COVID-19: News & Informationen

  • Kleiner Tipp, falls das noch nicht bekannt ist: Google-Übersetzer aufmachen, den Link reinkopieren und dann den ausgegebenen Link mit der Übersetzung öffnen.

    Think positive, stay negative! :)

  • Ich bin nicht bei Google (Datensammeldienst) registriert. Darum kann ich diesen Vorgang das neuerdings bei uns in der Schweiz es eine Registrierung braucht, leider nicht unterstützen.

    Andere links die hier im Forum gepostet werden, werden ja auch teilweise in Englisch reingestellt. Ohne Übersetzung.

    Egal. Im Beitrag geht es grob gesagt das eine Frau mit ihrem neugeborenen Baby (2 Monate alt).

    Beide mit Coronavirus ins Spital eingeliefert worden sind.:(

    Ich dachte immer das beide nicht zur Zielgruppe dieses Virus gehören würden..

    Ist das nicht mehr so?

  • Infiziert kann jeder werden. Die meisten in jüngeren Altersgruppen zeigen aber keine Symptome bzw. erkranken nicht so schwer, dass sie ins Krankenhaus müssten.


    Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel.


    Im Artikel steht nicht warum sie eingeliefert wurden, vl. nur zur Beobachtung.

  • Ben  Fluid


    Es trifft durchaus auch sehr viele junge Personen ohne Vorerkrankungen.


    Die Statistiken zur Altersverteilung sind sicherlich mit Vorsicht zu geniessen, da Junge bei der Zuteilung von Intensivplätzen oder gar externer Sauerstoffanreicherung, welche leider noch viel seltener verfügbar ist wie Beatmungsgeräte, bevorzugt werden. Ältere Patienten werden hier zugunsten der Jungen triagiert.


    In den Niederlanden sind 50% der Hospitlisierten Patienten nicht in der Risikogruppe..


    Ein aktueller Artikel zum Thema junge auf der Intensivstation:

    http://m.20min.ch/schweiz/news…Intensivstation--14630453

  • Artikel gelesen?


    Zitat

    Sind tatsächlich nur Alte betroffen, wie man oft liest?



    Wir haben einzelne junge Patienten im Alter von 30 bis 35 Jahren mit schweren Verläufen. Ein rund 30-jähriger Patient hatte keine Vorerkrankungen, ein anderer leichtes Asthma, jetzt werden beide künstlich beatmet auf der Intensivstation. Ihr Zustand ist stabil, aber nicht gut. Das ist auch eine Botschaft: Das Coronavirus kann ab und zu auch junge, gesunde Menschen treffen, wenn sie Pech haben.

    Keine Rede von "sehr viele junge"

  • Ich muß da mal scerscen zititeren (aus einem anderem Beitrag), denn ich glaube nicht jeder weiß was milder vs. schwerer Verlauf bei dieser Infektion bedeutet:

    Zitat

    Gemäss WHO mindestens 2 Wochen bei einem "milden Verlauf" und 3-7 Wochen bei schwereren Verläufen.


    Wobei als milder Verlauf alles bis und mit Lungenentzündung aber ohne Hospitalisierung gilt.


    Sobald die Sauerstoffsättigung in einem kritischen Bereich ist und Sauerstoff benötigt wird oder eine aktutes Lungenversagen eintritt und eine künstliche Beatmung oder gar eine externe Sauerstoffversorgt des Blutes angezeigt ist, sind es gemäss definition schwere oder kritische Fälle.

  • Artikel gelesen?


    Keine Rede von "sehr viele junge"

    Ben, klar habe ich den Artikel gelesen und die Aussage habe ich auch nicht auf den Artikel bezogen. Der Artikel war einfach eine weitere Informationen hierzu. Die Schweiz ist generell in einer frühen Phase, die Anzahl kritischer Fälle wird vermutlich erst ab nächster Woche zunehmen.


    Ich empfehle dir mal ein Gespräch mit einem italienischen Mediziner oder einen Blick in die entsprechende Fachpresse von betroffenen Ländern.


    Ich mag weder irgendwelche Gerüchte noch Panikmache, aber es gibt leider auch viele die schlechte Nachrichten gerne verdrängen, auch hier im Forum wurde vor ein paar Wochen noch davon berichtet, dass es nicht schlimmer als eine Grippe ist. Die Informationslage ändert sich fast täglich und in den Medien werden zum teil Aussagen von "Experten" zitiert, welche sich diametral entgegen den neuesten medizinischen Erkenntnissen stellt.


    Ich denke es ist zu diesem Zeitpunkt wichtig, auch ggf. unbeliebte Erkenntnisse zu teilen, auch wenn zwischen Panik und unbequemen Wissen zum Teil ein schmaler Grat ist.


    Zu diesen unbeliebten Erkenntnissen gehört was JuGeWie (danke dafür) gerade zitiert hat. Milde Verläufe haben zum teil wenig damit zu tun was viele unter mild verstehen würden. Verläufe gehen 2-7 Wochen. Die durchschnittliche Zeit am Beatmungsgerät beträgt übrigens ca. 14 Tage bei antinflamatorischer und antiviraler Behandlung.

