Meinen Vorrat planen

  • Ich mache jetzt einen eigenen Thread zu dem Thema Vorrat planen, wie Übersicht behalten und Ausgewogenheit sicherstellen.


    ja die eigenen Vorlieben. Darum kollidierste ja mit vielen fertigen Listen.

    Getrocknete Linsen z.B........da bring ich alle zum davon laufen. Bohnen...... werden sie höchstens noch schneller.

    Lagere ich also was ein, dann muß ich davon ausgehen, ich kann die nicht rotieren, sondern höchstens kurz vor Ablauf verschenken,

    oder gleich wegwerfen. Andererseits ist das eben auch ein guter Eiweisspender (wenn ich mich richtig entsinne)

    Eigentlich nicht das was ich mir so vorstelle mit dem wegwerfen.

    Ähnlich haddere ich momentan noch mit mir, ob ich mir Ei- und Milchpulver einlagere.

    Zur Ergänzung für längere Zeit gäbe es als Alternative nur Hühner und ne Kuh.


    Ich habe mir jetzt eine Tabelle gemacht in dem ich die empfohlene BBK Menge auf Tag und Person ausgerechnet habe = Grundwert.

    https://www.ernaehrungsvorsorg…vorrat/vorratskalkulator/

    Einfach nur 1 Person und 1 Tag eingegeben. Mir geht es dabei das es ausgeglichen ist von der Nährwertmenge.


    Bei Bohnen heißt es 57g im Tagesschnitt.

    Daneben steht wie viele Dosen mit welchen Inhalt ich zuhause habe. Gerechnet mit dem Abtropfgewicht.

    Z.B. Bohnen. ich habe 10 Dosen = 4,55 kg - macht 79 Rationen.

    Hier sehe ich also wo ich noch ein Defizit habe. Damit die Lebensmittel/Nährstoffe ausgeglichen sind, ohne das ich noch mehr rumrechnen muß.

    Dann habe ich z.B. alles an den empfohlenen Gemüsen zusammengefasst - macht einen Schnitt von 402g pro Person und Tag.

    Das Gesamtgewicht 47,745 kg an eingelagerten Gemüse durch die 402g macht 118, Tagesrationen.

    Ich habe aber auch Sachen eingelagert die dort nicht aufgeführt sind, aber in die Sparte passen/gehören.

    Z.B. Artischocken. Da es keine Empfehlung gibt, habe ich hier keinen Mindestbestand.

    Habe aber die Gesamtmenge an anderen Gemüsekonserven seperat zusammengerechnet und durch die 402g Gemüse am Tag geteilt.

    Gibt nochmals knapp 60 Tagesrationen. Kann ich davon ausgehen das ich im Gesamten ca 180 Tagesrationen habe.

    bei 6 Personen reicht das für 30 Tage.


    Kaufe ich etwas, kann ich es ergänzen, und bekomme unten sofort die neuen Werte angezeigt.


    Lebensmittel.JPG


    das mag nun nicht perfekt sein. Mir gibt es aber bisschen mehr Überblick.

    Ich habe das mit der gesamten BBK Liste gemacht.


    Beim Fleisch wird ersichtlich welche Lücken ich noch habe. Aber auch Sachen die wir so garnicht essen.

    Dafür habe ich hier nicht berücksichtigt was an Fleisch in der Gefriertruhe vorhanden ist und was sich so noch in der Speisekammer befindet.

    Das findet aber in der BBK Liste auch keinerlei Erwähnung - sicher wegen Stromausfall.


    Lebensmittel1.JPG


    Das BBK gibt 1,115 kg pro Person und Tag an Lebensmittel vor. Plus 1 Ei und Wasser.

    Nehme ich nun alles an Gewicht durch die 1,115 kg - hab ich ne grobe Übersicht. (momentan noch etwas einseitig, Kohlenhydratlastig)

    Alle BBK Lebensmittel und sehr ähnliches komme ich auf 515 kg die ich bereits eingelagert habe. Ohne Getränke, Fertigmahlzeiten, Eier und Gewürzen.

    Durch die 1,115 kg pro Person wären dies 462 Tagesrationen. Auf 5,5 Personen (1 Kind) gäbe dies pxDaumen 84 Tage.


    Gleichzeitig weiß ich nicht wo ich noch meine Komplettmahlzeiten eintragen soll.

