COVID-19: News & Informationen

  • Österreich hatte gestern erstmals seit über einem Monat wieder einen Anstieg der Covid-19-Patienten im Spital (auf niedrigem Niveau, von 174 auf 188 Patienten). Die Zahl der diagnostizierten Neuinfektionen pendelt seit Wochen um die ca. 50 Fälle/Tag, und mit dieser Rate an Neuinfizierten wird auch die Zahl von ca. 700 "Erkrankten" nicht substanziell weiter sinken. Das bedeutet, dass wir in Ö quasi die "Talsohle" erreicht haben; solange wir die Maßnahmen halten, wird es auf diesem niedrigen Niveau "weiterköcheln".

  • War heute gezwungenermaßen im Tal...


    Wohlgezählt 13 Leute ohne MNS im Geschäft, unfassbar. Und Distanz halten, nunja... Das Lied "20 cm" gibt es nicht umsonst - Distanz schätzen zu können ist bei viele mangelhaft.

    One Mile Club - Magis Accurata quod Diutius


    “Hard times create strong men, strong men create good times, good times create weak men and weak men create hard times.”

  • Bei uns wurde gestern ein paar Häuser weiter ein neuer Pool mit einer Poolparty eingeweiht. Da galt anscheinend die Regelung, dass alles über 50 cm Abstand zu viel ist .... :cursing:

  • Den habe ich vergeblich gesucht. ich glaub, der ist ein Gerücht. Jedenfalls am VIE, Mitte Mai, ist der dort nicht zu finden.

    Sie vereinbaren direkt beim Health Center Vienna Airport unter +43-1-7007-24906 (Sprache Deutsch & Englisch) oder mittels E-Mail coronatest@viennaairport.com einen Termin. Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag (ausgenommen Feiertage) von 09:00-17:00 Uhr.

    Quelle: https://www.viennaairport.com/coronatest

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Genau, bleiben wir beim Lockdown. Die paar Millionen mehr an Arbeitslosen oder die tausenden Firmenpleiten sind ja kein Problem. Wir machen noch ein Rettungspaket mit zig Milliarden Euro, ist ja nur Geld das wir selber drucken.

    Das ist ein Szenario. Ein anderes Szenario wäre das eine zweite massive Welle kommt und ein noch längerer Lockdown notwendig wäre - für die Wirtschaft nicht so toll. Oder das wir laufend Lockdowns haben. Ich glaube ein früherer Lockdown, und noch rigoroser hätte die Wirtschaft leichter weggesteckt.

    Da kann ich dir nur zustimmen. Eigenverantwortung ist für viele ein Fremdwort. Man schaue nur auf die Straße oder in den Supermärkte. 2 Sekunden warten bis der schmale Gang frei ist? NEIN, weil "ICH MUSS DA WAS HOLEN - JETZT!!" Sieht man auch schon seit langem im Straßenverkehr. Gefährliche Fahrmanöver weil "ICH MUSS JA DA RAUS FAHREN ob ich wen anderen gefährde ist nicht mein Problem, mein Problem ist das ich da raus muss, PUNKT"


    Und der Ruf nach Geld ist meines Erachtens auch der Grund warum man jetzt so zügig aufmacht. Aber ich bin nicht sicher ob der Schaden dadurch nicht größer wird.

    Bei der ersten Welle war aber noch eine gewisse Ungewissheit der Leute dabei , der Respekt davor und die Frage: Was kommt da jetzt wirklich auf uns zu? Jetzt wissen Sie, oder glauben sie das es ja gar nicht so tragisch war. "Die paar Toten? Da sterben im Straßenverkehr mehr und außerdem ist CoVid-19 ja nur wie eine Grippe, und ja da sterben halt ein paar." Man braucht sich nur die Kommentare auf diversen Plattformen durch lesen, da kommt man aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus. Zudem wäre ein Lockdown im Sommer für manche schwierig. In einer kleinen Wohnung bei Hitze ohne Ausgang, da werden viele rebellieren.

  • Ich glaube nicht das es die Gier nach Geld ist, welche die Lockerungen fordern. Es ist eher der Wunsch nach Arbeit und Sicherung der eigenen Existenz. Es gibt nur eine Handvoll böse Großkonzerne, in A sind die meisten im Mittelstand, d.h. bis zu 20 oder 30 Mitarbeiter. Was soll ein kleines Unternehmen machen? Ein Maler mit 1 Lehrling und 3 Gesellen. Oder eine Pension mit 3 Zimmermädchen.


