Welche Menge an Brennmaterial lagern?

  • Da ich Holz und Briketts einlagern möchte, stellt sich natürlich die Frage nach der Menge.


    Ich habe einen 10kW Kaminofen.


    Laut dieser Berechnung, sollte ich für eine Heizperiode etwa 3,64 Raummeter Brennstoff einlagern, das sind etwa 1,8 Tonnen.



    Angenommen: Es wird an 7 Tagen in der Woche für je 2 Stunden im Kamin geheizt – und das die gesamte Heizperiode (01. September bis 31. Mai) über. Dann ist der Kamin insgesamt 550 Stunden lang in Betrieb. Bei einem Verbrauch von 3,2 Kilogramm Holz pro Stunde für ein 100 Quadratmeter Raum führt das zu einem Holzverbrauch von 1.760 Kilogramm im gesamten Jahr. Wenn ein Raummeter Buchenholz etwa 484 Kilogramm besitzt, dann benötigt man für die komplette Heizperiode also 3,64 Raummeter Brennstoff. Jetzt ist es ein Leichtes, sich für dieses Beispiel die Kosten auszurechnen. Ein Raummeter Buche kostet im Handel aktuell ca. 118 Euro. Das macht zusammen 429,52 Euro.

    Ist das realistisch?


    Welche Mengen habt ihr eingelagert? Für eine Heizperiode oder für mehrere?

  • für meinen 8kW ofen hab ich heuer 5 RM wieder gekauft. (edit: und das noch vorhandene ältere Reserve holz umgeschlichtet nach oben.)

    Und da sind auch wochen dabei wo wir nicht holz heizen wollen und die gastherme voll übernimmt. oder in der zwischenzeit.


    die 4 RM aus deiner Berechnung würd ich eher nicht übernehmen. oder mein haus ist sehr schlecht isoliert und ich verfeuere zuviel.


    Wir haben so die Regel, wenns draußen über 10°C hat, wird der holzofen nicht angerührt. eher noch unter 7°C. aktuell heizen wir noch garnicht, auch die gastherme ist bis auf 1-2 tage nicht aufgedreht gewesen.


    Bedenke, wo ist das Babyzimmer... willst du dort 23°C oder mehr haben im ersten Jahr? kommt dort die wärme auch hin. Thermik und so im Haus die das verteilt? Bei uns ists im Stock oben eher kühler. und im wohnzimmer wo der ofen steht wohlig warm.


    ist der 10kW ein freistehender oder ein mit schamotten gesetzter gemauerter Kachelofen der in der Stube so platziert ist um vom Gang oder wirtschaftsraum aus geheizt und befeuert zu werden und im WZ, Kü und Stiegenhaus wärme abzugeben? Das wäre halt das optimum.


    Ich hab "nur" einen Haas Sohn - Viking II 168.17 8kW und der macht, wenn man den ordentlich nachlegt das wohnzimmer schon gut warm.

    Check ob du eine Ersatzteil Quelle hast. Schamotte, Rost, etc...

    Der kann auch "Kohle" feuern.


    Am Kamin oben hast du eine Haube? würd ich empfehlen nachzurüsten.

    und unten am Kamin einen Abfluss? Heferl dort hinstellen sollte es mal tropfen oder wasser unten rauskommen.

    Einmal editiert, zuletzt von rand00m ()

  • Wir heizen nur mit Holz, Tag und Nacht knapp 100 m2 Wohnfläche. Dabei haben wir pro Winter 14 bis 16 Steer Holz verbraucht. Wir zahlen 70 Euro pro Steer 33cm geschnittenes und getrocknetes Holz inkl.

    Lieferung. Gemischt Buche und Eiche. Nicht billig aber günstiger als Öl oder Strom.

  • Wir haben heuer bereits die 3. Saison mit einem Kaminofen als Zusatzheizung vor uns.

    Die ersten beiden Jahre haben wir nur zugeheizt zur Gas-Thermenheizung.

    Nach den Erfahrungswerten der letzten Jahre haben wir 2 Tonnen Holz im Keller eingelagert, das sollten ca. 5 Raummeter sein.

    Als Zusatzheizung, für die Gemütlichkeit, brauchen wir pro Saison ca. 800--1000kg.

    Mit den 2 Tonnen sollten wir, im Notfall, über die ganze Heizsaison kommen.

    In Wien, inkl. Zustellung und in den Keller vertragen, zahlen wir dafür € 398.-/Tonne.


    Zusätzlich haben wir, je nach Lagerstand, zwischen 400 - 700kg Braunkohle Briketts (Union) eingelagert.

    Never argue with an idiot, they drag you down to their level and beat you with experience.