    Oder auch sowas wie Brühe, Tütensuppen, so Kram wie Milchreis. fertige Nudelsosse.


    Denke daran dafür eine eigenen Sparte zu machen und pxDaumen abzuschätzen wie viel ich jeweils bräuchte wenn ich sonst nichts hätte.

    Also 1 Kartoffelsuppendose mit Würstchen = 800g. 1/2 Tagesration.

    Nudelsuppe 1/2 Tagesration. Ähnlich bei Milchreis oder so Sachen.


    Nudelsosse als Nudelergänzung nicht anrechnen. Oder zu dem Gemüse hinzu nehmen ? Wie rechnet ihr das ?

    Marmelade und Honig habe ich jetzt mal zu Obst gepackt. Oder sollte ich das außen vor lassen.


    Nun ja, da hab ich noch einiges zu tun.


    Tschüssi nachtvogel

  • Vorschlag: ergänze deine Tabelle noch (eigenes Sheet) mit einer MHD Angabe jeder einzelne Konserve/Packung. Auf der 1. Seite kommt nur 1 Feld mit dem meist aktuellen MHD. Und dieses Feld bleibt bis zu 30 Tage zum MHD grün, von 29 Tage bis zum MHD orange und ab MHD rot hinterlegt.


    Ich habe dass auch am extra Sheet auf alle Felder angewendet.


    Für Konserven habe ich mir ein Art "Zigarettenautomaten" gebaut. Die Dosen werden oben eingeführt und unten entnommen, damit der nächste gleich nachrutscht.


    Habe mich hier inspirieren lassen, und weil man die MHDs nicht mehr an den Dosen ablesen kann, habe ich das Excel erstellt (und schreibe nebenbei auch noch old-school mit Bleistift - falls der Strom mal weg ist/Computer unerwartet den Geist gibt)


    https://famadiy.com/platzsparendes-diy-dosenregal


    Tante Edit sagt: in der Tabelle habe ich im 2. Sheet auch Kcal, EW, KH und Fett Angaben reingeschrieben damit ich den Tagesbedarf errechnen kann ohne Dosen oder Packungen aus den Regalen holen zu müssen.

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    Einmal editiert, zuletzt von Roekkr3 ()

  • Hallo roekkr3,


    danke für deine Anregungen.

    ein Sheet wo ich alle Lebensmittel nach Lagerort notiert habe, ist auch vorhanden.

    Dort hatte ich vor Jahren schon angefangen mit MHD zu notieren. Hab es aber wieder aufgegeben, weil es mir zuviel Aufwand wurde.

    Habe es nicht mehr bei allen da stehen, oft nur bei großen Posten.

    Ich rotiere ja mehr oder weniger täglich. Kaufe wöchentlich nach, kommt hinten rein, ich komm da mit der schreiberei gar nicht nach.

    Also bei jeden Teil das zu notieren, oder beim wegnehmen zu streichen. Ich geh das aber regelmäßig durch.

    Mindestens 1x im jahr, eher 2-3x wo ich alles kontrolliere und das was ich übersehe habe, wird in die Speis befördert.


    Dein Dosenlager ist klasse. Ich habe auch schon welche gesehen das so kleine Stapelboxen zum rotieren sind.

    die Dosen habe ich in meiner alten Küche, da passt mir sowas nicht rein und draussen hab ich auch keinen Platz mehr.

    Irgendwie ist alles voll hier. Platzprobleme......


    Zumindest habe ich jetzt mehr Übersicht was die Rationen betrifft.

    Darf aber noch viel rumbasteln.


    Tschüssi nachtvogel

  • Trockenbohnen und -Linsen halten wirklich lange. Viel länger als das MHD. Also ich gehe von mehreren Jahren aus.


    Es hängt immer davon ab, wofür du vorsorgst. In einem Stromausfall hilft das Fleisch aus der Tiefkühltruhe nicht mehr, dann kommt es schnell zu gewissen Mängeln. Eier helfen, weil die auch ohne Kühlung recht lange halten. Und eben Hülsenfrüchte.


    Ich denke, wenn Not am Mann ist, werden selbst die, die sonst laufen, über Eiweiß dankbar sein.


