Stromerzeuger - wofür eingeplant und welcher derzeit mein Favorit ist

  • Hi Leute,

    ich habe mal rand00m´s Rat befolgt und einen neuen Thread eröffnet.


    Ich selbst interessiere mich am meisten, wie ich meine Familie gut versorgen kann. Da meine Kinder noch sehr klein sind, sind wir bei einer Katastrophe generell nicht sehr mobil und sofern keine unmittelbare Gefahr für mein Heim droht, möchte ich versuchen, zu Hause so gut als möglich durchzukommen.

    Aus diesem Grund bin ich seit einiger Zeit ein wenig am durchstöbern des Netzes bzgl. brauchbarer Notstromaggregate.


    Mein derzeitiger Favorit ist dieses Aggregat:


    https://www.guede.com/cgi-bin/…8874368&RUNFUNCTION=HPAGE


    Ich bin jetzt auf dieses Aggregat gekommen, da ich in erster Linie gerne ein Diesel - Aggregat haben möchte, da die Lagerung von Diesel in einem Privathaushalt einfacher ist, als die Lagerung von Benzin. Außerdem habe ich zwei Fahrzeuge zu Hause, welche ebenfalls mit Diesel angetrieben werden und deshalb kann ich diesen immer wieder dazwischen Verbrauchen, damit er nicht auf Grund der langen Lagerung schlecht wird.


    Mein zweiter Grund ist, dass ich ein Aggregat haben möchte, welches über mehr als 2,5KW Dauerleistung verfügt, da ich nicht weiß, was ich im Ernstfall wirklich alles auf einmal betreiben muss. Aber geplant habe ich, dass ich in erster Linie die Heizung und den Herd betreiben kann. Wir haben eine Holzzentralheizung, welche nicht viel Energie benötigt. Der Saugmotor am Ofen benötigt laut Prospekt 58 Watt und die Wasserpumpen für die Bodenheizung und das Warmwasser benötigen gemeinsam noch einmal 35 Watt. Die Heizung selbst ist also sehr einfach abgedeckt. Um meine 2000 Liter Pufferspeicher durchzuheizen benötige ich an kalten Tagen ca. 8 Stunden. Das jedoch nur, wenn auch das Warmwasser mit geheizt wird. Bei einem Blackout wäre noch nicht einmal das nötig, da ich ja kein Frischwasser bekomme. Dann möchte ich noch gerne ohne Probleme zumindest eines der Kochfelder unseres Induktionskochfelds verwenden können und das große Kochfeld alleine hat eine maximale Heizleistung von 3700 Watt. Wenn ich dann vielleicht sogar noch einen Kühlschrank oder Gefrierschrank betreiben möchte, dann wird nicht mehr viel mehr gehen, wenn ich das richtig durchgerechnet habe.


    Der dritte Grund ist, dass das Gerät auch über einen automatischen Spannungsregler verfügt, welcher mir auch das Betreiben von empfindlichen elektronischen Geräten erlaubt,


    und der vierte Grund ist, dass es vom Preis/Leistungsverhältnis, zumindest so weit ich das überblickt habe, günstig ist.


    Was haltet ihr von dem Gerät und gibt es zufällig schon jemanden mit Erfahrungen bei Güde Stromaggregaten? Oder hat jemand andere Vorschläge?


    Danke für die Hilfe!


    LG

    Bulldozer

    Mors certa, hora incerta.

  • Hallo Bulldozer!


    Stromaggregate gibt es zuhauf am Markt, was die Frage aufwirft wofür man sich ein solches anschaffen möchte.

    Willst du es zB für einen Blackout kann das auch eine Gefahr für dich und deine Familie darstellen. Notstromaggregate sind laut und erzeugen Abgase. Weiters seid ihr dann das einzige Haus mit Licht in der Umgebung. Das wiederum erregt Aufsehen, denn wo Licht ist, ist auch Wärme und vermutlich Nahrung. Alles kein Problem in den ersten Tagen, aber nach 1-2 Wochen vielleicht schon.


    Ich war auch länger am Überlegen bzgl. Stromaggregat. Ich habe den Gedanken aber derzeit wieder verworfen, da ich die Abgase nirgends problemlos ableiten kann und es ein relativ großes Aggregat sein müsste, um damit genug Anfangsstrom/Leistung erzeugen zu können, damit die Wärmepumpe für Warmwasser & Heizung funktioniert.


