Umgekipptes Fahrzeug verlassen und wieder aufrichten

  • Ein sehr sehenswertes Video vom Explorer Magazin zum Thema.



    Wichtig ist es zum Beispiel den Druck vom Gurtschloss zu nehmen, indem man sich wo abstützt, um das Gurtschloss öffnen zu können.

  • Wichtig ist es zum Beispiel den Druck vom Gurtschloss zu nehmen, indem man sich wo abstützt, um das Gurtschloss öffnen zu können.

    Da gabs doch früher diesen Überschlagsimulator vom ÖAMTC 🤔

  • Die einzige nützliche Info, war für mich, das mit dem Gurt.

    Ich würde nie in so einem Gelände mit dem Privatwagen herumfahren. Da gibt es geeignetere Fahrzeuge.

  • Die einzige nützliche Info, war für mich, das mit dem Gurt.

    Ich würde nie in so einem Gelände mit dem Privatwagen herumfahren. Da gibt es geeignetere Fahrzeuge.

    Auch ein Jeep kann mal umkippen. Gut zu wissen wie man sich selbst helfen kann. Ich dachte zum Beispiel nicht, dass es trotz 4 Mann und zweifacher Umlenkung nicht so einfach möglich war, das Auto wieder aufzustellen.


    Bin gespannt auf die nächsten Teile mit Hebekissen und Co.

  • Den gibt es (eventuell) noch und er kommt auch zu deiner Veranstaltung!?

    ÖAMTC Überschlagssimulator

    Sehr interessante Sache dieser Überschlagssimulator. Hab mich mal auf einer Veranstaltung unterhalten. Angeblich gibt es sehr viel Genickbrüche weil sich die Leute falsch abschnallen wenn sie am Dach zum liegen kommen. Es gibt dazu eine spezielle Technik wo man sich mit den Füßen abstützt.

    Wenn man merkt man ist am Holzweg, sollte man dazu stehen, sonst ist man ein Holzkopf...

  • Ich konnte das im EH-Kurs beim Roten Kreuz ausprobieren, in Erdberg gibt es auch einen Simulator. Erfordert aber eine Menge Beweglichkeit, und verletzt sollte man auch nicht sein ...


    Soweit ich mich erinnere, funktioniert das so:

    1. Motor abstellen, kurze Bestandsaufnahme (Verletzungen) und Orientierung
    2. Glasscherben beiseite räumen (da das Auto auf dem Dach liegt, befinden sich diese innen am Dach, wo man gleich durch muss)
    3. Beine anziehen und am Armaturenbrett, besser noch Frontscheibe oder Dachansatz (je nach Beweglichkeit und Größe) abstützen
    4. In den Sitz drücken und Gurtschloss lösen
    5. Mit den Händen am Dach abstützen (ist ja jetzt der Boden) und auf allen Vieren (jetzt richtig herum) aus dem Auto kriechen (wo geht)

    Edit: Dachansatz ist am besten, Frontscheibe könnte man heraustreten oder ist eh schon kaputt.

    Do today what others won't, do tomorrow what others can't

    Einmal editiert, zuletzt von capraibex ()

  • Ein interessantes Video, aber .... wer hat so eine Ausrüstung im Kofferraum?

    Ich bin mir sicher 80 % der Leute wissen nicht was ein HighLift ist und selbst die jenigen die es wissen haben sowas nicht im Auto. Oder ene Umlenkrolle, oder Baumschoner ...

    Ja, wenn man eine Expedition macht, dann schon, aber im Firmengolf? Oder im privaten Ford Galaxy?


    Anmerkung: Ist euch aufgefallen wie der Frontera nach dem aufrichten gequalmt hat? Das liegt daran das ein Motor nur waagerecht zu betreiben ist. Nach einem Umfaller sofort den Motor ausmachen und nachher nicht starten ohne vorher die Glühkerzen entfernt zu haben und einmal leer rauszublasen. Warum? Sonst hat man eventuell Flüssigkeit (Diesel) im Brennraum und jeder weiß das sich Flüssigkeiten nicht kompremieren lassen.


    Persönliche Erfahrung: Wenn das Fahrzeug auf der Beifahrerseite liegt sind für den Beifahrer 2 Gefahren gegeben. Erstens das einen der Fahrer ins Gesicht tritt, bei dem panischen Versuch aus dem Auto zu klettern. Und zweitens das überall Splitter von einer geplatzten Seitenscheibe rumliegen (Sekurit). Die Dinger sind zwar nicht sehr scharf, aber wenn man sich darauf stützt hat man sowas sehr schnell im Handballen drinnen.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Ein interessantes Video, aber .... wer hat so eine Ausrüstung im Kofferraum?

