Übungsgelände für Survival von Reini Rossmann

  • Reini Rossmann hat einÜbungsgelände für Survival und Bushcraft in NÖ (Schwarzenbach) ins Leben gerufen.

    Zum Avatar wäre nur zu sagen - lang ist's her

  • Komisch. Das mit dem Feuermachen ist mir neu. Dürft ihr das wirklich nicht?
    Bei uns (CH) langt die Erlaubnis vom Bauer/Waldbesitzer. Es gibt sogar Grillplätze mitten im Wald die öffentlich sind. Meistens mit einem Bach. Im Sommer sind so Plätze sehr begehrt. Da muss man niemand fragen. Gehören der Gemeinde. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst..

  • @Fluid
    In A leider wirklich verboten, aber in der Schweiz ist vieles "normaler" als bei uns.

    Never argue with an idiot, they drag you down to their level and beat you with experience.

  • Hab mir das Video und die Infos angeschaut und bin etwas verwirrt.

    1. "Das hier ist wirkliche Wildnis" ist eine seltsame Aussage in Österreich.

    2. Aktuell ist eigentlich so gut wie überall in Niederösterreich die Waldbrandverordnung in Kraft: http://www.noe.gv.at/noe/AlleKundmachung...Waldbrandgefahr

    3. 299 Euro für ein Wochenende bzw. 5 Tage sind eine Ansage für das was man bekommt. https://ueberlebenskunst.at/produkt/rein...bushcraft-camp/

    Zitat
    Was ist inkludiert?
    Du buchst den abgebildeten privaten Zeltplatz inkl. Zelt und dem Nutzungsrecht der Bushcraft Area.
    Dort kannst Du Dich frei bewegen und die Natur nutzen.
    Vielleicht willst Du eine Unterkunft bauen? Kein Problem, so lange Du nur tote Bäume verwendest.
    Oder Du willst am Lagerfeuer kochen. Kein Problem. Direkt am Zeltplatz ist eine Feuerstelle eingerichtet.



    4. Unter "Bushcraften" verstehe ich, dass man sein Lager aufschlägt wo man möchte und auch dort ein Feuer entzündet und nicht an einer vorgegeben Feuerstelle. Für mich ist das nur ein teurer Campingplatz.

    5. Ich finde nirgendwo Bedingungen was man eigentlich alles machen darf.

    6. Ich glaube mit 1-2 "unguten" Gästen ist das Projekt schnell wieder Geschichte. Es ist (leider) nicht ohne Grund all das im Wald verboten.

  • Grundsätzlich darfst du in Österreich auf Privatgrund so ziemlich alles, inkl Feuer machen. Und jeder Wald gehört wem. Entweder reichen Familien oder dem Staat. Aber wenn man vom Eigentümer die Erlaubnis hat - dann austoben. Worauf man immer achten muss: Lokale Gesetze & Verordnungen, z.B. Kein Feuer wegen der Trockenheit (momentan in Ö so) oder Wasserschutzgebiet.

    Aber zurück zum Thema: So wie @Ben gesagt hat, Bushcraften ist was anderes. Mal schauen wie lange das so läuft.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • die Frage ist, 299 von Sonntag bis Freitag, 5 Nächte mit 9 Gleichgesinnten = 5,98€ pro Person, wäre überschaubar. 299 pro Nase = echt überteuert.

    @georgum
    übernachten im Wald und Feuer machen ist bei uns auch drin, mit ZUSTIMMUNG des WALDBESITZERS. Die Bundesforste werden da eher ausscheiden.
    Also Brennholz direkt im Wald kaufen, eher beim Kleinbauern, das Bushcraftprojekt erklären (eher in einfachen Worten, Zeteln mit de Kinder, Erdäpfel im Feuer braten, irgendwo gibt es sicher ein geeignetes Gatschloch wo bei der Holzbringung der Traktor steckengeblieben ist.....) und Umsetzungsmöglichkeiten erörtern. Es gibt in Wien an der Höhenstraße auch nicht so überlaufene Grillpätze, wo man bei Waldbrandentwarnung ganz nett grillen könnte.

  • Ich sehe das Angebot nicht so negativ wie einige meiner Vorredner.
    Preis: Für eine Gruppe durchaus OK - für einen einzelnen - na ja, du musst entscheiden, was die dein Abenteuer wert ist.
    Lage: Wenn es in Ö irgendwo "Wildnis" gibt, dann dort. Nicht nur weil der "Ötscherurwald" gleich anschliesend ist, sondern, weil das Tal eine Sackgasse ist und als Privatbesitz nur eingeschrängt landwirtschaftlich genutzt wird.
    Lagern: Schlafen / Lagern darfst du dann soweot ich das verstanden habe im Gebiet überall, nur Feuer ist nur am Zeltplatz möglich - was auch verständlich ist, da nicht allle mit dem Element Feuer umgehen können.
    Bushcraft: Das Gebiet ist so ziemlich das Maximum das du in Ö noch haben kannst (Lage, Größe, Ruhe,..)
    Reini: Ich habe schon etliche seiner Aktivitäten mitgemacht - und die Qualität stimmt einfach (und natürlich will er was "Verkaufen" - er lebt ja davon).