    Dafür habe ich mir ein Gaskochfeld besorgt, was meinen Ofen ersetzt und wir haben zum Glück einen Schwedenofen zum Heizen und Holz zu Hause.


    Einen technischen Rat kann ich dir leider nicht geben, aber zumindest einen Denkanstoß so hoffe ich.


    lg

    12er_scout

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • Ich persönlich will im Falle eines Blackout versuchen ohne Strom aus zu kommen.

    Egal welches Aggregat, alle haben eines gemeinsam, sie brauchen Treibstoff.

    Alternativ kochen, heizen, etc. ist mein vorrangiges Ziel.

    Never argue with an idiot, they drag you down to their level and beat you with experience.

  • Hallo Bulldozer,

    so als erstes zum Erzeuger. Leider ist er kein Inverter. Da hilft die in der Beschreibung erwähnte AVR nicht. Selbst in der Beschreibung steht auf Seite 32 links unten beschrieben, dass es für Elektronische Geräte wie z.B. Computer oder TV-Geräten nicht geeignet ist. Daher die Frage, wofür du es verwenden willst.

    Dazu kommt dann der, vorher schon erwähnte Grund, dass man nicht auffallen sollte. Da ist ein lautes (zwischen 75dB und 91dB) Stromaggregat und hell erleuchteter Fleck, nur eine Reklame für Plünderer.

    Ich an deiner Stelle würde dir eher empfehlen in eine Solaranlage in Kombination mit einem kleinen hochwertigen Inverter-Stromaggregat zu besorgen. Ziel wäre den alltetäglichen Notwendigkeiten über Batterie fahren zu können. Leise über Solar geladen.

    FORTES FELIX SUNT

  • Ich persönlich will im Falle eines Blackout versuchen ohne Strom aus zu kommen.

    Egal welches Aggregat, alle haben eines gemeinsam, sie brauchen Treibstoff.

    Alternativ kochen, heizen, etc. ist mein vorrangiges Ziel.

    Ja aber ist trotzdem nice to have. Man muss die Bude ja nicht rund um die Uhr inklusive Santa am Dach anstrahlen.

    Eine kleine Powerbank aufladen, mit dem Wechselrichter die TK Truhe auf Kurs halten und Laptop und Handy bekommen auch die netten Nachbarn geladen. An den schönen Tagen muss man die Kombüse ja nicht unbedingt anwerfen da reicht das Solarpanel hinten am Haus.

    Und wenn man so wie ich mit einem Elektromobil liebäugelt könnte man so ein en Stromerzeuger als Rangeextender mit einpacken.

    Aber natürlich gilt wie immer, Kaminofen first. :thumbup:

    Schon seit 21.692 Tagen nichts bei Amazon gekauft.

  • Wenn Bulldozer abgelegen wohnt (ich weiss es nicht), dann sollte der Lärm ja kein Problem sein. In 200-300 meter Entfernung hört man so ein Ding nicht mehr.

    Vielleicht hat er ein Schuppen, indem man ihn hineinstellen kann.. Dan wird alles noch leiser..


    Man muss nicht immer Stromerzeuger mit fossiler Energie verteufeln. Eventuell hat man/er eine Ölheizung mit einem dementsprechend gosszügig dimensionierten Tank.. Den Rest könnt ihr ja euch vorstellen.. :evil: Geht auch!

    Solange man nicht andauernd Compis und Led/Lcd Fernseher an dem Ding anschiesst.. Sollte es keine Probleme geben.

    Sonst könnte es passieren, das man früh oder später zum Mediamarkt muss..

    Ein Inverter wäre sicherlich optimaler, aber DIE in dieser Leistungsklasse und als Diesel sind einiges Teurer!

    Um ein Haus mit Strom zu "Unterhalten" ohne auf die Grossverbraucher zu schauen, würde ich aber mindestens 3 Kilowatt einplanen.

    Ein Bügeleisen zB. braucht ca. 1.5 Kw.. Ein Haarföhn auch..

    Wenn man ein bisschen schaut, langen aber schon 2 Kilowatt. Man muss sich halt im Voraus Absprechen! Sonst passiert auch nicht viel, wenn der Stromerzeuger überlastet wird, fliegt einfach die Sicherung raus.. und bis die abkühlt hat man Zeit um nachzudenken, was man falsch gemacht hat..


    Damit das haus nicht wie einen Tannenbaum in der Nacht leuchtet, gibt es eine sehr gute Erfindung.

