COVID-19: News & Informationen

  • Ich kann nicht verstehen, warum immer von "Erkrankte" gesprochen wird, wenn doch eigentlich positiv getestete Personen gemeint sind. Das verwirrt doch die Leute, die nicht beruflich damit zu tun haben.


    Muss sich doch schon bis zum ORF durchgesprochen haben, dass man die zwei absoluten Zahlen nur dann vergleichen kann, wenn man die Relation zu der Testanzahl mitberücksichtig.


    Wieviel Tests wurden denn gemacht?

    Weil positiv getestet dasselbe ist wie krank sein.


    Nur weil derjenige es symptomlos und unbemerkt übersteht, ändert das nichts daran dass er/sie an ein hochansteckliches Virus erkrankt is und eine potentielle (lebens)Gefahr für weniger Glückliche darstellt.


    Wenn jemand ohne Symptome positiv auf Hepatitis oder gar HIV getestet wird, würde jemand verrückt genug sein diese Person nur als "positiv getestet" zu betiteln? Oder dann doch eher als Krank einstufen?

    Hard times create strong men, strong men create good times.

    Good times create weak men, weak men create hard times.

  • Weil positiv getestet dasselbe ist wie krank sein.

    Das ist einfach falsch!


    Das ist deine persönliche Auslegung, das hat mit medizinischer Definiton nichts zu tun!


    Schlag doch mal die Definiton von beiden nach.

    Es kommt immer anders, wenn man denkt!

  • Scheinbar nicht haltbar was er von sich gibt.

    Ich hoffe, jeder der sagt, dass dieser Professor nicht weiß, was er sagt, hat auch gelesen, was er bis jetzt gemacht hat:


    Er studierte von 1963 bis 1970 Humanmedizin an der Universität Bonn, davon 1966 bis 1970 als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Eine Zeitlang arbeitete Bhakdi als Privatassistent von Walter Siegenthaler.[4]

    Im Februar 1971 wurde er zum Dr. med. promoviert. Von 1972 bis 1974 verfügte er über ein Stipendium der Max-Planck-Gesellschaft, am Max-Planck-Institut für Immunbiologie in Freiburg. Von 1974 bis 1976 erhielt er ein Stipendium der Alexander-von-Humboldt-Stiftung am Max-Planck-Institut für Immunbiologie in Freiburg.

    Nach einem einjährigen Aufenthalt an der Universität Kopenhagen arbeitete er von 1977 bis 1990 am Institut für Medizinische Mikrobiologie der Justus-Liebig-Universität Gießen. Im Juli 1979 habilitierte er sich. Er wurde 1982 zum C2-Professor und 1987 zum C3-Professor für Medizinische Mikrobiologie ernannt, bevor er 1990 an die Universität Mainz berufen wurde. Ab 1991 lehrte er dort als Professor am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene.

    Zum 1. April 2012 ging Bhakdi in den Ruhestand.[5]

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sucharit_Bhakdi


    Publiaktionen:

    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.go…kdi%2C+Sucharit&sort=date


    Auszeichnung:



    Ich denke mit so einer Vita, muss man sich mal vor Augen halten, dass der sehr wahrscheinlich schon weiß, wovon er spricht.

    Auf jedenfall finde ich es bedenklich, dass Medien in einem Faktencheck mal so nebenbei, so ein Lebenswerk für unzulänglich erklären.

    Spricht man so jemandem die Fachkenntnis ab, ist das schon eine sehr bedenkliche Entwicklung.

    Es kommt immer anders, wenn man denkt!

    2 Mal editiert, zuletzt von JuGeWi ()

  • Eindrucksvolle Vita, aber auch Einstein hat sich in manchen Dingen geirrt.

    Seine Meinung ist eine von vielen in der jetztigen Zeit, die gehen von komplett harmlos bis "hilfe, wir werden alle sterben".....

    "Die Demokratie ist nicht die beste Regierungsform, sie ist nur als einziges übriggeblieben!"

  • Das ist einfach falsch!


    Das ist deine persönliche Auslegung, das hat mit medizinischer Definiton nichts zu tun!


    Schlag doch mal die Definiton von beiden nach.

    Also würdest du ungeschützt mit einer Frau schlafen die HIV positiv getestet wurde, sich aber nicht krank fühlt? Immerhin ist sie ja nur positiv getestet.


    Und was unbemerkt positiv getesteten für Katastrophen anrichten können, davon gibt es ja jetzt wohl ausreichend Praxisbeispiele.


    Auch wenn man symptomlos erkrankt ist, ist man erkrankt. Punkt!


