Vor- und Nachteile: Haus in Alleinlage

  • mehrere hundert Meter gut einsehen - hier kommt niemand ungesehen an, wenn man entsprechende "Wache" einteilt.

    Kann mir kaum vorstellen, dass jemand 365 Tage im Jahr 24h Wache hält gegen Einbrecher. Also ich kenne die finanzielle Situation von Ben jetzt nicht aber ich glaube mal er bezahlt keinen Sicherheitsdienst dafür ^^^^

  • Was Du noch abklären könntest: Grundwasserbelastung durch Nitrat ( falls viel Landwirtschaft in der Nähe), Überschwemmungsgefahr, Erdbebenhäufigkeit, Exposition für Blitzschlag, Windsituation, Sonneneinstrahlung (bzw. Klima, Wetterextreme - wie warm/kalt/feucht wird es, benötigte Heizenergie), Einflugschneise für Flugzeuge, Geruchsbelästigung durch lw. Betriebe (Schweine- oder Hühnerfarm in Windrichtung)? Militärisch interessant (Bewegungslinien; Ziele in der Nähe; was geschah dort z.B. im 2. WK), Fluchtrouten in der Nähe?


    Ansonsten kannst Du (ggf. mit Familie) mal eine typische Woche oder ein typisches Jahr durchspielen: welche Wege, Arbeiten etc. fallen an? Sport- und Freizeitmöglichkeiten? Entfernung für Einsatzkräfte, Handwerker (Zufahrt für Lkw/Maschinen möglich)? Wie weit zum Einkaufen (Baummarkt, Lagerhaus)? Stromversorgung über Freileitung bzw. ist diese gefährdet? LTE-Versorgung? Und wie geht's Dir persönlich damit (wenn der Tag zu Ende geht oder das Wetter richtig mies ist, kann's ganz schön einsam werden)?


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    Edit: Zugänglich für Post- und Lieferdienste?

    Edit 2: Bauland ist für Bürgermeister und Grundeigentümer big business, stell sicher, dass Du nicht demnächst eine Appartement-Anlage vor der Tür hast ...

    Einmal editiert, zuletzt von capraibex ()

  • Ob das ein Vor- oder Nachteil weis ich jetzt nicht:

    Wenn du nicht vor hast Nutztiere zu-zu-tun, würde ich darauf schauen, das ein Bauer von der Umgebung ein paar mal im Jahr mit seinem Traktor mähen kommt. Dafür darf er das Mähgut behalten.

    10000 Quadratmeter von Hand mit dem Rasenmäher.. Da weisst du anschliessend was du getan hast.;)


    Vorteile:

    -Wenn man nicht ein Weltenbummler ist, an Strategischen Stellen versteckte Bewegungsmelder montieren, Fenster im Erdgeschoss vergittern und gut ist.

    -Man kann nackt herumrennen / Sonne geniessen / den Baum anpissen und niemand interessiert es.

    -Scheibentraining mit einem Luftgewehr, 22-er Partikelbeschleuniger (Auflagen beachten), Armbrust, Pfeil und Bogen usw. würde da auch niemand hören /stören.

    -Laute Musik/Partys bis zum Morgengrauen, auch kein Problem.


    Nachteil:

    -Wenn es hart auf hart kommt, musst du nicht auf schnelle Hilfe hoffen.

    -Im Winter wird man als letzter bedient oder 1-2 Stunden früher aufstehen und selber Räumen.


    Es ist nicht "Jedermanns Sache" abgelegen zu Wohnen.

    Man muss Improvisationstalent besitzen und handwerklich begabt sein. Das ist eine Grundvoraussetzung. Dann klappt es schon.

    .. Ich persönlich, finde es toll!

  • Also viele Inputs die ich jetzt so mitgelesen habe gelten für beide Varianten die Ben gegenüberstellt hat.

    Ich für meinen Teil ziehe es vor in der Nähe von Nachbarn zu wohnen. Klar, es ist nicht immer alles nur positiv, aber ich konnte schon oft auf eine helfende Hand aus der Nachbarschaft zuzrückgreifen und wenn einmal ein Ei zu wenig für den Kuchen da ist, muss ich nicht 2km fahren, sondern nur 50m gehen...

    Vorteile von Alleinlage wurden etliche - durchaus interessante - aufgezählt, wenn man diese Vorteile aber Tag für Tag hat, merkt man oft, dass es eher belastend ist...

    Ben: wünsche dir alles Gute bei deiner Entscheidung!

  • Mir ist noch eingefallen, dass du neben dem Blick ins Grundbuch auch ins Wasserbuch schauen solltest. Das Wasserbuch ist zwar wenig bekannt, hat aber auch seine Tücken. So ist es Freunden von uns passiert, dass sie keine Garage bauen durften. Sie haben sich ein Reihenhaus gekauft und nach Vertragsabschluss erfahren, dass sie keine Garage bauen dürfen, sondern lediglich ein Carport und dieses muss "abbaubar" sein. Auf ihrem Grundstück verläuft nämlich eine Wasserleitung bzw. befindet sich dort ein wichtiger Anschluss. Wenn es nun zu einem Problem kommen sollte, müssen sie ihr Carport abbauen und der jeweiligen Baufirma Zutritt zum Grundstück gewähren.

