Teile von Wien und Niederösterreich ohne Strom

  • Gefühlt fallen mir Stromausfälle auch immer mehr auf.

    Vor allem zu Zeiten wo es nicht an Umwelteinflüsse wie starker Schneefall oder so liegt, sondern wo es eher ein Fehler oder Gebrechen in der Infrastruktur ist.

  • Es geht mir auch so! Wundert mich aber nicht, da jeder zweite schon ein Klimageräte hat und in jeden zweiten Garten ein Pool mit Pumpe steht. Alles Stromfresser welche das System immer mehr belasten.

    "Das größte Risiko im Leben ist es darauf zu warten und sich darauf zu verlassen, dass andere für deine Sicherheit sorgen werden."


    Denis Waitley

  • Es geht mir auch so! Wundert mich aber nicht, da jeder zweite schon ein Klimageräte hat und in jeden zweiten Garten ein Pool mit Pumpe steht. Alles Stromfresser welche das System immer mehr belasten.

    auf der anderen Seite gibt es aber auch Einsparungen z.B: bei der Beleuchtung durch LED-Technik oder effizienteren Kühlschränken (die ja früher richtig Strom gezogen haben) das gleicht dann Klimageräte und Poolpumpen aus.


    Ich sehe da eher Elektroautos als große Belastung für das Stromnetz.


    Die Statistik sagt jedoch was anderes zu den Ausfällen: https://oesterreichsenergie.at…s-und-stoerstatistik.html

    Eher im sinken, gefühlt hätte ich das Gegenteil gesagt.

  • Ich sehe da eher Elektroautos als große Belastung für das Stromnetz.

    Ja das stimmt - die Batterie-Autos habe ich ganz vergessen ^^



    ...das gleicht dann Klimageräte und Poolpumpen aus.


    Ich kenne einige Hausbesitzer die haben mittlerweile 2 - 3 Klimageräte an der Fassade stehen - für jeden Stock eines!!! Die Pools werden auch immer größer sowie deren Pumpen. Das ist halt was ich in letzter Zeit vermehrt beobachte. Aber es ist richtig das diese Geräte im Verbrauch stark gesunken sind.

    "Das größte Risiko im Leben ist es darauf zu warten und sich darauf zu verlassen, dass andere für deine Sicherheit sorgen werden."


    Denis Waitley

  • Klar Klimaanlagen saugen auch viel überhaupt keine Frage, vor allem wenn man pro Etage dann noch eine hat.


    Poolpumpe kannst du vernachlässigen. Für einen Pool mit bis zu 60m² (und das ist schon ein wirklich ordentlicher Pool) hat die Pumpe eine Leistung von ca. 0,69 kW und die läuft nicht durch.


    Da sind Wärmepumpen größere Stromverbraucher. Wenn es nicht gerade ein Niedrigenergiehaus ist brauchen die schon richtig Saft.

  • auf der anderen Seite gibt es aber auch Einsparungen z.B: bei der Beleuchtung durch LED-Technik oder effizienteren Kühlschränken (die ja früher richtig Strom gezogen haben) das gleicht dann Klimageräte und Poolpumpen aus.

    Beleuchtung hat schon früher nur eine untergeordnete Rolle gespielt (etwa 1% des Stromverbrauchs zu Vor-LED-Zeiten).

    Früher hatt man vll. ein paar Glühbirnen brennen (=unterer dreistelliger Wattbereich). Eine Klimaanlage hingegen haut da mit einer typischen Leistung von 2,5kW bis 3,5kW schon anders rein. So gesehen "kompensiert" eine Klimaanlage etwa 10 komplett auf LED-Beleuchtung umgestellte Haushalte!

    Die Zeiten von stromfressenden Kühlschränken war ja schon ca. 10 Jahren weitgehend vorbei.

    Klimageräte arbeiten, wenn es sehr heiß ist. Dann müsste es aber auch mehr Solarenergie geben oder?

    Wenn der Strom nicht da erzeugt wird, wo die Verbraucher stehen, ist immer noch das Netz als Nadelöhr dazwischen.

    Und da hinkt der Ausbau regionsweise tlw. stark hinterher...

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)

  • Klimageräte arbeiten, wenn es sehr heiß ist. Dann müsste es aber auch mehr Solarenergie geben oder?


    Österreich bezieht aber den grössten Teil seiner Energie aus Wasserkraft (60,5% Stand 2018)

    "Die Demokratie ist nicht die beste Regierungsform, sie ist nur als einziges übriggeblieben!"

  • Klimageräte arbeiten, wenn es sehr heiß ist. Dann müsste es aber auch mehr Solarenergie geben oder?

    Nein leider nicht.