    Und was Auszeichnungssammlungen angeht, davon haben einige Kollegen in meiner Organisation ausreichend. Weil ihre Thesen und Studien für atemberaubend gut befunden wurden. Leider haben sich ihre beeindruckende und preisgekrönten Forschungsarbeiten dann bei der Umsetzung als nicht realisierbar oder als doch nicht wirksam erwiesen.


    Sag nicht dass seine Errungenschaften nichts Wert sind - aber Titel und Auszeichnungen schützen nicht vor Dummheit, wie der Professor im Video eindruckslos bewiesen hat.

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  • Auch wenn man symptomlos erkrankt ist, ist man erkrankt. Punkt!

    Also wenn ich mir die div. Interviews der letzten Monate anschaue dann ist für die Virologie ein Unterschied zwischen infiziert und erkrankt. Punkt! :P

    Bin gerade hier darüber gestolpert:

    https://www.mimikama.at/allgem…-coronavirus-faktencheck/


    Das Video von Prof. Dr. Sucharit Bhakdi wurde ja auch zigfach geteilt. Scheinbar nicht haltbar was er von sich gibt.

    Ich habe mir die Seite gerade angeschaut ... Naja, da sind Aussagen dabei die sich auf Quellen stützen in denen die gleiche Aussage steht ohne Quelle. Und das die Einschätzungen der WHO falsch sind, das wissen wir ja mittlerweile.


    Ich bin ein Fan von Fakten und Zahlen, Meinungen sind interessant aber wenn man sie nicht belegen kann ... Reduzieren wir die Diskussion mal auf Fakten:


    In D wurde der Lockdown begonnen und der R Wert unter 1 als Ziel gesetzt. Richtig?

    Zum Beginn des Lockdowns war der R Wert aber bereits unter 1. Richtig?


    Noch etwas zum Thema Personen und deren Wirken in der Öffentlichkeit.


    Hr. Müller sagt A und ändert später seine Meinung auf B

    ++ Ein toller Mann, er lernt aus den Gegebenheiten

    -- Ein Wendehals, er richtet seine Meinung nach dem Wind


    Hr. Maier sagt B und B stellt sich später als richtig heraus

    ++ Er hat es schon immer gewusst, nur wollte es keiner glauben

    -- Glück gehabt, auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn


    Wer legt fest ob es ++ oder -- wird?

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Ein erneuter Anstieg der Coronavirus-Infektionen in Österreich hat zuletzt Sorgen hervorgerufen. Vor dem Wochenende galten nach Daten des Gesundheitsministeriums rund 470 Menschen als erkrankt – am Montag waren es 600. Einen Appell äußerte daher auch die Virologin Monika Redlberger-Fritz von der MedUni Wien in der ZIB2: Sie warnte davor, mit der Gefahr einer Coronavirus-Ansteckung zu leichtfertig umzugehen. Aktuell sei die Bevölkerung aus virologischer Sicht „zu sorglos“, womit man dem Virus die Chance zur Ausbreitung gebe.

  • Also wenn ich mir die div. Interviews der letzten Monate anschaue dann ist für die Virologie ein Unterschied zwischen infiziert und erkrankt. Punkt! :P

    Dann schlaf doch mit der HIV Infizierte - aber danach nicht heulen wenn Definitionen und Praxis weit auseinander liegen ;)

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  • Dann schlaf doch mit der HIV Infizierte - aber danach nicht heulen wenn Definitionen und Praxis weit auseinander liegen

    Echt hilfreich, wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht :(

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Bleiben wir bitte beim Thema des Threads "News & Informationen".


    Eine Diskussion über Begrifflichkeiten halte ich für müßig.


    Wir sind hier alle keine Virologen, sondern Bürger die sich auf diese Pandemie und ihre Folgen vorbereiten.

  • Eine Diskussion über Begrifflichkeiten halte ich für müßig.

    Begriffe müssen aber genau definiert und korrekt verwendet werden, sonst kann man sich nicht objektiv informieren und redet aneinander vorbei.

    Es kommt immer anders, wenn man denkt!

  • Begriffe müssen aber genau definiert und korrekt verwendet werden, sonst kann man sich nicht objektiv informieren und redet aneinander vorbei.

    Das schaffen nicht mal die Medien "infiziert" von "erkrankt" zu unterscheiden.


    Und mir persönlich ist diese Unterscheidung auch wurscht, weil sie keinen Einfluss auf meine Vorbereitungen hat.


