Smart-Home-Systeme

  • Beim durchforsten des Forums bezüglich Neuanschaffung von Wassermeldern bin ich im Beitrag von derLuki auf den smarten EVE Water Guard gestoßen.


    Derzeit ist in meinen 4 Wände Smart-Home technisch noch viel Luft nach oben.

    Lediglich die Spielereien von HUE und NUKI finden derzeit Anwendung.

    Habt ihr Erfahrungen mit Steuersystemen bzw. könnt ihr Empfehlungen aussprechen?

    Ich verfüge über keine IOS Geräte, damit fallen schon einige Anbieter (z.B. EVE Water Guard) weg.


    Mir persönlich gefällt das System von ELV Homematic CCU3 sehr gut.

    Ist dieses Steuerungssystem für mich als Laien, der sich aber sehr gerne komplexen Dingen widmet, überhaupt bewältigbar?

    Oder doch eher Homematic IP?

    Oder ganz etwas anderes?


    Besten Dank im Voraus für eure Empfehlungen! :)

    Be prepared, not scared

  • Ich kann von ELV nur abraten. Die bringen aller paar Jahre neue Systeme auf den Markt und für die alten gibt es kurz darauf kein Zubehör mehr. Ich hatte mich seinerzeit für tausende von Teuro auf das FS20 System festgelegt, mit Fernbedienungen, Internetsteuerung usw. Kurz danach wurde das nicht weiterentwickelt und nun sitze ich auf einem Haufen Elektronikschrott. X(

  • Wenn man sich eine Hausautomatisierung (SMART Home) bastelt, sollte man sich überlegen welche Probleme bzw. Risiken man sich damit einhandeln kann. Internet (Cloud) basierende Steuerungen sind zwar recht einfach und nett (wenn man z.B. von der Firma aus die Heizung einschalten kann), beinhalten aber meist auch nicht unerhebliche Sicherheitsrisiken.


    Lokale Steuerungen wie z.B. die Homematic bieten da weniger Angriffspunkte und lassen sich meist auch ans Internet anbinden.


    Ich habe z.B. die Homematic CCU zur Überwachung (Temperatursensoren, Fensterkontakte) und Steuerung (Klimageräte) im Einsatz, allerdings nicht ans Internet angebunden. Ein Kollege hat sie aber (mit einer Firewall) am Netz und kann von seinem Handy bzw. Notebook aus die Sensoren in seinem Wochenendhaus abfragen und die Heizung steuern.


    An die Homematic CCU (2/3) kann man übrigens auch Homematic IP Sensoren / Aktoren anlernen und man kann sich auch recht einfach (in der CCU) Programme schreiben. Ich habe z.B. an allen Fenstern Funk-Kontakte, welche ich über ein kleines Programm in der CCU auf einem Display (Funk-statusanzeige) anzeige (offen / gekippt / geschlossen).


    Wenn man wirklich eine größere Automatisierung plant, sollte man sich die IP-Symcon Software (https://www.symcon.de/) anschauen, da braucht man dann allerdings einen PC, der dauernd läuft. Damit lassen sich aber auch sehr viele Systeme integrieren (wie auch z.B. das von PreppiPeppi angesprochene FS20 System und natürlich auch die Homematic).

  • Ist es schlau sich ein SMART Home zu basteln?

    Janeinvielleicht:/


    Ein SMART Home birgt sicherlich eine Vielzahl an Risiken aber auch an Möglichkeiten.


    Die Gefahr eines Fremdzugriffes wird sicherlich unterschätzt.

    Durch SMART Home holt man sich noch zusätzlich HF Strahlung in sein Heim.

    Gesundheitliche Belastung durch Elektrosmog!

    ... und wenn's mal nicht funktioniert ist es finster oder kalt usw....


    Die Hue Lichtsteuerung findet bei mir im Stiegenhaus und und bei einigen Aussenleuchten Anwendung.

    Abend EIN (gedimmt), Nachts noch dünkler, Morgens AUS.

    Wohnzimmer wegen div. Lichtefekte.

    NUKI: Info über Türstellung, Zutrittskontrolle usw.


    Jetzt ist der Wunsch geweckt worden, div. Wassermelder bzw. Rauchmelder einzubinden.

    Ich glaube, ich hätte das gestrige Wassererlebnis mittels Smart Wassermelder früher beenden können.

    Natürlich nur wenn man vor Ort ist.

    Be prepared, not scared

  • Smart Home ist ein sehr inflationär verwendeter Begriff, in der Werbung ist schon eine Jalousie oder eine Lampe, die man per Handy steuern kann, "smart", meiner Meinung nach ist das aber nur eine Fernbedienung und kein Smart Home.

    Zu einem Smart Home wird es erst, wenn das System über ausreichend Input verfügt, also z.B. Temperatur und Luftfeuchtigkeit, Lichtsensoren, Präsenzmelder sind das mindeste. Das System hat auch die Info bez. Sonneneinstrahlung, Außentemperatur, genauer Standort und Himmelsrichtung der Fenster.

    Mit dem System kann dann die Beleuchtung, Heizung, Belüftung, Tür- und Fensterkontakte, Audiosystem (zumindest teilweise), Alarmanlage, Zutritt, etc. gesteuert werden.

