COVID-19: News & Informationen

  • Don Pedro - da hast du natürlich auch recht.

    Aber ist es nicht das Wesen einer Hypothese noch unbewiesen zu sein?


    - Eine Hypothese ist eine in Form einer logischen Aussage formulierte Annahme, deren Gültigkeit man zwar für möglich hält, die aber bisher nicht bewiesen bzw. verifiziert ist. Wikipedia


    Ob sich diese dann als wahr oder falsch herausstellt werden die (hoffentlich) folgenden Studien ergeben.

    Zum Avatar wäre nur zu sagen - lang ist's her

  • Aber ist es nicht das Wesen einer Hypothese noch unbewiesen zu sein?

    Das stimmt, aber normalerweise hat man für eine Hypothese einen Grund, irgendwelche Sachen die darauf hin deuten. Wenn ich den Artikel richtig gelesen habe, dann gibt es keine echte Begründung warum dem so sein sollte.

    Was natürlich nicht bedeutet das sie ncht recht haben könnten, nur sind solche Aussagen eher dem Interesse der Öffentlichkeitswirksamkeit um Geld zu lukrieren geschuldet als der wissenschaftlichen Publikation. :)

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Das gefällt mir gut, anstatt die Ampel zu nutzen und das ganze Land auf gelb zu schalten...vom ORF entnommen:

    IMG_20200913_091046.jpg

    Ich hätte es für sinnvoller erachtet von Anfang an ganz Österreich auf Gelb zu schalten und die "Hochburgen" auf Orange.


    Es ist einfach psychologisch bedingt, dass wir "grün" mit "alles in Ordnung" verbinden.

  • Das stimmt, aber normalerweise hat man für eine Hypothese einen Grund, irgendwelche Sachen die darauf hin deuten. Wenn ich den Artikel richtig gelesen habe, dann gibt es keine echte Begründung warum dem so sein sollte.

    Was natürlich nicht bedeutet das sie ncht recht haben könnten, nur sind solche Aussagen eher dem Interesse der Öffentlichkeitswirksamkeit um Geld zu lukrieren geschuldet als der wissenschaftlichen Publikation. :)

    Ich kenn diese Hypothese als Synthese von drei Tatsachen, deren Kombination durchaus eine Begründung (aber keinen wissenschaftlichen Beweis!) liefert:


    1. Masken reduzieren erheblich die Menge an Viruspartikeln, die ein Infizierter von sich gibt, wenn er spricht/atmet. Wenn viele Infizierte Masken tragen, geben sie also in Summe deutlich weniger Viruspartikel in die Umgebungsluft ab, als wenn sie keine Masken tragen, wie es am Anfang der Pandemie der Fall war (gesichertes Fakt). Aber keineswegs wird durch die üblichen MNS (und die Art wie wir sie tragen) die Umgebung komplett zu 100% vor den Viren von Infizierten geschützt.


    2. Die durchschnittliche Schwere einer Covid-Erkrankung korreliert mit der Menge an Viruslast, die man initial abbekommen hat - wer anfangs eine „große Portion“ Viren abbekommt, erkrankt viel öfter schwer als jemand, der nur recht wenige Viruspartikel inhaliert hat (das ist ein ziemlich gut gesichertes Faktum)


    3. Wir sehen aktuell in fast allen Regionen mit steigenden Infektionszahlen deutlich weniger „schwere Erkrankungen und Tote pro positiv Diagnostizierten“ als zu Beginn der Pandemie. Woran das liegt ist nicht eindeutig, denn die Zahl der Positivdiagnosen hängt auch von der Zahl, Breite und Zuverlässigkeit der Tests ab, und die sind doch deutlich anders als zu Beginn der Pandemie, und ebenso ist derzeit die Altersverteilung der aktuellen Neuinfizierten anders als zu Beginn der Pandemie. Aber es ließe sich zumindest _auch_ mit einer Kombination der beiden vorgenannten Fakten begründen.


    Insgesamt kann man sagen: Es gibt keinen Beweis, aber doch eine begründbare Argumentation für die Vermutung, dass durch weitverbreitetes Maskentragen eine Vielzahl an leichten oder symptomlosen Infektionen entsteht und so eine bessere Immunisierung der Bevölkerung erreicht wird (was freilich noch lange keine Herdenimmunität bedeutet).