    Dass der Trend nach oben zeigt was die Fallzahlen angeht, ist das worüber ich mir Sorgen mache.

  • In D wurde der Lockdown begonnen und der R Wert unter 1 als Ziel gesetzt. Richtig?

    Zum Beginn des Lockdowns war der R Wert aber bereits unter 1. Richtig?

    Erste Aussage ist richtig aber unvollständig. Zweite Aussage ist "möglicherweise richtig", aber das war zu diesem Zeitpunkt (23.3.) weder bekannt noch relevant.


    Zu dieser konkreten Frage bzw. Aussage - die spezifisch Deutschland betrifft - noch etwas Hintergrund (nachzulesen zB hier: https://www.zdf.de/nachrichten…szahl-diskussion-100.html )


    Die Reproduktionszahl ist wie wir inzwischen alle wissen eine eindimensionale und damit griffige Art, eine Aussage über den Verlauf einer Infektion in einer Population zu machen: Über 1 bedeutet "Zahl der Infizierten steigt", unter 1 bedeutet "Zahl der Infizierten sinkt". Mit etwas mathematischem Verständnis kann man auch noch über exponentielles Wachstum fabulieren, und vielen ist bewusst, dass bereits ein R-Wert von 2 etwas sehr schlimmes sein kann.


    Es macht also schon Sinn, "der R-Wert muss unter 1" als Devise auszugeben, aber das reicht nicht aus, um eine landesweite Epidemie in den Griff zu bekommen; man muss immer wieder Maßnahmen definieren und nachjustieren, und dafür reicht die Betrachtung nur des rechnerischen und unspezifischen R-Werts einfach nicht aus. Vergleichbar mit "der Temperaturanstieg muss unter 2,5°C bleiben" - das wäre als globale Zielsetzung für die Klimathematik griffig, aber wie man konkret dort hinkommt und welche Maßnahmen und Messungen je nach Land und Region notwendig sind, lässt sich daraus natürlich nicht ableiten.


    Im konkreten Fall ist der R-Wert in Deutschland für den März nachträglich berechnet worden (sagt das RKI, das diese Zahl liefert) und konnte daher gar nicht als Entscheidungsfaktor für den deutschen Lockdown herhalten. Schaut man sich die Daten an, die zur Verfügung standen, um Mitte März Entscheidungen zu treffen, nämlich die täglichen Neuinfektionen:


    DE Covid-19 neue Fälle pro Tag.jpg

    (Quelle: Google)


    Wie man (im Nachhinein besonders gut...) sieht, waren die täglichen Neuinfektionen in der 2. Märzhälfte massiv am Steigen - der Höchstwert in Deutschland wurde erst eine Woche nach dem "Lockdown" (23.3.) gemessen, was mit der Inkubationszeit und Zeit bis zum Testen ganz gut zusammenpasst. Erst im April war ein nachhaltiges Absinken der diagostizierten Neuinfektionen von den Höchstwerten zu beobachten. Ich meine, man kann angesichts dieser Daten schwerlich behaupten, der Lockdown sei unnötig gewesen, oder dass die Entscheidung für einen Lockdown angesichts der Datenlage im März unnötig und übertrieben gewesen wäre.


    PS: Ja, natürlich macht sich eine Regierung nicht unbedingt glaubwürdig, wenn sie alle paar Wochen oder sogar Tage die "Zielvorgabe" ändert - aber wer schon mal in einer noch nie dagewesenen Krisensituation in einer Managementposition war (ich hatte das Vergnügen), kann eventuell nachvollziehen, was für eine Gratwanderung das ist. Da passieren durchaus auch "dumme Fehler".

  • Dass der Trend nach oben zeigt was die Fallzahlen angeht, ist das worüber ich mir Sorgen mache.

    Möchtests du dir einfach Sorgen machen oder wäre es nicht möglich, dass du dir deswegen Sorgen machst, weil dir noch niemand erklärt hat, was der Unterschied von relativen und absoluten Zahlen in dem Zusammenhang bedeutet?

    Nur der Anstieg an positiven Fällen bedeutet für sich genommen, nämlich gar nix.


    Das gilt für fast jeden Inhalt von irgendwelchen Meldungen, die hier maßgeblich zur Sorge beiträgt.


    Für manche Erklärungen braucht man aber genau definierte Begriffe. Damit man auch die logische Konsequenz einer Aussage versteht.


    Bis jetzt dachte ich, dass es gerade für jemanden der vorsorgt, wichtig ist, Zusammenhänge zu verstehen und alle Eventualitäten zu bedenken. Wenn ich ein Problem aber nicht von allen(!) Seiten beleuchte, dann geht das nicht.