    Nach neuesten Erkenntnissen büssen zwei Drittel der Infizierten zwischen 20-30% ihrer Lungenkapazität ein, wir wissen nicht ob sich das über die Jahre wieder erholt.

    Und auch das es viele junge hart trifft, ist leider so eine Gegebenheit. Die jungen haben dabei einfach eine höhere Überlebenschance, generell weniger Co-Morbitäten und werden in der Triage bevorzugt.


    ----Nachtrag zur Triage----

    Bei der Triage wird in den meisten Fällen/Ländern/Hospitalen +/- folgende Indikatoren berücksichtigt:

    - Schwere der Symptome/Prognose

    - Alter/Anzahl verbleibender Lebensjahre(mehr verbleibende Jahre = besser)

    - Co-Morbitäten (weniger = besser)

    - Geschätzte intensivmedizinische Behandlungsdauer (kürzer = besser, weil dann die Geräte für den nächsten Fall freiwerden)

    - Umfeld/Kinder und Betreuungsmöglichkeiten.

    Einmal editiert, zuletzt von scerscen ()

  • Übrigens, falls es jemanden interssiert:


    Hier gibts die Event 201 Videos.


    Die Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health und das World Economic Forum hielten gemeinsam eine Veranstaltung in New York, bei der "politische Entscheidungsträger, Beamte, Führungskräfte und Gesundheitsexperten zusammen an einem simulierten Corona-Virus-Ausbruch arbeiteten", ab.

    Die Pandemie-Übung mit dem Titel "Event 201" brachte die Teilnehmer mitten in einen unkontrollierten Corona-Virus-Ausbruch, der sich wie ein Lauffeuer aus Südamerika ausbreitete und weltweite Verwüstungen anrichtete.

    Einmal editiert, zuletzt von JuGeWi ()

  • scerscen


    Wir diskutieren hier Fakten. Die Fakten zeigen wenige schwere Verläufe bei jungen Menschen. Die schweren Verläufe und vor allem die Todesfälle findest du in den Altersgruppen jenseits der 60. Dies ist durch die wenigen Studien und öffentlichen, staatlichen Infos belegt.


    Deine Behauptung, dass "viele junge" betroffen sein sollen stützt Du auf "Rede mit einem italienischen Mediziner".


    Das ist keine Grundlage für eine Diskussion, also sind das was du in dieser Hinsicht verbreitest Gerüchte und sonst nichts.

  • Ben


    Die Sterblichkeit sagt wenig darüber aus, ob intensivmedizinisch behandelt wurde oder nicht. Darum habe ich auch geschrieben, dass die Mortalitätsrate beim Alter mit Vorsicht zu geniessen ist. Weil junge eben eher Intensivplätze bekommen.


    Auch wenn meine "Behauptung" als Gerücht hingestellt wird, ich wollte nur Informationen teilen, welche ich aus erster Hand habe, damit man aufgeklärt und ruhig auf eine Situation zugehen kann, ohne in Panik zu verfallen wenn die Situation auch hier eintrifft. Aber in ein paar Monaten werden wir alle mehr Wissen.


    Ich werde indessen auf das wiedergeben von Informationen aus persönlichen Quellen verzichten.


    Hier noch eine mediale Quelle zum Thema;

    Zitat

    In Italy, the hardest hit country in Europe, almost a quarter of the nearly 28,000 coronavirus patients are between the ages of 19 and 50...


    ...Similar trends have been seen in the U.S. Among nearly 2,500 of the first coronavirus cases in the U.S., 705 were aged 20 to 44, according to the Centers for Disease Control and Prevention. Between 15% and 20% eventually ended up in the hospital, including as many as 4% who needed intensive care...


    https://fortune.com/2020/03/18…covid-19-us-italy-france/

  • Ich hoffe, ich sprenge diesen Thread jetzt nicht, aber in der heimatlichen Diskussion ist die Frage aufgekommen, wie die häusliche medizinische (Selbst-)Behandlung von Verdachtsfällen (bis zu einer eventuellen positiven Diagnose) ausschaut?


    Z. B. wenn die Leute bei der 1450 (noch) nicht durchgekommen sind, noch auf den Abstrich oder dann auf das Testergebnis warten?


    Werden da generell, sofern die Symptome "mild" sind, Fiebersenkung, Hustentee und Bettruhe quasi als Standard-Hausmittel empfohlen?

    Wie schaut's mit Isolation von der restlichen Familie im selben Haushalt aus?


    Irgendwie habe ich da noch nichts im Rahmen der div. Berichterstattungen gelesen. (Oder bekommen die Leute solche Details nur über die 1450?) :/

    Think positive, stay negative! :)

  • Neue Infos zur Sterblichkeit, Stand 18.3.2020



    https://www.derstandard.at/sto…oronavirus?ref=cta_red_s1

    In diesen Statistiken ist mW die Prozentzahl immer ENTWEDER "so viele Prozent der Spitalspatienten in dieser Altersgruppe starben" ODER "so viele Prozent der positiv Diagnostizierten starben". Was man derzeit nicht sagen kann, aber was natürlich noch aussagekräftiger wäre: "so viele Prozent der insgesamt Infizierten in dieser Altersgruppe starben", denn die Zahl der gesamten Infizierten ist unbekannt und wird wohl erst in einiger Zeit durch flächendeckende Antikörpertests bestimmbar sein. Aber auch schon jetzt ist es ganz klar und unzweifelhaft, dass die wirklich Gefährdeten die Alten und Menschen mit Vorerkrankungen (Diabetes etc.) sind - letztere sind die Mehrzahl der Fälle in den jüngeren Altersgruppen. Ausnahmen bestätigen lediglich die Regel.

