Satellitentelefon

  • Ich bin gerade auf der Suche nach einem Satellitentelefon, bin mir aber nicht sicher auf welches System ich setzen soll. Thuraya oder Iridium? Oder sind Globalstar und Inmarsat auch interessante Alternativen?


    Im Forum war mal das Thema, dass Thuraya extrem teuer geworden ist.


    Wie sieht es mit dem Endgerät aus? Muss es ein vollwertiges Satphone sein oder reicht auch ein Satcover fürs Smartphone, wie das SatSleeve von Thuraya?


    Was habt ihr und könnt ihr empfehlen?

  • Ich habe eine Frage bez. SAT Telefon.

    Wozu braucht man so ein SAT Phone, außer wenn man regelmäßig in Gegenden ohne Netzabdeckung unterwegs ist?

    Für den Fall einer eventuellen "Krise", wenn z.B. das Mobilnetz und das Festnetz auch ausfallen, was hilft mir ein SAT Phone?

    Wen sollte ich da anrufen? Außer die anderen Familienmitglieder und Freunde sind auch mit SAT Phones ausgestattet.

    Never argue with an idiot, they drag you down to their level and beat you with experience.

  • Wurde das hier nicht schon mal diskutiert?! Ich hab so ein Deja Vu... :/


    Ich hab es nicht nur wg der sehr hohen Anschaffungskosten verworfen, sondern auch (wenn ich es richtig in Erinnerung habe) weil der Kauf der Guthabenkarte „getrackt“ wird. Dh offizielle Behörden werden informiert, dass man sich eine solche gekauft hat... wenn ich das halt richtig in Erinnerung habe.

    Wenn das so wäre, ist man irgendwie bei irgendwem „auf dem Radar“ und das ist ja was wir Prepper eigentlich vermeiden wollten...


    außerdem stimme ich georgum zu: Warum möchtest du ein Sat Telefon haben? Was ist das Ziel? Wen willst du damit erreichen?

    Haben ist besser als brauchen.

  • Bei einem Blackout ist der Mobilfunk in wenigen Stunden tot, wenn die Batterien der Notstromversorgung des Mobilfunkmasten leer sind.


    Die Leitstellen von Polizei, Feuerwehr und Rettung sind notstromversorgt (mit USV und Dieselaggregat), also länger erreichbar.


    Mit einem Satellitentelefon kannst du zwar keine Notrufnummern wie 133 erreichen, aber die jeweiligen Leitstellen per direkter Nummer mit Ortsvorwahl. Speichert man sich diese also ein, ist man bei einem längeren Stromausfall in der Lage dennoch einen Notruf abzusetzen.


    Man beachte die von den Behörden empfohlene Alternative: Wenn man Hilfe braucht und der Notruf geht nicht, soll man zum nächsten Feuerhaus gehen und den Druckknopfmelder betätigen, um die Sirene auszulösen. Falls eine Polizei- oder Rettungsstation näher ist, soll diese aufgesucht werden, weil dort per Funk weitere Kräfte alarmiert werden können. (Tipp: Die nächstgelegenen Feuerwehr-, Polizei- und Rettungsstationen raussuchen, sowohl von zu Hause als auch von der Arbeit / Schule).


    Das persönliche Hingehen kann aber aus vielen Gründen nicht möglich sein, deshalb suche ich nach einer zusätzlichen Möglichkeit -> Satellitentelefon.


    Zu euren konkreten Fragen:

    Wen sollte ich da anrufen? Außer die anderen Familienmitglieder und Freunde sind auch mit SAT Phones ausgestattet.

    Guter Punkt. Es ist natürlich auch super einen zusätzlichen Kommunikationsweg mit der Familie per Satellitentelefon zu haben.

    Wurde das hier nicht schon mal diskutiert?

    Nicht im Detail, es wurde immer nur am Rande erwähnt.

    Ich hab es nicht nur wg der sehr hohen Anschaffungskosten verworfen

    Man kann auf willhaben, ebay und Co. stöbern, dann findet man auch Satellitentelefone die bei 50 bis 60% des Neupreises liegen.


    weil der Kauf der Guthabenkarte „getrackt“ wird

    Mir wäre nicht bekannt, dass das irgendjemand "trackt", und es ist mir auch wurscht. Der Besitz und Betrieb sind nicht verboten, also kümmert mich das nicht.

  • Mit einem Satellitentelefon kannst du zwar keine Notrufnummern wie 133 erreichen, aber die jeweiligen Leitstellen per direkter Nummer mit Ortsvorwahl.

    Na ob das so geht? Dazu müsste von der Erdfunkstelle bis zur jeweiligen Leitstelle die Telefonverbindung auch funktionieren.

  • Na ob das so geht? Dazu müsste von der Erdfunkstelle bis zur jeweiligen Leitstelle die Telefonverbindung auch funktionieren.

    Ja, denn Erdfunkstellen sind als Verteiler ebenfalls Notstromversorgt:



    Die Erdfunkstelle Aflenz ist die einzige Erdfunkstelle Österreichs.


    Die Erdfunkstelle ist durch Notstromaggregate unabhängig von der öffentlichen Stromversorgung und hat eigene Leitstände, die durchgängig besetzt sind.

  • Mit einem Satellitentelefon kannst du zwar keine Notrufnummern wie 133 erreichen, aber die jeweiligen Leitstellen per direkter Nummer mit Ortsvorwahl. Speichert man sich diese also ein, ist man bei einem längeren Stromausfall in der Lage dennoch einen Notruf abzusetzen.

    Auch die lokalen Telefone der Polizei werden NICHT funktionieren da das Wählamt keinen Strom mehr hat. Oder der Router der die Telefonie over IP umsetzt ...

