Krawalle in den USA/FR/DE - welche Erkenntnis zieht ihr für euch daraus?

  • Nachdem ich nun seit Beginn der Geschehnisse in den USA mit den ganzen Krawallen, Plünderungen und der teils erschreckenden Intensität der Gewalt dort mit Freunden in Kontakt stehe:


    Zieht der eine oder andere für sich persönlich Lehren bezüglich seiner persönlichen Planungen?


    Welche Gedanken gehen euch da so durch den Kopf? Wie würdet ihr euch verhalten, wenn so etwas hier bzw. in eurer Nähe passieren würde?


    Gedanken, Meinungen dazu? Vor allem da es scheinbar auch in Frankreich (Dijon) oder Deutschland (Stuttgart) zu änlichen Vorfällen kommt.


    Ich möchte hier keine politischen Diskussionen starten! Bitte sachlich bleiben sonst wird der Thread gleich wieder geschlossen.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Ich füge eine Frage hinzu:


    Ist jemand von euch direkt betroffen?

    Also ich meine, hat jemand von euch schon materiellen Scahden in Kauf nehmen müssen? (Geschäft, Auto...)

    Es kommt immer anders, wenn man denkt!

  • Nun, da unser Plan A sowieso das "einbunkern" in den 4 Wänden ist, Plan A ändert sich aber bald durch unseren Hauskauf, würde ich genau das tun.

    In solchen Situationen würden wahrscheinlich noch 2-3 gute Freunde bei uns antanzen und wir würden uns "gemütliche" Tage und Abende machen und die Wohnung (das Haus) nicht mehr verlassen.

    Dann noch Türen verschließen, Alarmanlage an, und abwarten was passiert.

    Never argue with an idiot, they drag you down to their level and beat you with experience.

    Einmal editiert, zuletzt von Ben () aus folgendem Grund: Verstoß gegen Forenregeln entfernt.

  • Meine Meinung dazu ist, das es sehr schnell und unerwartet zu Tumulten und Ausschreitungen mit Plünderungen kommen kann, deren Auslöser sehr unterschiedlich, nicht planbar und schwer vorhersehbar sein können. Daraus ergibt sich das solche Vorfälle schnell in der eigenen Umgebung passieren können und nicht nur in Innenstädten oder so passieren.


    Für mich bedeutet dass, dass die reine Bevorratung von Lebensmitteln und anderen Artikeln sehr schnell sinnlos sein kann wenn ich sie nicht schützen kann. Daher hat der Objektschutz für mich eine noch wichtigere Rolle bekommen.

  • Also ich war eigentlich immer der Meinung, dass ich unsere Urlaubsziele so auswähle, dass wir - kurz gesagt - sicher sind.

    Wie ich jetzt die Bilder (und Filme) aus Dijon gesehen habe, blieb mir der Mund offen =O. Letztes Jahr vor Ort, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass sich in dem verschlafenen Städtchen solche Szenen abspielen können. Ich denke die Entwicklungen sowohl in Dijon als auch in Stuttgart wären für einen (selbst für einen aufmerksamen, vorsichtigen) Besucher kaum zu erkennen gewesen. Für Einwohner möglicherweise. Was ich damit auch sagen will ist, dass man sich nicht immer in die eigene, schützende Burg zurückziehen kann (=> Prepper nicht zu Hause). Dieser Situation habe ich bisher sicher zu wenig Augenmerk geschenkt. Unser GHB weiter auszubauen habe ich jetzt nicht vor, aber bei der Reiseplanung werde ich z.B. bei der Quartiersuche die Möglichkeit von Randalen mit berücksichtigen.

    Für zuhause würde ich jetzt meinen, ergeben sich für mich keine Änderungen - Augen offen halten und Menschenansammlungen meiden gilt ja immer. Dass es s. z. vor der eigenen Haustür im eigenen Ort passiert - puhhh schwer vorstellbar für unser kleines Nest :/

  • Mit Gewalt gegen Gewalt demonstrieren: damit ist schon alles gesagt.


    Habe viele Freunde in den USA, wohnen alle auch ländlich - dadurch sind sie auch nur indirekt betroffen. Einer hatte mir ein Video von ein Sheriff geschickt, dass da kursiert. Der legte Randalierer nahe, solche Handlungen in seiner Stadt besser zu unterlassen da die Mehrheit der Haushalte über (mehrere) Feuerwaffen verfüge und diese auch zu ihrer Sicherheit sowie die Sicherheit von Hab und Gut einsetzen dürfen 🤣🤣🤣


    'murica 😁👍


    Die Chance, das sowas in Österreich passiert halte ich für sehr gering, am Land so gut wie ausgeschlossen.


