Blindgänger: Massen-Evakuierung in Dortmund

  • In Dortmund gab es dieses Wochenende ein grosse Evakuierungsaktion. Es wurden zwei Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Rund 13.000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, auch Krankenhäuser und Seniorenheim waren betroffen. Es wurden Sammelstellen eingerichtet, wo sich die Einwohner einfinden konnten. Unter anderem konnten die betroffenen Familien kostenlos den Zoo besuchen, damit es den Kindern nicht langweilig wurde. Bahn- und Nahverkehr wurden teilweise eingestellt.

    Der erste Blindgänger wurde bereits entschäft, aktuell läuft die zweite Entschärfung.


    Das zeigt mal wieder, dass es nicht schaden kann, wenn man für überraschende Fälle eine Notfalltasche gepackt hat. Da muss nicht jedes mal der Super-BOB mit Outdoor-Überlebenspaket sein. Aber eine Kopie der wichtigsten Papiere, eine Zahnbürste und Wäsche zum Wechseln könnte angenehm sein.


    Gruss,

    der Bayer

  • Das zeigt mal wieder, dass es nicht schaden kann, wenn man für überraschende Fälle eine Notfalltasche gepackt hat.

    Blöd nur, wenn man gar nicht mehr in die Wohnung gelassen wird.

    Es kommt immer anders, wenn man denkt!

  • Ben

    Hat den Titel des Themas von „Massen-Evakuierung in Dortmund“ zu „Blindgänger: Massen-Evakuierung in Dortmund“ geändert.
  • Ich als Unwissender. Wie viel von diesen "Blindgängern" würden Heute noch explodieren? Damals sind sie nach Abwurf schon nicht opsi gegangen und nach 75 Jahren im nassen Erdreich..? Hatten die Alliierten Inox/Chromstahlbomben?

    Komischerweise findet man fast ausschliesslich in Deutschland "die Dinger". Im restlichen Europa, das ja auch im letzten Weltkrieg leiden musste, gibt es fast keine.. Komisch.

    Beide Seiten haben sich Anno dazumal zugebombt. Da müsste es ja auch ausserhalb Deutschland auch solche Funde geben und vor allem in/mit dieser Regelmässigkeit..

    Vielleicht werden Die im restlichen Europa einfach mit einem Bagger in einem Sattelschlepper reingetan und Medienunwirksam entsorgt weil sie gar nicht mehr so gefährlich sind?:/

  • In Österreich gibt es genug von den Dingern unter der Erde. Meine mal etwas von 8.000 oder so gelesen zu haben. Lässt sich sicher schnell ergoogeln.


    Und detonieren tun die heute auch noch. Vor einigen Jahren zb ein Blindgänger in der Donau bei Wien plötzlich detoniert.


    Geben tut es Blindgänger überall, wo viel gebombt wurde.


    Ist halt eine Lokalnachricht sofern nichts passiert. Warum sollte man also hier davon lesen wenn in Osteuropa ein Blindgänger entschärft wird?

  • Ich als Unwissender. Wie viel von diesen "Blindgängern" würden Heute noch explodieren? Damals sind sie nach Abwurf schon nicht opsi gegangen und nach 75 Jahren im nassen Erdreich..? Hatten die Alliierten Inox/Chromstahlbomben?

    Komischerweise findet man fast ausschliesslich in Deutschland "die Dinger". Im restlichen Europa, das ja auch im letzten Weltkrieg leiden musste, gibt es fast keine.. Komisch.

    Beide Seiten haben sich Anno dazumal zugebombt. Da müsste es ja auch ausserhalb Deutschland auch solche Funde geben und vor allem in/mit dieser Regelmässigkeit..

    Vielleicht werden Die im restlichen Europa einfach mit einem Bagger in einem Sattelschlepper reingetan und Medienunwirksam entsorgt weil sie gar nicht mehr so gefährlich sind?:/

    In Österreich kommt das auch öfters vor. Immer wieder werden Bomben gefunden, z. B. bei Bauarbeiten.

    Es gibt für die Stadt Graz sogar einen eigenen Bombenkataster. https://www.graz.at/cms/beitra…ema_des_Monats_April.html

    Der große rote Bereich ist hauptsächlich rund um den Hauptbahnhof.


    Ob es das für die anderen (großen) Städte in Österreich gibt, weiß ich leider nicht, ich gehe aber davon aus.