    Geheimtipp: Die heissen Nachtvorhänge!:)

    Ups Nachtrag:

    Ich kenne mich nur mit Stromerzeuger von der Firma Honda und Kybernetik aus. Mit Güde kann ich leider nicht dienen.

    Die Berwertungen dieser Firma sind leider sehr durchwachsen wie ich grad sehe.

    Am Besten Hinfahren und Gerät begutachten. Gegebenenfalls vor oder nach dem Kauf noch auf dem Kundenparkplatz ausprobieren! Sicher ist sicher!

    Einmal editiert, zuletzt von Fluid ()

  • Vielleicht hat er ein Schuppen, indem man ihn hineinstellen kann.. Dan wird alles noch leiser..

    Auf einer dämpfenden Unterlage aufstellen und ein kleines Containment aus Säcken mit Rindenmulch oder Holtscheiteln basteln, bringt zusätzliche Erleichterung.

    Schon seit 21.692 Tagen nichts bei Amazon gekauft.

  • Es geht mir primär ja gar nicht um den Lärm, sondern mehr darum dass dieses Gerät kein kompletter Ersatz für die Stromversorgung ist. Da trotzdem Spannungsschwankungen auftreten können, die für Elektronikgeräte tödlich enden können. Und je nach Gegebenheit und Beschaffenheit der Umgebung, natürlich das auch eine Variante ist. Nur muss ich lärm machen wenn ich es leise auch machen kann.

    FORTES FELIX SUNT

  • Also, um mal mit dem Preis zu beginnen, der beläuft sich auf € 1000 bis € 1400,- je nachdem wo man kauft. Habe das Gerät bis dato leider nur Online gefunden und deshalb keine Möglichkeit, dieses gleich auszuprobieren.


    Abseits wohne ich zwar leider nicht, aber in einer kleinen, 160 Seelen Ortschaft. Bzgl. des Lärms hätte ich mir gedacht gehabt, dass ich das Aggregat in meiner Garage aufstelle und mit einem Schlauch die Abgase ableite. Frischluft kommt über das Fenster hinein. So wäre der Lärmpegel schon um einiges geringer.


    Bezüglich der Beleuchtung habe ich sowieso immer nur vorgehabt, das Aggregat Tagsüber zu benutzen, da auch ich mir schon über Plünderer Gedanken gemacht habe.

    Einen Schwedenofen habe ich leider noch nicht, der ist leider erst so in 3 bis 4 Jahren geplant.


    Wegen dem Spannungsregler habe ich dann auch ein wenig nachgelesen und habe mir eigentlich gedacht, dass es sich dabei um so etwas wie die Invertertechnologie handelt. Da muss ich mich dann leider doch noch etwas genauer damit beschäftigen...


    Aber danke schon mal für die vielen Anregungen und Gedanken.


    Bulldozer

    Mors certa, hora incerta.

  • Je nach Budget, könntest du auch auf zwei Geräte setzen. Ich habe mir von Zipper ein Invertergerät gekauft, für die empfindlichen Geräte. Da gibts auch im Baumarkt von Scheppach welche, die preislich ok sind. Die empfindlichen Geräte brauchen eh kaum Leistung. Interessant wäre so ein Überspannungsschutz bzw. Überspannungssteckdose, das muss ich mal recherchieren ob die bei einem Nicht-Inverter Gerät etwas bringen.


    Für die Großgeräte wie Heizung überlege ich mir auch noch ein etwas größeres Gerät.


    Das man bei Stromausfall nicht die Weihnachtsbeleuchtung anmacht liegt irgendwie auf der Hand.

    Den Innenraum kann man mit Jalousien abdecken, oder sonst irgendwie provisorisch verdecken. Zudem wird man um Treibstoff zu sparen auch möglichst wenig Beleuchtung anmachen.


    Den Lärm bekommt man auch gut unter Kontrolle, mit bisschen basteln. Evtl. hast du auch einen Kamin der bis in den Keller geht wo du anschließen könntest.


    Das Gerät ans Hausnetz anzuschließen bedarf aber einer fachgerechten Installation (ich glaub in einem anderen Thread hast du davon geschrieben oder?). Einfach wo anklemmen ist nicht. Denn wenn Monteure vom EV gerade den Fehler beheben und dann unter Spannung geraten, und man auf dich kommt dann kann das Gefängnis bedeuten!


