12 Wochen / 1 Mahlzeit pro Tag

  • Da es hier um Erfahrungsberichte geht, will ich euch an meiner Erfahrung teilhaben lassen.


    Meine Idee war zu testen wie gut eine reduzierte Nahrungsmittelzufuhr funktioniert. Auswirkungen, Nebenwirkungen,...


    Wie mein Körper an sich auf Nahrungsmittelentzug reagiert weiß aus vorherigen Tests.

    Zum Beispiel aus meiner 3x3x3 Testreihe. 3 Wochen, nur 3 Äpfel pro Tag und 3 Liter Wasser.

    Mir ging es diesmal allerdings nicht um ein Minimum, sondern um reduzierte Zufuhr. Also um ca. 800 -1000 Kcal. Je nach verfügbaren Essen.


    Ich habe dieses Projekt auch mit einem Arzt besprochen, um auch greifbare Werte zu erhalten. Nicht nur den Gewichtsverlust auf der Waage. Und ein wachsames Auge ist nie schlecht.


    Es sollte auch normales Essen auf den Teller kommen. Ohne Tabus oder ähnliches. Eben den Umständen nachempfunden, als würde man seinen Vorrat etwas strecken wollen.



    In den ersten Tagen war das Hungergefühl am schlimmsten. Heißhunger Attacken allgegenwärtig. Hierbei half mir Essig- Wasser. Früh- Mittag- Abends.


    Danach setzte relativ schnell (~ 4 Tage) der Gewöhnungseffekt ein und diese unschönen Begleiterscheinungen verschwanden.


    Dadurch stabilisierte sich auch wieder die Konzentrationsfähigkeit und die Gemütslage.


    Was allerdings zunahm war der Durst. Ich trinke an sich schon viel, um die 4-5 Liter am Tag. In dieser Zeit waren es aber mindestens 6 Liter.

    Meine Sorge bestand nun darin, das die erhöhte Wasseraufnahme möglicherweise, wichtige Nährstoffe aus meinem Organismus heraus spühlt. Also ab zum Doc und Bluttest gemacht. Beruhigendes Ergebnis keine dramatische Veränderung zu den ersten Werten.

    Der Durst blieb allerdings die gesamten 12 Wochen mein Begleiter.


    Was ebenfalls stark zunahm war der Griff zur Kautabak Dose. Steigerung um mindestens 50%. Dies verbesserte sich allerdings mit der Zeit. Und ich bin jetzt auf 40% von dem Konsum am Beginn des Tests.


    Schlafstörungen und Sodbrennen, was vor dem Test leider regelmäßig vorkam, verschwanden völlig. Und ich kann jetzt wieder Sachen zu mir nehmen, die ich schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr essen konnte.


    Das Bauchgefühl verbesserte sich ebenfalls. Verdauung etc. Was für mich den Schluss nahe legt, dass ich eindeutig zu unkoordiniert gegessen habe.


    Ich bilde mir ein der Geschmackssinn / Geruchssinn hat sich über die Wochen auch verbessert. Allerdings kann das auch nur Einbildung sein.


    In den 12 Wochen habe ich auch wieder angefangen regelmäßig zu trainieren. Fitness, Ausdauer. Um nicht eventuell zu viel an Muskelmasse zu verlieren. Und um die Belastbarkeit zu testen.


    Belastbarkeit nahm am Anfang stark ab. Schweiß floß schneller als zuvor und die Regenerationszeiten waren deutlich länger. Allerdings mit weniger stark ausgeprägtem Muskelkater am nächsten Tag


    Fazit:

    Gewichtsverlust 15 Kg.

    Muskelmasse -1 Kg.

    Körperfettanteil -14%


    Es ist also machbar seinen Vorrat zu strecken ohne große Angst haben zu müssen gleich in jeglichen Fähigkeiten eingeschränkt zu werden.

    Inwieweit hierfür der eigene Fettvorrat verantwortlich ist, kann ich noch nicht verifizieren.

    Werde aber nach Möglichkeit den Test nächstes Jahr um die gleiche Zeit wiederholen.

    Wenn das Gewicht jetzt hält und nicht das böse Jojo kommt.


    Deswegen bin momentan immer noch auf einem reduziertem Kurs unterwegs. Allerdings sind jetzt ein paar kleine Sünden erlaubt.;)

    semper paratus
    semper fidelis in familia
    semper verus est ipse

  • Du hast die Idee des interimistischen Fastens durchgezogen, und das funktioniert ziemlich gut.

