Fenster sichern

  • Servus,


    ich habe mein Haus systematisch auf Schwachstellen überprüft und einige bereits geschlossen.


    Im Bereich Einbruchsschutz bietet ein Fenster das größte Potential für Einbrecher, da quasi ebenerdig und von der Straße uneinsehbar. Hat zwar Pilzkopfverschlüsse, aber mit einem großen Schraubenzieher wohl kein Hinderniss.


    Ich überlege eine Metallstange innen in den Fensterstock zu schrauben. Da ich das Fenster ohnehin zur kippe.


    Aber bietet das wirksamen Schutz? Wie tief sollte ich ins Mauerwerk gehen? Gibt es eine bessere Lösung?


    Danke für eure Tipps.

  • Wenn du die Fenster nicht kippst, gibt es zB den Door Jammer als tolles Mittel. Der hilft auch bei Terrassentüren.

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

    2 Mal editiert, zuletzt von 12er_scout ()

  • Passiv sichern, um einen Einbruch zu erschweren oder aber auch so sichern, um einen Einbruch anzuzeigen?


    Falls letzteres auch - generell Gedanken über eine Alarmanlage machen, die mittlerweile schon sehr erschwinglich sind. Fenster mit Magnetkontakten und Glasbruchmeldern sichern - und die Anlage geht schon los, bevor der Böse Mensch auch nur daran denkt, einen Fuß in deine Wohnung zu setzen. Mit GSM Modul bekommst du auch zeitnah eine entsprechende Alarmierung aufs Handy.


    Und ja: Wenn der Einbrecher zufällig James Bond heisst und einen 433MHz Störsender dabei hat, melden Funkmodule sich meistens nicht bei der Anlage - es gibt aber 1) auch Detektoren für Jammer und 2) hat der 08/15 Einbrecher sowas nicht dabei.

    viribus unitis - acta non verba

  • Welches Mauerwerk hast du überhaupt?

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)

  • Scavenger

    Wie sensibel sind denn Magnetkontakte/Glasbruchmelder? Löst eine aufs Fensterbrett hüpfende und die Nase oder Pfoten gegen die Scheibe drückende Katze den Alarm aus?

  • 12er_scout danke, aber ich denke das passt für meine Fenstersituation nicht ganz.


    Scavenger ich will verhindern, dass der böse Bube rein kommt bzw. aufgrund der Mühe davon ablässt.


    Alarmanlage hatte ich 9 Monate lang, da ich auf Auslandseinsatz war. In der Zeit ist das Ding 3x wegen Fehlalarm los gegangen. Mein Bruder hat die SMS bekommen und ist hin und hat sie abgeschaltet. Polizei hat niemand gerufen von den werten Nachbarn, aber bei meinem Bruder haben sie sich über den Lärm beschwert...


    Bardo Thodol Ziegelmassiv

  • Dann würde ich ganz einfache Panzerriegel, ggf. in Kombination mit einer Schutzfolie, nehmen. Die hält in Massivziegel mit normalen Dübeln ausreichend gut, um halbwegs Sicherheit zu bieten (komplette Sicherheit ist sowieso eine Illusion).

    Zusätzlich (wenn wirklich öfter gekippt wird) sollte man Fenstergriffe mit Druckknopfolive oder versperrbare Griffe wählen.


    Wir haben von einige Jahren (nach einem erfolgreichen und mehreren versuchten Einbrüchen) unsere beiden verwundbarsten Fenster gegen welche mit höherer Sicherheitsklasse tauschen lassen (Fa. Bayerwald).

    War nicht geschenkt, aber jetzt haben wir eben Rahmen mit Stahlverstärkung, Pilzkofverriegelung, einbruchhemmendes Glas (ohne die lästige Sichtverschlechterung, die ein normales Nachrüsten mit sich bringt) und eben Fenstergriffe, die nicht mehr mit einem Drahtbügel geöffnet werden können.


    Bietet aber auch keinen 100%igen Schut. Ist aber besser als gar nix...