    Das habe ich bis dahin auch nicht gewusst, sie auch nicht.

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • https://christianzeilinger.at/…8-Christian-Zeilinger.pdf

    https://www.wko.at/service/wir…gvo-bildverarbeitung.html


    Im Prinzip gilt: Ich darf meinen privaten Bereich (auch ohne Kennzeichnung) überwachen, sofern die Betroffenen eingewilligt haben. Öffentliche Flächen dürfen nicht bzw. nur minimal mit erfasst werden.

    Wenn ich jetzt ein eingefriedetes Grundstück habe, muss ein Dritter wissen, dass er es nicht ohne weiteres betreten darf. Tut er es doch, handelt er widerrechtlich.

    Wobei eine Einfriedung zwar a) mehr ist als ein bloßer Draht o.ä. (also schon ein echter, durchgehender Zaun o.ä.), aber b) auch nicht unbedingt abgeschlossen (im Sinne von: Tür und Tor verriegelt) sein. Ein geschlossenes aber unversperrtes Tor inkl. umlaufendem Zaun (mit einer gewissen Mindesthöhe) wäre also eine geeignete Einfriedung.


    So zumindest habe ich es in Erinnerung.

    Hab' das Urteil aber aktuell nicht mehr gefunden. Kann auch sein, dass die Rechtslage mittlerweile (z.B. seit DSGVO) anders ist.


    Also bitte nicht auf die o.a. Ausführungen, sondern den Anwalt eures Vertrauens setzen!!!

    There is no such thing as too much backup!

  • ich persönlich finde 2 km Abstand für mich zu viel. Ich mag gerne ein gewisses Backup von Nachbarn... das sprichwörtliche Ei auszuborgen wurde schon angesprochen. Aber es geht auch um Sozialkontakte, sich austauschen zu können schnell und unkompliziert ob es wohl Regen geben wird oder dass Bauer xy vorhat, morgen ein Schwein zu schlachten oder was er gegen Schnecken macht usw.


    Vorteil ist natürlich, dass Grenzstreitigkeiten unwahrscheinlich werden, weil echt egal ist, ob jemand 1 m über meinen Grund kommt, solange eh alles im Grundbuch steht. Und für ein Servitut muss man lange wegsehen...


    Vorteil ist auch, dass man viel Platz hat von wegen Selbstversorgung. Nachteilig, dass man das auch bearbeiten muss.


    Vorteil... wenn es finanziell eng wird, kann man ein Stück verkaufen.


    Nachteil, Anschlusskosten für alles, was noch nicht da ist bis hin zur Erhaltung ist teuer.


    Nachteil auch, wenn du älter wirst und nicht mehr so kannst, wird es wohl eher Altersheim, wenn du keine Verwandten hast, die es und dich übernehmen wollen

  • Wie findet man das heraus?

    Z. B. Blick auf die Landkarte (Straßenkarte): Autobahnen, Bahnverbindungen, Flugplätze, Nord-Süd oder West-Ost-Verbindungen, Pässe, große Städte, Brücken, Hafenanlagen, Industriegebiete, Kraftwerke/große Umspannwerke und so. Auch Geländehindernisse (Flüsse, Wälder, Hügel/Berge), die sich gut zur Verteidigung eignen (obzwar das für unsere "Cyberarmee" demnächst nicht mehr relevant sein wird :rolleyes:).


    Ob und wie man das jetzt bewertet, ist natürlich sehr individuell, und es braucht Kompromisse. Aber es hilft schon, solche Szenarien zu überlegen. Im kalten Krieg etwa waren die wahrscheinlichen Angriffsrouten und Verteidigungszonen in Ö gut bekannt. Kann mich noch an eine Übung im Raum Alland erinnern (Verteidigung der Wienerwald-Eingänge). Da wird aus dem Domizil im Grünen ganz schnell eine Kampfzone, und Flucht ist die einzige Option.

  • Mir sind da grad noch div. Hochspannungsleitungen in der direkten Umgebung und ev. illegale Mülldeponien eingefallen. Hochwasser etc. hatten wir ja schon.

    Think positive, stay negative! :)

    Einmal editiert, zuletzt von Imperatrix () aus folgendem Grund: Rechtschreibfehler ausgebessert.

