COVID-19 - Vom Guten der Krise

  • Gehen wir mal davon aus, dass das Land und der Rest der Welt nicht im Chaos versinken werden. Bringt die Krise dann auch etwas Gutes? Lässt sich etwas lernen? Hier meine ganz persönlichen Gedanken dazu, ohne spezielle Reihenfolge.


    1. Digitalisierungsoffensive
      Statt monatelang zu diskutieren und dann Subventionen an Konzerne auszuschütten, schafft die Krise einfach von heute auf morgen Bedarf für Online-Services jeder Art. Handel, Dienstleistungen, Video-Kommunikation, Home Office - was für viele immer noch weit weg war, ist auf einmal notwendig. Die Konzerne ziehen dann schon nach. Dieses Modell sollte man in anderen Bereichen auch andenken.
    2. Rückbesinnung auf den Sinn unserer Existenz
      Im täglichen Getriebe denken die wenigsten wirklich über ihr Leben nach (und das ist Wirtschaft, Kirche und Politik auch ganz recht). Die Krise zeigt, dass es mit Luxus und Leben (so wie in früheren Zeiten) ganz schnell vorbei sein kann. Und dass es vielleicht lohnt, ein paar Fragen zu stellen: wer bin ich, wer möchte ich sein, und lebe ich jeden Moment so, dass ich mich dahin bewege und jederzeit ohne Bedauern abtreten kann? Und was motiviert mich, am Leben bleiben zu wollen, wenn die Welt den Bach hinunter geht?
    3. Die Bedeutung von Beziehungen ...
      ... wird erst so richtig klar, wenn sie nicht mehr beliebig verfügbar sind (dabei können wir ja wenigstens noch kommunizieren). Vielleicht sollten wir ihnen doch mehr Zeit und Aufmerksamkeit widmen?
    4. Herausfinden, was wirklich wichtig und not-wendend ist
      Konsum? Reisen? Geld? Oder Clopapier? :/
    5. Vorsorge und Eigenverantwortung (das P-Wort)
      Jahrzehntelang haben Zivilschutzorganisationen (und rechte Spinner, Krisenprofiteure und Extrem-RomantikerInnen wie wir :evil:) auf die Notwendigkeit von Vorsorgemaßnahmen individuell wie auch auf staatlicher Ebene hingewiesen. Die Fragilität unsere technischen und organisatorischen Systeme aufgezeigt. Wer es jetzt immer noch nicht begreift, dem ist nicht zu helfen. Denn nach der Krise ist vor der Krise.
    6. Die Alternative zur Alternativlosigkeit (Ben: schau weg ;))
      Kann sich noch jemand (beispielsweise) an die Diskussionen anlässlich der Flüchtlingskrise erinnern? Zäune mit Türen, stichprobenartige Überwachung, nicht enden wollendes Chaos und Gezeter. Natürlich alternativlos. Und siehe da - man kann schon mal das Land - oder auch die ganze EU - herunterfahren. Gesetze über Nacht beschließen. Und im Tagesrhythmus Grenzen zu befreundeten Staaten schließen. Es ist eine Menge möglich, wenn man wirklich will. Politik als Zuschauersport hat ausgedient.
    7. Wir sitzen alle im selben Boot
      ... und das ist ziemlich klein. Weder kann ein Staat alleine die anstehenden Probleme lösen, noch kann grenzenloses Bevölkerungswachstum funktionieren. Das Boot ist längst übervoll, und es wird Zeit, dass alle beginnen, gemeinsam zu rudern (statt sich hemmungslos weiter zu vermehren).
    8. Regionalisierung mit Augenmaß statt "Geiz ist geil"-Globalisierung
      Dumme Sache, wenn überlebenswichtige Güter nur mehr auf der anderen Seite des Planeten produziert werden. Wenn ganze Kontinente sich im Notfall nicht einmal mehr mit Medikamenten (oder Saatgut, Treibstoff, Elektronik, ...) versorgen können. Es ist nun eine gute Gelegenheit, der Industrie Mindestversorgungsgrade, Lagerhaltung, Reservekapazitäten und eine krisenresistente geografische Verteilung von kritischen Produktionsanlagen vorzuschreiben. Das wäre wirklich global gedacht.
    9. Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Disziplin sind nicht optional
      Individualismus ist in. Tradition, Werte, Normen, Disziplin und Gemeinschaft nicht mehr unbedingt. Aber wenn's darauf ankommt, sollte es etwas geben, das die Menschen dazu motiviert, zusammen zu arbeiten und zusammen zu halten. Etwas, das von klein auf kultiviert wird. Ein Blick nach Asien kann da mitunter ganz lehrreich sein.