    Deshalb hab ich das Zeug vorrätig, auch wenn wir es eigentlich nicht essen. Ich hoffe, wir müssen es auch nie essen. Aber wenn doch, hab ich für Ausgewogenheit gesorgt auch wenn es nicht schmeckt

  • Hallo Tinah,


    Danke für den Input.

    Für was sorge ich vor.......vorerst würde ich sagen, für eine längere Krise. Nicht Endzeitprepper, doch länger wie für 14 Tage.

    Tja, ich denke ich werde zwar die Gefriertruhe voll behalten, kalkuliere das aber hier nicht ein.


    ja ich lese es auch immer wieder und es ist ja vor allem der Eiweißgehalt wo Linsen und Bohnen so wertvoll macht.

    Bei Linsen weiß ich das die ewig halten, bei Bohnen hab ich schon gelesen das die nach einigen Jahren nicht mehr "weichkochbar" werden.!?

    Gingen noch als Saatgut, aber nicht mehr zum essen. Was da nun stimmt.......... keine Ahnung. Da hab ich mich noch nicht soooooo genau damit befasst.

    Dann vielleicht erstmal Linsen weiter ins Auge fassen.


    Andererseits muß ich ja auch erst zusehen das ich bei den "normalen" Lebensmitteln auf einen längeren/höheren Bestand komme.

    Mein Faktor ist da grob erklärt:

    Wir essen im Schnitt pro Woche z.B. 1x Dosenfisch (zwischendrin gerne mal mein Mann, oder direkt zur Brotzeit)

    Dosenfisch hält im Schnitt ab Kaufdatum ca 2 Jahre. 1x Fisch pro Woche mal 2 Jahre Lagerfähigkeit ergibt 104 Dosenfisch

    die wir im Schnitt essen bevor so einer ablaufen würde.

    Bei einem Bestand von 104 Stück müßte ich also nichts entsorgen müssen, da ich ja rotiere.

    Ziel 104 Dosenfisch einlagern. (so bei allen uns gängigen Lebensmitteln kalkuliert)


    Man sieht es ja schon am Dosenfisch Beispiel, das sind ganz schöne Mengen.

    Was mir auch nun gerade auffällt, beim BBK Rechner sind Trockenlinsen oder Bohnen garnicht erwähnt.

    Dafür viel Fisch und Fleischkonserven. 65g Fleisch und 25g Fisch am Tag pro Person aus Konserven.

    Da ist noch viel Luft nach oben bei mir........ also erstmal hier weiter aufstocken.


    Tschüssi nachtvogel

  • naja man muss ja jetzt auch nicht überall an die Obergrenze gehen, finde ich. Aber auf jeden Fall ist deine Rechnung gut geeignet, um eine Maximalmenge festzulegen.


    Es ist immer eine Entscheidung... Platz gegenüber Vorräten, wohin stecke ich mein Geld, in Dosenfisch odereinen Hühnerstall oder Abzahlung von Raten fürs Haus oder eine Lebensversicherung usw.

    Und man wird immer einen Mix haben. Wo der liegt, hängt halt von den eigenen Wünschen und auch von den Gegebenheiten

  • Ich habe unser Vorratssystem vor ein paar Jahren umgestellt.

    Ich bin mit den hier üblichen Vorratsrechnern langfristig nicht glücklich geworden.

    Da bei uns immer mal wieder jemand nicht zum Essen kommt (Arbeit dauert länger,....),

    gewisse Personen keine Nudeln/Leguminosen/Tomaten essen,

    und grad im Sommer das verkocht wird was der Garten hergibt, sind diese Systeme für uns nicht tauglich gewesen.


    Also haben wir unseren Vorratsplan umgestellt.

    Anstatt auszurechnen wie viel wir an Nudeln,... bunkern fürs Jahr,

    sind wir umgestiegen auf eine Rezeptbox mit unseren Lieblingsrezepten.


    Jetzt haben wir 24 (21+3) Hauptmalzeiten, 8 Frühstück/Abendessen, 12 Kuchen/Snacks.

    Diese multipliziert mit den Personen im Haushalt (4) und mit der gewünschten Tagesanzahlt (1Jahr),

    ergibt was bei uns im Vorrat zu sein hat.


    Damit kann der Speiseplan sehr schnell geändert, beliebig an die Saison angepasst werden,

    und wenn eine Person weniger/mehr ist, ist das auch egal.