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  • Ich sehe es gar nicht negativ, eher realistisch. Der Markt dafür ist zu klein in Österreich.

    Diejenigen die Bushcraft ermsthaft betreiben haben selbst Wald, oder die Erlaubnis einen zu nutzen oder pfeifen auf eine Genehmigung. Will man Bushcrafttechniken üben, muss das immer und immer wieder gemacht werden. Das ginge bei Reini‘s Areal sehr schnell ins Geld.

    Erfolg würde ich hier eher sehen, wenn man das ehrenamtlich aufzieht mit der Intention die Menschen wieder an die Natur heranzuführen. Geschäftsmodell ist das aktuell keines meiner Meinung nach.

  • Finde das Angebot nicht so schlecht. Ist eher für Leute die in einer Wohnung wohnen interessant. So kann man die ersten Schritte in diese Richtung gehen. Was gibt es für Alternativen, ein Standart Campingplatz?
    Als Gruppe ist der Preis ok.

    FORTES FELIX SUNT

  • Das mit der "echten Wildnis" in Österreich ist gar nicht so falsch: Es gibt (zumindest außerhalb von Nationalparks, und nicht mal da überall) relativ wenige naturbelassene Wälder. Zumindest in OÖ und einigen Teilen von NÖ und Salzburg (die ich halt persönlich kenne) ist da ganz klar ein planwirtschaftlicher Waldbau die Regel. "Echten" Wald gibts fast nur mehr dort, wo das Gelände keine maschinelle Bearbeitung zulässt...

    Ansonsten: Mir wäre es zu teuer. Im Wald kann ich mich tagsüber auch so aufhalten, ohne dafür zahlen zu müssen. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass das für Großstädter (die keinen Waldbesitzer kennen) ev. eine Möglichkeit ist, die jahrelang antrainierte Theorie mal im echten Leben (zumindest ansatzweise) auszuprobieren...

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)

  • Eigentlich sollte man ja einen Verein „Freunde des Bushcrafting“ gründen und Lobbying betreiben, um die Wälder im Besitz der Bundesforste für interessierte Bushcrafter zu öffnen.

    Mittels Registrierung und verpflichtender Ausbildung sollte es auch keine Probleme bzgl. Müll und Waldbränden geben.

  • Oder einfacher: Sein eigenes Geld in die Hand nehmen, einen ausreichend großen Wald kaufen und auf eigenem Grund und Boden tun, was man will.

    Ich bin zwar kein Waldbesitzer und dadurch auch kein direkter Betroffener, aber mir geht diese "auf den Kosten von anderen mein Hobby durchziehen wollen"-Mentalität gehörig auf den S....
    Ganz egal ob das jetzt Mountainbiker, Bushcrafter, Geocacher oder sonstige Freizeitnutzer sind: Jeder fordert, dass andere ihr Eigentum (für das Steuern gezahlt werden, das ein Risiko darstellt [Windwurf, Käfer, Waldbrand, ... ] und kaum Profit abwirft) gratis zur Verfügung stellen, damit das eigene Freizeitvergnügen ausgelebt werden kann.

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)

  • Das sehe ich differenzierter. Ein Wald, ein Berg, ein Fluss, usw. wurde nicht von Menschen gemacht. Daher finde ich, dass ich als Steuerzahler durchaus das Recht haben sollte diese Dinge zu Erholungs- und/oder Fortbildungszwecken zu nutzen. Dieses Recht gibt es teilweise auch z.B. was den freien Seezugang angeht.

    Ich rede auch nicht davon Wälder im Privatbesitz hierfür heranzuziehen, sondern Wälder im Staatsbesitz.

    In den USA gibt es zum Beispiel das BLM-Land (Bureau of Land Management), also öffentlichen Grund wo man sich zu Erholungszwecken ohne Einschränkungen(*) aufhalten und campen darf. Sowas könnte man in Österreich auch andenken.

    *) Abgesehen von Regelungen der Counties bzw. Bundesstaaten die eine Einschränkung vorsehen können

  • Das es, wenn man in den Wald geht, Spielregeln geben muss, ist (leider) eine Notwendigkeit weil es immer wieder einige "Gestörte" gibt die Schaden anrichten.
    So ist es auch seit Jahren schon notwendig dass in Skandinavien das Jedermannsrecht überwacht werden muss.
    Daher gibt es auch bei uns Aufsichtsorgane.
    Aus diesen Gründen finde ich es gut wenn es Plätze gibt wo man in Ruhe üben kann, wo man eine Notsituation durchspielen kann um später im Bedarfsfall die Situation zu beherrschen.
    Wenn ich mir entsprechende Fertigkeiten im Übungsgelände angeeignet habe werde ich im freien Gelände keine Schwierigkeiten irgendwelcher Art haben, niemand wird mich entdecken
    und ich werde draußen meine Ruhe haben. Unabhängig davon ob ich freiwillig und gerne hinaus gehe oder ich der Not gehorchend hinaus gehen muss.