    So, Schluss für heute :sleeping:. Euch fällt sicher auch noch etwas ein.

    Do today what others won't, do tomorrow what others can't

  • ... na dann hoff ich mal dass es sich dabei NICHT um das obskure EU Alert handelt! Sonst ist´s eh schon von vornherein zum scheitern verurteilt- wie soviele andere und bessere Ansätze.

  • Herausfinden, was wirklich wichtig und not-wendend ist

    Natürlich Klopapier 🧻 Was denkst du denn 😂


    Spaß bei Seite.
    Die Menschlichkeit und vor allem Gesundheit. Wir haben, stelle ich leider bei vielen Menschen fest, die Menschlichkeit und für einander da sein vergessen. Wenn ich manche sehe, die ihre eigene Eltern Jahre lang nicht sehen, geschweige denn sie zu vermissen, fehlt mir sämtl. Verständnis dafür. Höchste Prioritäten sind in unseren Gesellschaft leider Beruf, Beruf und nochmals Beruf.


    Klar ist mir mein Beruf sehr wichtig und nehme es auch extremst ernst. Aber meine Eltern, Geschwister und Freunde sind mir wichtiger. Mein Beruf gibt mir eine gewisse Erfüllung und meine Familie und Freunde geben mir “ Leben“


    Die Krise wird bei einigen Menschen ein Zusammenhalt geben. Viele werden einander schätzen lernen. Denn momentan sind sehr viele Menschen auch wegen Sorgen um ihre Liebsten angespannt.

  • In Krisen ist es so wie wenn du einen Schwamm ausdrückst.

    Das was drinnen ist kommt raus.

    Masken fallen und der einzelne / die Gesellschaft zeigt mehr und mehr das "wahre" Gesicht.


    Das kann man auch ganz positiv sehen.

    Zum Avatar wäre nur zu sagen - lang ist's her

  • Und dannach tanzen wir alle unseren Namen und offenbaren unser Innerstes ...


    Ein interesstes Konstrukt, doch leider geht es von sozialen Menschen aus. Und der Mensch bleibt in seinem innersten ein A... egal wie sehr er sich schminkt.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • ... na dann hoff ich mal dass es sich dabei NICHT um das obskure EU Alert handelt! Sonst ist´s eh schon von vornherein zum scheitern verurteilt- wie soviele andere und bessere Ansätze.

    an deiner Stelle würde ich doch glatt um eine EU-Förderung ansuchen, wenn du ein besseres System in der pipe hättest?...….aber gerne kannst ja näher ausführen, was denn an der EU-Initiative gar so schlecht wäre, wenn es heutzutage doch glatt Mitgliedsländer gibt, die gesamte Notfall-Sirenenanlagen abgebaut haben.

  • ich kann endlich bedenkenlos Kraut und Kohl essen und wenn ich in der Arbeitszeit pupse, dass sich mir die Nasenhaare kräuseln macht es auch nix 🤣🤣🤣

  • Wenn ich nach Hause komme, rennt mir meistens (wenn sie grad nix interessanteres zu tun hat ^^ ) meine kleine entgegen. Heute hat sie schon zum zweiten Mal die Badezimmertür für mich aufgemacht.


    "Mama Mama Mama, ich hab dir schon die Tür aufgemacht. Dann kannst du Händewaschen"


    Sooo niedlich :love:

  • Auch das Zukunftsinstitut in Wien hat sich schon so seine Gedanken gemacht:


    KLICKST DU


    Anmerkung: PDF Größe 1,678MB von

    Zukunftsinstitut GmbH
    Internationale Gesellschaft für Zukunfts- und Trendberatung

    zum Thema:

    Der Corona Effekt
    Vier Zukunftsszenarien