    Güde ist meiner Erfahrung nach qualitativ nicht der Beste, dafür aber preislich leistbar. Ein Test kurz nach Kauf hat wenig Aussagekraft. Da gehts eher um Standzeiten, wie lange die Lebensdauer des Geräts ist. Wenn du das täglich betreibst wirst du wohl was anderes kaufen müssen, aber das hast du ja nicht vor.



    Ich an deiner Stelle würde dir eher empfehlen in eine Solaranlage in Kombination mit einem kleinen hochwertigen Inverter-Stromaggregat zu besorgen. Ziel wäre den alltetäglichen Notwendigkeiten über Batterie fahren zu können. Leise über Solar geladen.

    Was verstehst du unter Solaranlage? Wirklich Solar oder PV? Eine PV-Anlage produziert auch nur wenn kein Stromausfall ist, die wenigsten haben eine Insellösung, da diese teurer ist.

    Ein Inverter-Gerät ist vom Lärmpegel nicht wirklich leiser. Wenn ich ein Scheppach-gerät nehme, dann ist genau 1db Unterschied.

    Einmal editiert, zuletzt von theLU ()

  • Wenn man sich für ein Notstromaggregat entscheidet, aus welchen Gründen auch immer, sollte es kein billiges Gerät sein. Ich persönlich würde dann auf Honda setzen. Die sind zwar teuer, aber sehr gut von der Qualität. Wenn ich nämlich Geld für etwas investiere, das ich im äußersten Notfall brauche und dann funktioniert es nicht, weil es ein Billigschei* ist, war es das billige Geld auch nicht wert.


    Das ist ja keine Anschaffung, die man leichtfertig macht, zumindest ich nicht.


    Also Bulldozer stell dir die Frage, ob es ein Notstromaggregat sein muss, weil man das als sich Vorbereitender braucht bzw. haben will oder investierst du doch jetzt schon und nicht erst in ein paar Jahren, in deinen Schwedenofen?


    Ich kann dir nur raten, dass du eine solche Kaufentscheidung gründlich abwiegen solltest. Denn so ein Teil benötigt auch Wartung und Pflege und ist kein Produkt der Kategorie "Kaufen - Einlagern - Rausholen wenn benötigt".

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • Ja eine Inselanlage wäre auch eine Möglichkeit. . Oder zumindest eine Anlage die man auf Inselbetrieb stellen kann.
    Aufpassen muss man nur was und bis zu welcher Größe es erlaubt ist.

    Aber mein Grundgedanke war, dass für eine Pumpe bei der Heizung eine Anlage, die für Wohnmobile gedacht ist, reicht. Um 1000-12000€ ist man gut dabei.

    Ein weiterer Vorteil wäre, dass man von der 12 V beziehungsweise 24 V Batterie erneuern Wechselstromwandler an die Pumpe hängen kann. Dadurch braucht man keine großartige Änderung am Haus vornehmen. Lediglich das anbringen eines Steckers bei der Pumpe ist notwendig.

    Nächster Vorteil wäre, die Möglichkeit diese Anlage auch mitzunehmen.

    Des weiteren müsste es leicht möglich sein Kleingeräte wie Tablets oder Telefon zu laden.

    FORTES FELIX SUNT

  • Bulldozer: Ich würde zuerst die zu betreibenden Verbraucher ermitteln und dann erst das Aggregat dazu auswählen.

    Wenn elektronische Geräte (insbesondere Kommunikationsmittel) damit betrieben werden sollen, dann ist ein entsprechendes Aggregat (Inverter oder Synchrongenerator) ohnehin Pflicht.

    Inverter sind halt von Haus aus leiser als normale Aggregate (da sie die Spannung und Frequenz unabhängig von der Motordrehzahl einstellen und daher langsamer laufen können).


    Ich hatte mal den Zipper STE200IV daheim, der war schon nicht schlecht. Habe jetzt aber den Honda EU22i - da liegen noch einmal Welten beim Betriebsgeräusch dazwischen!


    Bezüglich der Lagerung von Diesel musst du halt immer die Dieselpest-Problematik im Auge haben. Also entweder regelmäßig rotieren (alle ca. 3 Monate - ist mEn wahnsinnig anstrengend), oder einen Premium-Diesel ohne FAME (also Fettsäureester vom biologischen Anteil) nehmen. Und - wenn du eine Bezugsquelle hast - idealerweise mit Grotamar 82 konservieren.