  • Die neueste und bisher beste Schätzung zur Mortalitätsrate

    Am 29. Februar 2020 gab es 79.394 bestätigte Fälle von Covid-19 und 2.838 Todesfälle durch dieses Virus auf dem chinesischen Festland, darunter 48.557 bzw. 2.169 in Wuhan. Entsprechend liegen für diese Region auch die besten Untersuchungen über Covid-19 vor. In einer heute in "Nature Medicine" veröffentlichten Arbeit kommen Joseph Wu und Kollegen auf Basis der Daten aus Wuhan zum Schluss, dass die Sterblichkeitsrate nach einer symptomatischen Infektion 1,4 Prozent betrug – also deutlich niedriger ist als die Zahl, die man erhält, wenn man die Todesfälle in Relation zur Gesamtzahl der Fälle stellt. Im Vergleich zu den 30- bis 60-Jährigen war die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen ab 60 Jahren nach der Entwicklung von Symptomen sterben, 5,1-mal höher. Am niedrigsten war sie bei Personen unter 30. Die Autoren fanden auch heraus, dass das Risiko einer symptomatischen Infektion mit dem Alter zunahm – etwa um etwa vier Prozent pro Jahr bei Erwachsenen im Alter von 30 bis 60 Jahren.

    https://www.nature.com/articles/s41591-020-0822-7

  • Zitat

    dass die Sterblichkeitsrate nach einer symptomatischen Infektion 1,4 Prozent betrug

    Na was soll dann die Aufregung? Ist ja doch nicht schlimmer als Grippe.

  • Ihr müsst euch bei Google regestrieren in der Schweiz?

    Ich empfehle übrigens allen den YT Kanal LPIndie, er berichtet täglich über die neuen Entwicklungen zu Covid19 in Europa und das ganz ohne Panik oder der gleichen sondern rein mit Fakten. Er macht das wirklich gut.

  • Denen bei 1450 bist du wurscht. Auch wenn du alle Symptome von einer Corona Infektion aufweist, wirst du nicht auf corona getestet, wenn du nicht in einer gefährdeten Region warst (China, Italien oder Tirol) oder mit einer Person direkten Kontakt gehabt hast, die nachweislich positiv auf das Virus getestet wurde!

    Ist so einem Freund ergangen der alle Symptome einer Coronaerkrankung aufweist und noch zusätzlich Lehrer an einer Schule ist!!!

  • was die 1450 dazu sagt, weiss ich nicht, aber generell würde ich in Einzelhaft gehen, wenn ich das bei mir vermuten würde. Dh auch essen nicht gleichzeitig, schlafen anderswo usw. Und nachdem es derzeit noch kein Medikament gibt, kann man nur Symptome lindern, also fiebersenkende Mittel, Schmerzmittel und so.


    Zumindest hat mir das vor dem ganzen Wahnsinn die Apothekerin gesagt (1 Woche vor den Maßnahmen)

  • Hallo,


    Ben: Du liegst komplett falsch, wenn du glaubst, dass es jüngere Menschen nicht, oder kaum betrifft. Die Gruppe der jüngeren Erwachsenen stellen 20% der hospitalisierten CoViD19 Patienten und 2-4% der intensivmedizinisch zu behandelnden.

    Quelle: https://www.statnews.com/2020/…ng-adults-not-invincible/


    Imperatrix: Im Prinzip ist die Behandlung von CoViD19 eine symptomatische, das heißt einfach, dass man sich nach den gebotenen Symptomen richtet.

    90% haben Fieber -> Fiebersenkung durch Paracetamol oder Metamizol, nicht durch Ibuprofen oder Diclofenac, da dies die Sterblichkeit zu erhöhen scheint

    75% haben einen trockenen Husten -> ausreichende Flüssigkeitszufuhr, evtl. Hustenstiller, kein Cortison, auch nicht als Inhalator (verschlechtert die Prognose)

    70% haben Atemnot -> Oberkörper hoch, Rettung rufen!, Sauerstoff Gabe

    30% haben Durchfall oder Erbrechen -> ausreichende Flüssigkeits- & Elektrolytzufuhr, durchfallhemmende Medikamente erst ab dem dritten Tag


    Im Prinzip kann man leichte Formen so wie eine Grippe behandeln, schwerere Erkrankungen gehören ins Spital und noch haben wir die Kapazitäten dafür.


    Grüße


    Sandman


    P.S.: Natürlich auch, und das ist das Wichtigste, hygienische Maßnahmen setzen. Isolation von Mitbewohnern, der/die Erkrankte soll permanent eine Maske tragen und Distanz wahren.