Glutenfreies Brot

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    Na endlich!

    Nach mehreren Fehlversuchen ist dieses Brot jetzt nur noch ein klitzekleines bisschen speckig am unteren Rand. Geschmacklich ist es ausgezeichnet, die Kruste ist göttlich. Es bröselt nur wenig, zur besseren Bindung bekommt der nächste Versuch Flohsamenschalen untergemischt.


    Rezepte für Glutengeplagte:

    500g Mehl

    (diesmal 300g Buchweizen, 200g Mandelmehl)

    40g Stärkemehl (Mais oder Kartoffel,...)

    1Tl Salz

    1El Brotgewürz

    1Hand voll Sonnenblumenkerne (Kürbiskerne,...)

    60ml Olivenöl

    500ml Wasser

    1Pkt Backpulver


    Alle festen Zutaten durcheinandermischen, Öl und Wasser dazu und mit dem Mixer mit Knethaken gut durcharbeiten. Der Teig wird fest genug um als Laib auf Backpapier gelegt zu werden, keine Backform nötig.

    Im vorgeheizten Backrohr 1 Stunde bei 200° backen.

  • Schaut gut aus.


    Warum glutenfrei?

    Viele Menschen, die normales Brot nicht vertragen, sind nicht auf das Gluten so empfindlich, sondern auf die durch die moderne rasche Teigführung (alles muss ja schnell gehen) im Brot noch enthaltenen speziellen Zuckerstoffe, die bei normaler - längere Teigführung schon im Teig abgebaut werden.

    Wird auch im Beitrag Unser Brot NDR Doku ganz gut dargestellt.


    Auf alle Fälle - lass es Dir gut schmecken

    lg

    Rudi

    Zum Avatar wäre nur zu sagen - lang ist's her

  • Danke!

    Du hast recht, das ist oftmals so!

    Ich vertrage allerdings auch Nudeln, Kekse und dergleichen nicht, krieg heftige Bauchschmerzen und speib mich an... 😖

    Bis vor ca. einem Jahr habe ich Roggen und Dinkel ganz gut vertragen und nur Weizen war "böse". Jetzt leider muss ich umlernen, aber langsam wird's 🤗

  • Backpulver würde ich mit 1/2 Beutelchen Trockenhefe wechseln und damit die Hefe "Nahrung" kriegt, würde ich da noch ein Teeöffel Honig oder falls zur Hand, 1 Teelöffel Flüssigmalz beigeben.

    Alles in eine Kakesform rein, die vorher mit Backpapier ausgekleidet wurde und anschliessend ein paar Stunden vor dem Backen stehen lassen. Teigtemperatur ca. 24°C. Raumtemperatur bei 20-22°C.

    Stehzeit ist wichtig! Sonst ist das Ganze Geschmackslos!

    Je mehr Hefe du beigibst, desto kürzer die Stehzeit. Vor dem Backen oben mit einem mit Wasser benetzten Rüstmesser ca. 1 cm. tief Einschneiden.

    "Einschiesstemperatur" 220° C und nach 10 Min. auf 180°C runterregeln Backzeit ca. 60-80 Min. Kommt auf die Form darauf an.

    Stechtest machen und wenn nichts am Messerchen klebt, so wie bei einem Cakes ist es gut. Ausformen, abkühlen lassen und.. Gnam-gnam!

    Trick: Wenn man merkt (geschmacksabhängig) dass, das Brot einem zu dunkel wird (ofenabhängig) den letzten 1/3 der Backzeit das Brot zusätzlich mit Backpapier zudecken.

    Gruss!

  • Warum verwendest du keine fertige glutenfreie Mehlmischung? Es gibt mittlerweile viele Anbieter, die die verschiedensten Mehle für Brot, Kekse etc. im Sortiment haben. Ich backe meistens mit dem hellen Schär B.


    Kennst du die glutenfreien Rezeptseiten von Trudel, Tanja Gruber oder Kochtrotz?

  • Ich will genau wissen, was drinnen ist und bevorzuge Biomehle. Fertigmischungen in Bioqualität hab ich im Handel noch nicht entdeckt, möglicherweise haben Bioläden etwas im Sortiment, meiner allerdings hat nur diverse Mehlsorten.

    Kochtrotz habe ich kürzlich entdeckt und mir das Brotbackbuch bestellt. Ihr Zugang gefällt mir sehr und die Brote sehen toll aus. Am Montag wird es geliefert, dann probiere ich weiter... Gut Ding braucht halt Weile 😉

  • Danke!

    Du hast recht, das ist oftmals so!

    Ich vertrage allerdings auch Nudeln, Kekse und dergleichen nicht, krieg heftige Bauchschmerzen und speib mich an... 😖

    Bis vor ca. einem Jahr habe ich Roggen und Dinkel ganz gut vertragen und nur Weizen war "böse". Jetzt leider muss ich umlernen, aber langsam wird's 🤗

    Hast du dich nach ESPHAGAN-Richtlinien auf Zöliakie testen lassen? (Blutprobe und Dünndarmbiopsie)

  • Noch nicht, da brauche ich wohl einen Spitalstermin.

    Urache-Wirkung sind aber so eindeutig...

    Für eine aussagefähige Diagnose muss man vorher mindestens 12 Wochen lang glutenhältig essen, sonst werden die Ergebnisse verfälscht. Ich weiß die tägliche Menge aber leider nicht auswendig. Die Dünndarmbiopsie wird bei einer Magenspiegelung gemacht, das geht auch ambulant.

  • 😁😁😁

    Das hieße 12 Wochen lang speiben 😖 Das ziehe ich nicht in Erwägung wenn ich ohnehin weiß, wie gut ich Hirse, Reis, Quinoa, Buchweizen... vertrage, und wie speiübel mir von Weizen,... wird. Danke für die Rezeptideen, gestern habe ich ein perfektes Brot geschafft!

  • 20191116_100721.jpg

    Dieses glutenfreie Brot ist gestern im Topf (Bräter aus Gußeisen, es geht aber jeder hitzebeständige Topf mit Deckel) super geglückt und schmeckt toll. Falls jemand betroffen ist und Rezepte brauchen kann, gerne über PM...