Lebensmittelmotten

  • Ärgerlicherweise habe ich schon wieder sog. Lebensmittelmotten, diesmal im Kakao, gefunden.

    Jetzt hab ich mal nachgeschaut ob das nur ein "optisches" oder auch ein gesundheitliches Problem darstellt. Denn irgendwie werd ich die Viecher einfach nicht los.

    Die üblichen Verdächtigen hab ich schon x mal ausgetauscht, aber auf so Dinge wie Kakao oder Tee komm ich immer nur fallweise drauf.


    Was macht ihr eigentlich gg. Lebensmittelmotten?

    Gut einpacken oder Lebensmittelmottenfallen helfen irgendwie nur bedingt.


    Welche Problee mit Schädlingen habt ihr sonst noch bei der Lagerung und was tut ihr dagegen?


    Gegen Fruchtfliegen hab ich jetzt was ausprobiert, dass tatsächlich gut funktioniert: Essig und Zuckerwasser gemischt in kleine Schälchen - das ist eine regelrechte Selbstmordorgie :)

    Es genügt nicht, keine Meinung zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken! (Karl Kraus)

  • Gegen Lebensmittelmotten habe ich 3 Sachen im Programm

    1) Verpackung: Alles was nicht regelmässig gebraucht wird, das wird vakuumiert. Wenn schon welche drinnen sind - Pech gehabt, anonsten ist die Verpackung zu 100% Motten sicher

    2) Chemie: Von Vandal gibt es so kombinierte Lebensmittel-/Kleidermottenfallen, die sind ziemlich hilfreich. Als Ergänzung hilft noch so Desinfektionsmittel zum sprühen (z.B.: Lysoform). Aber nur auf ungeöffnete Verpackungen die nicht aus Papier sind.

    3) Keine Ahnung wieso, aber Lebensmittelmotten stehen auf Öl. Ich habe so eine kleine Plastikdose, da wirdder Boden feucht mit Öl gemacht und dann kleben die Viecher schon drauf.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Ich hatte in meiner alten Wohnung leider das immer präsente Problem. Viel versucht, oft gescheitert. Dann einmal wirklich Geld in die Hand genommen und seitdem kein Problem mehr:


    - Die betroffenen Sachen wirklich rigoros verwerfen

    - Eine wirklich gute Grundreinigung durchführen

    und (das wichtigst, wie auch schon von Don Pedro angemerkt): Verpackung! Ich hab es mir damals angetan und eine Großbestellung von Lock & Lock Behältern gemacht. Die gibt es in sehr vielen verschiedenen Größen und Formen.


    Seitdem kommt mehr oder weniger alles, was irgendwie anfällig ist, in kleinen Gebinden in diese Behälter. Da diese absolut sicher sind, bemerkt man dann auch schon mal, woher die Plage eigentlich gekommen ist, da die Viecher dann drinn gefangen sind.


    Und, wenn alles gut verpackt ist, aber dennoch ein paar Motten irgendwo herumgeistern:

    - Schlupfwespen. Es gibt da eigene "Brieflein" im Internet zu bestellen, in denen jeweils eine Generation geschickt wird (3 sind notwendig um wirklich sicher sein zu können). Die sind so klein, dass man sie nicht bemerkt, gehen aber voll auf den Mottennachwuchs und finden diesen auch an mehr oder weniger allen Ecken und Kanten.


    Die Pheromonfallen sind hin und wieder sogar kontraproduktiv, da sie mit ihren Lockstoffen sogar eher Viecher von aussen in die Wohnung locken.

    viribus unitis - acta non verba

  • Pheromonfallen habe ich als Indikator VOR die Vorratsräume gegeben - und vor ca. zwei Wochen die ersten Vorboten des nahenden Unglücks gefunden.


    Ich halte es auch so wie Don Pedro : Verpacken! In meinem Fall wird alles Vakuumiert (in der Originalverpackung), anschließend für eine Woche tiefgefroren (um die Eier abzutöten).

    Hab' aber zugegebenermaßen noch nicht alle Vorräte mottensicher - aber das WE steht eh vor der Türe...

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)

  • ich habe das Problem auch immer wieder. Falls das neue Haus realisiert wird, möchte ich 2 Bereiche für Lebensmittel einrichten, sodass ich ein Backup habe.


    Auf jeden Fall hilft die pheromonfalle, um zu erkennen, dass es einen Befall gibt und dann muss man die Ursache entsorgen und schlupfwespen tun den Rest.