  • 2. Die durchschnittliche Schwere einer Covid-Erkrankung korreliert mit der Menge an Viruslast, die man initial abbekommen hat - wer anfangs eine „große Portion“ Viren abbekommt, erkrankt viel öfter schwer als jemand, der nur recht wenige Viruspartikel inhaliert hat (das ist ein ziemlich gut gesichertes Faktum)


    Insgesamt kann man sagen: Es gibt keinen Beweis, aber doch eine begründbare Argumentation für die Vermutung, dass durch weitverbreitetes Maskentragen eine Vielzahl an leichten oder symptomlosen Infektionen entsteht und so eine bessere Immunisierung der Bevölkerung erreicht wird (was freilich noch lange keine Herdenimmunität bedeutet).

    Zum Glück kommt die Argumentation nicht von mir sondern von anderen ...


    Zitat

    Daten, die die Annahmen der US-Wissenschafter bestätigen, gibt es freilich nicht. Das sagt auch Melanie Brinkmann, Virologin am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig. Auch wenn sie den Artikel in vielen Punkten für plausibel hält, ist sie skeptisch, "denn er basiert auf zwei Annahmen die wissenschaftlich für Sars-CoV-2 noch nicht belegt sind". Mann wisse erstens noch nicht, ob eine geringere Dosis an Virus tatsächlich weniger starke Symptome auslöst, und zweitens, ob nach milden oder asymptomatischen Infektionen wirklich ein langlebiger Immunschutz besteht.


    Eine erste Überprüfung der Hypothese hat Schulze zur Wiesch angestellt und berichtet von seinem eigenen Arbeitsplatz: Am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf habe es nach Einführung der Maskenpflicht nur wenige Ansteckungen des Personals gegeben. Die Zahl der positiven Antikörpertest sei daraufhin aber nicht gestiegen. "Dies würde tendenziell gegen eine größere Anzahl von leisen beziehungsweise asymptomatischen Infektionen nach Maskengebrauch sprechen", so der Infektiologe. Dass Maskenträger vor Übertragungen geschützt oder mit geringeren Virusmengen infiziert werden, nennt auch er eine "interessante, aber hochspekulative und unbewiesene Hypothese".

    Quelle: https://www.derstandard.at/sto…-cov-2-durch-maskentragen

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Für Influenza gibt es experimentelle Nachweise, dass initiale Virusmenge und Schwere der Erkrankung korrelieren (zB https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25416753/ ) aber Covid ist nicht die Grippe.


    Für Covid-19 gibt es einige Untersuchungen und durchaus plausible Analysen, die den Zusammenhang nahelegen (zB https://www.researchgate.net/p…and_Transmission_Dynamics ), aber was definitiv noch nicht stattgefunden hat und für eine wirklich belastbare Aussage zu der Frage notwendig wäre, ist eine kontrollierte Experimentreihe, wo Freiwilligen unterschiedliche Mengen von SARS-nCoV-2 verabreicht werden und dann die Infektionsverläufe gemessen werden. Das wäre angesichts der doch recht hohen Gesundheitsrisiken von Covid-19 unethisch (vgl. https://www.sciencealert.com/d…rmine-how-sick-you-ll-get )


    Intuitiv ist es logisch, dass das Immunsystem mit einer geringen Menge von Fremdkörpern eher fertig wird, weil es entweder überhaupt mit unspezifischen Abwehrzellen erfolgreich ist oder zumindest länger Zeit hat, spezifische Antikörper zu bilden. Aber die wissenschaftliche Lage der Analyse zu dem Thema bezüglich Covid-19 ist wie in dem Zitat von Don Pedro wiedergegeben noch nicht schlüssig belegt.

  • Bekannte von mir waren vor kurzem in Grado auf Urlaub. Die dortigen Gastronomen und Geschäfte haben ausschließlich Probleme mit Österreichern und Deutschen, weil die sich nicht an die Maskenpflicht halten. Die Einheimischen sind da sehr diszipliniert.

    Freunde von uns waren ebenfalls in Grado in den letzten Tagen und haben selbiges berichtet.