    Einmal editiert, zuletzt von georgum ()

  • Man soll nur soviel lagern als man verbrauchen will (plus etwas Reserve, in etwa für 2 Monate mehr) - wenn man soviel hat, dass es auch mal 3 Jahre liegen bleiben könnte, kann man danach genau so gut Zeitungspapier und Eierkartons im Ofen verheizen. Haben dann den gleichen Brennwert.

    Hard times create strong men, strong men create good times.

    Good times create weak men, weak men create hard times.

  • Wie bereits in unserem Artikel erwähnt, besteht tatsächlich die Gefahr einer Überlagerung. Liegt das Holz zu lange, verringert sich der Heizwert. Daher achten Sie darauf, dass Ihr Brennholz nicht länger als 5 Jahre gelagert wird, da es mit jedem weiteren Jahr bis zu 5% an Brennenergie verlieren kann.


    Kann man Brennholz zu lange lagern?

    Die Antwort zu dieser Frage lautet: „Ja!“. Für das Heizen vorgesehenes Holz kann man tatsächlich überlagern. Die natürlichen Abbauprozesse verringern den Heizwert des Holzes. Experten gehen von einer maximalen Lagerzeit von 5 Jahren aus und von 3%, die zu lang gelagertes Holz pro Jahr an Brennenergie verliert.


    Wenn Feuerholz zu lange lagert, besteht zudem das Risiko, dass sich Holzwürmer und andere Schadinsekten einnisten. Nagekäfer verschmähen frisches Holz. Bis sich in geschlagenes Holz abgelegte Eier zu ausgewachsenen Käfern entwickeln, vergehen 3 Jahre und mehr. Wird das Holz vorher verbrannt, erledigt sich dieses Problem ganz von selbst.


    Wenn man echt altes holz heizt, merkt man das meist schon beim einschlichten in den Brennraum, oder beim reintragen in die stube am Gewicht.

    bohrmehl hab ich bei meinem buchenholz auch immer am boden. oder beim umschlichten wird der staub nach 2-3 jahren wieder merkbar mehr, weil das mehl überall rumliegt und rumfliegt.


    So wie Roekker sagt, nicht überdrüber einlagern und 10 jahre nicht verbrauchen.


    Rekord Braunkohle Briketts lagern schon seit jahrtausdenden millionen jahren, da macht 5 jahre mehr oder weniger auch nix aus.

  • Wien: Ca 70m2 auf 2 Etagen, wir verbrauchen 3/4 Palette Briketts. Die aufsteigende Wärme heizt dabei die oberen Räume mit. Tagsüber arbeiten wir, daher wird in der Früh angeheizt und dann bei guter Glut zugedreht. Am Nachmittag wird nochmals die Restglut angefacht und vor dem Schlafengehen auf gute Glut zum Durchheizen geachtet.

    Der Verbrauch wird heuer evaluiert, weil wir jetzt sehr regelmäßig an Wochenenden und im Winterurlaub in Oberösterreich sind. (Da sind dann die Reihenhausnachbarn die "Frostwächter" ;))

    In Oberösterreich verfahren wir mit dem Holz ähnlich, den Verbrauch müssen wir erst feststellen, da der Ofen im Vorjahr erst gegen Weihnachten kam...

    Dort muss er ebenerdig ca. 80m2 schaffen (das Schlafzimmer bleibt ungeheizt)

  • Ben wenn du nur mit Kamin heizt, könnte man vllt auf eine solche Kalkulation vertrauen.


    Wir haben aber noch eine Gasheizung, die wir natürlich trotzdem zusätzlich nutzen. Den Kamin zünden wir für die Gemütlichkeit und weil er schneller heizt als die Fußbodenheizung ;)


    Aber an Kaminholz lagern wir aktuell 2 Raummeter Buche, plus Birke... die haben wir aber auch schon so lange u seltener verfeuert (weil auch im Stapel ganz unten u für die neue Lieferung hab ich mir die Mühe mit dem Umschichten gemacht...) und die ist inzwischen so trocken, dass man sie nur ganz scharf ansehen muss und sie entzündet sich ^^

    Also ich stimme Roekkr3 zu: Holz sollte verbraucht werden u nicht ewig rum liegen.


    ansonsten haben wir auch Kohle-Briketts im Einsatz. Wenn das Feuer im Kamin gut brennt u es Richtung „Bettgeh“ Zeit wird, dann packen wir Briketts rauf, damit die über Nacht das Wohnzimmer schön warmhalten.

    Haben ist besser als brauchen.

  • Ich habe gerade 8rm Buche gekauft. Zusammen mit den noch vorhandenen ca. 3rm hab' ich jetzt mal genug, um die kommenden drei Jahre dazuheizen zu können.