    Die Dinger sind im Internet erhältlich und nicht billig. Ganz wird man die Biester wahrscheinlich nie los, weil sie schon in Lebensmitteln angeliefert werden. Aber man muss jetzt auch nicht die totale Krise deshalb bekommen.


    Plastikbehälter (boxen) helfen, ich habe aber zb Reis und Nudeln nicht alles umverpackt. Ich gehe regelmäßig durch die speis und klopfe gegen die Schachteln. Zumindest ungemütlich kann ich es den viechern machen.


    Ich habe mich damit abgefunden dass ich in der derzeitigen Situation immer wieder welche einschleppen werde.

  • Da Naturprodukte nicht das gewünschte Resultat erbracht haben..

    Probier es mal so:

    Alles was man kurzfristig aufwärmen kann zB. Reispackung, Semmelbrösel, Birchermüesli usw.

    1 Min. in die Microwelle. Anschliessend auskühlen lassen und nochmals verpacken.

    Alles was man nicht aufwärmen kann oder du dich nicht getraust, zB. Kakao, 24 Stunden im Tiefkühler stellen.

    So verreckt das womöglich schon in der Verpackung enthaltene Ungeziefer am schnellsten. Falls dein Problem eingeschleppt wird.

    Ist mal die Verpackung "Offen", mindestens Ziplock-Clips verwenden.

    ziplock- Clips.jpg

    Ikea lässt grüssen!;)

    Wenn es nicht hilft, würde ich mal zur chemischen Keule greifen. Fertig Mio-Bio.

    Eine Behandlung hilft da wenig, wenn die Fiecher irgendwo Eier gelegt haben.. Kannst du für ein paar Monate regelmässig die Keule schwingen.

    Die Firma Baygon ist sehr gut in so Sachen..

  • Nachdem ich jetzt weiß, dass die Viecher eigentlich "nur grauslich" aber nicht schädlich sind, im Sinne von man kann nach dem Verzehr erkranken, hab ich mich mit ein "paar" Motten abgefunden. Im Notfall würd ich die auch mitessen.


    Ich verpacke jetzt die meisten Vorräte (Reis, Semmelbrösel...) neu - in Mineralwasserflaschen. Was übrigens gut funktioniert. Pheromonfallen werden nicht mehr verwendet.

    Mal sehen wie ich mit diesen einfachen Maßnahmen eine massive Invasion verhindern kann.

    Ich bin nur neugierig wann ich das nächste AHA-Erlebnis haben werde. Also bei (Koch-)Kakao hab ich ehrlich nicht mit Motten gerechnet.


    Chemie würd ich nur bei Schädlingen einsetzen die auch wirklich schädlich sind.


    Hat jemand noch Probleme mit andere Schädlinge in seinem Vorrat?

    Es genügt nicht, keine Meinung zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken! (Karl Kraus)

  • Hy,

    Das Mottenproblem habe ich bei Getreide usw. vom Lgh.

    Ich streue das Getreide - Kräuter usw. auf Backbleche und heize den Ofen auf 50-70 Grad auf. ( Umluft noch besser!! )

    In die Ofentür kommen Essstäbchen dh. sie bleibt einen Spalt offen.


    So behandle ich auch Totholz um alles an Getier abzutöten und um alles zu trocknen.


    Danach vakuumieren.

    Zuverlässig und einfach!


    Das mit dem Gefrieren funktioniert sicher auch.

    Nur bekommt man dadurch sicherlich Feuchte hinein - oder?:/

  • Schokolade und Kakao mögen die Biester total gern. Und ganz oft Tierfutter. Das wird gern länger gelagert und vermutlich ist es deshalb dort schlimmer

  • Ich habe eine Frage an diejenigen die Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten verwenden. Ich hab mir mal in Amazon welche rausgesucht und bei der Beschreibung gefunden:


    Zitat

    Eine Karte enthält 2000 maschinell aufgebrachte Schlupfwespen Eier mit einem ca. zwei wöchigen Wirkungszeitraum. Schlupfwespen sind der natürliche Gegner von verschiedenen Schadmotten. Die Karte wird in der Nähe von befallenen Stellen ausgelegt und die schlüpfenden Wespen suchen sich dann kriechend ihre Opfer.



    Muss ich in jedes Fach so ein Kärtchen legen? Das würde ziemlich teuer werden :/

    Es genügt nicht, keine Meinung zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken! (Karl Kraus)

  • soweit ich verstanden habe vermehren die sich ja wieder weiter bis keine motteneier mehr da sind deshalb... könnte man vielleicht auch Kärtchen halbieren? Damit man mehr aufteilen kann