    Trotzdem wird alles definitiv nach spätestens 1 1/2 Jahren durch rotiert.


    Hat sich in den letzten 2 Jahren (und auch bei Corona) gut bewährt.


    Wenn ihr nach diesem System googeln oder youtuben wollt sucht nach Wendy DeWitt / Everything unter the sun (LDS Church)

  • Das ist immer so ein Spagat.

    Abzahlungen laufen, relativ hoch. Festes Sparen läuft auch fix.

    Freies Sparen etwas "sparsam" (wie das doch passt) weil ich eben Abzahlung und festes Sparen recht hoch fahre.

    Zum groß mehr sparen bleibt zu wenig, für Extra abzahlungen auch.

    Gleichzeitig vom Geld kannste auch nicht runterbeißen, also lieber immer wieder etwas nach kaufen, oder aufstocken.

    Vorallem solange ich in dem Bereich bin, der verbraucht werden kann.


    heute war ich einkaufen, habe mal wieder einige Konserven dazu gepackt.

    ich schau nun halt auch, wo gehen die angegebenen Tagesrationen recht auseinander.

    Nudeln hab ich sehr viel, weil erst die Tage ganz günstige Ital. Nudeln gesteigert habe.
    Mehl da ich in 25kg Säcken kaufe. Also Kohlenhydrate hab ich sehr viel.

    Dafür fehlt es an anderer Stelle, da stocke ich nun nach und nach etwas auf.

    Naja, 10 Dosen Tunfisch mit Gemüse, 8x Fisch in tomatensosse, 2 Brathering und noch ein paar Ananas, Karotten......machen in meiner Liste

    nun Gesamt 2 Tage mehr Essen aus. Für 5,5 Personen brauchste halt auch ne Menge.

    Gesamt 92 Tage........ aber halt einseitig.

  • Ich habe unser Vorratssystem vor ein paar Jahren umgestellt.

    Ich bin mit den hier üblichen Vorratsrechnern langfristig nicht glücklich geworden.

    Da bei uns immer mal wieder jemand nicht zum Essen kommt (Arbeit dauert länger,....),

    gewisse Personen keine Nudeln/Leguminosen/Tomaten essen,

    und grad im Sommer das verkocht wird was der Garten hergibt, sind diese Systeme für uns nicht tauglich gewesen.

    Danke Linda,

    da sagst du was.

    ähnlich ist es bei uns ja auch.


    Ich bin noch dazu jemand der kocht nach was ihn ist, was gerade noch im Kühlschrank ist, was weg muß, oder wer überhaupt zuhause ist.

    Also nix mit Plan wie manch andere haben. Dann die Vorschlägen für den Vorrat.......äh ja.

    Es bringt ja auch nix Haufen Zeugs einzulagern das keiner essen mag.


    Für kurzfristig gibt die Speisekammer, der Kühlschrank oder auch die Gefriertruhe vieles noch her. 14 Tage mindestens. Fleisch einiges länger.

    Von den Kühlsystemen will ich aber nicht abhängig sein. Längerfristig also ohne Kühlung.


    Ein Problem ist da eher das meine Männer alle gerne Fleisch essen.

    Da kollidiere ich mit der Haltbarkeit, da bin ich nämlich am einfrieren. Einfrieren ist aber nicht das was ich will.

    Bleiben Fleischkonserven. Zur Zeit noch gekaufte, weil ich mich an z.B. selbst eingemachtes Gulasch noch nicht so rantraue

    und ja das ist z.B. etwas - Gulasch - was meine Männer wieder nicht gerne mögen.

    Wiener Schnitzel und Schweinebraten einmachen ist jetzt aber auch nicht das was machbar ist. "Grumpf".

    Auf das komme ich aber wenn ich nach den Lieblingsessen gehe.

    Echt, da kriegst du die Krise.


    Andererseits essen meine Männer auch Konserven. Die sind das auch gewohnt durch die Schichtarbeit.

    Oder weil sie das nicht mögen was es gibt, dann wird halt ne Dose aufgemacht, Rührei gekocht, oder ne Nudelsuppe.


    Bisher habe ich vorallem Grundnahrung eingelagert gehabt. Durch das BBK Beispiel sehe ich aber das mir da einiges

    an Nährwerten fehlt. Also anpassen nach unseren Bedürfnissen und Nährwert passt trotzdem noch.