    Ob ein Diesel FAME-Anteile hat oder nicht lässt sich leider nur beim Hersteller erfragen. Das sieht man weder an der Zapfsäule, noch am Preis, noch am "Premium"-Label.


    Benzin ist da mMn leichter zu lagern.

    There is no such thing as too much backup!

  • ich habe mal rand00m´s Rat befolgt und einen neuen Thread eröffnet.


    :thumbup:


    Aber geplant habe ich, dass ich in erster Linie die Heizung und den Herd betreiben kann. Wir haben eine Holzzentralheizung, welche nicht viel Energie benötigt. Der Saugmotor am Ofen benötigt laut Prospekt 58 Watt und die Wasserpumpen für die Bodenheizung und das Warmwasser benötigen gemeinsam noch einmal 35 Watt.

    Elektroherd mittels Strom aus Diesel zu betreiben, ist Wirkungsgrad technisch eine schlechte Idee.

    Deine Heizung verbraucht in Summe 100W unter Last. Das ist ja stemmbar. Auch für ein kleineres.


    Dann möchte ich noch gerne ohne Probleme zumindest eines der Kochfelder unseres Induktionskochfelds verwenden können und das große Kochfeld alleine hat eine maximale Heizleistung von 3700 Watt. Wenn ich dann vielleicht sogar noch einen Kühlschrank oder Gefrierschrank betreiben möchte, dann wird nicht mehr viel mehr gehen, wenn ich das richtig durchgerechnet habe.


    Dein gedachtes GÜDE Diesel Aggregat hat am 230V Ausgang:

    14Ax230V=3220Watt

    3300W Nennleistung

    3000W Dauerleistung


    Wenn du jetzt deine Herdplatte dran anstöpselst, dann wirst du wohl oder übel die platte nur auf max 80% aufdrehen können. Da rennt das Aggregat aber schon ziemlich im Volllastbetrieb.

    großer Verbrauch, große Lautstärke.

    Wenn du den Regler, vorrausgesetzt der ist linear und gleichmäßig, auf +81% stellst, dann wird dir dein Aggregat die Schutzschaltung aktivieren und die Last abwerfen.


    Wenn du jetzt aber Drehstrom/400V in dein Hausnetz "korrekt" einspeisen kannst, dann sind das schon nurmehr 4200W Dauerleistung auf allen 3 Phasen im 400V Betrieb. Auf einer Phase dann nurmehr ein Drittel davon. => 1400W für deine Herdplatte, ist nurmehr 37% Leistung bevor dir dein AVR Regler mitteilen wird, dass du asymmetrische Last auf der 400V Dose ziehst und eine Phase schon überlasten wirst.

    Also ich hab keinen Plan wie gut die AVR-Regelung in der Güde klappt, bestenfalls wird sie aber Asynchrone Last erkennen und das unterbinden und die Regelung vor partieller Überlast schützen.


    Ich würde meinen, dieses 150kg Bröckerl ist mit einem Elektroherd potentiell schon am oder eher wahrscheinlich überm limit.


    Zu den Generatoren kann ich dir Rotek - Know How - was gibt es alles zu wissen ... empfehlen, insbesondere der Teil mit

    Grundlagen zum 3-phasen Netz und 1- oder 3-phasiger Generator?



    Meine Koch Alternative 80+8+9+23+42 = 162€



    Bezüglich AVR Regelung vs. Inverter

    AVR = Automatische Spannungsregulierung. Bedeutet der Motor bekommt mehr oder weniger Gas um schneller oder langsamer zu drehen um die Spannung im Synchron Betrieb zu stabilisieren.

    Inverter = das ist quasi ein großer 50Hz Sinus Verstärker, der Motor lädt gleichmäßig über einen Wechselrichter in Kondensatoren und von diesen Kondensatoren wird die 50Hz Sinus Spannung künstlich erzeugt.



    • Das Güde Gerät kann entweder 3PH/4200W oder 1PH/3000W betreiben.
    • Das Gerät hat einen Elektrostart => die Batterie ist extra zu warten, und geladen zu halten und regelmäßig zu erneuern. :thumbdown:Zumindest ein Kickstart/Seilzug Ersatz sollte für den Notfall noch verfügbar sein.
    • 1,5L/Stunde als Verbrauch, bei welcher Last?
    • 14,5 Liter Tankvolumen bei einer Laufzeit von 7,3h => eher 2L/Stunde Verbrauch als Richtwert.


