Gold/Silber kaufen

  • Kauf nur soviel zum spekulieren wie es OK ist auch 100% Verlust einzufahren.

    Prinzipiell richtig, aber bei physischem Gold müsste es schon gestohlen werden.

    Ein Komplettverlust bei Gold ist nicht möglich.

    Never argue with an idiot, they drag you down to their level and beat you with experience.

  • Die andere. Hälfte würde ich als Spielgeld sehen und versuchen durch Kursänderungen und hoffentlich kaufen/verkaufen zum richtigen Zeitpunkt ein paar Kreuzer damit zu gewinnen. Letzteres ist mehr so persönliches Interesse. Bin aber kein Zocker oder so, nur so zum Spaß.

    Eignen sich dafür die Philharmonikermünzen?

    Zum Thema physischer Kauf wurde hier schon alles gesagt. Zum anderen Thema - "kaufen und verkaufen von Edelmetall zwecks Spekulationsgewinn"... das kann man natürlich versuchen, aber da würde ich vom physischen Kauf abraten, denn dort sind die Spannen (je nach Gewicht der Münzen/Barren einige wenige % bis zu 25%) zu hoch. Dafür sind (wenn man das wirklich tun will) Aktien auf Bergbauunternehmen im Bereich Edelmetall und/oder Gold-Fonds besser geeignet. Auch die gehen mit dem Goldpreis rauf und runter, sind aber um wenige Euro Handelsgebühr bei jedem vernünftigen Broker handelbar.

  • Ein Komplettverlust bei Gold ist nicht möglich.

    physisch fällt für mich nicht unter Spekulation. Eher so Wertanlage.

    Bei Zertifikaten, Aktien von Goldfirmen etc.. ist schon bis zum Totalausfall möglich. das wär für mich eher Spekulation.

  • Also bei uns in Ö kannst bis 15.000 Euro anonym kaufen, bei ÖGUSSA zum Beispiel, ab 15.000 musst dich ausweisen...

    "Die Demokratie ist nicht die beste Regierungsform, sie ist nur als einziges übriggeblieben!"

  • Also bei uns in Ö kannst bis 15.000 Euro anonym kaufen, bei ÖGUSSA zum Beispiel, ab 15.000 musst dich ausweisen...

    Sorry, aber die Grenze liegt in A bei 10.000 €

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Die Grenze liegt seit der Geldwäsche Novelle 2017 bei 10.000,- €.

    Ab der muss der Händler einen Ausweis verlangen und eine Kopie davon aufbewahren (zusammen mit der Rechnung). Mehr nicht, wird nur im Geldwäsche-Verdachtsfall an die Finanz übermittelt bzw. von dieser angefordert (Aussage eines Händlers).


    Allerdings weiß man nicht, was im Falle eines Goldverbots passiert, der Staat könnte dann auf diese Daten zugreifen und bei den dadurch ermittelten Geldbesitzern anklopfen.


    Edelmetalle kauft man daher besser anonym, bei Münzen eher Ausländische, da der Staat im Ernstfall die Münzen der "Münze Österreich" zum Nennwert (=100,-€ bei der ganzen Unze Gold um ~1500€) einziehen könnte (Scheidemünzengesetz).

    Natürlich könnten dann aber auch Ausländische Währungen verboten werden...

  • Ist ja dann eh vollkommen zahnlos diese Bestimmung.


    Kann ja bei beliebig vielen Händlern dann jeweils bis 9.999 Euro anonym einkaufen.


    Und selbst nicht anonyme Käufe sagen ja noch lange nichts über die Besitzverhältnisse aus. Wer sagt, dass ich mein Gold nicht über die Jahre an viele andere Einzelpersonen weiterverkauft habe?


    Die Geschichte zeigt Goldverbote sind vollkommen ineffizient und kommen daher kaum zur Anwendung.


    Deshalb ist mir die Ausweisgrenze völlig egal.

  • "Ab welchem Betrag muss ich mich legitimieren?

    Aufgrund der aktuellen Gesetzeslage sind wir verpflichtet, bei unbaren Verkäufen innerhalb von 6 Monaten und im Gesamtwert von 15.000 Euro und darüber die Identität des Käufers festzustellen. Bitte senden Sie uns dazu unter Nennung Ihrer Kundennummer eine Farbkopie eines amtlichen Lichtbildausweises (Reisepass, Führerschein, Personalausweis) an verkauf@muenzeoesterreich.at. Wir ersuchen um Verständnis, dass die weitere Bearbeitung Ihrer Bestellung nur nach erfolgter Legitimierung erfolgen kann.