    Da werd ich wohl noch ne Weile rumfriemeln, oder vielleicht auch doch noch mal einen ganz anderen Ansatz machen.

    Mal sehen wie es aussieht wenn ich mal nach den Lieblingsessen gehe............ Ist zumindest eine ganz neuer Gedanke für mich jetzt.

    Obwohl, ich bisher ja eigentlich auch nur das einlagere wo ich weiß das es gegessen wird.

    Zumindest gibt mir das System jetzt schon bisschen mehr Übersicht.


    Tschüssi nachtvogel

  • Ja, das waren auch meine Probleme/Gedanken.

    Deswegen bin ich damals aufs Pressure Canning gekommen.

    Damit war dann das Problem Gefrierschrank / Strom,... zumindest zum Teil erledigt.


    Aber sowas wie Schnitzel geht leider auch da nicht.

    (Schweinsbraten u Tafelspitz aber schon :) genauso wie Ragut, Geschnetzeltes und Faschiertes/Rinder Hack)


    Gulasch - da stehen 3 Dosen Felix in der Speiß :) - Die kann sich Papa sich auch ohne Kochen 'kochen'.

  • Ihr übersieht etwas...


    Ihr werdet in einer Krise keine Sonntags-Rindsbraten oder "Wünsch-dir-Was"-Menüs kochen. Zu einem muss man eventuell sparsam mit Energie (Kochgas, Strom) und Vorräte (Rationierung um so lange wie möglich durchhalten zu können) umgehen. Zum anderen fehlt einen dann auch die Zeit lange in der Küche zu stehen, weil man für andere Dinge gebraucht wird.


    Und denk mal daran, wie schnell wird man "Besuch" bekommen, wenn dann auch die Letzten schon seit Wochen auf kaltem Ravioli und trockenea Brot lebt - es bei euch aber riecht (und wenn man Hunger leidet, riecht man Essen seeeeeehr weit) wie bei Oma am Sonntag.


    Und noch was, wenn Not am Mann ist - gibt es kein "das mag ich nicht", bevorzugt multipliziert mit mehreren Personen. So kann man keine Lamgzeit-Vorratshaltung machen. Da wird Essen auf die Essenz und grundlegende Priorität der Nahrungsmittel Zufuhr reduziert: lebenswichtige Kalorien, Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate aufzunehmen um weiterhin funktionieren zu können.


    Esst mal eine Woche nicht (is körperlich gesehen absolut kein Problem) - und stellt dann mal fest wie sehr sich Geruchssinn entwickelt und wie gut Essen schmeckt dass man gar nicht (so) mag. Ihr werdet erstaunt sein, wie der Körper adaptiert.


    Eine lang anhaltende Notsituation ist kein Samstagabend wo es statt Paprika Chips nur gesalzene Chips gibt - da geht es um echte Probleme, ums Überleben.

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    2 Mal editiert, zuletzt von Roekkr3 ()

  • Und denk mal daran, wie schnell wird man "Besuch" bekommen, wenn dann auch die Letzten schon seit Wochen auf kaltem Ravioli und trockenea Brot lebt - es bei euch aber riecht (und wenn man Hunger leidet, riecht man Essen seeeeeehr weit) wie bei Oma am Sonntag.

    Da gibt es Abhilfe. Ich hab ein Siemens Dampfabzug mit Aktivkohlefilter. Da riecht man nix.

    Die Filter sind teuer. Im ersten Moment hab ich beim Küchenbauer gedacht, dass ich mich verhört hätte..

    Normalerweise hab ich die "Normalen" drin. Aber 3 Sets von diesen Aktivkohlefilter hab ich mir gegönnt. 2 Sind jetzt "Eingemottet".

  • Und wieviele Leute haben sowas? 😉

    Und wenn der Strom mal weg ist und du ihn selbst erzeugen musst - wirst ihn hoffentlich nicht an eine Dunstabzugshaube verschwenden um Gerüche zu neutralisieren. Aber wenn man sich so ein Luxus dann weiterhin erlauben kann 👍


    Die anderen Punkte bleiben damit auch unbeeinflusst.

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  • Hallo Roekkr3,


    Danke für deine Aspekte. Das bringt wieder einen ganz anderen Blickwinkel nach vorne.