    Ich bin mir sicher 80 % der Leute wissen nicht was ein HighLift ist und selbst die jenigen die es wissen haben sowas nicht im Auto. Oder ene Umlenkrolle, oder Baumschoner ...

    Ja, wenn man eine Expedition macht, dann schon, aber im Firmengolf? Oder im privaten Ford Galaxy?

    Naja mit dem Firmengolf oder mit dem Galaxy fahr ich auch nicht in so ein Gelände ^^ Und ich bin nicht sicher ob ein Golf überhaupt noch fahrtüchtig ist wenn er mal auf der Seite gelegen hat.^^

    Wenn man merkt man ist am Holzweg, sollte man dazu stehen, sonst ist man ein Holzkopf...

  • Naja mit dem Firmengolf oder mit dem Galaxy fahr ich auch nicht in so ein Gelände ^^ Und ich bin nicht sicher ob ein Golf überhaupt noch fahrtüchtig ist wenn er mal auf der Seite gelegen hat.

    Wichtiger Hinweis .... Schliesslich passiert es ja nur im Gelände das ein Auto auf der Seite liegt. Im normalen Strassenverkehr kann sowas ja nicht passieren.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Ein interessantes Video, aber .... wer hat so eine Ausrüstung im Kofferraum?

    Die eine oder andere Bergeausrüstung kommt sicher in meine Autokiste. Zb Umlenkrolle und Spanngurte.


    Interessant finde ich auch die angewandten Techniken. Auf die Idee einen Baumstamm zu verwenden, um den Hebel zu verlängern, wäre ich nicht gekommen.


    Braucht man nur auf Expeditionen? Keineswegs!


    Ich war vor ca. 15 Jahren schon einmal in der misslichen Lage, dass ich des nachts im Winter eine Abkürzung nehmen wollte und mich auf einem gatschigen Waldweg in einer Senke festgefahren hatte. Rechts ging es bergauf in den Wald. Links war ein schneebedecktes Feld und es ging relativ steil bergab.

    Natürlich just zu dem Zeitpunkt in einem Funkloch festgesessen und als Fahranfänger weder Bergeausrüstung noch Ahnung gehabt, was ich tun soll.


    2 Stunden rumgewerkt mit Ästen und Steinen, aber ich kam weder vorne den Hügel hoch, noch hinter mir den Hügel rauf. Ich hatte auch keine Ahnung wie man sich frei schaukelt, oder ähnliches. Ich wollte schon aufgeben und war schon unterwegs zum nächsten Haus, welches ich in ein paar Kilometern Entfernung sah, um zu fragen ob diese vielleicht einen Traktor haben, mit dem sie mich rausziehen könnten.

    Als ich unterhalb des Feldes die Straße entlang lief, kam mir die Idee das Feld runterzufahren.

    Also zurück ins Auto, Lenkeinschlag ganz nach links und Vollgas. Und schon war ich bergab unterwegs. Bremsen war zwecklos.

    Ich habe aufgrund der Schneedecke aber den Straßengraben unterschätzt und mir die Felge des linken Vorderreifens zerstört, als ich mit vollem Karacho dagegen gebrettert bin.


    Reifen gewechselt und ich war mit einer Verspätung von etwa 3 Stunden wieder unterwegs.


    Fazit: Nicht nur Ausrüstung, sondern auch Wissen ist extrem wichtig für die persönliche Vorbereitung.

  • Ich muß sagen ... interessant und da merkt man erst, was in Filmen und TV-Serien für Schwachsinn verbreitet wird, da wär ja ein derartiger Aufwand nie notwendig. Aber ja, wenn ich ein entsprechendes Auto habe, muß ich davon ausgehen, in diesem Terrain auf so eine Situation zu stoßen und dann muß man wissen, was man tut.


    Und zu Ben s letztem Beitrag - Man muß noch eines können: Sein Auto ggf. kaputt machen und sich bei einem um/gekippten Auto keine Gedanken über den "schönen Lack" machen. Raus- bzw. Heimkommen is wichtiger, das andere kann dann eine Werkstatt lösen bzw. man selbst, wenn man das kann.

