Übungsgelände für Survival von Reini Rossmann

  • Hallo Alle!


    Wie in meinem Vorstellungsthread bereits erwähnt arbeite ich für den Reini und bin daher auch bei der Organisation vom Bushcraftcamp maßgeblich beteiligt.


    Ich habe mich registriert um euch Fragen zum Camp zu beantworten und eventuelle Missverständnisse aufzuklären.


    Einige Dinge aus diesem Thread kann ich gleich direkt beantworten:


    1) "Das hier ist wirkliche Wildnis" - die Aussage von Reini bezieht sich darauf dass dieser Wald, abgesehen vom Entfernen des Käferholzes, nicht mehr klassisch bewirtschaftet wird - der Besitzer des Grundes hat entschieden dass die Holzernte nichts mehr für ihn ist und möchte daher den Wald lieber "touristisch" nutzen. Derzeit in Form des ersten Camps in dem Areal. In weiterer Folge wird es auch eine Hütte und eventuell ein weiteres Camp geben. Das Areal ist dabei aber groß genug dass sich die einzelnen Camps/Hütten nichtmal in Sicht- bzw Hörweite des jeweils nächsten befindet. Ich persönlich kann zB den Weg vom Camp zur Hütte nichtmal zu Fuß gehen (weil ich ein fauler Hund bin und mir das einfach zu weit is)
    Im Gebiet gibt es sowohl naturbelassenen Mischwald als auch reinen Fichtenwald sowie einige fast reine Haselhorste die grad für uns Bushcrafter interessant sind.


    2) Die Waldbrandverordnung gilt im Wald und im Waldbrandgefährdungsbereich - das Camp hat eine spezielle Grundwidmung (nicht Wald) und die Feuerstelle liegt abseits der Waldbrandgefährdungszone. Für die Entscheidung wann dort dennoch kein Feuer gemacht werden darf ist der Besitzer des Grundes verantwortlich, nicht der Reini oder ich. Es kann also schon passieren dass kein Feuer gemacht werden darf - die Mieter werden aber vorab darüber informiert und es gibt einen gesicherten Ofen im Camp der als Ersatz beheizt und auf dem auch gekocht werden kann.


    3) 299€ ist ein Pauschalpreis für eine Gruppe von bis zu 10 Personen - wenn du also ein Wochenende mit 9 anderen buchst zahlt jeder ca 15€ pro Nacht. Wenn du die Wochentage buchst ist es günstiger. Wenn du länger bleiben willst als eine Woche+1 WE dann melde dich vorher, vielleicht können wir uns auf was spezielles einigen. Dafür mietest du aber nicht wie bei einem Campingplatz einfach eine Parzelle sondern du mietest ein riesiges Areal auf dem du alleine bist - keine nervenden Zeltnachbarn oder ähnliches. Du bist mit Trinkwasser frisch aus der Quelle versorgt und für die zartbesaiteten Popos steht sogar ein Bio-Dixi inkl. Spülung und Papier zur Verfügung.

    Du kannst im großen Zelt pennen oder dein Zelt/Tarp aufstellen oder ein natürliches Shelter bauen oder einfach am Boden liegen wenns dich freut. Du musst auch nicht dort im Camp bleiben, kannst auch im Wald schlafen wenn du willst - nur Feuer ist wie erwähnt aus gegebenen Gründen ausschließlich auf der vorgegebenen Stelle erlaubt.

    Der Aspekt des Bauens unterscheidet das Camp gravierend von einem normalen Campingplatz denn dort ist sowas absolut nicht gern gesehen. Man darf meistens nichtmal ein kleines KühlschrankLoch graben. Bzw da wo ich mit der Familie manchmal campe nervt es mich dann auch einfach extrem wenn ich alle 5 Minuten jemandem erklären muss was ich da tue und ob ich mit der Reuse jetzt e nicht fischen gehe oder sowas...


    4) Unter "Bushcraften" verstehe ich das Handwerk dass du ausübst wenn du mit natürlichen Material arbeitest und zB Ausrüstung improvisierst - ja, meißtens im Zuge von Wild-Camping. Hängematte aufhängen, Feuer machen etc kann mit Bushcraft Techniken gemacht werden - gehört aber per se nicht unbedingt zum Begriff Bushcraft. Wo du dich dabei aufhältst oder ob du in einem Shelter, einer Hängematte oder einem Campingbus schläfst ist also, meiner Meinung nach, irrelevant. Aber wie jeder das für sich definieren will bleibt natürlich jedem selbst überlassen :)


    5) Du darfst alles machen was dich freut, was legal ist und was du sonst beim bushcraften auch machst, nur keine lebenden Bäume fällen oder verletzen (aka stehende Birken schälen, Baumhaus an nageln etc). Wegen ein paar grünen Haselstecken für ein Dreibein oder sowas wird aber keiner was sagen (wahrscheinlich ;))


    6) Das Camp ist bisher gut angenommen worden und allen die da waren hats gut gefallen - bisher keine unguten Gäste dabei gewesen. Tatsache ist aber auch dass natürlich auch "ungute" Gäste für das haften was sie dort eventuell anstellen könnten. Das steht in den Nutzungsbedingungen / Verhaltensregeln die jeder Mieter bekommt.


    7) Der Markt in Österreich sei zu klein: Naja, unter den Mietern waren bisher etwa 50% Deutsche. Teils bis aus Berlin.


    8) Das Camp richtet sich natürlich an jene die eben nicht unerlaubt irgendwo im Wald hocken wollen bzw die keine Freunde mit Waldbesitz haben und selbst keinen Wald besitzen. Bushcraft Neulinge und Profis können sich dabei gleichermaßen austoben - mit der Sicherheit dass sie dort sein dürfen und kein Spaziergänger sich aufregen oder gar die Polizei rufen wird (ja, ist mir passiert). Kein Erklärungsbedarf - einfach legal. Vom letzten öffentlichen Stück Straße bis zum Camp geht man zu Fuß etwas über eine Stunde - Bergauf. Kommt selten vor dass jemand dort geht.


    9) Bezüglich Winterbetrieb sind wir selbst schon gespannt - ich und meine Bushcraftpartie sind aber fix im Winter einmal ein WE dort weil das ein richtiges geiles Schneeloch ist. Endlich also mal genug Schnee für ein richtig großes Schneeshelter :)

    Wenn ihr sonst noch fragen habt bitte wendet euch jederzeit an mich! Hier im Forum oder per mail an benni(at)ueberlebenskunst.at

    LG

  • So ein Schneewochenende hört sich toll an, das steht auch auf meiner Wunschliste. Aber kein Shelter sondern Hängematte + Tarp.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.