  • Bekannte von mir waren vor kurzem in Grado auf Urlaub. Die dortigen Gastronomen und Geschäfte haben ausschließlich Probleme mit Österreichern und Deutschen, weil die sich nicht an die Maskenpflicht halten. Die Einheimischen sind da sehr diszipliniert.

    selbes habe ich aus Kroatien gehört.

  • Verstehe nicht warum es Menschen gibt, die nicht mal wegen einer Pandemie auf ihren Italien Urlaub verzichten können.


    Aber ich muss ja nicht alles verstehen.

    Das ist das "haben-wollen"-Syndrom kombiniert mit einer "ich tue was ich will/ich lass mich nicht sagen was ich zu tun/zu lassen habe"-Abweichung.

    In einer Unterrichtsstunde für Sozialkunde hat mein Lehrer in 1990 gesagt: "es gibt primäre Lebensbedürfnisse, sekundäre Lebensbedurfnisse und Luxus". Urlaub ist weder das erste noch das zweite - nur ist es heutzutage in unsere Mimimi-Gesellschaft der Überempfindlichen so schlimm geworden, dass man dringend Urlaub braucht um nicht an ein Burnout zu erkranken.

    Hard times create strong men, strong men create good times.

    Good times create weak men, weak men create hard times.

  • Verstehe nicht warum es Menschen gibt, die nicht mal wegen einer Pandemie auf ihren Italien Urlaub verzichten können.


    Aber ich muss ja nicht alles verstehen.

    Gedankenspiel: Dank Corona arbeitslos, dazu eine kleine Wohnung mit Frau und 2 Kindern, auch alle zu Hause da HomeOffice & HomeSchooling, da kann ich es mir gut vorstellen das nach 6 Monaten der Wunsch nach einem Tapetenwechsel immer größer wird.


    Was aber nicht erklärt warum man sich wie A*** aufführt und keine Maske trägt oder andere Basics nicht einhält.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Wenn man arbeitslos ist, ist Urlaub wohl das letzte der Sorgen die man dann hat...

    Und es ist ja nicht so, dass man bei Home Office und Home Schooling (haben ja jetzt erst mal 2 Monate Ferien gehabt) nicht aus dem Haus hat dürfen.
    Wir haben seit Anfang der Pandemie (ab den Moment wo es möglich war) gut 3.000 km mit dem Rad abgespult - haben Ecken und versteckte Orte in AT entdeckt, in wunderschöne Seen geschwommen, etliche Berge erklommen und haben mehr Vitamin D abbekommen als üblich ohne C-19.

    Sehe es wie Ben, man hätte es auch sein lassen können.
    Es geht nicht einmal darum, selbst etwas falsch zu machen - aber wenn man dann ein paar Gruppen über den Weg läuft die sich beim Tanz- und Saufmarathon in engen Lokalen alle Mühe gegeben haben sich das Elend auf dem Hals zu holen - sind auch deine Bemühungen für die Katz wenn die sich im Restaurant ein Tisch weiter breit machen.

    Und bekanntermaßen fallen im "weiter weg" Urlaub schneller die Schwellen, wie auch auf den unzähligen Urlaubsvideos im Netz bedauernswert zu sehen ist.

    Hard times create strong men, strong men create good times.

    Good times create weak men, weak men create hard times.

  • Verstehe ich absolut. Den Tapetenwechsel hätte man aber auch in Österreich haben können. ;)

    Da kann ich mich nur anschließen. Wir hatten bereits Ende 2019 einen Italienurlaub gebucht. Die Kinder haben sich sehr gefreut, vor allem der Sohnemann, der zum 1. Mal am Meer gewesen wäre. Bedingt durch C-19 haben wir dann schweren Herzens abgesagt und einen Österreichurlaub gemacht.


    Zum einen wollten wir selbst das Risiko im Ausland nicht eingehen und zum anderen hat der Chef meiner Frau zu erkennen gegeben, dass er nicht begeistert wäre, wenn sie sich im Ausland ansteckt. Zumal ihr Chef Hausarzt der Gemeinde ist und sie somit mit vielen (Risiko-)Patienten zusammentrifft und ohnehin durch ihre Arbeit schon ein erhöhtes Risiko der Ansteckung hat.

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • Verstehe ich absolut. Den Tapetenwechsel hätte man aber auch in Österreich haben können.

    Italien, Österreich, Kroatien, ... das WO ist da eher nebensächlich, oder? Benehmen ist ja nicht an einen Ort gebunden.