    Ich denke da trennt sich auch klar der 14 Tage Prepper vom Endzeitprepper.


    Da bin ich dann wieder bei dem Punkt, für 14 Tage vielleicht auch 4 Wochen...... so eine "Krise" wie Corona

    wo man womöglich nur Lebensmittelengpässe hat, nicht raus mag wegen Ansteckung......die Welt im groben aber noch funktioniert.

    Die Sozialsysteme noch funktionieren. Da greift ja eh meine Speisekammer und die Gefriertruhe noch.


    Warum auch immer......... Virus unbremsbar, Krieg, Banken-Wirtschaftscrash...... egal was es auslöst....

    Wenn das Stromnetz crasht, es immer weniger zu kaufen gibt bis hin zu nix mehr, die Jobs weg sind, Geld weg ist, nix mehr wert.

    6 Monate ins Land gehen lassen, bricht in dem Zeitraum auch alles zusammen was für uns noch normal ist.

    Da bin ich froh wenn ich noch Gas habe um Wasser warm zu machen. Wenn ich für alle noch was zum futtern habe.

    je mehr Zeit also vergeht desto unwichtiger wird Geschmack, Luxus, sondern es geht nur noch darum alle Nährstoffe zu bekommen.


    Auch das mit dem nicht mögen, ich hab meinen "ich mag keinen Fisch" schon gesagt -

    wenn du die Auswahl zwischen Brennnesselsuppe, Würmern/Maden oder ne Dose Tunfisch hast........ wird der Hunger auch den Fisch "runtertreiben".

    ich bin nicht mit Hunger ausgewachsen, aber sehr sparsam und da gabs oft Sachen die ich nicht gerne aß,

    aber wenn die Alternative nix ist, dann ißt du auch das. Die jetzige junge Gesellschaft kennt das nicht ansatzweise,

    weil am Ende geht sie zu MC Doof, oder Döner holen - wenn zuhause nix gescheites gibt, oder der Kühlschrank keine Alternative hergibt.


    Eigentlich ergibt sich das mit den Vorräten also eh etwas.

    Je länger ich plane, umso mehr muß ich auf Haltbarkeit achten. Je länger heißt also auch, je kleiner wird die Auswahl bei den Lebensmitteln.


    Guck ich nun in meine Liste, mein niedrigster Wert ist zur Zeit 90 Tagesrationen bei Fleisch. (von BBK 65g am Tag ausgehend)

    Da ist aber Gefriertruhe und Speis nicht dabei. Das sind alles schon irgendwie Konserven. Reiner Fleischinhalt.

    also ich kann hier 1 Person 90 Tage vollwertig mit allen versorgen. (weil z.B. Kohlenhydrate hab ich für 970 Tagesrationen)

    Fleisch ist das was ich noch am wenigsten habe und den Vorrat aufbauen muß.

    Ohne Mischkonserven gerechnet wie Hühnersuppe. Da bin ich mir noch nicht ganz so schlüssig wie ich

    eine Hühnersuppe oder Kartoffelsuppe mit Würstchen drin - 800g Dose, werten soll.

    Am besten wohl auch mit dem 1,115kg wo BBK rechnet das man am Tag insegesamt verspeist.


    Tschüssi Nachtvogel

  • Und wieviele Leute haben sowas? 😉

    Und wenn der Strom mal weg ist und du ihn selbst erzeugen musst - wirst ihn hoffentlich nicht an eine Dunstabzugshaube verschwenden um Gerüche zu neutralisieren. Aber wenn man sich so ein Luxus dann weiterhin erlauben kann 👍


    Die anderen Punkte bleiben damit auch unbeeinflusst.

    Wieso denn nicht? Ich hab mir vor Jahren einen Stromerzeuger gekauft, der den Stromkonsum vom ganzen Haus sicherstellt und gut gedämmt.

    Benzin ist auch zu Genüge für ein paar Wochen Dauerbetrieb vorhanden und wenn er nicht durchlaufen tut, sogar noch länger.

    Man sollte nicht nur seinen Vorrat planen und kaufen, sondern sich auch Gedanken machen wie man ihn "Verkochen" und viel wichtiger noch, Schützen sollte.

    In einer Notfallsituation riecht man jedes noch so kleines Feuerchen in einem Umkreis von ein paar hundert Metern. Wenn man darauf noch Nahrung zubereiten tut, noch weiter. Das ist jedem von uns klar.