    Bei Einkäufen in unserem Münze Österreich Shop (Am Heumarkt 1, 1030 Wien) sind unserer Mitarbeiter dazu verpflichtet, eine Legitimation auch dann zu fordern, wenn eine Verbindung zwischen 2 oder mehreren Käufern zu bestehen scheint, oder wenn Barzahlungen über 10.000€ innerhalb von 6 Monaten erfolgen.

    Weiters dürfen eine Wertgrenze von 75.000 € übersteigende Geschäfte nur dann abgeschlossen werden, wenn der Geldtransfer über ein Kreditinstitut erfolgt (keine Barzahlung). Die Grenze von 75.000 € binnen sechs Monaten ist ebenfalls kumulativ zu verstehen."


    Quelle: https://www.muenzeoesterreich.at/service/faqs/muenze-shop

    Think positive, stay negative! :)

  • Aufgrund der aktuellen Gesetzeslage sind wir verpflichtet, bei unbaren Verkäufen innerhalb von 6 Monaten und im Gesamtwert von 15.000 Euro und darüber die Identität des Käufers festzustellen.

    Spannend, denn in der Geldwäsche Novelle steht 10.000 Euro. Entweder diese Info ist von vor 2017 oder falsch.


    Weiters dürfen eine Wertgrenze von 75.000 € übersteigende Geschäfte nur dann abgeschlossen werden, wenn der Geldtransfer über ein Kreditinstitut erfolgt (keine Barzahlung). Die Grenze von 75.000 € binnen sechs Monaten ist ebenfalls kumulativ zu verstehen."

    Das sind aber scheinbar nur die AGB von Münze Österreich, in der Geldwäsche Novelle steht nichts von konkreten Fristen oder einer Wertgrenze von 75.000 Euro.

  • Spannend, denn in der Geldwäsche Novelle steht 10.000 Euro. Entweder diese Info ist von vor 2017 oder falsch.

    10.000 € BARGELD

    Die 15.000 € sind unbar

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Jetzt mal egal ob die Grenze bei 15.000€, 10.000€ oder (in D) bei 2.000€ liegt...


    WO habt ihr denn alle SO VIEL Geld her? (Also das ist jetzt eine rein rhetorische Frage).


    Ich wäre ja schon froh, überhaupt Geld in Gold anlegen zu können und damit noch unter der deutschen Höchstgrenze bleiben zu können ;-)

  • Jetzt mal egal ob die Grenze bei 15.000€, 10.000€ oder (in D) bei 2.000€ liegt...


    WO habt ihr denn alle SO VIEL Geld her? (Also das ist jetzt eine rein rhetorische Frage).


    Ich wäre ja schon froh, überhaupt Geld in Gold anlegen zu können und damit noch unter der deutschen Höchstgrenze bleiben zu können ;-)

    Es passiert immer wieder, dass man einen Sparvertrag (Bausparer, Versicherung, etc.) oder eine Abfertigung herausbekommt und sich dann die Frage stellt, wie man es anlegt. Möchte man dann anonym Gold kaufen, kann es schon vorkommen dass man (besonders in DE) über die Grenze kommt.


    Und in Zeiten wie diesen vertraue ich eher Gold und Silber als irgendwelchen Wertpapieren oder Kryptowährungen. Gold ist als Wertspeicher sehr kompakt (kann man leicht mitnehmen) und Silber(münzen) ein gutes Tauschmittel in einer Krise.


    Und jedem der meint es ist egal ob er Gold anonym kauft oder beim Kauf seine Daten (Ausweis bzw. Kontonummer) hinterlegt möchte ich empfehlen, sich im Internet darüber zu informieren was bei Goldverboten in der Vergangenheit so abgegangen ist.

    Beispiel USA 1933:

    "Im Gegensatz zur freiwilligen Abgabe, bei der die US-Bürger die besagte minimale Zwangsentschädigung (20,67 USD pro Feinunze) erhielten, wurde das Gold, das bei staatlich angeordneten Durchsuchungen gefunden wurde, entschädigungslos konfisziert. Die USA schreckten bei der Suche nach Gold auch nicht vor der gewaltsamen Öffnung von privaten Bankschließfächern zurück, die systematisch durchsucht wurden. Bei Zuwiderhandlungen konnten Haftstrafen von bis zu 10 Jahren und/oder bis zu 10.000 USD Strafe verhängt werden."

