Heizen in der Krise

  • Servus,

    Bräuchte mal Eure Einschätzung bezüglich heizen in der Krise. Meine erste Überlegung war ein Werkstattofen, den ich nach der Anpassung der Ofenrohre und einer Funktionsüberprüfung wieder im Keller verstaue würde. Da wir aber auch des Öfteren einige Nächte in einem größeren Zelt am Wasser verbringen um Karpfen und Welse zu angeln, kam mir ein Zeltofen wie zb. der Petromax Loki in den Sinn. Somit hätte er dann auch in den kalten Monaten am See seine "Daseinsberechtigung" und würde seinen Dienst verrichten. Holz stände ebenfalls beinahe unbegrenzt zur Verfügung da wir eher in der ländlichen Gegend wohnhaft sind. Im Prinzip sollte der Loki die Zeit überbrücken bis wir unser Haus beziehen wo dann sowieso ein Ofen für feste Brennstoffe geplant ist. Jedoch will ich diese 2 bis 3 Jahre bis zum Umzug bei einem Ernstfall nicht frieren müssen. Nun aber zur eigentlicher Frage. Der Zeltofen hat ein 80mm Ofenrohr. Üblicherweise verfügen Kamine über ein 150mm Wandfutter. Meine Überlegung wäre eine Reduktion von 150mm auf 80mm und dann mit 80iger-Rohre den Ofen an den Kamin anschließen. 80mm-Rohre sind im Pelletsofensektor Gang und Gebe. Kann ich das oder bzw. würdet ihr das ebenfalls so realisieren? Vielleicht hat ja jemand von Euch selbiges geplant oder der Eine oder Andere jetzt Selbige vor. Grüße aus Niederösterreich,

    Flesh.

    Are you Ready??!!

  • Mein erster Gedanke wäre die Heizleistung: Reicht ein transportabler Ofen aus um den Bereich im Haus zu Heizen den du warm haben möchtest? Denn diese Zeltöfen haben normalerweise eine deutlich kleinere Heizleistung als ein Werkstattofen.


    Adapter: Da könntest du massive Probleme bekommen einen zu finden. Denn einen 80mm auf 150 mm kann man auch umgekehrt verwenden und das ist streng verboten. Der Anschluss meiner neuen Gastherme war kleiner als der Originalkaminanschluss und ich musste den Kaminanschluss neu machen lassen weil diese Zwischenstücke verboten sind ... War zumindest der Stand vor 10 Jahren.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Hallo Don Pedro!

    Von der Heizleistung sollte er passen. Seine Heizleistung ist mit knapp 2KW angegeben und würde somit einen Geschlossenen Raum mit 25 QM locker heizen.

    Reduzierung von 150mm auf 80mm ist ebenfalls kein Problem, denn jeder Pelettofen verfügt über einen 80mm Abgasrohr. Sollte also ohne Weiteres passen...

    Bei Gas ist es natürlich gaaanz was anderes. Hierzu gibt es andere bzw. strengere Auflagen und Bestimmungen.

    Wichtig ist nur dass alles Dicht ist! Co2- Melder sind sowieso vorhanden und ich bezweifle sehr stark dass eine Behörde im Krisenfall meinen Ofen kontrollieren kommt! 😉

    Was ich dazu benötige wär ein Adapter von 150mm auf 80mm, ein 90° Knie und eventuell ein 80iger Rohr um die Länge anzupassen. (alles im Baumarkt erhältlich)


    Edit: aber vielleicht sollte ich doch beim Werkstattofen bleiben! 🤔

    Gruß, Flesh.

    Are you Ready??!!

    4 Mal editiert, zuletzt von Flesh ()

  • Flesh, mach es einfach! Eine Vergrößerung des Rohrquerschnitts von 80 auf 150 ist sicher kein Problem. Der Kaminquerschnitt ist dann ja nochmals größer, also was solls... Falls der Zeltofen zu schwach ist, oder der Rauch nicht abzieht weil er den Kamin nicht warm kriegt, dann merkst das eh. Ausprobieren und beim ersten Mal einheizen nur mit ganz wenig Holz anfangen - ev. erst nur Karton heizen.