  • Wichtiger Hinweis .... Schliesslich passiert es ja nur im Gelände das ein Auto auf der Seite liegt. Im normalen Strassenverkehr kann sowas ja nicht passieren.

    Meinst du nicht das es einen Unterschied macht ob das Auto umkippt oder ob man sich überschlägt durch hohe Geschwindigkeit? Ein Auto kippt in der Regel nur im Gelände um (ja ich weiß es gibt Ausnahmen wo Leute Gas und Bremse verwechseln). Im Straßenverkehr bei einem Unfall überschlägt es sich durch hohe Geschwindigkeit, und ob du nach einem Überschlag noch Interesse hast das Auto alleine aufzustellen bezweifle ich. Meist ist da anderes wichtiger bzw. das Auto ohnehin schon ein Totaler (nicht nur im Sinne der Versicherung sondern auch in der Verwendung). Aber gut ...

    Die eine oder andere Bergeausrüstung kommt sicher in meine Autokiste. Zb Umlenkrolle und Spanngurte.

    Was in deinem beschrieben Fall evtl. noch Sinn machen würde wäre sowas:


    Sandblech I oder sowas: Sandblech II

    Ich glaub das eignet sich gut dafür um sich teilweise ein Stück Straße zu "bauen", vor allem im Winter oder bei starkem Matsch.


    Habt ihr eigentlich Scheibenzertrümmerer in ausreichender Anzahl im Auto?

    Ich hab mir da so kleine automatische gekauft: Scheibenzertrümmerer

    Für den Fall das eine Scheibe nicht kaputt ist und man genau nur dort raus kommt hat man da oft kaum eine Chance die mit normalen Mitteln zu öffnen.


    Was sicher auch praktisch ist, ist so ein Hebekissen. Klein vom Platz, preislich überschaubar und schnell wo drunter geschoben und vielseitig einsetzbar. Bergekissen im "Einsatz"

    Wenn man merkt man ist am Holzweg, sollte man dazu stehen, sonst ist man ein Holzkopf...

    5 Mal editiert, zuletzt von derLuki ()

  • Es ist eigentlich vollkommen unerheblich, in welchem Szenario einem sowas mal passieren kann. Kann genauso gut sein, dass man als Helfer zu so einer Notlage kommt.


    Da ist es gut die entsprechende Ausrüstung und das Wissen zu haben, um helfen zu können.


    Die Wahrscheinlichkeit eines Szenarios ist bei uns doch eher wurscht, oder? ;)

  • Es ist eigentlich vollkommen unerheblich, in welchem Szenario einem sowas mal passieren kann. Kann genauso gut sein, dass man als Helfer zu so einer Notlage kommt.


    Da ist es gut die entsprechende Ausrüstung und das Wissen zu haben, um helfen zu können.


    Die Wahrscheinlichkeit eines Szenarios ist bei uns doch eher wurscht, oder? ;)

    Und ich dachte die Wahrscheinlichkeit ist beim Preppen genau das relevante, damit wir uns auf das vorbereiten was am Wahrscheinlichsten eintritt ^^


    Die gezeigten Techniken sind definitiv interessant und sehenswert, weil man sie evtl. auch bei anderen Situationen einsetzen kann. Das man sich im Auto diverse Ausrüstungsgegenstände mitnimmt die über das abgelaufene Verbandspäckchen hinausgehen finde ich auch wichtig, aber das ich ein Auto wieder auf die Räder bekommen muss halte ich eher für unwahrscheinlich und ich hatte schon viele spannende Momente im/mit dem Auto bzw. im Straßenverkehr :)


    Da halte ich es für wahrscheinlicher, dass ich im Schnee oder Matsch hängen bleibe und Technik brauche (Sandbleche, Gurte etc.), ein Auto gegen Absturz sichern muss (selber schon erlebt) oder vielleicht ein Fahrzeug irgendwie leicht anheben muss um eine Person darunter raus zubekommen. Aber Überschlag wäre mir persönlich eher egal, aber das bitte nicht wertend nehmen - Ist nur meine Meinung - jeder setzt sein Prioritäten beim Preppen wo er glaubt das er in diese Lage kommt, wir sind ja auch in unterschiedlichen Bereichen und Gegenden unterwegs :)

    Mich hat der Thread jedenfalls zum nachdenken gebracht was im Auto noch alles nachgerüstet werden sollte.

    Wenn man merkt man ist am Holzweg, sollte man dazu stehen, sonst ist man ein Holzkopf...