  • Das Recht, den Wald zu Erholungszwecken aufzusuchen gibt es bei uns seit den 1970-er-Jahren.
    Leider - und das ist vermutlich kein österreichisches Problem - gibt es immer wieder einige Idioten, die es für die anderen vermasseln (siehe aktuell die Diskussion bezüglich Mountainbiker in den Salzburger Stadtbergen).

    Auch - und das muss man immer im Hinterkopf halten - ist Österreich im Gegensatz zu Skandinavien und Nordamerika kein Flächenstaat mit endlosen Weiten und unberührter Natur. Das bisschen echter Wildnis das wir noch haben wird nicht umsonst relativ stark geschützt.
    Die Bundesforste sind ja z.B. auch ein wirtschaftlich arbeitender Betrieb (der nur zufällig bzw. historisch bedingt) im Eigentum des Staates ist. Die BF-Wälder sind idR weit weg von Urwald - das sind Nutzwälder. Ob darin ein "echter Survivor" seine Freude hat, wage ich zu bezweifeln...

    Aber - wie auch @Grauer Wolf schon schrieb: Selbst in Skandinavien gilt das Allemannsrett nicht mehr uneingeschränkt. Wir planen z.B. aktuell einen Kanu- und Angeltrip in die norwegisch-schwedische Grenzregion. Da ist z.B. das Campen schon massiv eingeschränkt (Gruppen > 4 Personen müssen kostenpflichtig(!) in speziell dafür errichteten Hütten übernachten; Feuermachen abseits offizieller Feuerstellen ist im Sommerhalbjahr tabu, und auch letzteres kann zeitweise verboten werden; ...).
    Norwegen z.B. hat eine Bevölkerungsdichte, welche 1/8 von Österreich beträgt. Selbst die USA haben weniger als 1/3 unserer Bevölkerungsdichte, und viele Regionen dort sind extrem weitläufig und dünn besiedelt.
    Dass da andere Maßstäbe gelten, sollte einleuchten.

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)

  • Das mit dem Aufenthalt bzgl. Erholungszweck stimmt durchaus. Aber mit seeeehr vielen Einschränkungen, wie: nur bei Tageslicht, nicht abseits der Wege, kein Lagern, kein Feuer, kein Übernachten, ...

    Der Vergleich mit Mountainbikern passt meiner Meinung nach nicht ganz, denn diese brauchen ja hergerichtete Wege für ihren Sport, oder? Dafür müsste also der Mensch in die Natur eingreifen, somit sollten sie nur auf dafür hergerichteten Wegen fahren dürfen. Fürs Bushcraften sind keinerlei Erhaltungsarbeiten des Geländes nötig, um diesen Sport auszuüben.

    Flächenstaat muss man dafür auch keiner sein. Dieses Hobby wird sich auf wenige Hundert bis Tausend Menschen in Österreich aufteilen. Mit der von mir vorgeschlagenen Registrierung und verpflichtenden Schulung, die durchaus was kosten darf, sehe ich hier eine gangbare Lösung. Dafür gibt's einen netten Bushcraftausweis und der Förster weiß, dass ich weiß was ich tue und wer ich bin, wenn er mich im Wald trifft.

    Wie schon mal anderswo erwähnt, halte ich den derzeitigen Weg von Verboten und dem Fernhalten der Menschen von der Natur für den schlechtest möglichen Weg.

  • komisch ich hatte in dem Beitrag schon mal was geschrieben das ist jetzt weg...


    Laut Homepage kostet es 299 entweder für ein Wochenende oder eben für die Wochentage. Werktage sind demnach pro Tag billiger aber das ist zb in wellneshotels ja auch so. Und der Preis gilt für die ganze Gruppe bis 10 Personen.


    Ich denke nicht dass er sich damit eine goldene Nase verdient. Und die meisten werden eher in der "schönen" Zeit kommen. Wirkliche hardcore bushcrafter die im tiefen Winter üben wollen gibt es nicht so viele

  • Grundsätzlich darfst du in Österreich auf Privatgrund so ziemlich alles, inkl Feuer machen. Und jeder Wald gehört wem. Entweder reichen Familien oder dem Staat. Aber wenn man vom Eigentümer die Erlaubnis hat - dann austoben. Worauf man immer achten muss: Lokale Gesetze & Verordnungen, z.B. Kein Feuer wegen der Trockenheit (momentan in Ö so) oder Wasserschutzgebiet.

    Kleine Info meinerseits: Nicht jeder Wald gehört einem reichen Waldbesitzer. Es kann jeder Bürger Land in A erwerben, kleine waldparzellen kosten ca. 1 - 2 Euro pro m². Das kann man sich schon leisten......

    Taken the red one.