    Müsste ich das Haus alleine heizen, würde es für maxmal zwei Jahre reichen. Allerdings würde ich in einem Szenario, das zwei Jahre andauert, schon in meiner BOL sein. Da liegt auch noch mal Holz für zwei Jahre.

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)

  • Unser Durchschnitt liegt bei 4rm Buche, 1rm Weichholz u 1800l Heizöl

    für 180qm Wohnfläche auf zwei Ebenen.

    Unser Holz liegt meist 3-4 Jahre. Für die Buche zahlen wir ca. 70,--

    LG
    Linda

  • Wir haben ebenfalls Gasheizung und als Alternative bzw. Ergänzung einen Holzofen.


    In der ersten Saison werden wir erstmal zuheizen und sehen welches Brennmaterial sich für uns bewährt.


    Eine Überlagerung sehe ich als weniger problematisch an. 5% Brennwertverlust pro Jahr finde ich jetzt nicht dramatisch. Wobei ich ohnehin nur für 2 Saisonen einlagern will. Die zweite Saison quasi als Notfallreserve für besonders strengen Winter. Die Wahrscheinlichkeit hierfür lasse ich mal außen vor.

  • Ben war es nicht erst diesen Januar / Februar, wo einige Gebiete in Österreich / Bayern durch Schneemassen von der Außenwelt abgeschnitten waren?! Also die Wahrscheinlichkeit ist schon da... zumindest nie auszuschließen.


    Und ich hab ne tolle Bauernregel gehört: Schaltjahr ist Kaltjahr ;)

    Also lieber vorsorgen und „zu viel“ als dann zu wenig und frieren.

    Haben ist besser als brauchen.

  • Wir setzten zum Beispiel nicht wie die meisten von euch auf Holz, Brikets oder Öl.

    Vor 20 Jahren heizten wir noch mit Öl.

    Da es aber Zuhause Platzmässig eng wurde und die Anlage uralt war, haben wir auf Gas umgeschwenkt.

    Seitdem heizen wir ausschliesslich nur mit Gas. An unserer neuen Gastherme ( Sept. 2020 eingebaut ) können wir offiziell sogar Campinggasflaschen anschliessen!

    Da der Gasflaschenverbrauch in einem "Notfall" enorm wäre, würden wir ihn nur für Heisswasser benützen (..Warmduscher ich weiss..). Kann man alles Programmieren.

    Für die Notheizung haben wir uns noch einen Katalyt Gasofen auf Rollen angeschafft. Superding!

    Man muss ja nicht grad jeden Zimmer heizen. Bei Bedarf wird er herumgerollt..

    Gasflaschen für 3 Monate lagern bei uns beim Schuppen. Hinter Gitter! Kein geschlossener Raum!

    Zum Heizen langt uns eine grosse Flasche pro Woche.

    Zum Not-Kochen, 1 grosse Flasche alle 2-3 Monate. Kommt immer darauf an, was und wie viel man kocht.

    Die Gasflaschen sind nicht rigoros als Reserve gedacht. Damit betreiben wir auch noch unser Gasgrill (Wintergriller :)). Im Sommer meinen "Flammenwerfer" gegen Unkraut, :Punwillkommene Gäste:P usw..

    So gibt es immer eine stetige Rotation.

    Ich weiss! Es sind viele Flaschen. Aber wenn man den Raummass ansieht, was Holzkohle oder Holz braucht, ist der Platzaufwand mikrig!

  • In meiner Wohnung hab ich alternativlose Fernwärme. An der BOL heizen wir mit Öl. Dort ist auch immer mindestens eine komplette Heizperiode eingelagert - Morgen kommt wieder die Lieferung für die diesjährige Heizperiode, die die Tanks dann wieder auf 3500l bringt und somit locker 2 sehr starke Winter schafft.


    Zusätzlich haben wir im Heizzsystem auch noch einen Allesbrennerofen, den man mit festen Brennstoffen befeuern kann.


    Warmwasser wird zu einem mittlerweile recht hohen Anteil aus Solar gewonnen.


    Als Stromlose Heizung haben wir im EG auch noch einen großen Kachelofen, der im Winter bei offenen Zimmertüren das ganze Haus auf Temperatur halten kann, sowie eine "Küchenhexe", mit der man auch wunderbar kochen und backen kann.


    Extern am Gründstück haben wir dann noch als Projekt meines Bruders einen selbstgebauten Steinofen, mit dem man nicht nur tolle Pizzen macht, sondern auch wunderbar Brot backen kann. Einmal aufgeheizt, kann man den Ofen gut 2 Tage nutzen, wenn man das mit den jeweiligen Zubereitungsarten (sehr heiss zu Beginn - schmoren und köcheln zum Schluss hin) gut zeitlich abstimmt.


