickt eingehalten werden und alle andere Optionen unpraktikabel sind..

    Ich kenne da eure momentane Gesetzeslage nicht, aber bei uns würde es sich sicherlich einen praktikablen Weg finden. Natürlich nur mit dem Segen der dafür zuständigen Stelle (falls es die gibt).

    Momentan ist es eh überall riskant ausser Haus zu übernachten.

  • Familie und Freunde wären die erste Anlaufstelle und wenn ich die Nachts nicht erreiche würde ich vor deren Haustür im Auto übernachten.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Was ich so rauslese haben die meisten bisher keinen konkreten Plan gemacht, wo genau sie im Falle einer Evakuierung hingehen.


    Damit bin ich immerhin nicht allein mit meiner Planlosigkeit. ^^


    Da ich mich ungern anderen aufdränge und keine Lust auf eine Notunterkunft habe, werde ich in dieser Hinsicht meine Pläne ausbauen und konkretisieren.