    Je heißer es ist, umso geringer ist die Ausbeute aus der Photovoltaik.

    Optimale Temperatur liegt, meines Wissens, so bei ca. 23-25° C.

    Never argue with an idiot, they drag you down to their level and beat you with experience.

  • Beleuchtung hat schon früher nur eine untergeordnete Rolle gespielt (etwa 1% des Stromverbrauchs zu Vor-LED-Zeiten).

    Früher hatt man vll. ein paar Glühbirnen brennen (=unterer dreistelliger Wattbereich). Eine Klimaanlage hingegen haut da mit einer typischen Leistung von 2,5kW bis 3,5kW schon anders rein. So gesehen "kompensiert" eine Klimaanlage etwa 10 komplett auf LED-Beleuchtung umgestellte Haushalte!

    Die Zeiten von stromfressenden Kühlschränken war ja schon ca. 10 Jahren weitgehend vorbei.

    Also meine Recherche hat ergeben, dass im privaten Bereich die Beleuchtung bis zu 9% ausmacht. Im GHD Sektor bis zu 40% des Stromverbrauchs, also so ganz vernachlässigbar ist das nicht, aber es gibt sicherlich größere Verbraucher.


    Worauf beziehst du dich damit: "Die Zeiten von stromfressenden Kühlschränken war ja schon ca. 10 Jahren weitgehend vorbei."?

    Neugeräte sind sicher schon seit längerem effizient. Aber wie viel alte Kühlschränke sind noch eingebaut? Gerade die Tiefkühltruhe im Keller ist gerne mal ein älteres Modell.


    Klimaanlagen ziehen natürlich Strom, aber wie viel sind wirklich verbaut? Klar die Extrembeispiele mit einer Klima je Etage gibt es, aber das ist nicht die Masse. Ich glaube der Großteil der Häuser hat keine Klimaanlage, Licht haben sie aber meist schon :)

    Einkaufshäuser sind natürlich in Sachen Klimaanlage ein anderes Thema, allerdings auch in Sachen Beleuchtung.


    Betrachtet man eine Wärmepumpe ist man auch gerne mal bei 14kW und wenn die Temperatur sinkt, wird mit Heizstab geheizt und der verbratet den Strom richtig. Das ist dann schon ein ordentlicher Verbraucher. Die Anzahl an WP ist im privaten Bereich sicher höher als jene der Klimaanlagen.


    Stromtankstellen haben meist 11 oder 22 kW gehen aber bis 350kW hinauf. Der Tesla-Supercharger hat z.B. 135kW.



    Klimageräte arbeiten, wenn es sehr heiß ist. Dann müsste es aber auch mehr Solarenergie geben oder?

    Der Wirkungsgrad von PV-Anlagen wird durch hohe Temperaturen oft negativ beeinflusst. D.h. die arbeiten im Hochsommer gar nicht so gut wie man oft glaubt.

    Zum anderen, wird der Strom nicht am Dach erzeugt unter dem er verbraucht wird hast du wieder das Leitungsnetz dazwischen.



    Österreich bezieht aber den grössten Teil seiner Energie aus Wasserkraft (60,5% Stand 2018)

    Wobei weniger die Erzeugung das Problem ist, sondern der Transport der Energie. Warum drängt man so auf die 380kV Leitung?

  • Nein leider nicht.

    Je heißer es ist, umso geringer ist die Ausbeute aus der Photovoltaik.

    Optimale Temperatur liegt, meines Wissens, so bei ca. 23-25° C.

    ja in März/April sind die besten Monate. Sonnenhochstand und Kühl, noch besser wenn der Wind geht.

  • Sagt mal, ist da eigentlich zu viel Stromverbrauch der Auslöser für eine technische Störung ?

    Kann doch alles möglich sein - oder?

    Es kommt immer anders, wenn man denkt!

  • Sagt mal, ist da eigentlich zu viel Stromverbrauch der Auslöser für eine technische Störung ?

    Kann doch alles möglich sein - oder?

    Ja, das ist durchaus möglich. Einerseits durch eine dauerhafte Überlast mancher Systeme (am Weg der Stromverteilung) kann Überhitzung entstehen die zu Abschaltungen oder technischen Gebrechen führt. Andererseits können durch spontane Spitzenlasten manche Regelsystem zu langsam reagieren und die Netzfrequenz würde zu weit absinken was auch zu Abkopplungen führt.


    Oder ganz simpel ... Durch zu große Hitze ist irgendwo ein Isolator kaputt gegangen und es hat einen Kurzschluss gegeben.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Sagt mal, ist da eigentlich zu viel Stromverbrauch der Auslöser für eine technische Störung ?