    2. Unterschied zwischen Inverter und AVR

    Invertergeneratoren arbeiten mit variabler Motor- und Generator-Drehzahl. Die dabei erzeugte elektrische Spannung wird mithilfe der modernen Inverter-Technologie in eine saubere Sinus-Kurve geformt, sodass auch die empfindlichsten elektronischen Geräte und Verbraucher angeschlossen werden können. Die handlichen und leichten Inverter-Stromerzeuger sind leise und sparsam und daher besonders beliebt zur mobilen Stromversorgung, z.B. auf dem Boot oder beim Camping.

    Bei der AVR (Automatic Voltage Regulator) handelt es sich ebenfalls um eine Mikroprozessor-gesteuerte Elektronik zur Regelung der Ausgansspannung, welche bei den konventionellen Synchron-Generatoren mit fixer Motor- und Generator-Drehzahl mit einer Leistung von 2 bis 3000 kVA eingesetzt wird. Qualitativ hochwertige Synchrongeneratoren mit AVR sind für Anlaufströme kurzzeitig bis zu 400% überlastfähig und somit sowohl zum Betrieb von empfindlichsten elektronischen Geräten, als auch für schwere elektrische Werkzeuge und Maschinen geeignet.


    Leider ist er kein Inverter. Da hilft die in der Beschreibung erwähnte AVR nicht. Selbst in der Beschreibung steht auf Seite 32 links unten beschrieben, dass es für Elektronische Geräte wie z.B. Computer oder TV-Geräten nicht geeignet ist.


    Lies dich bei dem Thema nochmal ein Bulldozer welches Aggregat du wirklich möchtest.

    Fällt deine Heizungsanlage unter "sensible Elektronik" oder möchtest du eher Induktive Lasten wie eineKreissäge oder einen Holzspalter mit 400V Kraftstrom betreiben?



    Mein zweiter Grund ist, dass ich ein Aggregat haben möchte, welches über mehr als 2,5KW Dauerleistung verfügt, da ich nicht weiß, was ich im Ernstfall wirklich alles auf einmal betreiben muss.

    Mach dir nochmal eine Liste mit den Geräten die du betreiben möchtest. Im Ernstfall brauchst du weniger als du jetzt denkst. Vor allem willst du ja dann auch noch Treibstoff rationieren.


    Bei mir ist das: Tiefkühler und Kühlschrank, Heizung/Gastherme, Licht, aufladen von Akkus, Funkgerät, Garagentor. Was brauchst du wirklich.


    Meine Tiefkühler und meine Kühlschränke haben ein nicht so große Dauerlast, gerade mal wenn dann auch der Kompressor anspringt hab ich eine Lastspitze, da hab ich aber schon den Anlaufstrom gemessen. Ist auch nicht die Menge.


    und der vierte Grund ist, dass es vom Preis/Leistungsverhältnis, zumindest so weit ich das überblickt habe, günstig ist.

    1000-1500€ sind jetzt garnicht mal so wenig.

    die 150kg musst du volumen mäßig verstauen. Gibts einen Stadl wo der drinnen steht?

    die 150kg musst du dann auch in die Garage hieven. Gehts da bergauf oder ist alles flach und asphaltiert? Kannst du das alleine?


    500-1000€ musst du nochmal veranschlagen, damit dir ein Elektriker ordnungsgemäß einen Hausanschluss setzt, damit du per Schalter 1-0-2 auf Notstrom wechseln kannst. Hast du da schon einen Plan wo du das Notstrom dann anstöpseln kannst?



    Einen Schwedenofen habe ich leider noch nicht, der ist leider erst so in 3 bis 4 Jahren geplant.

    Maslowsche Bedürfnishierarchie <= Strom würd ich erst benötigen wenn Ich "Wärme" verfügbar hätte. Eventuell möchtest du den Schwedenofen/Kamin im Wohnzimmer vor das Stromaggregat reihen und früher als Projekt umsetzen. Hat vielleicht auch einen besseren FAF "Frau-Akzeptanz-Faktor".


    Das wiederum erregt Aufsehen, denn wo Licht ist, ist auch Wärme und vermutlich Nahrung. Alles kein Problem in den ersten Tagen, aber nach 1-2 Wochen vielleicht schon.

    Wenns keinen Strom gibt, dann ists zappenduster finster. Dann siehst in der Entfernung schon leute mit kerzen hantieren. Dann ists auch mausestill, bis auf ein wenig Restverkehr. Man kommt mit einer einzigen Kerze dann aber auch gut zurecht zuhause.