    Von der Leistung würde ich mir mit 2kW nicht zu viel erwarten. Kommt auch drauf an, wie gut das Haus bzw. die angrenzenden Räume gedämmt sind.
    Ich würd an deiner Stelle trotzdem und zusätzlich einen Werkstattofen kaufen - den kriegst du unter 200 Euro. Alleine schon deshalb, weil du dann vernünftige Scheitgrößen nehmen kannst. Nimm einen ohne Sichtfenster, sonst grillt er deine Kniescheiben während du die Suppe umrühst ;) Und eine Sackrodel gleich dazu, falls du keine hast. Dann kriegst den Ofen auch leicht in den Keller und retour ;)
    Den Werkstattofen kannst dann auch in deinem neuen Haus (oder in der Bauhütte) einplanen.

  • Was mir noch dazu einfällt:


    1) du bist in der glücklichen Lage, einen Kamin zu haben (ich gehe davon aus, dass der auch funktioniert - bei Zweifel würde ich den vom Kaminkehrer begutachten bzw. abdrücken lassen). Ist dir ein Ofen dort sehr im Weg? Weil: warum kaufst dir nicht einen hübschen Ofen und schließt ihn fix an? Wir haben insgesamt zwei Festtofföfen plus einen Feststoffherd plus einen Feststoffzentralheizungsofen plus eine Ölzentralheizung (Komfort ist ungeschlagen - öko ist natürlich da nix) im Wohnhaus und drei Feststoffherde im Gästehaus.
    Die Herde sind von La Nordica https://www.hoedl-shop.at/herd…-bll-8022724144152.html#/
    Wichtig ist in jedem Fall wo der Ofen steht: unterhalb insbesondere vor dem Türl darf kein bremmbarer Boden sein. Und der Seitenabstand zu brennbaren Materialien muß auch groß genug sein.


    2) Jeder Ofen braucht Luft, sonst brennt das Feuer nicht richtig bzw. geht aus. Wenn du in einem Neubau wohnst, brauchst du unbedingt Zuluft. Wir haben bei unserem (neu gebauten) Gästehaus Kamine mit integriertem Frischluftschlauch eingebaut - ohne Frischluftzufuhr geht bei moderner Bauweise nix.
    Unser Wohnhaus ist ein altes Bauernhaus; Das wurde immer schon (auch) mit Einzelöfen beheizt und belüftet sich von selbst durch Fenster und Türen ;)

  • Hallo Prepperfamily!

    Hab jetzt mal die Heileistung für nen 25 QM- Raum bei 23° berechnet.

    Benötigte Leistung = 0,8004KW bei gut gedämmten Wänden (Neubau).

    Somit sollten die 1,8 KW passen.

    Werd es einfach mal versuchen ob der Loki II

    das schafft. Ein weiterer, wichtiger Aspekt wäre, dass der Loki nur knapp 11 Kg wiegt und somit auch bei einem BugOut mit dem PKW in Frage kommen würde. Kochen auf dem Loki ist natürlich auch möglich.

    Bevor dir die Kniee wegschmelzen stell dich einfach seitlich zum Ofen um Euer Süppchen zu rühren!.😉🙃

    Sollte das aber komplett Gaga sein, so werd ich mir nen Werkstattofen inkl. Rodel (Sackkarre) holen! 🙂

    Vielen lieben Dank für Deine Tipps!

    Liebe Grüße, Flash.

    Are you Ready??!!

  • prepperfamily

    Bauernhaus? Sehr geil, gratuliere! 😍

    Bin ebenfalls in einem Bauernhaus aufgewachsen. Von da her ist das Heizen mit festen Brennstoffe kein Neuland für mich.

    Nachbar hat ebenfalls einen Schwedenofen am selben Kamin den er gelegentlich anheizt. Stimmt, hab nen Rauchfangkehrermeister in meinem Bekanntenkreis. Der sitzt aber in der Innung und schlägt sicher die Hände übern Kopf zusammen wenn ich ihn über mein Vorhaben berichte! 😁

    Ja leider, der Ofen würde leider zuu viel Platz im WZ einnehmen wenn ich ihn fix integrieren würde.

    Im Haus siehts dann natürlich anders aus...

    Da ist er natürlich fix eingeplant.

    Dauert hald noch 2-3 Jahre und für dieser Zeit brauche ich eine Alternative.

    Vielen herzlichen Dank für Deine Tipps!!

    Liebe Grüße, Flesh.

    Are you Ready??!!

  • Servus,

    Werkstattofen,

    Da wir aber auch des Öfteren einige Nächte in einem größeren Zelt am Wasser verbringen um Karpfen und Welse zu angeln, kam mir ein Zeltofen wie zb. der Petromax Loki in den Sinn.