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)

  • Scavenger

    Wie sensibel sind denn Magnetkontakte/Glasbruchmelder? Löst eine aufs Fensterbrett hüpfende und die Nase oder Pfoten gegen die Scheibe drückende Katze den Alarm aus?

    Magnetkontakte melden dann, wenn der Reedkontakt innerhalb des Sensors nicht mehr vom Magneten gehalten wird und dem Stromkreis schließt (gibt auch andere Schaltungen aber das ist die simpelste). Das kann als Ursache eben das Öffnen des Fensters (und damit das wegziehen des Magneten) haben aber auch ein wesentlich stärkeres Magnetfeld oder aber (und das ist der Grund für die allermeisten Fehlalarme) eine schlecht verbaute Sensoranordnung (z.b. Klebestreifen, der schwach wird).


    Es gibt mittlerweile auch optische Sensoren, die nicht mehr mit Magneten arbeiten.


    Zum Glasbruchsensor gibts die österreichische Antwort "es kommt darauf an": Es gibt, sehr(!) grob gesagt, 3 Arten von Glasbruchsensoren:


    1) ist mehr oder weniger ein Mikrofon, welches auf die Frequenzen von brechendem Glas "eingestellt" ist - sollte es also zu einem "Glasbruch" im Raum des aufgestellten Melders kommen, wird dieser auslösen (natürlich auch beim Glas, welches unabsichtlich vom Tisch gworfen wird und zersplittert).


    2) geht auf Körperschall und wird auf die zu überwachende Scheibe geklebt - der kann unter Umständen auch bei starken Schwingungen der Scheibe losgehen - Wenn man mit der Faust dagegenhaut, wird ein solcher in der Regel auslösen - wenn du also eine große Scheibe mit viel Schwingungsausbreitung - und eine MainCoon Katze mit entsprechendem Lebendgewicht hast, die gegen die Scheibe arbeitet, kann der u.U. auslösen ja.


    3) ist eine aktive Geschichte - der sendet stetig Ultraschall auf die zu überwachende Scheibe. Sollte also jemand die Spannung der Scheibe (auch wenn er nur den allseits beliebten Glasschnitt mittels Diamantenzirkel macht) in einer Form ändern, wird er auch schon auslösen.


    Ist, wie immer, eine Frage des Geldes ;)

    viribus unitis - acta non verba

  • Han Solo

    Mach doch einfach ein Fenstergitter dran. Die Modellvielfalt ist enorm! So kannst du dein Fenster sogar ganz offen lassen und im Herbst/Winter hast du sogar ein Gratiskühlschrank für die Likörchen..;)

    Eine Alarmanlage gibt immer erst an, wenn es zu spät ist. Da hat der Einbrecher den Schaden ja schon gemacht.

    Mechanischer Schutz kommt immer vor dem Elektronischen. Der elektronische Schutz ist das Sahnehäubchen auf der Torte.

    Falls man zur Miete wohnt, ist es mit einem Gitter ja auch kein Problem. Kaufen und Bezahlen muss man es eh selber.

    Entweder übernimmt es bei einem Wegzug der Vermieter/Nachmieter gegen Bares, oder Gitter weg, 8 Löcher zuspachteln und gut ist.

    Wegen den Schrauben.. Sie müssen 10 cm. tief ins Mauerwerk reingebohrt werden. Allfällige Isolierung nicht einberechnet. Wenn man es selber macht, braucht es eine sehr gute Bohrmaschine mit dementsprechenden Bohrspitzen und pro Fenster ca.1 Stunde Zeit.

    Da ist bei der Montage richtiges Werkzeug und Geduld gefragt.

    8oNicht schummeln!8o

    Noch ein Punkt, keine Kunststoffdübel, sondern Metalldübel und Inoxschrauben verwenden. Die rosten nach 10 Jahren immer noch nicht, falls man das Gitter wieder entfernen muss sind sie Gold wert.

    Schraubendurchmesser. Natürlich mit dem grösstmöglichen Durchmesser den das Bohrloch im Gitterrahmen her-/vorgibt.