    Wenn du entweder Frühstück oder Abendessen langfristig auslassen kannst, ist Jojo kein Thema.

    Gelegentliche "Schlimme Tage" stören das Systhem nicht.

    Ich habe, nachdem ich mir vor Jahren das Rauchen abgewöhnt und danach leider ordentlich zugenommen habe, mit "Einmal am Tag essen" mein Normalgewicht zurückgeholt und das hält jetzt schon lange 😁.

    Was die Anwendung für das Preppen angeht, also reduzierte Zufuhr für längere Zeit, für Normalgewichtige und Übergewichtige funktioniert das bei genügend Flüssigkeitszufuhr verblüffend gut. Eigentlich logisch, in Krisensituationen muss der Körper besonders leistungsfähig sein, um Nahrung auftreiben zu können...

    Untergewichtige bekommen natürlich früher Probleme, da sind halt keine Fettreservwn da. Ärztliche Aufsicht in Anspruch zu nehmen ist bei solchen Vorhaben sehr empfehlenswert, ist auch interessant, ob und wie sich die " inneren Werte" verändern...

    Du hast kaum Muskelmasse verloren, klingt also nach: "Gut gemacht" 😁

  • Makoto

    Dann bin ich beruhigt wenn dieses System funktioniert.

    Hatte bei meinem 3x3x3 Test schon gute Ergebnisse die sogar 4 Jahre hielten. Allerdings war das schon eher grenzwertig, wie es ein Arzt betitelte. Dann kam das Rauchen beenden. Schicksalsschlag usw. Da ging es dann wieder steil bergauf. ..


    Diesmal ist das eher einer der angenehmen Nebeneffekte. Abgesehen von der negativen Auswirkung (Kleidung passt absolut nicht mehr).


    Mir ging es eben in erster Linie um mögliche "Einschränkungen".

    Aber mit deinen Erklärungen stützt du meine persönlichen Erfahrungen. Teilweise hab ich mich sogar etwas "übermotiviert" gefühlt. Obwohl die Zufuhr an Nahrung angeschränkt war.

    semper paratus
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  • 😁😁😁

    Ich habe das genau wie du erlebt, nach den ersten beiden Tagen, die wohl recht hart waren, fühlte ich mich energiegeladen, manchmal fast euphorisch 😉

    "Rundliche" freuen sich natürlich, wenn am Ende solcher Versuche ein paar Kilos fehlen, ich halte es aber grundsätzlich für wichtig, seinen Körper gut zu kennen und zu wissen, wie er auf Nahrungseinschränkung reagiert und welche Leistungen er zu bringen imstande ist. Das kann man genau so üben wie Feuer machen und Unterschlupf bauen...

    Freut mich, das du da in jeder Hinsicht erfolgreich warst 👍

  • .ich finde tolldass du es geschafft und uns auch davon erzählt hast. Eine Konsequenz daraus ist, noch mehr auf Wasservorräte zu achten.


    Hast du bemerkt dass dein Körpergeruch unangenehmer wurde wegen der Entgiftung?

  • Makoto

    Genau meine Meinung. Man muss seinen Körper gut kennen um mit ihm planen zu können. Zu wissen wo die Grenzen sind und wie weit sie überschritten werden können, ist an sich schon ein sehr wichtiger Punkt.


    Tinah

    Teilweise ist es mir schon so vorgekommen, dass sich der Körpergeruch verändert hat. Unangenehmer würde ich aber nicht sagen.

    Diesbezüglich verlasse ich mich auf die Nase von meiner Frau, die teilt mir sowas ganz "dezent" mit.


    Ich vermute einmal, dass das mit der erhöhten Wasseraufnahme zu tun hat. Mehr Flüssigkeit die die Giftstoffe abtransportiert.

    Und möglicherweise mit dem Essigwasser.


    Eine Veränderung bezüglich unangenehmer Geruch hat es allerdings beim Urin gegeben. Was nach einer gewissen Zeit aber auch nachgelassen hat.


    Bezüglich Wasservorrat habe ich meine Berechnungen auch noch einmal überarbeitet. Und habe jetzt noch extra Vorrat eingeplant. Und nächstes Jahr wird wohl ein Projekt Wasser-Speicher oder Brunnen anstehen. Oder eine Quellfassung. Je nach dem was eher realisierbar ist. Und ob der / die Nachbarn mitspielen.

    semper paratus
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    semper verus est ipse

  • Wahrscheinlich hat es ein wenig wie Aceton gerochen.