    Kann doch alles möglich sein - oder?

    Natürlich ist ein hoher Stromverbrauch nicht ein alleiniger Auslöser.


    Es können Schäden durch Bauarbeiten oder Blitzeinschläge natürlich auch sein, oder der Ausfall einer Kraftwerksturbine/Generator (dadurch muss der Strom durch andere abgedeckt werden, kann kurzfristig zu Schwierigkeiten kommen)


    Die Überlast des Stromnetzes ist aber schon ein Problem. Überlastschäden können dadurch entstehen dass über längere Zeit viel gezogen wird, oder dass durch abruptes ziehen von Strom eine starke Schwankung entsteht.


    Für die Zukunft ist der hohe Stromverbrauch schon ein Problem, weil das Netz (Leitungen, Trafostationen, etc.) nicht immer dafür ausgelegt ist.

  • Der Anteil am privaten Stromverbrauch ist irrelevant. Wichtig ist der Anteil am gesamten Strommarkt.


    Bezüglich der Kühlgeräte: Das Energiesparlabel wurde in/von der EU 1998 eingeführt. Auch wenn dann noch nicht jedes Gerät sofort gegen ein A+++-Gerät getauscht wurde, hat da doch eine Abwärtsspirale beim Verbrauch eingesetzt. Und bereits damals war das durchschnittliche Kühlgerät bereits wesentlich effizienter als in den 1970-er und 1980-er-Jahren.

    Der Anteil von echten Stromfressern am gesamten Kühlgerätebestand dürfte also überschaubar sein.


    Bei den Klimaanlagen ist es so, dass mittlerweile im Sommer mehr Strom für die Kühlung draufgeht als im Winter für die Heizung (100.000e Wärmepumpen und Nachtspeicher inklusive). Alleine in Wien gehen an heißen Tagen täglich bis zu 2 GWh für die Klimatisierung drauf.


    Das mit den Wärmepumpen stimmt teilweise. Heizstäbe haben nur Luftwärmepumpen neueren Datums (früher war das verboten; Ich weiß aber nicht mehr genau, wann das erlaubt wurde). Flächenkollektoren, Sole-Wasser-WP und Wasser-Wasser-WP brauchen das nicht und haben das daher auch nicht. Allerdings sinkt die Arbeitszahl etwas ab (je nach Modell und Vorlauftemperatur bis auf 1: 2 oder in seltenen Fällen sogar noch darunter).

    Ich hab' z.B. auch eine Wärmepumpe mit 14kW Leistung, mit der ich ein 150m²-Haus beheize. Allerdings brauche ich diese Leistung de facto nie. 14kW würde ich bei -20°C oder tiefer benötigen (und wenn ich den Kachelofen nicht heizen würde).

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)

  • Das klingt sehr interessant. Woher beziehst du dazu die Infos?

    Was meinst du konkret mit "Anteil am gesamten Strommarkt"?


    Ich glaube das bei einer Luftwärmepumpe ab -20 °C immer ein Heistab zugeschalten werden muss, da sie da keine Wirkung mehr haben, somit wundert mich das es früher verboten gewesen sein soll.

  • Früher war bei Luft-WP zwingend eine zweite Heizmöglichkeit (Holzofen, ...) vorgeschrieben. Dafür war die Heizpatrone verboten. Zumindest 2000, als ich gebaut habe.


    Mit dem "gesamten Strommarkt" meine ich exakt das: Vom Haushalt über Landwirtschaft, KMU bis hin zur Großindustrie (Stahl- und Papierindustrie, Alu-Verarbeitung udgl.).


    Alleine die Voest verbraucht so viel Strom wie der Rest von Oberösterreich.

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)

  • Früher war bei Luft-WP zwingend eine zweite Heizmöglichkeit (Holzofen, ...) vorgeschrieben. Dafür war die Heizpatrone verboten. Zumindest 2000, als ich gebaut habe.


    Mit dem "gesamten Strommarkt" meine ich exakt das: Vom Haushalt über Landwirtschaft, KMU bis hin zur Großindustrie (Stahl- und Papierindustrie, Alu-Verarbeitung udgl.).


    Alleine die Voest verbraucht so viel Strom wie der Rest von Oberösterreich.

    Ja ok eine Voest etc. ist natürlich schon eine andere Größe und wenn die den Hochofen ein oder ausschalten wird wahrscheinlich ein eigener Kundenbetreuer anrufen und fragen was los ist +gg+


    Aber ich glaube der private Bereich ist nicht zu unterschätzen mit WP, E-Auto etc.


    In welchem Bundesland war das mit der zweiten Heizmöglichkeit? Ich glaub das sowas ja auch Ländersache ist oder?