    Falls du noch mehr Tipps Brauchst.. Bitte Melden! Da gibt es beim Ausmessen noch ein paar Fallen in die man nicht reintappen sollte..

  • Fenstergitter haben einen doppelt abschreckenden Effekt: Nicht nur, dass der Aufwand zum Einbrechen stark ansteigt. Einbrecher haben es auch gerne, wenn sie im Fall der Fälle rasch flüchten können, falls sie überrascht werden. Und Fenstergitter sind da eher hinderlich...

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)

  • Scavenger

    Wie sensibel sind denn Magnetkontakte/Glasbruchmelder? Löst eine aufs Fensterbrett hüpfende und die Nase oder Pfoten gegen die Scheibe drückende Katze den Alarm aus?

    Ein Magnetkontakt löst nur aus, wenn der Magnet vom Reedkontakt getrennt wird. Da gibt es Toleranzwerte von ca. 2cm. Eine Fehlauslösung ist in der Regel nicht möglich.
    Bei Glasbruchmeldern ist es ähnlich. Wenn eine Katze, oder was auch immer am Fensterbrett ihr Unwesen treibt, dann wird dieser nicht auslösen. Wenn man einen Glasbruchmelder z.B. mit einer Münze testen will, muss man diese schon ordentlich gegen das Fenster klatschen lassen.

    Von Funksystem im 433MHz bereich rate ich generell ab. Wenn schon Funk, dann ein System mit Dual-Funk-System.
    Aber ein Kabel ist und bleibt ein Kabel, zumal bei einer verkabelten Variante die Sabotageschleife unüberwindbar ist, wenn man diese richtig verschaltet.

    Das kann auch nicht James Bond, oder Chuck Norris überwinden. :-)

    Ergänzung: Bei einer perfekt geplanten Alarmanlage in Verbindung mit hochwertigen Komponenten gibt es KEINE Fehlauslösungen. Gibt es einfach nicht.


    Habe selber 15 Jahre Alarmsysteme im Hochsicherheitsbereich geplant, verbaut und programmiert.

  • Ich habe leider das Problem dass ich ziemlich altmodische in 2 Hälften geteilte Fenster habe. Eine Seite geht nach links auf und eine nach rechts. Ich denk ihr wisst was ich meine.

    Magnetsensor mittels Reedkontakte nicht brauchbar dank der Bauweise meiner Fenster.

    Ich denke ich werde mir eine batteriebetriebene Lichtschrankenschaltung mittels LDR Fotodiode oder so und akustischen Alarm basteln und sie dann links und rechts vom Fenster schön hinter dem Mauervorsprung platzieren.

    So ist es von aussen nicht sichtbar.

    Wenn jemand durchs Fenster steigt machts laut PIIIIIEP!

    Wenns gut geht wird das System auf die nicht wirklich recht einbruchssichere Wohnungstüre ausgeweitet.


    Was haltet ihr davon?

  • Magnetsensor mittels Reedkontakte nicht brauchbar dank der Bauweise meiner Fenster.

    Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Wenn ein Teil des Sensors am linken Flügel ist und ein Teil am rechten Flügel, dann müsste es doch funktioniern. Falls wir hier von solchen Sensoren plaudern.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Ich weiß schon. Nur das meine Fenster wirklich doof sind und der rechte Flügel den linken überlappt und somit eine Distanz durch die Rahmendicke der Fenster (Zentimetern) entsteht.

  • Ja, ich kenne sowas, im Altbau hatte ich mal solche Fenster. Aber da kann man trotzdem solche Kontakte montiern. Am "dünneren" linken Flügel einfach etwas Holz (oder was auch immer) als Distanz dazwischen geben um auf die gleiche Höhe wie rechts zu kommen. Wobei das hier keine exakte Wissenschaft sein muss, die Magnetkontakte beider Teile müssen nur ziemlich nahe sein, da kommt es auf ein paar Milimeter auf oder ab nicht wirklich an.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.