    Frage. Der Zeltofen hat ein 80mm Ofenrohr. Üblicherweise verfügen Kamine über ein 150mm Wandfutter. Meine Überlegung wäre eine Reduktion von 150mm auf 80mm und dann mit 80iger-Rohre den Ofen an den Kamin anschließen. 80mm-Rohre sind im Pelletsofensektor Gang und Gebe. Kann ich das oder bzw. würdet ihr das ebenfalls so realisieren?

    Ahoj Flesh.

    Der sauschwere Petromax schaut ja sehr stabil aus.

    Könnte als Notlösung in einer Wohnung durchaus funktionieren.

    Zum Ausprobieren reicht es das Ofenrohr in den Rauchfanganschluss zu stecken und die Zwischenräume mit einer Strohlehmmischung auszustopfen. Als alleallererste Lösung wirklich nur zum Testen auch Steinwolle aber die sollte wirklich schön straff in den Zwischenraum gestopft werden.

    STROHLEHM

    Lehm findest du möglicherweise am Fischwasser, oder du nimmst unparfümiertes Katzenklumpstreu und dazu zwei Teile Spielplatzsand. Stroh sollten kurze Schnipsel sein, nein das Stroh verbrennt nicht, in allen ursprünglichen Kulturen baut man aus Strohlehm Feuerstellen aller Art, sogar Keramikbrennöfen. Lehm und das dreifache Strohvolumen mit gut Wasser einsumpfen. Überschüssiges Wasser setzt sich ab und wird weggeschüttet, dann den noch sehr nassen Strohlehmklumpen durchkneten und noch einmal austretendes Wasser entfernen.

    Schwierig ist es den Strohlehm einzubauen ohne dass viel in den Rauchfang fällt.

    Dazu formt man am besten eine flache Wurst aus Strohlehm und legt sie ringförmig in den Rauchrohranschluss, passend kneten und das Ofenrohrknie einsetzen. Etwas trocknen lassen.

    Obacht kann eine recht dreckige Arbeit sein, aber Lehm ist angenehm auf der Haut und man kann alles gut abwaschen. Hat man noch eine passende Abdeckrosette motzt womöglich nicht einmal der Rauchfangkehrer.

    Rauch und Co Melder sollten selbstverständlich verwendet werden.


    Ofenzubehör aller Art hat die Fa. Bertrams in Wien XX

    Strohlehmofen

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  • Ich hätte da FRAGEN an die Profi-Prepper.


    1) soweit ich sehe, haben Zeltöfen ein fast 2 Meter langes Rauchrohr in die Höhe. Ist dies wegen des angedachten Einbaus in ein Zelt oder hat das andere technische Gründe (z.B. für Abzug o.ä.)

    2) darf ich so ein Rohr kürzer machen, bzw. "biegen", d.h. mit einem Rohrbogen versehen, damit der Rauch nicht gerade nach oben, sondern schräg abzieht (Grund - siehe unten Pkt.5)


    3) Wenn ich Rohr biegen darf, kann ich den Ofen sogar indoor verwenden (Notkamin ist vorhanden)


    4) was haltet ihr vom Zeltofen "mil-tec" (siehe ebay Art. Nr. 402341577552).

    ca. halber Preis vgl. mit Petromax Loki, fast doppelt so schwer.

    Was mir allerdings auffällt: Rauchrohr-Durchmesser wird mit 8,7 cm angegeben, was irgendwie außer der Norm aussieht.


    5) Zum Kochen "im Freien":

    Ich habe einen 1,5 mal 4 Meter großen Balkon, der durch den der oberen Miet-Wohnung quasi überdacht ist. Wenn ich einen Zeltofen nicht indoor verwenden kann/darf, müsste ich auf dem Balkon kochen, was im Winter wegen der verlorenen Wärme schade wäre und bei Minusgraden auch nicht so lustig ist.

    Dazu habe ich aber eine -crazy- (??) Idee:

    Ich nehme -ähnlich wie ein Vorzelt für ein Wohnmobil - ein zur Balkontür abgedichtetes Konstrukt, welches den Wärmeverlust durch die offene Balkontüre mindert. Im Vorzelt stelle ich den Ofen auf. Das Vorzelt sollte leicht von mir (ältere Einzel-Prepperin) aufstellbar sein. Für's Ofenrohr durch die Zeltwand (Brandgefahr !) gibt es entsprechende Isolier-Teile - das sollte kein Problem sein..