    Die groß angekündigte Unterstützung und Finanzierung der Kurzarbeit hat bis heute noch keinen Euro ausbezahlt. Und die Mitarbeiter und die Banken und die Gemeinde und die Krankenkasse, alle wollen trotzdem jetzt das Geld. Von wegen Stundung ... du musst 700 Formulare ausfüllen und Bilanzen vorlegen und nachweisen das es notwendig ist ... Alleine das ist ein Fulltimejob.


    Die Firma für die ich arbeite hat bis heute 0 € bekommen und auch keine Stundung oder ähnliches ... Und das obwohl die Hälfte der Belegschaft zu Hause sitzt und Däumchen dreht.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Dann schau dich mal in den großen Skigebiete um. Das hat zum Großteil nichts mehr mit Familienbetriebe oder Kleinbetriebe zu tun.


    Das sind Projektentwickler und Großkonzerne. Und der Wunsch zu arbeiten...


    Ja. Aber wer ist dann die Belegschaft? Von 100 Mitarbeiter sind es ca. 90 die aus Ungarn, Slovenien oder andere östlicher gelegene Länder kommen. Und am Ende der Saison geht das Geld mit den Eigentümern wieder in die eigene Heimat, wo sie die Zwischensaison finanziell aussitzen könnnen. Sprich, davon hat Österreich auch nix, weil es nicht hier ausgegeben wird.


    Fakt ist auch, dass der Tourismus komplett übersättigt ist, die Hotels sind in Gebiete die ein Ausbau in der Seilbahninfrastruktur verzeichnet haben, in den letzten Jahr wie Pilze aus den Boden gestampft. Das eine Haus noch größer und mit noch mehr Features als das andere. Dasselbe gilt auch für Bars, Bistros und Restaurants. Und irgendwo müssen die Kosten reduziert werden, und dann "siehe oben" bezüglich Arbeitskräfte.


    Seilbahnbetriebe werden nicht mehr von Onkel Sepp geführt - das sind Millionenschwere Läden. Und der Tourismusverband heiligt sowieso alle Mittel.


    Und jetzt muss dieser Überschuss künstlich am Leben gehalten werden. Warum haben sie nicht selbst vorgesorgt? Was wäre wenn es einen komplett schneefreien Winter hätte? Vielleicht noch getopt mit ein komplett verregneter Sommer mit den dazugehörigen Stornierungen? Würden sie dann auch alle Hops gehen? Wenn ja, dann soll man bitte überdenken ob man dann etwas falsch macht. Denn dann könnten sie auch nicht bei der Regierung anklopfen für Geld.


    Jetzt haben sie 2 oder 3 Wochen früher zumachen müssen und dann steht die Welt auf dem Kopf?


    Ich weiß, dass das jetzt sehr schwarzweiß geschildert ist - es genügend (Klein)Betriebe gibt die es am A**** geht - aber wenn später wieder alles zu muss und die Leute nach Hause geschickt werden müssen, der Schaden wird um vieles größer sein.

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    “Hard times create strong men, strong men create good times, good times create weak men and weak men create hard times.”

  • Ich denke, dass es eine Mischung aus beiden geschilderten Szenarien von Don Pedro & Roekkr3 ist. Es gibt sowohl Großkonzerne die Druck machen, aber auch dem "kleinen Mann" bzw. der "kleinen Frau" geht alles schön langsam auf die Nerven und viele Klein- und Mittelbetriebe sind sehr stark davon betroffen. Ein Freund von mir, der selbstständig ist, hat auch noch keinen einzigen Cent erhalten.


    Nun denke ich weiters, dass wir uns darauf einigen können, dass es verschiedene Probleme mit der aktuellen Covid-Situation gibt und auch verschiedene Ansichten. Daraus resultiert, dass wir auf keinen grünen Zweig kommen werden, da jeder seine Meinung hat und auch haben darf.


    Und nun schlage ich vor, dass wir uns wieder dem Thema dieses Threads "News & Informationen" widmen.

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)