    Ziel ist es alle Standard Vorgänge wie z.B. die Heizungsregelung, Lichtsteuerung, Jalousien oder Raffstores, und im Prinzip alles was man möchte automatisiert ablaufen zu lassen.


    z.B. die optimal Temperatur im Wohnzimmer liegt bei 23°, es ist Frühjahr und die Heizung heizt das Zimmer auf, wenn die Sonne scheint und die Fenster in Sonnenrichtung ausgerichtet sind, bleiben die Raffstores so lange offen (um die Sonneneinstrahlung zu nutzen), bis die gewünschte Temperatur erreicht ist, danach geht die Beschattung automatisch in den Modus Beschattung. Wandert die Sonne weiter und die Fenster liegen im Schatten, fährt die Beschattung automatisch wieder hoch. Oder z.B. am Abend bei Dämmerung, fahren alle Raffstores automatisch runter sobald das Licht an geht. Und so weiter, es gibt hunderte Anwendungsbereiche.


    Bez. Smart Home kann ich Loxone sehr empfehlen, das habe ich bei mir in der Wohnung Großteils verbaut, und im Haus wird es auch eingesetzt werden.

    Vorteile: Keine Cloud Verbindung notwendig, alles wird lokal am sogenannten Miniserver gespeichert und auch gesteuert. Ist zwar keine Occasion, aber dafür Top Komponenten mit einer sehr guten Software dahinter, kein Vergleich zu KNX oder ähnlichem, welches eher zum basteln geeignet ist.


    Nachteile sind vor allem die Konfiguration der ganzen Geschichte, mein persönlicher Tipp, lasst keinen Elektriker da dran, das wird zu 90% nichts vernünftiges.

    Vor allem bei einem Neubau muss die komplette Verkabelung des Hauses danach geplant werden, vernünftig geplant erspart man sich mindestens, die Hälfte der Verkabelung und Lehrverrohrung, und kann trotzdem mit verkabelten Komponenten arbeiten, diese sollten kabellosen immer vorgezogen werden.

    Ein Kabel ist ein Kabel!


    Ohne sich selbst damit intensiv zu beschäftigen, und das auch zu verstehen, würde ich das nicht selbst machen, da braucht man schon die Unterstützung eines Wissenden.


    So, genug.......ich könnte tagelang darüber schwafeln.

    ^^^^

    Never argue with an idiot, they drag you down to their level and beat you with experience.

  • Für mich ist das Wichtigste die Rückfallebene. Das Geraffel muss auch noch dann funktionieren, wenn das Internet oder der Homeserver ausfallen oder Komponenten der Steuerung ihren Geist aufgeben. So habe ich meine Anlage geplant und realisiert.

  • Internetausfall wäre egal, aber um den Ausfall des Miniservers zu kompensieren, gibt es nur die Möglichkeit eines 2. Miniservers der auf Lager liegt. Also eh nix neix im Prepper Umfeld.

    Never argue with an idiot, they drag you down to their level and beat you with experience.

  • Wenn SmartHome, dann nur mit Kabel, nicht mit Funk. Denn der Bereich der normalerweise für Funk genutzt wird (433 MHz) wird auch für Alarmanlagen, Babyphone und Garagentüröffner genutzt. Und wie leicht man das stören oder blockieren kann zeigt dieses Video:


    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Bezüglich Funk sehe ich da für ein SmartHome weniger ein Problem, da modernere Systeme mittlerweile auf 868 Mhz und bidirektional arbeiten (Aktor/Sensor kommunizieren über ein -verschlüsseltes- Protokoll mit der Zentrale bzw. miteinander). Für eine SmartHome Alarmanlage kann man ja zusätzlich auch sensible Bereiche (Eingangsbereich, Terassentüre) mit drahtgebundenen Meldern absichern.


    Ich würde eine Alarmanlage aber sowieso getrennt von der SmartHome Steuerung halten (Redundanz), obwohl man sie natürlich auch ins System einbinden kann. Bei mir öffnet z.B. ein Schaltkontakt eine (drahtgebundene) Linie der Alarmanlage, sobald die CCU erkennt dass EIN Fenster offen ist. Damit habe ich eine Außenhautsicherung an allen Fenstern und gleichzeitig meldet mir die Alarmanlage beim Scharfschalten bei einem offenen Fenster, dass noch eine Linie offen ist.


    Zusätzlich kann ich bei Ausfall meiner Alarmanlage (z.B. Zentrale defekt) kurzfristig eine Außenhautsicherung über die SmartHome Steuerung (Homematic CCU) einrichten (Scharf-/Unscharfschaltung über Fernbedienung, Auslösung Sirenen über Schaltaktor). Die CCU hängt an der USV und läuft auch bei Stromausfall mehrere Stunden weiter, die Sensoren sind sowieso Batteriebetrieben.

  • Ich kann von ELV nur abraten. Die bringen aller paar Jahre neue Systeme auf den Markt und für die alten gibt es kurz darauf kein Zubehör mehr. Ich hatte mich seinerzeit für tausende von Teuro auf das FS20 System festgelegt, mit Fernbedienungen, Internetsteuerung usw. Kurz danach wurde das nicht weiterentwickelt und nun sitze ich auf einem Haufen Elektronikschrott. X(

    Magst unseren auch haben? 🙄

    Think positive, stay negative! :)

  • Bezüglich Funk sehe ich da für ein SmartHome weniger ein Problem, da modernere Systeme mittlerweile auf 868 Mhz und bidirektional arbeiten (Aktor/Sensor kommunizieren über ein -verschlüsseltes- Protokoll mit der Zentrale bzw. miteinander).

    Die Frequenz ist weniger das Problem, auch Verschlüsselung ist egal. Im oben angeführten Beispiel wird die Kommunikation zwischen den Geräten gestört. Das kann absichtlich passieren (Video) oder unabsichtlich durch irgend ein ungeschütztes China Teil.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.