    Statt Zelt könnte ich mir auch einen hohen Paravent vorstellen, der überdacht ist mit etwas, wo das Ofenrohr durchgehen kann und dann irgendwie schräg den Rauch rausläßt, damit der Rauch nicht von oben "reflektiert" wird.

    Alle Konstrukte sind natürlich entsprechend zu befestigen/sichern etc. Eine zusätzliche Wärmedämmung muss unbedingt auch noch überlegt werden

    Was denkt ihr ?

    .... gibt das Leben dir eine Zitrone, mach' draus eine Limonade.

    (Als echter Prepper natürlich mit einer "handbetriebenen Zitronenpresse" )

  • Smeti , ich weiß Campingkocher sind einfach. Bei einem langen Blackout/Lieferstopp o.ä. würden mir aber dann irgendwann die Gaskartuschen ausgehen. Zudem könnte ich die Kartuschen gar nicht ordnungsgemäß lagern, da der Keller unter Straßenniveau liegt.

    Mir strebt etwas vor, wo ich Brennmaterial relativ leicht lagern bzw. im Wald zur Not beschaffen kann.

    .... gibt das Leben dir eine Zitrone, mach' draus eine Limonade.

    (Als echter Prepper natürlich mit einer "handbetriebenen Zitronenpresse" )

  • Wenn es dir vorrangig um das Kochen geht, bist du mit einem Miniholzkohlengrill (reicht für eine Person) unabhängig von Gas und Strom und kannst notfalls "gesammelte Zeug" verwenden.

    Wenn es auch um Wärme geht, hast du doch einen Kaminanschluss. Ein kleiner Allesbrenner, oben flach für einen Topf, wäre doch eine gute Doppellösung. Oder gibt es ein Platzproblem?

  • Der Nachbar ober dir muss dich schon sehr mögen, oder zu dir zum essen kommen, dass er mit der von dir verursachten Rauchentwicklung einverstanden ist.

    Die anderen Nachbarn werden es auch "schmecken" wenn du kochst und, so sie nicht selber vorgesorgt haben, sich bei dir einladen.

    Ich habe eine vergleichbare Wohnungssituation, teile deine Überlegung zur Lagerung von Gaskartuschen u.ä.

    Deshalb habe ich einen 2-flammigen Spirituskocher. Spiritus ist relativ leicht zu lagern und wird in der Krise auch zu bekommen sein,

  • zippygirl

    Wenn du etwas zum Überstehen einer Krise möchtest, dann lass die Finger von "mil-tec". Wie du richtig festgestellt hast kosten die nur die Hälfte, sind aber auch nur halb so gut. Für ein bisschen Outdoorspaß durchaus zu gebrauchen, als Hilfe in der Not würde ich die Finger davon lassen.

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • @zippygirl

    Vorschriften für Zeltöfen gibt es so gut wie keine, weil die Verwendung in Wohnungen ohnehin verboten ist. Genauso in Zelten außerhalb von Campingplätzen wenn sie nicht auch dort verboten sind, bleibt noch der eigene Garten.

    In Zeiten echter Krisen wird man allerdings relativ kreative Lösungen sehen, Ofenrohr durch Loch in Fensterscheibe. oder was nachträglich durch eine AußenMauer gestemmt, schaut man sich Bilder aus Favelas an wird noch einiges an Einfallsreichtum zu entdecken sein.

    In der Wohnung einfach einen Kleinen WerkstattOfen oder ähnliches aufstellen, da hast du auch in normalen Zeiten Freude damit. Im Baumarkt oder Fachhandel was aussuchen, DatenBlatt ausdrucken den Rauchfangkehrer (der fast Behördenstatus hat) befragen.


    Der Miltecofen schaut recht dünnblechern aus, sowas brennt im Dauerbetrieb leicht durch, allerdings basteln die Zeltofenfreaks Vorrichtungen aus Titanfolie, da hat dann ZeltOfen und Rohr zusammen unter 1kg, also ich möchte sowas nicht.

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  • Makoto : Mini Holzkohlengrill geht nur outdoor (Balkon) und - wie Grauer Wolf richtigerweise zu Bedenken gab - wäre auch nicht "unauffällig".

    12er_scout : ja, ich dachte mir schon, dass etwas, das über 3-2-1-meins vertrieben wird, nicht höchste Qualität bedeutet.