    Auch die Gefahr durch andere ist an allen Urlaubsorten gleich.

    Böses Beispiel: Ob sich ein Schwede in Schladming ansäuft und alle Hemmungen fallen lässt oder in Chesenatico ist ja wohl egal.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Italien, Österreich, Kroatien, ... das WO ist da eher nebensächlich, oder?

    Das wo wäre nebensächlich, würde es überall die selben Voraussetzungen geben was Infektionszahlen usw. angeht.


    In Kroatien zum Beispiel gab es im Juli und August schon viele Neuinfektionen und bekanntlich wurden viele jetzigen Cluster in Österreich durch diese Reiseheimkehrer gebildet.


    Ergo wären meiner Meinung nach die aktuellen Infektionszahlen und die damit einhergehenden Verschärfungen vermeidbar gewesen, hätte man (wenn überhaupt) in Österreich geurlaubt, wo es über den Sommer nur wenige Neuinfektionen gab.

  • Ich denke ob der Krise wird deutlich, wie sehr die Gesellschaft mittlerweile der "Ich-Kultur" verfallen ist. Egal ob der Andere ins Gras beisst - der war ja sowieso schon alt und vorerkrankt - Hauptsache, ich führe mein cooles, spassiges Leben weiter wie bisher.

    Und ja @DonPedro: egal wo dieses Verhalten stattfindet, sch.....e ist es auf jeden Fall.

  • Verstehe nicht warum es Menschen gibt, die nicht mal wegen einer Pandemie auf ihren Italien Urlaub verzichten können.


    Aber ich muss ja nicht alles verstehen.

    Ganz einfach, weil unsere Generation und auch die davor nicht gelernt hat zu verzichten, sondern im Überfluss lebt.


    Wenn ich nur darüber nachdenke worauf meine Großeltern verzichten mussten... Der Überfluss ist in jedem Bereich des Lebens zu sehen. Bevor was repariert wird kauft man es neu, bevor man was verpasst geht man lieber ein Risiko ein und fährt während einer Pandemie auf Urlaub, und bevor man nicht cool ist macht man Schulden für das neue Smartphone. Man nimmt alles in Kauf nur den Verzicht nicht, derweil wäre der so günstig :)


    Ich bin mir sicher, je weniger wir jetzt verzichten desto mehr müssen wir später verzichten, und das ist dann sicher härter.


    Gedankenspiel: Dank Corona arbeitslos, dazu eine kleine Wohnung mit Frau und 2 Kindern, auch alle zu Hause da HomeOffice & HomeSchooling, da kann ich es mir gut vorstellen das nach 6 Monaten der Wunsch nach einem Tapetenwechsel immer größer wird.

    Wenn ich Arbeitslos bin, dann ist der Urlaub bei mir ganz nach hinten gereiht. Jeder jammert das er so wenig Geld hat, aber der Urlaub geht sich bei vielen dann doch aus ... Tapetenwechsel heißt nicht immer irgendwo ins Ausland auf Urlaub zu fahren. Man kann auch hier einen Tapetenwechsel machen. Was sollte da unsere Großelterngeneration sagen? Die konnte nicht jedes Jahr irgend einen Winkel der Erde entdecken von dem die meisten nicht mal wussten das er existiert. Die sind ohne großen Tapetenwechsel ausgekommen und glücklich alt geworden.


    Italien, Österreich, Kroatien, ... das WO ist da eher nebensächlich, oder? Benehmen ist ja nicht an einen Ort gebunden.

    Auch die Gefahr durch andere ist an allen Urlaubsorten gleich.

    Böses Beispiel: Ob sich ein Schwede in Schladming ansäuft und alle Hemmungen fallen lässt oder in Chesenatico ist ja wohl egal.

    Es macht aber vielleicht einen unterschied ob sich der Schwede in Schladming ansäuft oder in Schweden ;) Zumindest sind in Schladming , also generell in AT Discos geschlossen, ob das in Italien auch so ist weiß ich auf die Schnelle nicht.

    Gefühlt ist mit dem Grenzübertritt für viele auch die Hemmung etwas niedriger, "kennt mich ja eh keiner hier". Ob das statistisch bewiesen werden kann weiß ich aber nicht ;)