  • doch wir in Graz haben das immer wieder. Aber meist kommt es nicht einmal in die Zeitung. Ein paar Mal im Radio erwähnt und gut is. Solange sie nicht hochgehen, ist es "nur unangenehm" und wie wir wissen, bleibt auch beim Hören solcher Nachrichten unvorstellbar, was nicht sein "darf" so lange bis was passiert. Und dann war's ein Einzelfall, der "mir" nicht passieren kann

  • In Österreich kommt das so oft vor, dass in generell historisch belasteten Gegenden (Also Stadt - Bahnhofsnähe) wo die Alliierten damals viel gebombt haben, von Haus aus bei jedem Bauvorhaben im Vorfeld ein Gutachten einer entsprechenden Fachfirma erstellt werden muss.

    Wir sind unmittelbar in Bahnhofsnähe einer Landeshauptstadt und hatten voriges Jahr eine große Baugrube, deren Erstellung bereits im Vorfeld (Probeaushub, Bodenradar, Luftbildauswertung etc.) und auch während der Arbeiten (immer wieder Baustop und Sondierungsbohrungen) durch einen privaten Entminungsdienst begleitet werden musste - die Jungs waren an den ersten Tagen der Arbeiten und sonst auch immer wieder mal vor Ort.

    viribus unitis - acta non verba

  • Wie viel von diesen "Blindgängern" würden Heute noch explodieren? Damals sind sie nach Abwurf schon nicht opsi gegangen und nach 75 Jahren im nassen Erdreich..? Hatten die Alliierten Inox/Chromstahlbomben?


    Da gibt es einiges, was heute noch explodieren kann. Ich habe kurz im Internet gesucht.


    Am 26. April 1978 stiess in der Stadt Rheine ein Bagger bei Bauarbeiten auf eine 500kg Bombe, die sofort in die Luft ging. Der Baggerfahrer und zwei Bauarbeiter starben. Weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.


    Im Oktober 2006 starb ein Bauarbeiter auf einer Baustelle der Autobahn A3 bei Aschaffenburg, als er mit seiner Fräsmaschine auf eine 250kg Bombe stiess.


    Im Januar 2014 starb ein Baggerfahrer in Euskirchen als vermutlich eine Luftmine aus dem 2. Weltkrieg hochging. Mehr als ein Dutzend Menschen wurden verletzt.


    Es gibt also noch ausreichend äusserst gefährliche Altlasten die da im Boden liegen.


    Gruss,

    der Bayer

  • In Graz ist es nicht nur so, dass es die Probebohrungen usw. vor/wärend des Baubeginnes gibt,

    sondern auch jeder Bagger hat eine extra Person die genau beobachtet was da im Loch ist/zum Vorschein kommt, in der Schaufel ist!

    Betrifft alle Bautätigkeiten im Bereich der roten Zohne die Erde bewegen (auch einen Baum pflanzen:rolleyes:)


    Ich weiß nicht ob es da noch immer gibt, aber im Flughafen gab es eine Schautafel Serie mit Orten u den liegenden Bomben,

    lt. der Tafel waren es ein paar tausend Fliegerbomben die auf die Bergung warten.

  • Auf ZDF Info habe ich gerade gesehen, daß auch in Düsseldorf eine Fliegerbombe gefunden & entschärft wurde.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • das heißt theoretisch pflanzt du einen Baum im Garten, siehst keine Bombe und nix, der Baum wächst, irgendwann drücken die Wurzeln zu stark auf die Bombe daneben und bumm geht der Garten hoch?

  • Die Sekundärzünder der Bomben funktionieren mit Säure. Theoretisch kann es sein, dass sie einfach so, bzw durch Erosion explodieren.

  • passiert das auch? (Bzw ist das schon passiert) oder nur theoretisch? Du weißt schon, weil nicht sein kann, was noch nie war 😜😜😜

  • passiert das auch?

    Passiert immer wieder. Vor ein paar Jahren ist in Wien in der Donau eine Bombe von selber explodiert.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • das heisst, eigentlich sollte man als grazer oder Wiener seinen Garten mit einem metalldetektor absuchen. Unterm Haus wird wohl nix sein, das wäre wohl beim Bau gefunden worden

  • das heisst, eigentlich sollte man als grazer oder Wiener seinen Garten mit einem metalldetektor absuchen. Unterm Haus wird wohl nix sein, das wäre wohl beim Bau gefunden worden

    Bis zu wie viel Meter Tiefe schlägt so ein Metalldetektor an?