    Aber sag niemals nie, nur "wer schaden will mir oder die meinen, soll gut achten auf sich und die seinen".

    Hard times create strong men, strong men create good times.

    Good times create weak men, weak men create hard times.

  • siehe GelbWesten Proteste in Dijon

    Gelbwesten Protest habe ich erlebt, war recht amüsant. Sie haben die Mautschranken auf der Autobahn geöffnet und alle ohne Zahlen passieren lassen...

    Was ich meine ist, nicht jeder Protest (oder Bericht darüber) lässt auf Strassenschlachten schließen.

  • Da wir am Land bzw. im näheren Umkreis einer größeren Stadt, also quasi im Speckgürtel wohnen, halte ich solche Proteste bei uns für ausgeschlossen. In der nächstgelegenen Stadt könnte das natürlich auch passieren, denn "sag niemals nie".

    Da ich derlei "Protesten" eher negativ/ablehnend gegenüberstehe, würde ich rasch Land gewinnen, wenn ich zufällig da reinkomme.

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • nein, nicht direkt betroffen. Wieder ein Punkt das ich froh bin in der Pampa zu wohnen.

    Und wenn ich das noch nicht täte, es mir wohl noch mehr überlegen würde.


    Ich sehe da schon ein größeres Risiko in allen größeren Städten auf uns zu kommen.

  • Grundsätzlich halte ich das Recht auf Demonstration und Protest für ein wichtiges Regulativ in einer Demokratie und lege Wert auf die Feststellung, dass zwischen Protest und Krawall/Plünderung zu unterscheiden ist.

    Es stimmt aber natürlich, dass auch der friedlichste Protestmarsch entgleiten kann, das geht ganz rasch!

    Mir persönlich sind sämtliche Massenveranstaltungen unangenehm, wenn ich irgend kann, halte ich mich fern.

    Auf einer Busreise bin ich im Vorjahr in einen "Gelbwestenprotest" geraten und habe ihn ähnlich wie hans_mayer erlebt:

    Protestierende, aber lachende und fröhlich wirkende Menschen...

    Ballungszentren sind immer schon gefährdet gewesen, von Randalierern für ihre Zwecke benützt zu werden. Lebt man dort und kommt nicht rechtzeitig weg, bleibt nur verbarrikadieren und hoffen, dass die Horde schnell weiterzieht.

    Wochentags wohnen und arbeiten wir am Stadtrand, bis sich Krawalle hierher ausgeweitet haben, sollte (hoffentlich) Zeit genug sein, die Stadt notfalls zu verlassen!

  • Da zählt auch das alte "Sprichwort":

    Bei einem Unfall wichtiger als Geistesgegenwart ist die körperliche Abwesenheit.


    Aber das kann sich nicht jede(r) so aussuchen.

    Zum Avatar wäre nur zu sagen - lang ist's her

  • Auch ich bin froh eher etwas weiter drausen zu wohnen.


    Solche "Proteste" sind meiner Meinung nach eher ein urbanes Problem. Auch weil sich, wie in Stuttgart, sehr schnell,

    sehr viele versammeln können. Im Moment mache ich mir "noch" keine Sorgen das sowas bei uns passiert.


    Aber es pflanzt doch den Hintergedanken das man doch auch den Punkt "umherziehende Marodeure" auf der Liste der

    Katastrophen von ganz unten auch zumindest unteres Drittel hebt.


    Ich hatte bisher das Glück nur in friedliche Proteste zu geraten. Meist auf der Heimfahrt durch die Stadt wurde mir nur Zeit entwendet.

    Und ich bin ehrlich gesagt nicht so scharf drauf mal zu erleben wenn sowas ausartet. Daher habe ich mir angewöhnt das wenn in der Stadt

    protestiert wird, das ich eben nicht durch die Stadt fahre sondern einen Umweg um die Stadt mache. Dauert länger ist aber sicherer.

    Besser haben und nicht brauchen, als brauchen und nicht haben.

  • Als "mitten in der Stadt"-Wohnender hab ab und an Proteste (letztens ein Trupp Radfahrer, der halt kurzfristig den Verkehr aufgehalten hat), ich schau aber wenn ich von denen rechtzeitig erfahre, daß ich meine Route (meist heim, weil um 7 in der Früh schlafen sie noch - ausser wenn Situationen eskalieren aber soweit sind wir ja glücklicherweise noch nicht) entsprechend ändere, damit ich eben diese Menschenmenge verhindere.