    Makoto : wäre ein Zeltofen nicht ein "kleiner Allesbrenner", wie Du vorschlägst ? Wenn ja, muss ich nur noch das mit der Rauchrohlänge kapieren. Andernfalls habe ich außer einen Holzofen für Wohnmobile ("CUB" Cubic Mini Wood Stove -Holzofen für Wohnmobile) nichts "Kleines" gefunden (und der ist relativ teuer).

    Danke an alle, das heißt für mich, dass ich für Heizen und längere Zeit Kochen etwas mit Anschluss an den Notkamin nehme und zwischenzeitlich etwas in Richtung "Spiritus-Kocher" besorge.

    .... gibt das Leben dir eine Zitrone, mach' draus eine Limonade.

    (Als echter Prepper natürlich mit einer "handbetriebenen Zitronenpresse" )

  • paperprepper : - ah ja, danke, DAS war die Information, die ich bezüglich Zeltofen brauchte.

    Loch durch Fenster bzw. Abdeckung des kleinsten Fensters (=Bad) durch "was-auch-immer" mit Loch für Rauchrohr habe ich auch schon überlegt. Aber das Ganze wäre offenbar noch auffälliger als Rauch auf dem Balkon

    .... gibt das Leben dir eine Zitrone, mach' draus eine Limonade.

    (Als echter Prepper natürlich mit einer "handbetriebenen Zitronenpresse" )

  • picm , nein noch nicht. Ich werde mal mit dem örtlichen Rauchfangkehrer reden, ob man vorsorglich einen Anschluss herstellen kann

    .... gibt das Leben dir eine Zitrone, mach' draus eine Limonade.

    (Als echter Prepper natürlich mit einer "handbetriebenen Zitronenpresse" )

  • Ich hab da auch so meine Erfahrung machen dürfen (OÖ, Kurzfassung):

    Mehrparteienhaus Neubau 2009, Zentralheizung mit Gas - Erstbezug; damals gabs noch Notkamine im Baurecht..


    Also wir das Wohnzimmer so geplant das sich im Umfeld vom Kamin später einmal ein Schwedenofen o.ä. machen lässt..

    ich wollte mir während der Bauphase schon ein Anschlussloch (Rauchrohranschluss an Kaminsystem) machen lassen, keiner der bauausführenden Firmen hat sich da recht bemüssigt gefühlt hier mit einigermaßen "normalen" Preisen dieses herzustellen.. Projekt einstweilen verschoben

    2014 oder so wieder aus der Schublade gepackt, nachdem ich mit dem örtlich zuständigen Rauchfangkehrer gesprochen habe..

    bei uns sind die Kaminzüge auch jeweils nur mehr ab Geschossunterkante bis über Dach geführt (Einsparung von Kaminstranglängen bis zum Kellergeschoss), somit hat jede Wohneinheit (9 Einheiten im Haus) das Putztürl im Wohnraum irgendwo (bei uns im Schrankraum der Wohnzimmerrückseitig liegt)


    Nach einem Hin- und Her mit dem Rauchfangkehrer (ob er das Loch nun macht oder nicht), dem Thema Gebietsschutz beim Rauchfangkehrer, ein paar Mails mit der Innung und dem beantworten eines netten Aufsatzes der Wohnungsgenossenschaft von wegen "wir dürfen uns aber nicht von der allgemeinen Heizung abmelden.. :P:D" mit den Worten das ich den Ofen aktuell als Einrichtungsgegenstand sehe und ihn sowieso nu hie und da anzünde, (in der Not wennst kein Anschlussloch hast machts einem auch keiner ;)), stand dann dem Ofenprojekt nichts mehr im Weg und somit steht das Ding nun auch im Wohnzimmer und beheizt einwandfrei.


    Und ja es kann schon vorkommen das wir ihn ein ganzes Jahr nicht in Betrieb haben, dann kehrt der Rauchfangkehrer halt nur die Spinnerinnen aus dem Rohr ^^, aber wenn er gebraucht wird dann ist es gut eine Backupheizung zu haben.


    Gott sei Dank wurde mit der Novellierung im BauTG 2011 endlich der Entfall der Verpflichtung zur Errichtung eines "Notkamins" bei Wohngebäuden beschlossen *Ironie off*... die Preistreiberei im sozialen Wohnbau muss endlich ein Ende haben ;)