    Für den Allesbrenner und den Kachelofen haben wir an die 4 lfm Holz eingelagert. Der Allesbrenner ist eine Rückfallsebene zur Ölheizung und als das Haus gebaut wurde, war es üblich eine solche Kombination anzuschaffen. Der Kachelofen ist halt der tatsächliche "Notbetrieb", sollte es über länger Zeit keinen Strom geben.


    Holzbeschaffung ist am Land idR kein Problem - unsrer Nachbarin gehören einige Waldgründstücke in Sichtweite.


    Überlegt wird aktuell, die Heizungsanlage auf Geothermie in Verbindung mit Photovoltaik umzustellen. Das Angebot der Gemeinde, einen Fernwärmeanschluss zu bekommen ist an die Bedingung gebunden, sämtliche eigenständigen Heizanlagen komplett abzubauen - das hat uns ein sehr müdes Lächeln gekostet.

    viribus unitis - acta non verba

  • Das Angebot der Gemeinde, einen Fernwärmeanschluss zu bekommen ist an die Bedingung gebunden, sämtliche eigenständigen Heizanlagen komplett abzubauen - das hat uns ein sehr müdes Lächeln gekostet.

    Na das glaube ich dir, der Prepper hat wohl kaum vor, für totale Abhängigkeit auch noch happig zu zahlen... ^^

  • wir wohnen in einer Wohnung mit Wohnungen über und unter uns sowie auf einer Seite
    Da alle Fußbodenheizung verbaut haben und die Dämmung massiv ist mussten wir vergangenen Winter "überhaupt nicht" einheizen
    Fußbodenheizung blieb komplett abgedreht und Holzoen wurde lediglich 4 Mal angefeuert.

    In den Jahren zuvor machten es wir wie oben angeführt erst unter ca 5-7° Außentemperatur und sind mit minimalen Holzmengen ausgekommen.

    Ich habe ca. 2 Festmeter auf Lager womit ich sicher mehr als genug habe da zum Kochen Gas genutzt werden würde.


    In unserer BOL auf 1200m brauchen wir hingegen Unmengen an Holz (freistehendes Gebäude)
    Hier haben wir 10 Festmeter auf Reserve

  • Das kommt auf viele Faktoren an. Wie ist das Haus gebaut und isoliert. Wie kalt oder warm soll es im Haus sein. Wie kalt oder warm ist der Winter.
    am besten mal beginnen zu probieren. Und aus dem eigenen Erfahrungswerten hochrechnen.


    Wir haben letztes Jahr nur zu geheizt. Also eine Grundtemperatur von 18°C über einen Gas-Einzelofen gehalten. Der Winter war eher mild (nicht einmal richtig Schnee) und ich bin auf 1,5 Meter Verbrauch gekommen. Die Jahre davor war der Gasofen aus und die Winter kälter. Warten aber trotzdem nicht mehr als 5 Meter.


    Ich brauch aber im Schlafzimmer keine 25-28° bin mit 15-17° Voll zufrieden.

    FORTES FELIX SUNT

  • Ich heize mein Haus mit Eichenholz, pro Jahr etwa 15 Rm, 220 m2, etwa 22°C im ganzen Haus, der Heizkessel ist schon 38 Jahre in Betrieb.

    Warmwasser heize ich mit Erdgas.

  • Meiner Meinung kommt es beim Brennholzvorrat nicht nur auf die menge bzw. zeit an sondern auch in welcher Form gelagert wird. Ein 5 Jahres Vorrat an Ofenfertigen Scheitern könnte vielleicht schneller altern als die gleiche Menge in Meterlänge und nur grob gekloben. Zumindest meine Erfahrung: frisch aus dem Wald, recht grob in Meterlänge wird meist 3-4 Jahre liegen, dann schneiden und hacken, liegt meist auch noch 1-2 Jahre - keine Probleme bisher. Hauptsächlich Buche und Fichte, Grundqualität schwankend, als Rechtler(*) hat man nicht so die Auswahl.

    Und ja, wenn der Förster des Vertrauens sagt, dieses oder jenes sollte man eher zügig verheizen, kann natürlich ein guter Stapel schon mal ein Jahr länger liegen.


    * Bei uns läuft das so: die alten Häuser haben oft noch ein Holzrecht. Jährlich werden Bäume ausgewiesen, die man dann selber ernten kann. Je nachdem was gerade im Wald anfällt hat man mal 100% Buche oder das was der Borkenkäfer übrig lässt... Wer einen Fuhrpark hat bekommt eher anspruchsvolle Plätze, andere wenn möglich leichter zu erreichende.