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Auch die lokalen Telefone der Polizei werden NICHT funktionieren da das Wählamt keinen Strom mehr hat. Oder der Router der die Telefonie over IP umsetzt ...

    ...kann das nur bestätigen. Deshalb setzt (zumindest in NÖ) die Landeswarnzentrale auch auf Kurzwelle (innerhalb und auch außerhalb der Amateurfunkfrequenzen) als Backup.
    Die Telefonleitungen werden tot sein.

  • Das Aflenz gut Versorgt ist, glaube ich sogar. Nur der Weg von Aflenz zu deiner Leitstelle?

    Kennst du deine Leitstelle mit Rufnummer?

    Solange die Verteiler Strom haben, kann der Anruf auch durchgeführt werden. Ja, ich kenne die Nummer "meiner" Leitstelle.



    Auch die lokalen Telefone der Polizei werden NICHT funktionieren da das Wählamt keinen Strom mehr hat. Oder der Router der die Telefonie over IP umsetzt ...

    Das habe ich auch nicht behauptet. Sondern, dass die LEITSTELLEN notstromversorgt sind. Polizeiposten sind per Tetra Funk erreichbar für die Leitstellen.

  • Solange die Verteiler Strom haben, kann der Anruf auch durchgeführt werden. Ja, ich kenne die Nummer "meiner" Leitstelle.



    Das habe ich auch nicht behauptet. Sondern, dass die LEITSTELLEN notstromversorgt sind. Polizeiposten sind per Tetra Funk erreichbar für die Leitstellen.

    ...leider ist anzunehmen, dass sämtliche TETRA Funkzellen annähernd so schnell weg vom (Not)Strom sind wie die Handymasten.
    Ergo auch hier hat TETRA keine Relevanz für Kommunikation.

  • ...leider ist anzunehmen, dass sämtliche TETRA Funkzellen annähernd so schnell weg vom (Not)Strom sind wie die Handymasten.
    Ergo auch hier hat TETRA keine Relevanz für Kommunikation.

    Das ist meines Wissens nach nicht mehr der Fall. Es gibt mittlerweile ein großes Anschaffungsprogramm für Notstromaggregate und USVs um das Netz am Laufen zu halten.


    Siehe:

    https://kurier.at/chronik/burg…die-feuerwehren/400460263

    https://salzburg.orf.at/v2/news/stories/2886608/

    https://de.wikipedia.org/wiki/…h#Digitalfunk_BOS_Austria

  • ...leider ist anzunehmen, dass sämtliche TETRA Funkzellen annähernd so schnell weg vom (Not)Strom sind wie die Handymasten.
    Ergo auch hier hat TETRA keine Relevanz für Kommunikation.

    Jep.. ich denke Tetra wird im DMO (Direct-Mode, ähnlich einer analogen Sprechverbindung oder den klassischen Walkie-Talkies) noch ein wenig dahinholpern solange es Strom zum Laden der Akkus in den Handgeräten gibt und die Batterien in den KFZ noch Saft haben.
    Man funkt dann nur von Gerät zu Gerät; bei dementsprechend langer "DMO-Funkgeräteträgerkette" würds auch ziemlich weit funktionieren.. aber die stille Post dazwischen.. ;)... so aus jetzt..

  • naja.. passt gut; wenn unser feuerwehr-tetra in OÖ dann flächendeckend ausgebaut ist werden wir ca. 400 NSA brauchen um die masten versorgen zu können.. kriegt dann jede 2. Feuerwehr ein weiteres NSA :D:D:rolleyes:

  • Ich frage mich - was gebe es denn zu kommunizieren - wenn der nächste Betreiber eines Satellitentelefons irgendwo ist?

    Was hilft es wenn ich dem Hilferuf nach Lebensmittel wohl nachkommen könnte, es aber keine Möglichkeit gibt diese von A nach B zu bringen?

    Ich glaube die Kommunikation, Hilfeleistung usw, wird sich nur im Umkreis von einen 2-Tagesmarsch durchführen lassen.

  • Ben Den Anschaffungsplan von Notstromaggregaten und USV‘s gibt es auch in Deutschland...


    ... aber ich vermute GAB ist die richtige Zeitform. Den Dank Corona denkt in der Regierung vermutlich niemand mehr daran u das Thema Blackout kommt irgendwann erst nach der Pandemie wieder auf.

    Müsste man mal recherchieren, ob die Blackout Vorbereitungen weiter verfolgt werden... ich denke mal nicht. (Ist ja auch kein Geld mehr da, steckt ja jetzt alles in der Wirtschaft und Gesundheitswesen) Und bis die das Thema wieder „ausbuddeln“ sind Jahre vergangen...

    Haben ist besser als brauchen.

  • Das habe ich auch nicht behauptet. Sondern, dass die LEITSTELLEN notstromversorgt sind. Polizeiposten sind per Tetra Funk erreichbar für die Leitstellen.

    Und wie kommt dein Anruf zur Leitstelle?

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Das hatten wir doch schon diskutiert. Einfach nach Thuraya suchen. Oder eben hier klicken: Thuraya (sorry, hat Ben ja schon verlinkt).


    Ich habe das Thuraya XT Pro Dual als Backup. Das Ding ist wasserdicht, extrem robust und der Akku hält mind. 3 Tage. Ich bin nach wie vor zufrieden mit dem Teil. Für den Notfall habe ich mir Listen mit Nummern von Satellitentelefonen verschiedener Behörden erstellt. In unserem Bundesland habe ich Nummern in jedem Landkreis, darunter auch diverse Leitstellen. Die meisten davon allerdings im Iridium-Netz. Das ist im Notfall aber egal.


    C238362A-DF40-4BE4-908E-F415191B503B.png


    P.S. Und an der Lütsche zum Treffen hat es auch super funktioniert, wo die meisten Handynetze abgekackt haben.