  • Kann mir kaum vorstellen, dass jemand 365 Tage im Jahr 24h Wache hält gegen Einbrecher. Also ich kenne die finanzielle Situation von Ben jetzt nicht aber ich glaube mal er bezahlt keinen Sicherheitsdienst dafür ^^^^

    Damit ist auch eher die "Wache" in einer der wenigen Situationen gedacht, für die wir uns hier mitunter vorbereiten und nicht der 08/15 Alltag :rolleyes: - Dass Unruhen mittlerweile quasi aus Gründen entstehen, die wir teilweise nicht einmal nachvollziehen können, habe ich das durchaus auf der Uhr.

    viribus unitis - acta non verba

  • Damit ist auch eher die "Wache" in einer der wenigen Situationen gedacht, für die wir uns hier mitunter vorbereiten und nicht der 08/15 Alltag :rolleyes: - Dass Unruhen mittlerweile quasi aus Gründen entstehen, die wir teilweise nicht einmal nachvollziehen können, habe ich das durchaus auf der Uhr.

    Ich glaube aber das in einem so abgelegenen Gebiet Unruhen weniger das Problem sind als Einbrecher die alltäglich sind :rolleyes:

  • Aus eigener Erfahrung, als "halbwegs in Alleinlage": es gibt nichts schöneres, aber du musst auch mehr Zeit, Mühe und Geld investieren um alles rund laufen zu lassen. Meine nächsten Nachbarn sind einige hundert Meter weg, einsam und alleine ist es deswegen dennoch nicht. Eher das Gegenteil ist wahr, wenn mal größere Projekte anstehen oder Probleme gelöst werden müssen - sind die Leute schneller parat und bereit ihre Zeit und Hilfe bereitzustellen.

    So passt mir das gut, eine Alleinlage bei der die Nachbarn erst am Horizont zu sehen sind - das wär nix für uns. Alleine schon für die Kinder nicht, da sie doch recht isoliert sind - und das tut kein Kind gut.

    Um es in den Worten von Johann Cruijff kurz zu fassen: "Jeder Nachteil hat seinen Vorteil".

    Hard times create strong men, strong men create good times.

    Good times create weak men, weak men create hard times.

  • Was mir noch eingefallen ist, wie sieht die Umgebung bezügl. Brandgefahr aus. Ist da viel trockener Wald? Löschteich wurde zwar schon genannt, aber wenn der Wald brennt würde ich schauen das ich Meter mache, und da ist dann die Frage mit der einzigen Zufahrtsstraße, kommst du da noch raus?

  • Ich habe früher etwas abgelegen in einem Haus gewohnt. Ehrlich gesagt, war es für mich eher beunruhigend und teilweise auch beängstigend, trotz 40 Kilo Hund mit ausgeprägten Beschützerinstinkt......


    Einer der größten Nachteile war z.B. Spielkameraden der Kinder waren weiter weg, also nicht so schnell mal auf eine Stunde zu XY, nee musste alles geplant werden. Und als die Kinder größer waren, habe ich mich nicht getraut sie alleine zu lassen, weil es einfach gedauert hätte bis jemand Vertrauter da wäre....


    Bei kleinen Kindern ist es weniger ein Problem, da man sie sowieso immer im Auge haben sollte. Aber wenn sie größer werden, haben sie auch andere Ansprüche z.B. Schwimmkurs, Sportverein, Musikschule oder mit Klassenkameraden Hausübungen machen. Bei 2 Kindern muss das erstmal alles organisiert werden, umso praktischer fand ich es, wenn meine dann einiges gefahrlos mit Fahrrad oder Scooter erreichen konnten.

  • Ben

    Wie schaut’s denn jetzt aus mit dem Haus. Ist es wieder zur Miete oder Eigentum & vor allem:

    Gibt es deiner-/eurerseits schon eine Entscheidung?

    Lg

    12er_scout

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • Ben

    Wie schaut’s denn jetzt aus mit dem Haus. Ist es wieder zur Miete oder Eigentum & vor allem:

    Gibt es deiner-/eurerseits schon eine Entscheidung?

    Lg

    12er_scout

    Die Entscheidung ist noch offen, wir tendieren aber eher dagegen. Hauptgrund sind unsere Kinder.


    Mir selbst würde Alleinlage sehr gut gefallen, aber mit Kindern ist es eher ein Nachteil, wie schon mehrfach hier ausgeführt wurde.


    Außerdem hat das Objekt auch andere Aspekte die mir nicht so zusagen, wie die unpraktische Raumaufteilung.

  • Ben. So eine Entscheidung will gut überlegt sein. Kinder werden so schnell erwachsen.

    Sobald sie Fahrradfahren lernen, schwupp! Die können sie sich schneller und besser organisieren als einem es lieb ist.

    Ich erinnere mich an unsere Fahrradclique.. Töffliclique.. Autoclique.. und weg sind wir gewesen.. (Wir waren mal alle jung 8o)

    " .. Eltern? Was ist das? Ach! Du meinst DIE, die immer Motzen tun, wenn man zu spät Nachhause kommt .."


    DAS muss man bei solchen Überlegungen auch mit einfliessen lassen.

    Entscheidungen.. Macht das, was euer Bauchgefühl sagt und nicht was andere sagen. Schaut nicht zurück! Denn genau da, könnte sich sehr viel Neid dahinter verstecken!

    Gruss!