    Das Problem sind die sich daraus resultierenden Gerüche. Genau das sollte man von mir aus gesehen verhindern. Die Frage ist nur wie. Man kann nicht immer kalt essen.

    Ich hab (glaube ich) meine Lösung gefunden. Ob es sich im Notfall bewähren wird, will ich nicht unbedingt herausfinden.


    Besser haben und nicht brauchen, als brauchen und nicht haben! Denn das Zweite, könnte nicht gut ankommen.

  • Wir bewegen uns hier vom ursprünglichen Sinn weg. Wir haben da unterschiedliche Sichtweisen (oder gar auch andere Krisen-Ausgangspunkte).


    Aus Erfahrung weiß ich (weil wir diesen Wissensstand zu unseren Vorteil benutzt haben): wer in einer Krise gut gepflegt, sauber und gut ernährt ausschaut - ist jemand der aus der Menge herausragt und somit Interesse weckt. Und Interesse wecken ist das letzte was man will.


    Wenn also jemand in einer Krise gut ernährt ausschaut, obwohl schon seit viele Wochen kein Strom mehr läuft und obwohl man nichts gerochen hat - dann stimmt da was nicht. Wenn jemand gut oder neutral riecht, die Haare versorgt sind, die Kleider sauber ausschauen - dann stimmt da was nicht.


    Für mich ist Preppen dazu da, mit minimalsten Mitteln ein unauffälliger Vorsprung zu haben, unauffällig bessere Chancen zu haben ohne so heraus zu stechen wie mit ein Smoking beim Korn Konzert zu stehen.


    Wie man so schön im englischen sagt: "let's agree to disagree".

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  • schon klar, so weit wie möglich unauffällig sein. Aber wenn ich genug habe, werde ich bestimmt nicht hungern, nur damit die anderen nicht merken, dass ich satt bin.

  • Letzlich kommt es dabei auf die konkrete Situation an. Was nach "absehbar" und "baldiges Ende in Sicht" aussieht, kann man in einer gewissen Bequemlichkeit aussitzen, ohne große Einbußen im täglichen Alltag, so man einigermaßen vorgesorgt hat. Das sind die berühmten 14 Tage, außerhalb der Ballungszentren erwarte ich da noch keine Probleme, wenn die Meinen gepflegt und satt aussehen und Nachbarn eventuell Essensduft wahrnehmen.

    Was aber ernsthafte, langfristige Krisensituationen angeht, da gebe ich Roekkr3 recht, da sollte man uns unsere Vorräte nicht von weitem ansehen!

    Mein Langzeit-Notvorrat ist auf schlichte, einfach zuzubereitende Grundnahrungsmittel aufgebaut, die das Überleben (nicht die Völlerei) sichern und dann ergänzt werden durch alles, was sonst noch irgend aufzutreiben ist. Die Luxusvorräte (Kaffee, Naschwaren und Knabberzeug, ...) haben wir natürlich auch, früher oder später geht das Zeug aber ohnehin zur Neige, ist nicht wirklich wichtig und für Unmengen davon verschwende ich keinen wertvollen Lagerplatz.

    Existenziell wichtig ist meiner Meinung nach, die jeweilige Situation möglichst schnell realistisch einschätzen zu können und dann entsprechend mit den Vorräten und dem "Drumherum" umzugehen.

  • Aber wenn ich genug habe, werde ich bestimmt nicht hungern, nur damit die anderen nicht merken, dass ich satt bin.

    Bei einem 3-tägigen Stromausfall wohl kaum, wenn kein Ende einer Krise abzusehen ist und du damit rechnen musst, lange Zeit mit den Vorräten auskommen zu müssen, rationierst du bestimmt früher oder später auf das lebensnotwendige Maß.

    Es gibt Situationen, da wissen auch wir nicht, ob wir "genug" haben...

  • wenn wirklich eine Krise kommt, sind wir eh die ersten die gestürmt werden, nachdem mein Mann jedem, den er trifft, erzählt, dass wir 100 Kilo Mehl und 17 Kilo Kekse haben. Keine Ahnung warum er das macht, aber im Prinzip kann ich das preppen auch sein lassen, weil es eh nur gebundenes Kapital ist, das wir im Notfall "herschenken" müssten 😩😩😩