    In Ermangelung einer BOL würd ich, wenn die Situation entsprechend wird, mich ebenfalls einigeln und hoffen, daß sich das Ganze beruhigt, solangs halt dauert und hoffe dann, daß mein Arbeitgeber vernünftig genug ist (was ich bezweifle, es soll aber noch Wunder geben in der Welt), uns daheim zu lassen.

  • Kann mich noch an die Bilder von Hamburg erinnern (2, 3 Jahre her?) als da die Stadt kurz und klein gemacht wurde.

    Ich frage mich in so ein Moment wirklich: warum muss die Polizei da noch de-eskalierend wirken wenn Autos und Läden von hart arbeitenden Leute zerstört und/oder abgefackelt werden? Wen oder was schützt man gegen wen? Schon mal abgefragt warum keine Unis zerstört oder in Brand gesetzt werden? Oder Regierungsgebäuden (abgesehen von Polizeistationen)?

    Auf den Moment wo man gewaltsam protestiert und Unschuldigen/Unbeteiligten Schäden zufügt nur um selbst eine Bühne - für welche Gesinnung/Überzeugung auch immer - zu kreieren, muss man sowas im Keim ersticken. Und mit allen legalen Mitteln die zur Verfügung stehen.
    Die verstehen nicht, dass sie damit nur den normalen Bürger schaden oder gar ruinieren. Und das der dann irgendwann kein Verständnis mehr für solche "Situationen" hat - das dürfte dann auch der Dummste aus deren Reihen irgendwann verstehen.

    Man muss als Polizist oder Soldat echt extrem starke Nerven haben, da vorne stehen zu müssen. Und haben meinen vollsten Respekt!

    Das war auch, zwar indirekt, einer der vielen Gründe aus einer Großstadt wegzuziehen. Die Vorteile die eine Stadt im Alltag bietet kann nicht einmal ansatzweise gegen den Nachteilen aufwiegen wenn es dann mal echt schief geht.

    Hard times create strong men, strong men create good times.

    Good times create weak men, weak men create hard times.

  • Und das der dann irgendwann kein Verständnis mehr für solche "Situationen" hat - das dürfte dann auch der Dummste aus deren Reihen irgendwann verstehen.

    und weiter? der normale Bürger wird nicht so randalieren, also ist er harmloser als die gewaltbereiten Randalierer und man kann ihn links liegen lassen.

  • Nein, der normale Bürger wird nicht so randalieren - aber wird es sich vermutlich auch nicht mehr gefallen lassen das sein Auto oder sein Geschäft zerstört wird.

    Friedliche Demonstranten haben da nichts zu fürchten, diese Randalierer sollen sich aber auch mit den Gedanken anfreunden dass sie sich damit gewaltig ins Knie schießen.

    Hard times create strong men, strong men create good times.

    Good times create weak men, weak men create hard times.

  • Nein, der normale Bürger wird nicht so randalieren - aber wird es sich vermutlich auch nicht mehr gefallen lassen das sein Auto oder sein Geschäft zerstört wird.

    Friedliche Demonstranten haben da nichts zu fürchten, diese Randalierer sollen sich aber auch mit den Gedanken anfreunden dass sie sich damit gewaltig ins Knie schießen.

    Ja aber was haben die Krawallmacher zu fürchten?

    Meine Vermutung ist ja das bei solchen Demonstrationen Leute dabei sind, die nicht für ein Thema einstehen, sondern einfach nur Krawall machen wollen und sich nicht für andere einsetzen. Und was will man solchen Leuten nehmen, außer die Freiheit und sie einsperren?


    Im Grunde wird das Demonstrationsrecht, das uns allen heilig ist, missbraucht und darauf sollte eine entsprechende Strafe stehen.


    Demonstration und Krawall sind zwei unterschiedliche Dinge, laufen aber teilweise unter dem selben und werden toleriert.

  • Ich lebe zum Glück so ländlich (quasi am Rand des Speckgürtels), dass ich mit solchen Randalen nicht zu rechnen brauche.

    Klar: Eine "normale" Sachbeschädigung kann immer mal auftreten (betrunkene Nachtschwärmer, die von einer Party heimkehren und ggf. noch ein wenig aufgekratzt sind, kommen schon mal vor).

    Allerdings hat sich das bei uns bisher auf lädierte Begrenzungspfähle oder einmal eine eingeschlagene Scheibe bei einer Bushaltestelle beschränkt. Sollte mal ein Haufen von angeheiterten Halbstarken auf Kollisionskurs mit meinen Gartenmöbeln befinden, hätte ich da was dagegen (in mehrfacher Hinsicht).

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)