    Wenn es nicht möglich ist, sachlich über bis jetzt gesammelte Daten zu disskutieren, schadet man damit jedem.

    V.a. denen die eben keine fachliche Ausbildung haben. Die verstehen es vielleicht erst, nachdem gewisse Dinge nochmal einfach erklärt werden oder überhaupt erklärt werden.


    Was die "Medien" für Blödsinn produzieren, ist eine Sache. Wenn man aber schon drauf aufmerksam gemacht wird, dass es eben einen Unterschied zwischen "krank" und "positiv gestestet" gibt, dann sollte man das einfach zur Kenntnis nehmen (oder selbst nochmal nachlesen un diese Aussage wiederlegen) und nicht unsachlich drauf rumreiten.

    Es IST nun mal ein wichtiger Unterschied.


    Was solls also sein?

    Meldungen ohne kritische Betrachtung sammeln oder iste es erwünscht auf gewisse, oberflächlich nicht vorhandene Informationen oder eben fehlende, hinzuweisen?

    Es kommt immer anders, wenn man denkt!

    Einmal editiert, zuletzt von JuGeWi ()

  • Im konkreten Fall ist der R-Wert in Deutschland für den März nachträglich berechnet worden (sagt das RKI, das diese Zahl liefert) und konnte daher gar nicht als Entscheidungsfaktor für den deutschen Lockdown herhalten

    Hab ich das jetzt falsch verstanden?

    Man beruft sich bei den Maßnahmen/Lockdown auf einen R0 Wert den man nicht kannte und legt die magische Grenze mit 1 fest. Dann kann man im Nachhinein feststellen, der Wert war schon auf 1 und dann ist er nicht mehr relevant?

    Versteh ich nicht.


    Wie man (im Nachhinein besonders gut...) sieht, waren die täglichen Neuinfektionen in der 2. Märzhälfte massiv am Steigen

    Das sind absolute (positive Fälle) und keine relativen Werte (gemessen an den gemachten Tests).

    Was sagt das für sich genommen denn überhaupt aus?


    Erst im April war ein nachhaltiges Absinken der diagostizierten Neuinfektionen von den Höchstwerten zu beobachten.

    Gleiches Problem:

    wieviele Tests wurden gemacht?

    Es kommt immer anders, wenn man denkt!


  • Ein erneuter Anstieg der Coronavirus-Infektionen in Österreich hat zuletzt Sorgen hervorgerufen. Vor dem Wochenende galten nach Daten des Gesundheitsministeriums rund 470 Menschen als erkrankt – am Montag waren es 600

    Da haben wir das Problem, die Anzahl der gefundenen Fälle ist nur sinnvoll im Zusammenhang mit der Anzahl der getesteten.

    Beispiel:

    Ich teste 1000 und finde 10 ==> 1 % gefunden

    Ich teste 20.000 und finde 200 ==> auch nur 1 %


    Wenn niemand dazu sagt wieviele jetzt und vorher getestet wurden, dann sind solche Nachrichten reine Panikmache.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Österreich meldet in den letzten Wochen pro Tag zwischen 4000 und 7000 Tests https://de.wikipedia.org/api/r…1b8a0c42e0fb68f86a096.png . (Konkret waren es gestern etwas weniger als 4000). Die Rate von ca. 80-100 Tests pro Positivdiagnose bedeutet, dass die Zahl der Positivdiagnosen hoch relevant ist, es sei denn, es existiert irgendwo ein unbekanntes "Nest" (so wie bei Tönnies...).


    Jedenfalls ist der Anstieg der Positivdiagnosen in AT nicht mit einem Anstieg der Testzahlen zu erklären, denn die Testzahlen sind seit Wochen stabil.

  • Die Rate von ca. 80-100 Tests pro Positivdiagnose bedeutet, dass die Zahl der Positivdiagnosen hoch relevant ist

    Kann man ohne weitere Informationen so nicht sagen:


    Bei einer Spezifität von 98%, hat man bei 100 Tests, 2 falsch positive.


    4000 Tests - 12 positive Tests = wieviele davon sind der Spezifität des Tests geschuldet?


    Es IST halt nicht so einfach.

    Es kommt immer anders, wenn man denkt!

  • Die Testmethodik, das Verhältnis von durchgeführten Tests pro Positividiagnse und die Zahl der durchgeführten Tests pro Tag sind in den letzten Wochen im Wesentlichen unverändert. Daher sind signifikant steigende Zahlen von Positivtests aussagekräftig.