    Umso mehr fällt man dann auf, mit einem kleinem Aggregat, und erst recht mit einem großen Diesel.

    Das ist nicht zu unterschätzen.



    Diesel vs. Benzin ist so ein für und wieder.

    Wenn du brav rotierst, dann ist ja alles super. Ansonsten ist Benzin stabiler. Aber Diesel weniger brandgefährlich, und auch einfacher erlaubt zu lagern.

  • Danke sehr für die vielen Antworten!


    So wie es aussieht, muss ich mich da wirklich noch viel länger schlau machen.


    Das mit dem Gewicht beim Aggregat wäre kein Problem. Ich habe eine ebenerdige Garage und hätte das Aggregat zumindest auf eine Palette gestellt und kann dieses mit dem Paletten Hubwagen rangieren.


    Aber alle anderen Dinge muss ich wirklich noch bedenken. Vor allem die Art der Stromabnahme ob einphasig oder mehrphasig und die damit verbundene unterschiedliche Leistungsaufnahme. Ein Kochfeld zu betreiben ist also wirklich nicht sehr ratsam.


    Bei Benzin oder Diesel ist für mich eben die Entscheidung auf ein Diesel Aggregat gefallen, wegen der Brandgefahr und weil ich den Diesel durch aufbrauchen und nachfüllen immer wieder durchgemischt hätte.


    Die Beleuchtung zu Hause hätte ich so gering wir möglich gehalten, jedoch haben wir an all unseren Fenstern Außenrollos, wodurch ich fast ganz verdunkeln kann. Irgendwo leuchtets halt leider immer durch.

    Mors certa, hora incerta.

  • Bulldozer

    Da du in einer kleinen Gemeinschaft wohnhaft bist. Hör dich mal um, was die Anderen so Zuhause haben. Da kennt sicherlich jeder jeden.

    Tipp: Weiber Tratschen gern...8o Da kommt man schnell ins Gespräch, wenn man darauf hinzielt..

    Darum zuerst herumhören, bevor du deine Idee verwirfst, denn so schlecht ist sie nicht.


    Wenn fast jeder so ein Gerät Zuhause hat, musst du dir dann ja keine Sorgen wegen dem Lärm machen.


    Wenn dein Nachbar ein guter Kerl ist und aber (wegen den Kosten) keins hat.. Könntet ihr ja Zusammenspannen und die Kosten teilen..

    Du 1500, er 1500.. Da könntet ihr mit dem Geld ein Mordsding kaufen! So gäbe es auch kein Neid wenn der im Notfall laufen tut.

    Du Tankst mal voll, ich tank mal voll.. Du schaust mal nach dem Rechten, ich schau mal nach dem Rechten.. und alle leben viel sicherer wenn du weisst, was ich meine.

    Die Unterhaltskosten sind viel niedriger als man meint. Ein oder zwei Lt. Oel, Ersatzkerze, ein günstiges Ladegerät (wenn man den noch nicht schon hat). Ein bischen Freizeit für den Unterhaltsservice das war`s.

    Sicher wird da mit den Jahren mal etwas ausgewechselt werden müssen. Meistens sind es die Endtöpfe (Rost) bei günstigen Geräten. Die kosten aber nicht die Welt. Stromerzeuger sind so einfach aufgebaut.. Da muss man kein Genie sein um die in Schuss zu halten.

  • Fluid

    Das hört sich auch nach einem ganz guten Tip an.

    Was wer in unserer Ortschaft beisammen hat, kann ich, zumindest Generatormäßig, jetzt schon ganz gut auflisten. Es gibt nur ein Aggregat bei der Feuerwehr, welches 5 KVA hat und im Einsatz leider immer mit dabei ist. Ansonsten gibts in unserer Ortschaft gar nixe.

    Aber die Idee mit meinem Nachbarn ist auch sehr gut. Vielleicht sogar mit meinen zwei direkten Nachbarn. Die sind beide sehr in Ordnung und ich denke mit denen lässt sich sicher eine gute Lösung finden. ;-)


    Danke!

    Mors certa, hora incerta.

  • mhmm, naja, nachbarn... überleg das nochmal und fang mit was unverfänglichem an, zum beispiel einem gemeinsamen hamster,... X/

    wenn das klappt, dann vielleicht was mit mehr gemeinsamer verantwortung.


    üblicherweise klappt sowas nicht so einfach und es endet in streitereien.