    Ich glaube auch, dass es dem Körper vollkommen egal ist in wie vielen Portionen er seine benötigten Kalorien bekommt.

    Abstände, wie Makoto schreibt interimistisches Fasten, sind auf jeden Fall für die Verdauung wesentlich.

    Wir haben oft die eine Mahlzeit noch nicht verdauet und schieben schon die nächste nach.

    Schlafproblem werden auch weniger wenn der Magen weniger zu tun hat.

    Da du aber abgenommen hast, hast du eindeutig weniger zugeführt als du brauchst. Gut um die Vorräte zu strecken, schlecht wenn es lange gehen soll. Irgendwann braucht der Körper wieder seine Energie. Wobei natürlich der Grundumsatz mit weniger Gewicht auch sinkt.


    bG

    Norbert

    Gut vorbereitet läuft alles besser

  • Servus, Thor , mich würde interessieren, wie es dir mit dem bösen Jojo geht.

    Ist es dir gelungen, einmal täglich langen Abstand zwischen den Mahlzeiten einzuhalten? Hast du damit das Gewicht einigermaßen halten können?

    Oder hat der Schlendrian zugebissen...😉

  • Darf man fragen wie schwer du davor warst?

    Erst dann kann man nämlich einschätzen, ob du "zu wenig" gegessen hast, oder vorher einfach zu viel (Sodbrennen und schlechter Schlaf deuten auf Zweiteres hin).


    Angelehnt, aber doch OffTopic:

    Mich beschleicht beim Lesen von Prepperthemen relativ oft das Gefühl, dass der Anteil an bladen Leuten in diesem Themenumfeld höher ist als bei der Gesamtbevölkerung, deshalb frage ich jetzt mal ganz dezent. (ZB in einigen Preppervideos auf Youtube oder bei Dokumentationen, wenn Prepper besucht werden- die sind oft recht wuchtig...)

    Wenn ich 15kg verliere, bin ich de facto furt.

  • Das mit dem Körpergewicht kommt dir nur so vor. Meistens ist es genau das Umgekehrte.

    Was ich nicht an diesen 12 Wochen / 1 Mahlzeit nicht verstehe, ist das man so viel Rummel daraus macht.

    Ich/wir mache/n es das seit Jahren. Nicht um uns zu Entschlacken, sondern aus Zeitgründen. Dafür hauen wir dann richtig rein.

    Thor wollte nur seine Erfahrungen mit uns teilen, was ich super finde! Es braucht Mut so Sachen zu Posten.

  • Makoto

    Bis vor 1- 1 1/2 Woche ging es mir noch relativ gut damit. Also Gewicht voll und ganz gehalten. Sogar nochmal 1 1/2 Kg runter. Ab und an eine Kleinigkeit dazwischen gegönnt. Halt einfach nicht mehr so strikt gewesen.


    Jetzt hab ich leider einen leichten Aufwärtstrend. Ich weiß auch an was er liegt. Versuchtes Energie zuführen über Energy, Schoki usw bei Erschöpfungszustand. Mehr Mental als körperlich. Genau die gleiche Spirale mit der es nach ob ist.

    Kinder sind manchmal echt die härteste Challenge.


    Jetzt wieder die Notbremse gezogen. Bin jetzt wieder auf der exakten Linie. In der Weihnachtszeit zwar echt nicht einfach und angenehm. Aber ich will nicht wieder rauf. Zumal die Energiezufuhr das Erschöpfungsgefühl nicht verdrängt.



    Yoshi

    Also die Sache mit dem Sodbrennen ist bei mir leider nicht abhängig vom Gewicht. Hatte ich bei weniger Gewicht auch schon. Und teilweise viel massiver.


    Davor zu viel gegessen, würde ich jetzt anhand der Menge auch nicht wirklich sagen. Aber halt einfach zu viel Mist dabei. Zuviel leere Kalorien.


    Aber um auf die eigentliche Frage zurück zu kommen, ich war mit Sicherheit z`blad. Hab mich mit 1,80 Körpergröße auf satte 93 Kg Höchstgewicht raufgefressen. Es war zwar ein ständiges auf und ab, 85-93. Aber 93 war dann die letzte Messung.


    Geh ich nach der gängigsten Berechnungsmethode bin ich jetzt aber immer noch zu dick. Ich glaube allerdings nicht, das es mir jetzt so leicht fallen würde nocheinmal so viel Gewicht zu verlieren. ...



