Kaninchenhunger

  • Was ist Kaninchenhunger


    Es ist eine Mangelernährung. Sie entsteht, wenn die Nahrung vor allem aus magerem Fleisch besteht.

    Symptome:

    Durchfall, Kopfschmerzen, Müdigkeit, tiefer Blutdruck, niedriger Puls sowie vages Unwohlsein. Hinzu kommt ein Hungergefühl, das nur durch Aufnahme von Fett oder Kohlenhydraten zu stillen ist.

    Leber und Niere kann einen plötzlichen Anstieg der Proteinzufuhr auf 200-300 pro Tag nicht verkraften.

    Niere kann den Harnstoff nicht mehr aus dem Blut filtern. => zuviel Harnstoff wird kurzfristig zu Gicht führen.


    1g Eiweiß gibt ca. 4kcal (17kJ)

    2000kcal => 500g Eiweiß <= diese Menge kann Leber/Niere kurzfristig garnicht erst verwerten um die Kalorien draus zu ziehen.


    100g rohes Kaninchenfleisch ergibt 109kcal (456kJ). Wenn man sich die Kaninchen erjagen muss, dann muss man auch viel rumlaufen bei der Jagd. Also eher 3000kcal Verbrauch pro Tag.

    2,8kg Fleisch (8-9 Karnickel) müsste man somit pro Tag zu sich nehmen.


    Wenn man nix isst, vergeht einem der Apetit irgendwann. Beim Kaninchenhunger bleibt das Hungergefühl unablässig vorhanden, allerdings verbunden mit Übelkeit und Durchfall.


    Wenn man aber Robben oder Biber frisst, nimmt man damit auch genug Fett zu sich und die Symptome treten nicht auf. Siehe Eskimos die sich einen Winter lang vom Blubber ernähren können.


    Indianer aus der Nordamerikanischen Prärie haben sich von Hasen ernährt. Um der Mangelernährung gegenzuwirken haben Sie wenns hasen diät gab auch Pemmikan gefuttert.



    Spannend auch in Bezug auf Expeditions-Kannibalismus. Der tritt üblicherweise erst auf wenn die Nahrung zu Ende geht und die Menschen ausgehungert sind und es die letzte Rettung sein könnte doch seinen Nachbarn zu verspeisen. Dann kann man seinen Hunger durch Menschenfleisch auch nicht mehr stillen und erleidet die selben Symptome wie bei Kaninchenhunger.

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