  • Und jedem der meint es ist egal ob er Gold anonym kauft oder beim Kauf seine Daten (Ausweis bzw. Kontonummer) hinterlegt möchte ich empfehlen, sich im Internet darüber zu informieren was bei Goldverboten in der Vergangenheit so abgegangen ist.

    Und jeder der glaubt der Staat nimmt ihm sein Gold weg, sollte sich genauer erkundigen und nicht eine fast 100 Jahre alte Aktion als Beispiel hernehmen. Was zitierst du da überhaupt für eine Seite? Bei Zitaten bitte immer die Quelle angeben.


    Seither wurden, wie ich bereits ausgeführt habe, solche Vorhaben Gold zu beschlagnahmen weltweit bewertet und das Ergebnis ist eindeutig: Ineffizient, bringt defacto nix. Ist also sehr unwahrscheinlich, dass das jemals wieder gemacht wird, schon gar nicht in Mitteleuropa.


    Sollte also niemanden der möchte davon abhalten unter Vorzeigen des Ausweises Gold zu kaufen.

  • Beispiel USA 1933:

    "Im Gegensatz zur freiwilligen Abgabe, bei der die US-Bürger die besagte minimale Zwangsentschädigung (20,67 USD pro Feinunze) erhielten, wurde das Gold, das bei staatlich angeordneten Durchsuchungen gefunden wurde, entschädigungslos konfisziert. Die USA schreckten bei der Suche nach Gold auch nicht vor der gewaltsamen Öffnung von privaten Bankschließfächern zurück, die systematisch durchsucht wurden. Bei Zuwiderhandlungen konnten Haftstrafen von bis zu 10 Jahren und/oder bis zu 10.000 USD Strafe verhängt werden."

    Der Grund, warum in den USA 1933 privater Goldbesitz großteils (aber nicht völlig) verboten wurde, war, dass die Währung aufgewertet werden musste - und die war damals an den Goldpreis gebunden und mit Goldvorräten gedeckt. Das ist heute nirgends mehr der Fall ("Fiat-Geld"), daher gibts keinen Grund (oder zumindest keinen, der mit der damaligen Situation vergleichbar wäre), warum der Staat heute Goldbesitz verbieten sollte. (Das mit den Schließfächern ist übrigens ein Hoax, tut aber zum Thema nichts.)

  • Ok, sorry, hat sich 2017 scheinbar geändert, bei meinem letzten Kauf (davor) warens noch 15.000 als Obergrenze....:sleeping::(

    "Die Demokratie ist nicht die beste Regierungsform, sie ist nur als einziges übriggeblieben!"

  • Und jeder der glaubt der Staat nimmt ihm sein Gold weg, sollte sich genauer erkundigen und nicht eine fast 100 Jahre alte Aktion als Beispiel hernehmen.

    Passt zwar nicht zu Gold/Silber, aber im Rahmen der Finanzkrise vor einigen Jahren hat Zypern von allen Bankkonten 10% einkassiert. Also so unmöglich halte ich zukünftige Staatseingriffe in private Finanzen, egal ob Gold/Silber oder Bankkonten leider nicht.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Passt zwar nicht zu Gold/Silber, aber im Rahmen der Finanzkrise vor einigen Jahren hat Zypern von allen Bankkonten 10% einkassiert. Also so unmöglich halte ich zukünftige Staatseingriffe in private Finanzen, egal ob Gold/Silber oder Bankkonten leider nicht.

    Nicht von allen Bankkonten, sondern von jenen die mehr als 100.000 Euro Guthaben hatten. Hintergrund war die drohende Staatspleite, die EU wollte diese Abgabe um Hilfsgelder freizugeben und da viele reiche Briten und Russen ihr Geld dort steuerschonend geparkt hatten, wollte man hierdurch einen Teil bekommen. Soweit ich weiß, wurde auch ein Großteil der Zwangsabgabe in Aktien der Bank umgewandelt, also nicht abgezogen.


    Die Gefahr besteht natürlich, dass sowas vom Staat gemacht wird, weil das ein sehr einfacher Zugriff ist und sehr effizient ist, im Vergleich zum Goldverbot. Aber schlanken Fuß macht das keinen, also wird das wohl kaum je bei uns umgesetzt werden. Und falls doch: Risikostreuung ist hier, wie immer, die Devise.