    Hoffe Frage beantwortet.

    semper paratus
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    semper verus est ipse

    Einmal editiert, zuletzt von Thor ()

  • Gratuliere, bis vor kurzem gehalten ist toll! Immerhin waren 15 kg weg...

    Meine Lieblingsnotbremse bei einreißendem Schlendrian ist, mir tagsüber nur Obst/Gemüse zu erlauben und am (frühen) Abend was immer ich mag, bis ich satt bin. Das kommt meinem üblichen Lebensstil entgegen, abends sind wir oft eingeladen oder gehen essen oder kochen und machen es uns gemütlich. Ich halte tagsüber auch gut durch, weil ich ja etwas habe, worauf ich mich freuen kann: ein feines Abendessen 😁

    Nach 24 Stunden mit nix oder nur Obst glaubt man zwar, einen Ochsen verschlingen zu können, tatsächlich ist man aber verblüffend schnell satt und zufrieden!

    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg, es reicht ja ein vernünftiges Wohlfühlgewicht, nicht jeder muss gertenschlank sein...

  • aso… dann is das eh ned so tragisch- ich hab gedacht, wir reden da von ühu…

    Ich hab das "Glück", dass ich relativ viel essen muss um nicht abzunehmen- bin bei 1,78m immer unter 70kg. 70,1 hab ich mal mit viel Training, noch mehr Essen und mit ein paar Proteinpulverl geschafft- war aber schnell wieder vorbei. Zahlt sich nicht aus- hab ich halt 65-69...

    Viele haben gemeint, ab 20 hört das auf... darauf wart ich also schon 12 jahre… :D


    Fluid: Sollte eh keine Kritik an der Aktion sein oder am Teilen mit uns. Mich hat das nur interessiert, weil es mir wirklich so vorkommt. Gefühle spiegeln halt nicht immer Tatsachen mit! :)

  • Die ca. 80 000 Kalorien, die ich im "Natur-EDC" immer dabei habe, musst du, lieber Yoshi, halt zusätzlich bunkern 😉

    Es hat eben alles Vor- und Nachteile, solange es im gesundheitlich unbedenkliche Bereich ist - kein Problem. Wenn dem nicht mehr so ist und man sich nicht mehr wohl fühlt, dann jammert man nicht sondern handelt. Thor hat das erfolgreich hingekriegt...

    Von meiner seeeehr schlanken Schwester weiß ich übrigens, dass das Zunehmen gar nicht leicht ist, persönlich habe ich damit leider keine Erfahrung 🤣

  • Herzlichen Glückwunsch, Thor! Da hast Du mit Deinem "Prepper reduzierte Nahrungszufuhr Selbstversuch" gerade mal so nebenbei das geschafft, was 2/3 aller Menschen nicht schaffen: (Dauerhaft) Abnehmen.


    Ich finde solche Prepper-Selbstversuche immer ganz interessant. Von mir gabs ja auch schon den "Indoor Pflanzen züchten" Versuch. (Beizeiten will ich da auch mal wieder was machen, aber im Moment hab ich viel anderes.)


    Nur man darf man - meiner Meinung nach - die Übertragbarkeit des Versuchs auf eine echte Krisensituation nicht übertrieben postiv sehen. Bei Deiner knapper Nahrungsvorräte-Situation z.B. könnte ein psychisch labiles Familienmitglied/ Preppergemeinschaftmitglied bereits in der anfänglichen Hunger-/ und Schlechtlaune-Phase in der "Bunkersituation" durchdrehen. Nicht umsonst gibt es auf fast jedem Marineschiff meistens immer gutes Essen, um die Seeleute in einer langweiligen wenig abwechslungsreichen Situation bei Laune zu halten. (Solche Überlegungen treffen - in abgewandelter Weise - natürlich auch auf meinen Indoor-Pflanzen-Versuch zu.)


    Aber auf jeden Fall bist Du durch Deinen Versuch schon mal einen Schritt weiter gekommen, um einzuschätzen was geht und was nicht geht. Also weiter, so!

    COTG.

    Einmal editiert, zuletzt von consuli ()

  • Wenn ich dazu noch was fragen darf.


    Fällt die von Dir beschriebene anfängliche Hunger-/ und Schlechtlaune-Phase durch reduzierte Nahrungszufuhr weniger stark aus, wenn die (kalorienmäßig) reduzierte Nahrung proteinreich ist?


    Einige Ernährungswissenschaftler behaupten, dass die Wirksamkeit der Low-Carb-Diät entscheidend auf der Anreicherung mit Proteinen beruht, die das Hungergefühl entscheidend steuern. Das Sättigungsgefühl nach dem Verzehr einer Eiweißmahlzeit (Fleisch, Eier, Käse, aber auch Soja und Hülsenfrüchte) ist auch allgemein bekannt.


    Viele Prepper-Essenvorräte bestehen aber aus Kohlenhydratmahlzeiten wie Nudeln, Reis, Weizen usw., weil sie sich trocken sehr lange lagern lassen, billig sind und eine hohen Energie-Volumenindex haben.


    Kannst Du dazu was sagen?

  • aus dem Grund preppe ich viele Bohnen Linsen spalterbsen und so zeug und auch Käse (gibt Sorten die gekühlt sehr lange halten). Ich denke, Fleisch wird eher schlecht verfügbar sein außer gedörrte Sachen und natürlich tiefgekühlt

  • Das Problem aus meiner Sicht war da weniger die Zusammensetzung der Nahrung als viel mehr die Menge. Bzw die Verfügbarkeit.

    Natürlich ist dies nicht mit einer realen Situation vergleichbar, aber man schrenkt sich ja doch auch ein.

    Und da war eben gerade das Gefühl ich will noch und kann nicht / darf nicht das schlimme. Bei solchen Versuchen / Situationen ist der Kopf natürlich auch anders gesteuert.


    Das Sättigungsgefühl an sich war bei Proteinreichernahrung aber mit Sicherheit ein anderes als bei Kohlenhydratreicher.

    semper paratus
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    semper verus est ipse

  • Das Problem aus meiner Sicht war da weniger die Zusammensetzung der Nahrung als viel mehr die Menge.

    (...)

    Das Sättigungsgefühl an sich war bei Proteinreichernahrung aber mit Sicherheit ein anderes als bei Kohlenhydratreicher.

    Entschuldigung, aber steckt da nicht ein Widerspruch drin? Zwischen Sättigungsgefühl und der mentalen Zufriedenheit in einer Wenig-Nahrung-Situation muss doch ein Zusammenhang bestehen! Wenn man sich schlecht fühlt, kann man auch nicht so viel aushalten. Müsste man dann nicht mit proteinreicheren Vorräten (bei gleicher Kalorienzahl) effektiv weiter kommen, als mit proteinärmeren?

  • consuli

    Also für mich besteht da kein Widerspruch. Ist natürlich eine rein subjektive Sache und beruht nur alleine auf meinen Erfahrungen.

    Ich kann bei wenig Nahrungszufuhr voll zufrieden sein, wobei ich hingegen beim vollen Teller Unzufriedenheit verspüren kann. Es reicht, meiner Erfahrung nach, nicht nur den Magen zu füllen. Der Kopf ist hier schon mit ausschlaggebend.


    Das von dir gebrachte Beispiel mit dem guten Essen auf Marine – Schiffen trifft es recht gut.

    Es ist nicht nur die Nahrung welche wichtig ist, sondern auch das Gericht. Die emotionale Komponente ist hier nicht zu vernachlässigen. Deswegen gibt es dort auch mindestens einmal in der Woche ein Gericht, welches eine hohe Beliebtheit hat.


    Nahrungsaufnahme ist nicht gleich Essen. Klar führe ich Energie mittels Nahrungsaufnahme durch die Tätigkeit des Essens zu. Nur sind wir, denke ich, als Gesellschaft schon lange über diese reine Notwendigkeit hinaus.

    Somit spielen auch andere Faktoren für die Zufriedenheit eine Rolle, nicht nur der Energielevel.


    Wenn ich nur Dinge Bevorrate die ihren Zweck erfüllen, mir aber nicht das Gefühl geben „zu leben“, wird sich über kurz oder lang Frust breitmachen. Natürlich ist man in der Not froh über jedes noch so kleine Ding, jede Kalorie.


    Aber wenn man nicht muss, sondern eigentlich den Luxus hätte z.B. eine 100g Tafel Schweizer - Schoki zu inhalieren, aber nicht soll / darf reicht reines Abdecken nicht aus.

    Deswegen ist es mit den Diäten an sich ja so gefinkelt, da man sich ständig etwas verwehren soll / muss. Und dadurch der Zufriedenheitsfaktor massiv beeinträchtigt wird.


    Ich hoffe es ist irgendwie verständlich formuliert.

    semper paratus
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